Beiträge von monstermania

    Ich verstehe das schon richtig, monstermania, du implizierst, dass wir Schmarotzer sind. Du drückst es nur vornehmer aus und nennst es "Mitnahmementalität".

    Jeder zieht sich den Schuh so an wie er einem passt.

    Zitat

    Mein Gedanke war eine zweckgebundene Schenkung, schön mit Vertrag zwischen mir und dem Kind, zum Aufbau des AV-Depots. Gerne auch als einmalige Zahlung, direkt aufs Verrechnungskonto zum Kauf der Anteile.

    Kann man Alles machen.
    Du kannst für Dein Kind eine ETF-Rentenversicherung mit Nießbrauch (bitte als Nettopolice!) abschließen. Dann hast Du Dein ganzes Leben lang die Hand drauf und damit ist auch sicher gestellt, dass Dein Kind nicht einfach den Vertrag kündigen kann und das Geld verjuxxt.
    Das wäre nämlich bei einem AV-Depot jederzeit möglich.

    Warum soll man Menschen, die in einer finanziellen Notlage sind, dabei nicht unterstützen dürfen?
    Weil sie das Geld jetzt viel dringender brauchen und dem Steuerzahler jetzt weniger auf der Tasche lägen, wenn ich die 150€ monatlich zum Lebensunterhalt beisteuere?

    Von mir aus kannst Du für Dein Kind jeden Monat 150€ oder gar 1.000€ in einen ETF-Sparplan legen oder in eine private Rentenversicherung (s.o.) einzahlen. Mach es doch einfach.
    Nur erwarte bitte nicht, dass ich es gutheiße, wenn man dann zusätzlich zur Grundsicherung auch noch Förderung für die pot. Altersvorsorge haben möchte.

    Bin nicht sicher, angesichts Aussichten auf weitere Zinserhöhungen, welche Anlage wäre sinnvoll?

    Grundsätzlich wäre zum Parken ein Geldmarktfonds der den EZB-Einlagezins abbildet meine Empfehlung. Man muss ja auch nicht zu 100% umschichten. Wenn man einen gewissen Anteil im MSCI World belässt (z.B. 20%) sichert man sich ja auch weiter die Renditechancen (=Inflationsausgleich) ohne die Falle eines größeren Markteinbruchs (Crashs) zu viel Geld liegen zu lassen.

    PS: Muss eine Auszahlung erfolgen oder besteht auch die Möglichkeit dass man die ETF-Anteile 2028 aus der Versicherung steuerfrei in ein eigenes Depot übertragen bekommt?
    https://www.test.de/Fondsgebundene…kauf-4668471-0/
    Wohlmöglich brauchst Du das Geld ja 2028 noch gar nicht oder nur einen kleinen Teil davon. Dann könnten der ETF oder ein gewisser Anteil davon einfach im eigenen Depot weiter laufen.

    Wie immer gilt: Es macht wenig Sinn nur einen Teil der eigenen Finanzen zu betrachten. Es sollte immer die gesamte finanzielle Situation berücksichtigt werden.

    So oder so.
    Man muss das halt genau prüfen. In der Rentenauskunft, die man ab 50 alle 5 Jahre bekommt (oder anfordern kann), steht drin, wann die 45 Jahre Wartezeit erfüllt sind.

    BTW: Auch ein Minijob kann dazu genutzt werden die 45 Jahre voll zu bekommen, wenn man dafür Rentenbeiträge leistet. Insbesondere, wenn wohlmöglich nur noch wenige Monate fehlen durchaus eine Option.

    Stimmt, Mai Krawalle in Berlin interessieren mich auch herzlich wenig wenn ich bei einem guten Glas Wein in meinem Rheinland sitze.

    Och, es ist bisweilen ganz witzig mit Besuchern vom Land zum 1. Mai in das Hamburger Schanzenviertel zu gehen.
    Vor ein paar Jahren saßen wir mal draußen bei Schabi Fischimbiss als eine Hundertschaft mit Wasserwerfer an uns vorbei in Richtung Rote Flora rollte...

    Ausschlaggebend sind für mich die Miles-&-More-Prämienmeilen, die ich beim Bezahlen sammle. Als privater Vielflieger nutze ich sie vor allem für Upgrades in die Business- oder sogar First Class. Dafür sind die Meilen aus meiner Sicht besonders wertvoll.

    Wenn ich bisher nicht geglaubt hätte, dass Du Schwabe bist, wäre dass der Beweis für mich. ;)

    Viel Spaß im Süden.
    In knapp 8 Wochen geht es bei uns auch wieder los. Dieses mal leider nur für 3,5 Wochen. :(

    Also aus "unserer" Generation schaffen das alle die eine Lehre gemacht haben. "Damals" fing man nämlich mit 16 an.

    Es gibt auch Menschen, die nach der Lehre über den 2. Bildungsweg dann Fachabitur und anschließend ein Studium ran gehängt haben.
    Da kann es dann mit den 45 Jahren bis 63 schon eng werden Ich habe da auch ein paar Fälle in meiner Blase, die die 45 Jahre ziemlich genau mit 64,x Jahren erreichen. Ich bin auch so einer. ;)
    Leider habe ich seinerzeit, wie so viele andere auch, nicht daran gedacht freiwillig in die GRV einzuzahlen.

    Aber die 45+ Jahre werden unsereins wohl eh nix mehr nutzen, da diese Rentenform ja wegfallen soll.
    Wäre mir ohnehin egal gewesen, da ich finanziell schon länger für die Rente mit 63 und Abschlägen plane.

    Früher gab es ganz klar beauftragte für Finanzbildung (die nannten sich zu meinen Kinder-/Jugendzeiten noch Eltern).

    Im Prinzip hast Du natürlich recht.
    Nur kann man von den Eltern nur das Lernen, was Sie selbst mal gelehrt bekommen haben (oder erlernt haben).
    Bei meinen Eltern war das oberste Gebot: Wenn Du Dir etwas kaufen willst, musst Du es vorher ansparen.
    Damit sind wir Kinder groß geworden. Und das ist ja auch grundsätzlich gut gewesen. Weder meine Schwester noch ich hatten je einen Konsumkredit.
    Aber Dinge wie Aktien, Fonds, Depot waren niemals Thema bei unseren Eltern. Meine Frau kommt aus dem Osten. Da war so etwas erst recht nie Thema. Folglich hat Ihr Sohn auch keine entsprechende (Finanz)Bildung erfahren. Mit jetzt fast 38 hat er also auch schon viele gute Jahre an den Finanzmärkten 'versäumt'.

    Ich bin begeistert, dass die jungen Kollegen quasi alle schon was mit Investments machen. Und auch wenn ich manche dieser Zockereien nicht nachvollziehen kann, ist es gut dass Sie Ihre Erfahrungen machen.

    PS: Dafür können viele der jungen Kollegen nicht mal mehr einen Fahrradreifen flicken oder Ihre Schaltung einstellen. Das ist etwas, was ich noch von meinem Vater gelernt habe.
    Die zahlen dafür dann beim Fahrradladen Geld.

    In meinem Umfeld habe ich auch mehrere solche Fälle.
    Und bisher lässt die Arbeitsagentur die Leute auch in Ruhe. Sprich es wird kein Druck gemacht irgendwelche Bewerbungsversuche nachweisen zu müssen.

    Das eigentliche Problem sind m.E. aber nicht die Menschen, die diese Möglichkeiten nutzen, sondern letztlich sind es die Arbeitgeber, die so Ihre 'alten' Mitarbeiter vorzeitig loswerden. Und zwar ganz bewusst!
    Wenn man der Politik glauben wollte, sollten die AG doch eigentlich froh über die 'alten' Mitarbeiter sein. Schließlich werden Sie diese Mitarbeiter doch in wenigen Jahren ganz ohne Abfindungen los.
    Statt dessen zahlt mal Leuten mit 60+ lieber großzügige Abfindungen um diese Menschen ASAP los zu werden.
    Ich bin mal gespannt, wie es mir in einigen Jahren so ergehen wird.:/

    4 Jahre eher in Rente mit 14,4% Abschlägen

    oder

    2 Jahre ALG I und dann abschlagsfrei in Rente

    Da muss man nicht lange rechnen.

    Man sollte schon rechnen.;)
    Das obige Beispiel funktioniert nämlich nur, wenn Du zum Zeitpunkt des Beginns der Arbeitslosigkeit bereits die 45 Jahre Anrechenzeit für die Rente für besonders langjährig Versicherte voll hast!
    In den letzten 2 Jahren vor der Rente für besonders langjährig Versicherte zählt der Bezug von ALG 1 nicht mehr zu den anrechenbaren Zeiten.

    BTW: Krankengeld ist höher als ALG 1. Also sollte man da auch nochmal rechnen.

    Vielleicht kann die Zeit des dann übertragenen Rieservertrags hier mit gelten?

    Gute Frage! :/
    Wobei es AFAIK ohnehin nur die ungeförderten (überzahlten) Beträge in den jewiligen Verträgen gehen dürfte.
    Bei geförderten Zahlungen gibt es ja ohnehin kein Halbeinkünfteverfahren, sondern die Auszahlung wird später voll versteuert. Dafür kann/konnte man die Einzahlungen bis zum Grenzbetrag ja auch steuerlich geltend machen.

    Ist das so? Das muss ich nochmal nachlesen, wenn es so ist, könnte man tatsächlich noch etwas drauflegen.

    Ja, ist so. Wobei aber natürlich nur 1 Vertrag gefördert wird.

    Ich habe es nicht mehr so lang zur Rente, ...

    Das könnte AFAIK ein Problem mit der Besteuerung geben, wenn Du oberhalb der Förderung einzahlst.
    AFAIK gilt für die überzahlten Beträge im AV-Depot die Regel des Halbeinkünfteverfahrens. Hier gilt aber die 12/62 Regel. Es muss also min. 12 Jahre eingezahlt worden sein, damit das Halbeinkünfteverfahren angewendet wird und der Leistungsbezug darf frühestens mit 62 beginnen.
    Da Auszahlungen aus dem AV-Depot spätestens ab 70 beginnen müssen, wäre 58 wohl die Grenze, wenn später das Halbeinknüfteverfahrern zur Anwendung kommen soll.

    Also keine regelmäßige Schenkung/Zuschuss zum Lebensunterhalt.

    Wo siehst Du da den Unterschied?
    Im Endeffekt finanzieren aktuell alle Steuerzahler Dein Kind (Grundsicherung) und Du möchtest das AV-Depot für Dein Kind finanzieren und zusätzlich zur Grundsicherung Deines Kindes soll das AV-Depot nochmal durch den Steuerzahler gefördert werden. :/

    Bitte nicht falsch verstehen.
    Ich kann es absolut nachvollziehen, wenn man seinem Kind die Zukunft leichter machen will. Aber diese 'Mitnahmementalität' in unserer Gesellschaft geht mir auf den Zeiger.<X
    Bespare doch einfach für Dein Kind einen ETF in einem eigenen Depot. Und wenn Dein Kind finanziell auf eigenen Beinen steht, kannst Du Ihm den ETF schenken. Dabei greift dann ein Schenkungsfreibetrag von 400.000€.

    Um es nicht noch weiter zu benachteiligen, ...

    Ich bin heute Mitte 50.
    Als ich jung war gab es noch keine ETF und keine kostenlosen Sparpläne, kein AV-Depot, ja noch nicht mal Riester-Verträge.
    Soll ich jetzt jammern und mich darüber ausheulen, dass meine Generation finanziell massiv benachteiligt wurde, was die geförderte Altersvorsorge oder die Möglichkeit des Vermögensaufbaus durch ETF angeht? Oder weil meine Eltern seit meiner Geburt kein Juniordepot mit ETF besparen konnten (weil es so etwas gar nicht gab)?
    Das Leben ist eben nicht fair.

    Gerade habe ich mit die Zusammensetzung angeschaut.
    Kein Wunder…

    Bitte jetzt nicht überrascht sein. Ist ja nun kein Geheimnis, dass der Kommer-ETF eine Aufteilung von 50% gemäß (Börsen)Marktkapitalisierung und 50% BIP-Gewichtung abbildet.
    Und das bedeutet eben aktuell > 20% Anteil der EM am Kommer-ETF.

    Wenn irgendwann mal die EM für einige Jahre wieder besser rentieren hat der Kommer-ETF ja auch einen echten Renditebringer. Wohlgemerkt wenn...
    In dem Zusammenhang sollte jedem Anleger klar sein, dass das BIP nichts mit der (Börsen)Marktkapitalisierung zu tun haben muss. Bestes Beispiel ist mal wieder Deutschland. Immer noch eine der größten Volkswirtschaften der Welt gemessen am BIP. Börsentechnisch aber ein Zwerg.

    ... zu viele unbekannte ob man überhaupt so alt wird...

    Ist das nicht die eigentliche Crux beim Investieren?
    Und zwar unabhängig davon ob ich nun im eigenen Depot oder in Form eines AV-Depots spare?
    Wenn ich mit 55 eine Diagnose erhalte, dass ich in den nächsten 5 Jahren sterbe kann ich das AV-Depot förderschädlich kündigen und das Geld genau so verjuxxen wie ich es mit meinem eigenen Depot machen kann.
    Und wenn ich mich morgen mit meinem Auto um einen Baum wickle, spielt es zumindest für mich auch keine Rolle mehr, wie das Geld nun investiert war.
    Ein Vermögensaufbau ist aus meiner Sicht immer eine Wette auf die eigene Langlebigkeit, wenn man nicht von vornherein plant das Vermögen für die nächste(n) Generation(en) aufzubauen.:/

    Aber interessant finde ich die aktuellen 40% USA etc bei Offensiv dennoch. Da folgen sie also schon der Logik „des Nachwürzens“ gegen US und Tech Klumpen bzw weichen deutlich von reiner MCAP Gewichtung ab.

    Was sollen Sie auch anderes machen? :/
    Einfach einen MSCI World oder MSCI ACWI nachbauen? Dann kann man auch gleich einen einzigen ETF nehmen. Das merkt dann wohlmöglich auch ein Kunde.
    Wenn es klappt und die Profis bei der Dt. Bank mit Ihrer Strategie eine Outperformance gegenüber einem MSCI World / MSCI ACWI erzielen, können sich die Profis Ihres Erfolgs erfreuen und damit werben.
    Wenn es nicht klappt mit der Outperformance, können Sie auf die diversen 'Experten' verweisen, die 'Nachwürzen' empfehlen bzw. vor der US/Tech-Blase warnen. Sie sind also nicht allein mit Ihrer Anlageentscheidung.
    Also eigentlich ist es wie immer.

    Und nö, ich weiß es auch nicht besser. Nicht besser als die Profis oder andere Experten. Aber ich zahle für mein Depot nix und meine TER liegt unter 0,2% p.a.
    Da habe ich ich mir dann 0,7% p.a. 100%ig sicher gespart.