Beiträge von gfra

    Warum sagst Du deinem Freund nicht vorher, dass er sich die Mühe sparen kann?

    Das war meine allererste Reaktion und Antwort. Da er darauf besteht und da ich schon die Erwartungen ziemlich klar gestellt habe, habe ich mich entschlossen, das ganze zu dulden und in dieser Phase von meiner Seite die Freundschaft nicht zu gefährden.

    So ganz verstehe ich das aber nicht. Du willst ihm einerseits helfen (beratung durchführen), dabei aber nicht helfen (nichts abschließen) und ihm keine Infos geben. Scheint mir eher ein etwas entfernter Bekannter zu sein.

    Ziemlich treffend. Immer noch guter Freund, also wenn er es so will räume ich es ein, aber nicht "wie mein Bruder", dass ich ihm direkt belehren kann, was er mit seinem Leben macht. Nur helfen ist nicht korrekt, es geht primär um einen Versuch, das ganze nicht Freundschaftschädigend zum Schluss zu bringen.

    sage das du finanzieller Selbstentscheider bist.

    Das Argument gefällt mir.

    Darüber hinaus habe ich meine finanzielle Situation dank Finanztip schon geklärt und somit wenige Angriffspunkte.

    Hallo zusammen,

    Ein guter Freund von mir ist nun DVAG "Finanzberater" geworden und will natürlich mit mir eine Finanzberatungsgespräch führen. Ich habe es mir schon überlegt und werde das Gespräch nicht ablehnen - das steht fest.

    Ich werde aus Prinzip nichts von der DVAG kaufen - das steht auch fest. Ich bin mir auch sehr zuversichtlich, dass ich mich mit persönlichen Finanzen besser als ihn auskenne und Verneinungsargumente für alle seine Andrehungsversuchen habe werde - das ist überhaupt nicht mein Problem.

    Mein Problem ist, ich will nicht meine komplette Finanzsituation ihm offenlegen.

    Deswegen möchte ich fragen, ob jemand schon Erfahrung mit solchen Gespräch gehabt hat, wie es verläuft und welche persönlichen Angaben da bei einem ersten Gespräch diskutiert werden. Gehalt und Sparrate kann ich mir vorstellen. Gesamtvermögen? Gesundheitsangaben? Bestehenden Finanzprodukten? Kosten der einzelnen Versicherungen? Wie tief wird da gebohrt?

    Mir ist klar, wie seltsam das ganze klingt (was man für Freunde tut!). Ggf. werde ich mich Angaben ausdenken, aber es ist alles einfacher, wenn man sich vorbereitet.

    Danke im voraus.

    Als ich es beantragt, habe ich die Funktion des Systems wie folgt verstanden:

    Die Beiträge für die Kindererziehungszeit werden einem nur gutgeschrieben in dem Verhältnis zu den in den ersten drei lebensjahren des Kindes selbst geleistete DRV-Beiträge. Heißt, falls du bis zum 3. Lebensjahr ständig arbeitest und Beiträge gemäß des Durchschnittlohns leistest, bekommst du nicht 6 "Rentenjahre" sondern 3, also diese Kindererziehungszeiten geht ins Leere. Aber falls du bzw. deine Frau nicht arbeitet bzw. nichts in die DRV beiträgt, dann bekommt die Person die ganze 3 Jahren gutgeschrieben.

    Aber das mag erfahrener Leute hier bestätigen bzw. korrigieren.

    In diesem Sinne wäre es höchstwahrscheinlich besser, deiner Frau diese Zeit gutschreiben zu lassen.

    Auch es macht nur Sinn den Antrag zu stellen nachdem das Kind 3 wird.

    Er bekommt keine Stundensatz

    Und DAS, das ist genau das Problem.

    Allein wegen dem Interessenskonflikt (Berater <-> Finanzproduktverkäufer) wäre ein Grund, sein Portfoliogedöns abzulehnen.

    Hat er dir eine Alternative gezeigt, wie man das gleiche Ziel erreicht, ohne ihn fort zu zahlen?

    Hallo fredirain

    Wie hier schon gesagt, eure derzeitige Einkommen und Sparquote sind nicht schlimm. Es könnte wie immer optimiert werden, aber ist nicht problematisch.

    Ihr habt ziemlich spät Kinder gehabt, und dass die Frau viel zuhause bleibt und sich fast ausschließlich um die Kinder kümmert finde ich normal (passiert bei mir auch) - kleine Kinder führen einfach zu deutlich größeren Ausgaben und weniger Arbeitszeit.

    Dein "Problem" erkenne ich bei dem Vermögen. Bis 39 wart ihr ohne kinder. Dass ihr in der Zeit sehr wenig gespart, deutet darauf hin, dass ihr viel konsumiert hat. Es ist weder gut noch schlimm - einfach eine Lebensentscheidung, aber führt zu deiner Situation, und dass den Zinsezinseffekt weniger Zeit einwirkt. Ohne Kinder haben wir locker 40% Sparquote erreicht.

    Die gute Nachricht ist, ihr seid nun auf Weg und habt noch Zeit

    An sich schon ganz geil, nur schade das das Kapital ja einfach nur mit X% verzinst (Altersfaktor = Zins) wird aber nicht an langfristiger Wertentwicklung des Aktienmarktes gekoppelt ist.

    Du siehst nur eine Seite der Medaille. Diese Direktzusage-Konstrukten sind idR absolut geil für den AN: stammen aus einer Zeit (60er und 70er) wo die demographische Entwicklung noch nicht so klar absehbar war, und die Versprechungen sind verhältnismäßig sehr groß und unflexibel. Heutzutage wird nur den Beitrag (statt die Rente) versprochen, und anteilmäßig idR deutlich weniger.

    Dazu kam noch später, dass wegen EU-Recht auch beim Verlassen des Unternehmens vor Renteneitritt Anspruch auf die Betriebsrente besteht.

    Selbst wenn man das UN eines Tages verlässt und dort ein Guthaben von z.B. 50.000€ angespart sind, dann ergibt sich bei 30 Jahren ein ganz anderer Kapitalstock als wenn es nur mit einem Altersfaktor zu durchschnittlich 3% verzinst wird..

    Bei uns wird es nach Verlassen des Unternehmens bis Renteneitritt mit 1% verzinst. Dies war in einem Adendum aus ca. 2000 geregelt, also bohre nochmal nach.

    Meine Betriebsrente wird mittlerweile auch durch WTW verwaltet, nachdem mein ehemaliger Standort geschlossen wurde.

    Bei mir (und wahrscheinlich bei dir auch) handelt es sich um eine "Direktzusage" (google es mal), und die Rentenentwicklung wird per Abkommen bestimmt, d. h. Das Unternehmen verspricht dir (grob gesagt) x% von deinem Gehalt. Das Kapital ist sozusagen "fiktiv" (aber abgesichert), oder "wird an dem Unternehmen selbst investiert". Was zählt ist die Zusage vom Arbeitgeber. WTW dürfte nur die Verwaltung erledigen.

    Bei mir die Regelung war ein Abkommen mit dem Betriebsrat aus 1986. Frage mal deinen Betriebsrat oder Personalabteilung.

    Das kann als Lernprozess gesehen werden. Mit der Zeit und Erfahrung lernt mann, die meisten Stolperfälle umzugehen. Beispiele:

    - bezahlen per Paypal oder Kreditkarte, mit einfachen, Verkäufer-unabhängigen Rückabwicklungsmöglichkeit

    - Schlechte bzw. Betrügerische Verkäufer erkennen

    - wichtige Pakete an Paket shop bzw. Packstation liefern lassen

    - negative Produkt- und Verkäuferbewertungen auf Trends durchsuchen, oder unverhältnismäßig viele Bewertungen. Auch schauen, seit wann das Produkt gelistet ist

    Im Zweifelsfall nur von namhaften Verkäufer kaufen.