Beiträge von GoldGaleone

    Ok, dann wäre hier eher von einer Grundsanierung auszugehen.

    Dennoch glaube ich nicht, dass man sämtliche Fenster, das Bad, die Küche, den Boden, Wände und Decken ohne Eigenleistung für 20k saniert bekommt.

    Atohm

    Dem würde ich definitiv zustimmen! Ich würde auch eher an 50 k denken, wenn nicht sogar noch mehr.

    Unbedingt Angebote einholen - dann hast du Schwarz auf Weiß, wie viel Geld du ungefähr benötigst. Und bei solchen Handwerkerleistungen unbedingt einen Reservepuffer einplanen!

    HomeyJPS

    Wenn ich auf alle Erfahrungen, Berichte etc. von Verwandten und Freunden blicke, bei denen es um ähnliche Themen wie bei dir geht („gemeinsames Erbe“, „gemeinsame Erben-Immobilie“, „gemeinsam Geld anlegen“, „gemeinsam Firma gründen“ etc.), kann ich nur dringend von „gemeinsam“ abraten - irgendwann kommt nämlich Tag X, an dem die Interessen gravierend auseinandergehen und dann gibt’s programmierten Zoff wegen Geld und/oder Sachwerten - spätestens dann, wenn Du weitervererben willst.

    Es ist traurig, aber leider wahr: Ich würde an deiner Stelle keine Gemeinschaft eingehen, Geschwister hin, Erbe her - sorry ?‍♂️

    Aber bevor ich hier jetzt als Ego-Idiot dastehe: Mit meiner Lebensgefährtin teile ich mir die gemeinsame Immobilie, und es ist alles klar schriftlich geregelt.

    Das wäre dann next Level. Ich habe mir aber fest vorgenommen, das Thema Einzelaktien nicht anzupacken, auch wenn es noch so verlockend ist. Es reicht eigentlich, dass ich es nicht lassen konnte, mit Themen ETF rumzuspielen. :rolleyes:

    Mir ist das Thema Einzelaktien ebenfalls viiieeel zu heiß … gehöre zu den Naivlingen, die sich Anfang der Nullerjahre mit solchen „Granaten“ wie Telekom und em.tv dermaßen die Finger verbrannt haben, sodass ich eigentlich nie wieder was mit Einzelaktien zu tun haben will.

    Die Zeit, die ich für Einzelaktien aufwenden müsste (Recherche, Überwachung etc.) inklusive schlafloser Nächte bei Crashs - es wäre einfach nichts mehr für mich.

    Deshalb bin ich so dankbar über die Aktienkörbe namens ETF ?

    2. Du reduzierst Deinen Sparplan auf 700€ im Monat. Jetzt reicht das Geld wieder. Da Du nichts entnimmst, sondern einfach weniger einzahlst, zahlst Du auf diese 300€ auch keine weiteren Steuern. Den Erlös der Immobilie packst Du in einen Thesaurierer und rührst ihn erst in der Rente wieder an.

    Variante 2 ist steuerlich offensichtlich besser. Dazu ist sie viel besser steuerbar, denn du bist nicht von schwankenden Ausschüttungen abhängig.

    Auch eine echt coole Variante, trotz dass ich Dividenden-Fan bin ??

    Und das ist das Gute an der Welt der Finanzen/ETFs etc.: Jeder kann sich seine Anlage quasi maßgeschneidert zurechtbasteln, egal, welche Bausteine er/sie dazu verwendet.

    Und das coole an dem Forum hier: Man kann sich prima austauschen, Alternativen aufzeigen und mit guten Tipps wirkungsvoll gegenseitig unterstützen ??

    Ich kam ja auf die Idee des Dividenden ETF, weil ich anstelle der Mieteinnahmen anderweitige regelmäßige Zahlungen haben wollte, müsste dann beim Thesaurierer also regelmäßig verkaufen.

    ETF-Horst

    Als bekennender Dividenden-Fan denke, dass ausschüttende ETFs genau das richtige für deinen Zweck sind. Zumal Du Dich dabei um nichts kümmern musst, außer die (monatlich) ausgeschüttete Rendite vom Depot auf dein Referenz- bzw Girokonto zu bringen (oder eben wiederanzulegen).

    Ich möchte das an der Stelle nochmal hochholen, denn JDS hat absolut recht. Ihr seid in der Diskussion am Anfang in Richtung Dividenden-ETF abgebogen und optimiert da jetzt lokal rum. Steuerlich ist diese Variante ohnehin deutlich vorteilhafter für den gleichen Cashflow als Dividenden mit 25% Abgeltungssteuer.

    LebenimSueden

    Es ist eben die alte Grundsatz-Diskussion: Thesaurierer vs. Emitter. Und da gibt’s zwei Lager, von denen jedes zu Recht seine Pro bzw. Contras vorweisen kann.

    Du hast vollkommen recht in Bezug auf Steuer, Zinseszins etc. - ein Thesaurierer-ETF rechnet sich in der Regel deutlich besser als ein Dividenden-ETF.

    Aber: Mir (und vermutlich vielen anderen Dividenden-ETF-Freunden) ist eben der regelmäßige Cashflow wichtig, auch wenn die Summen variieren. Und wenn alles gut geht, werde ich die Dividenden-ETF vererben können, bedeutet: Ich habe monatliche Zusatzeinnahmen bis zum letzten Tag …

    So jedenfalls meine Rechnung ?

    Die Diskussion nimmt hier ja ordentlich Fahrt auf … ich denke, jeder muss für sich selber den Weg finden, klare Entscheidungen treffen und dann mit den Konsequenzen leben.

    Ich glaube, alle hier kennen und verstehen die Begriffe „Dividendenstrategie“, „Klumpenrisiko“, „Diversifikation“, „weltweit gestreut“ etc. … nur jeder hat eben seine Sicht auf die Dinge und schätzt bestimmte Risiken/Situationen anders ein.

    Aber hoffen wir mal, dass alle unsere Investments positiv enden und sich die Entscheidungen jedes einzelnen gelohnt und gerechnet haben werden, wenn der „Zahltag“ kommt ???

    ETF-Horst

    Die Frage der unterschiedlichen Dividendenhöhe trotz selben Index kann ich dir nicht 100%ig beantworten, aber denke mal an folgende Faktoren:

    a) Replikation: Swap - physisch vollständig

    b) Zusammensetzung: Wie viele Werte sind im ETF enthalten (siehe auch a))

    c) Kostenquote UND Tracking Difference

    und d) die im ETF festgelegte Ausschüttungsrendite (siehe Factsheet)

    Aber warum der Xtrackers jetzt SO VIEL besser emittiert als der Ishares, weiß ich leider nicht, sorry ?‍♂️

    ETF-Horst

    Als bekennender Dividenden-ETF-Fan kann ich deine Überlegungen voll nachvollziehen und habe in etwa dieselben ETFs in meinem Depot.

    Und zusätzlich habe ich - wie auch @TamInvest vorschlägt - noch den Vanguard FTSE AW am Start, ebenfalls die ausschüttende Variante.

    Passt in meinen Augen prima, auch wenn bei den reinen Dividenden-ETFs die Gesamtperformance tatsächlich unterdurchschnittlich ist. Was mich aber nicht stört, da diese bis zum letzten Tag im Depot bleiben und später vererbt werden sollen. Den FTSE AW hingegen werde ich nach Rentenbeginn schrittweise verkaufen.

    Wäre aktuell auch sehr zurückhaltend mit Immokauf … die Preise sind (noch) zu hoch … wollte ich eine Immobilie kaufen, würde ich erstmal entspannt den Markt sondieren und warten.

    Wie in diesem Thread schon geschrieben wurde: Bald werden wir die ersten Zwangsversteigerungen erleben, weil Annuitätendarlehen auslaufen, aber die Kreditnehmer die neuen Zinssätze (3-4% oder mehr) nicht mehr stemmen können.

    Zum anderen dürfte der „Run“ auf Immobilien grundsätzlich abnehmen: Die, die können und wollen, haben schon längst gekauft. Die, die wollen, aber finanziell nicht können, haben aufgegeben und kämpfen jetzt auf dem Mietmarkt um Wohnraum.

    Und dann gibt’s offenbar noch sehr viele, sehr große Häuser, in denen oftmals nur noch eine, meist sehr betagte Person wohnt - auch diese Objekte werden vermutlich bald in größerer Zahl auf dem Immobilienmarkt angeboten.

    Also: Augen auf und dranbleiben - und nebenher so viel Eigenkapital wie möglich anhäufen ?

    nininur

    Mein Tipp für dich bei noch so viel verbleibender Zeit: Kündigen!

    Ich habe meinen Riester kürzlich gekündigt, trotz dass es nur noch ca 8 Jahre bis zur Rente sind.

    Hatte zum Zeitpunkt der Kündigung ca 17.000 drauf, davon ca 1.300 staatliche Zulagen. Gehe also davon aus, dass ich insgesamt ca 2.000 zurückbezahlen muss.

    Das Restgeld packe ich in 2 ETFs und hoffe, dass ich noch mindestens 15 Jahre leben werde, damit ich die 2.000 wieder reinhole und weiteren Gewinn mache.

    Aber das wichtigste für mich: Das Geld ist in meiner Hand und ich bin von keiner trickreichen Versicherung mehr abhängig ?

    Lynchburg

    Dein Riester-Zahlenwerk bzw. -Vertrag klingt auf den ersten Blick wirklich solide - damit dürftest du eher zu den Ausnahmen gehören.

    Womit ich allerdings skeptisch wäre, sind die „garantierten“ monatlichen Renten - offensichtlich hat es in jüngster Vergangenheit schon für etliche Riester-Bezieher böse Überraschungen gegeben, da es deutliche Diskrepanzen gab zwischen der angekündigten und der tatsächlich ausbezahlten monatlichen Summe. Die „Süddeutsche“ hat dazu kürzlich einen Artikel veröffentlicht und hier im Forum wurde dazu auch diskutiert

    Riester-Rente: Was kommt wirklich raus am Ende?

    Bin ich froh das ich damals nicht auf die schönen Worte des Versicherungsvertreters reingefallen bin!

    Thomed

    Fast genau wie bei mir: Ich war damals Gewerkschaftsmitglied und irgendwann im Jahre 2003 gab’s die Einladung zu einem „Informationsabend“ zum Thema Rente. Schätzungsweise ca 100 Leute waren da und ein dynamischer Versicherungsmakler erklärte den Versammelten in sonnigen Worten die unglaublichen Vorteile der Riester-Rente: „hohe staatliche Zulagen“, „sicher, weil staatlich garantiert“, „hohe Steuervorteile“, und und und …

    Ich würde wetten: Fast 80% der Teilnehmer haben damals innerhalb der nächsten paar Wochen eine Riester-Police abgeschlossen. Ich war auch einer von denen … letzte Woche habe ich den Schrecken ohne Ende mit meiner Kündigung beendet ????