Beiträge von thomassaron

    Und das ist der entscheidende Punkt. Das Depot ist nicht freischwebend, sondern im Kontext von GRV und ggf. Betriebsrente und geförderter privater AV (der hoffentlich bald reformierte Riester). Für den typischen Angestellten gilt, dass bei einem nennenswerten Depot auch eine GRV rauskommt, die für die Grundlagen ausreicht. Man kann dann durchaus auch ein gewisses vorzeitiges Pleiterisiko in Kauf nehmen. Zumal man dem Risiko nicht schutzlos ausgeliefert ist und bei schlechten frühen Jahren auch die Entnahme zurückfahren kann. Hier nochmal ein Verweis auf einen wichtigen Artikel von Georg: https://www.finanzen-erklaert.de/wann-besteht-i…andlungsbedarf/

    das ist ein wichtiger Punkt -eine Zahl ohne Hintergrundinfos zu GRV etc. sagt wenig aus, aber mich würde es trotzdem interessieren: welchen Aktienanteil wollt ihr im Alter von 60 haben bzw. hattet ihr? - 90% so wie Forumsmitglied 90ProzentAktien dürfte eher die Ausnahme sein ... 40% ist die Richtung, die ich häufiger gelesen habe ...

    Ganz so schlimm wie von Dir beschrieben ist es nicht wirklich.

    (...)

    Dann ist es keineswegs so, dass Du nach meinetwegen 6 Jahren zu Tiefstständen verkaufen wirst. Schau Dir echte Crashverläufe an. Die Mehrzahl ist nach drei Jahren bereits erledigt. Wenn nicht, dann haben sich die Kurse zumindest ein ordentliches Stück erholt. Vielleicht nicht auf 100 %, und Verkäufe bei 80 % des alten Höchststandes sind nicht schön, aber keine Vollkatastrophe.

    Das fand ich hilfreich - vielen Dank! -

    mmh, das hängt meiner Meinung nach in erster Linie davon ab, welcher Risikotyp du bist. Aber auch davon, wie hoch dein Gesamtvermögen ist und wie hoch deine erwarteten Ausgaben ab Rentenbeginn sind. Wenn du 2 Mio. Vermögen hast und ca. 50 T€ pro Jahr brauchst, um deine Ausgaben zu decken, wäre ein sicherer Anteil von ca. 500 T€ (also 25%) nach meinem persönlichen Empfinden okay. Bedeutet, ich kann 75% in ETFs angelegt lassen.

    Wenn mein Gesamtvermögen dagegen bei 500 T€ liegt, sollte der sichere Anteil prozentual natürlich um einiges höher sein.

    Danke - das ist ein guter Punkt!

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    Ab ca. Min. 45:50

    vielen Dank für die Mühe - das heißt also man sollte Geld für bis zu 8 Jahren aus den ETFs rausnehmen - bei mancheinem bleibt dann nicht mehr so viel übrig - aber so ist es nunmal. Muss man sich halt auch bewusst machen - bei aller Sympathie für ETFs

    mmh, ich bezweifle, dass Finanztip eine so pauschale Empfehlung abgibt. Woher hast du die und wie war der Kontext?

    Nein, das sagt Finanztip nicht so wortwörtlich, das stimmt - andere tun das vielleicht konkreter - aber die Tendenz sehe ich schon - "höhere Summen sollte man nicht auf dem Tages- oder Festgeldkonto haben", so der Tenor. Die braucht man aber im Fall eines Crashs vor Renteneintritt

    Angenommen, man nutzt ETFs, um sich eine Altersrente aufzubauen. Kurz vor Renteneintritt gibt es einen Crash an der Börse und es dauert 8-10 Jahre, bis die Aktien wieder auf dem Stand vor dem Crash sind. In dieser Zeit sollte man möglichst kein Geld aus den ETFs entnehmen, muss es aber tun, da die Sicherheiten „Tagesgeld und Festgeld“ für einen so langen Zeitraum nicht ausreichen.

    Man hat weniger Vermögen durch Kursverluste – und zusätzliche Entnahmen aus einem geschrumpften Topf, das kann ein Depot irreversibel schädigen, selbst wenn sich der Markt später erholt.

    Wie kann man sich davor schützen, dadurch zu große Verluste zu machen und die ETFs viel zu früh aufgebraucht sind?

    Ein Weg ist sicher, in den Jahren vor der Rente, den Aktienanteil zu reduzieren, aber es bleibt das Risiko, dass Crashs oft sehr unvermittelt eintreten und man dann keine Zeit mehr hat zu reagieren.

    Wird dieses sog. Sequenzrisiko nicht häufig unterschätzt oder zu wenig darauf hingewiesen - von Akteuren, die die ETF-Rente empfehlen – wie eben auch Finanztip? Oft heißt es eher: auch im hohen Alter kann man noch weiter bis zu 50% in ETFs halten und von den Erträgen leben. ist das nicht viel zu optimistisch?

    thomassaron Dir wird bei SC angezeigt, wo Dein dortiges Guthaben angelegt ist. Allerdings schiebt SC das manchmal hin- u. her... ist mir aber wurscht wo das liegt, da ich keine 5x 100.000,- für 2% da rumliegen lasse. Solche Summen stecken in ETF, etc.

    Prinzipiell sehe ich das ähnlich, aber was tut man z. B. wenn man kurz vor der Rente steht und nur 50% in ETFs haben will? Festgeld, Tagesgeld, Raisin, Geldmarkfonds - oder eben bei Scalable parken ... letzteres ist am bequemsten. PS: wo sieht man bei SC, bei welcher Partnerbank das Guthaben per Einlagensicherung geschützt ist? Ich bekomme das nicht angezeigt ...

    Danke! - die drei deutschen Banken sind ok, bei der französischen HSBC bin ich unsicher: Frankreich hat ja nicht gerade das Top-Rating, auf der Seite der Bank steht ausserdem Irland. Das Problem: man weiß nicht, welche der genannten Banken Scalable präferiert - wahrscheinlich ist die HSBC lukrativer ...


    https://assets.ctfassets.net/kcbf79ije7q7/21gqQ4CQlzyCavmc2If2Th/3358477dc9bc67d8764c253c56ae37ad/HSBC_DepositorInformationSheet_DE.pdf

    Hallo, heute bekam ich von Scalable Capital eine Email:

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    Hier die Info dazu auf Website

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    de.scalable.capital


    Frage: welche Partnerbanken sind das, in welchen Ländern? Scalable selbst ist ja noch sehr jung, als Bank noch jünger. - Wie viel Geld kann man auf Scalable sicher parken und sich damit mehrere einzelne Tagesgeldkonten sparen?

    "Nachhaltiges Investieren" hat mehrere Probleme:

    1. jeder hat seine eigene Definition davon und kommt auch zu deutlich unterschiedlichen Ergebnissen. Ob sich so ein Impact ergibt, ist höchst fragwürdig

    2. Wer gewisse Sektoren wie Rüstung ausschließt, verpasst natürlich auch die Rallye in selbigen. Das gleiche gilt, wenn man Titel oder Sektoren übergewichtet und die nicht gut laufen. Tesla fällt mir bei dem ETf sofort als entsprechender Kandidat ins Auge

    ja, das mit dem Impact ist schwierig - da würde mich eine objektive Untersuchung interessieren. Es gibt ja sogar die Meinung, dass ESGs sich nachteilig auf die Nachhaltigkeit auswirken könnten. - zum zweiten Punkt: sind ESGs zu wenig breit gestreut oder reicht die (immer noch große) Anzahl der Unternehmen aus, die nach dem "Filter" übrig bleiben?

    thomassaron Schau dir mal die linke Spalte an:

    Quelle: https://www.fondsweb.com/de/LU0950674332

    Ich bleibe bei meiner „Strategie“, auch wenn ich sehe, dass andere ETFs besser performen. Letzteres ist aber für mich noch lange kein Argument, mir Exxon Mobil & Co. ins Depot zu legen. Andere gehen ja noch ganz andere Risiken ein. Davon abgesehen kann sich das mit der Performance alles noch mal ändern. Das ist aber nichts worauf ich „wette“, wie es hier oft so schön heißt.

    vielen Danke - woher kommt dieser Unterschied Dollar-Euro? - sorry, der Faktor Währung ist neu für mich ...

    Ich habe vor drei Jahren zeitgleich investiert: in den UBS MSCI World Socially Responsible UCITS ETF (A1W3CQ) – thesaurierend, USD, ESG/SRI und in den SPDR MSCI All Country World UCITS ETF (A1JJTC) – thesaurierend, breit gestreut (inkl. Schwellenländer)

    Der nachhaltige UBS MSCI World Socially Responsible war von Finanztip empfohlen und lief bis ca. 2023 ähnlich gut wie der MSCI All Country World.

    In den vergangen 12 Monaten jedoch lag der MSCI World Socially Responsible bei 0% Rendite, insgesamt lief er für mich deutlich schlechter.

    Ich vermute, dass liegt daran, dass der nachhaltige UBS-ETF viele große Gewinner wie Amazon, Meta, Exxon und Rüstung und Schwellenländer ausschließt und in US-Dollar notiert, das Depot aber in Euro geführt wird.

    Letzteres war mir als Risikofaktor bislang nicht bewusst. - Wie kann man das ausschließen?

    Vielleicht ist die Entwicklung auch nur kurzfristig und man sollte sich an die ETF-Prinzipien halten: Durststrecken aussitzen und eben nicht verkaufen, wenn es schlecht läuft.

    Allerdings bin ich auch aus anderen Gründen von nachhaltigem Investieren nicht mehr so überzeugt – u. a. weg der m. E. doch zu geringen Streuung - aber auch weil es Greenwashing fördert und andere Nachteile mit sich bringen, über die ich bislang zu wenig wusste - Finanztip bleibt da zu oberflächlich.

    Ich jedenfalls spiele mit dem Gedanken alles in den MSCI All Country World UCITS ETF umzuschichten – auch wenn auf die Gewinne Steuern anfallen. Macht es in Euren Augen langfristig trotzdem Sinn?

    Finanztip sollte dazu mal ein differenziertes Video machen.

    Vielen Dank für die schnellen und hilfreichen Rückmeldung und die interessante Diskussion. Ich denke, die Kriterien für "nachhaltig" sind ziemlich schwammig und verführt Firmen ggf. zu Greenwashing - das war und ist mir bewusst. Solang die Rendite nicht deutlich schlechter ist, habe ich mit nachhaltigen ETFs trotzdem ein besseres Gefühl. Ist die Diskrepanz zu groß, macht es m. E, mehr Sinn den Differenzgewinn aus den nicht nachhaltigen ETFs zu nehmen und für sinnvolle Projekte zu spenden und nachhaltige Produkte zu kaufen. Deshalb war ich über die Differenz iShares Core MSCI World mit einer Rendite von 26,10% und beim UBS MSCI World SRI einer Rendite „seit Kauf“ von nur 17,31% ziemlich irritiert ...

    also: wenn Du z.B. am 1.1. einen ETF Anteil für 100€ kaufst und z.B am 1.3. wieder einen für 110€, dann hast Du einen Kaufkurs in der App von 105€, es wird also der gewichtete Mittelwert der Kaufkurse angegeben. (am 2.1 stand da 100€ bei Kauf)

    Warum die beiden ETFs jetzt so unterschiedlich sind bei Dir obwohl sie angeblich fast gleich gelaufen sind (hab das nicht geprüft), kannst Du in den jeweiligen Käufen ja nachvollziehen, die siehst Du ja in der App alle. Wann hast Du wieviel zu welchem Kurs gekauft steht da genau...daraus ergibt sich eben der mittlere Kaufkurs und der Abstand zum aktuellen Kurs ist dann die Rendite.

    Wenn Deine 2 Anteile von oben z.B. am 1.5 120€ wert sind also: 14,28% (120/105) mehr als 105€

    Also: Schreib Dir die jeweiligen Kaufkurse und Anteile in eine Excel und Du wirst sehen, es stimmt ;)

    Besten Dank - das ist der Ansatz, den ich gesucht habe.