Ziel erreicht – und jetzt? Schwierigkeiten, sich Konsum zu „erlauben“ nach langer Sparphase

  • Finanzkrisen, sorry, die sind normal und treffen im Wesentlichen die, die den Hals nicht voll bekommen.

    Großer Irrtum Auch Kleinsparer und Pensionskassen , z. B. Betriebsrente, sind betroffen. Die damalige Bankenrettung war im Prinzip richtig. Der damalige Finanzminister hatte allerdings „vergessen“ sich dafür Aktien übertragen zu lassen. Warum der damalige Commerzbank Vorstand sich in der Situation einer nationalen Not eine Zulage gegönnt hat, bleibt bis heute sein Geheimnis.

  • Es war das erste Mal Pandemie.

    Für dich und mich. Für unsere Depots. Für alle und alles, was nicht die Spanische Grippe im ersten Weltkrieg miterleben musste, oder die kleinen Tiersuchen zwischendurch. Und für einige staatliche Stellen, die sich nicht beteiligt haben, als man in relativ großem Stil ein in vielen Ansätzen druchaus vergleichbares Szenario 2007 mal geübt hat (oder die sich zwar beteiligt hatten, aber nichts daraus anwenden wollten/konnten).

    Auch zu Corona-Zeiten war "gerade in diesen Zeiten" eine oft (v.a. politisch) genutzte Plattitüde. Mehr nicht.

  • Dürft gerne relativieren.

    Die Pandemie war für sehr viele Menschen generationsübergreifend ein krasser Einschnitt, mit nicht nur finanziellen Folgen bis heute.

    Von den daraus resultierenden Zweifeln an Regierung, Ministern, Instituten und Medien nicht zu reden. Aber das ist ein anderes Thema.

  • Zurück zum Thema und zum Threadstarter:

    Marius, wo ist das Problem?! Wenn Dir was wirklich wichtig ist, wirst Du Dich überwinden können, dafür Geld auszugeben. Und wenn es Dir dafür nicht wichtig genug ist ... na dann eben nicht.

    Göttergatte + ich haben jahrelang auf einiges verzichtet, um das Haus möglichst schnell abzuzahlen. Als das endlich geschafft war, haben wir uns vorgenommen, etwa drei Viertel der früheren Kreditrate zu sparen bzw. anzulegen (letzteres mit den üblichen Anfängerfehlern, aber inzwischen haben wir den Dreh so halbwegs raus) und das restliche Viertel zur Lebensstandarderhöhung zu verwenden. Letzteres ist dann aber kaum passiert, denn wir fanden unseren Lebensstandard nach den jahrelangen Einschränkungen ganz okay und haben nur wenig von dem vermisst, auf das wir verzichtet hatten.

    Das Prinzip, sich bei jeder Ausgabe zu fragen, ob sie das Leben tatsächlich merklich verbessert, haben wir beibehalten. Wieso auch nicht? Hat positive finanzielle Auswirkungen, hat positive ökologische Auswirkungen und wirkt auch entstressend: je weniger Plunder man hat, desto weniger Plunder muss irgendwo untergebracht werden, versichert werden, instandgehalten oder auch nur geputzt werden ...

    Und wenn dann mal eine größere Ausgabe ansteht, die einem egal wieso wirklich wichtig ist (bei uns war's vor zwei Jahren die PV-Anlage auf dem Dach, demnächst ist's eine größere Zahnsanierung), dann ist das Geld da.

  • Ein ärgerliches KI-Video von 45 Minuten Länge.

    Der Text mag nützlich sein, aber ich hätte ihn gern in einem Stück gelesen statt ihn von einer künstlichen Stimme vorgelesen zu bekommen (mit wandernden Kamelen im Hintergrund).

    Sorry, ich hätte wohl besser explizit darauf hinweisen sollen, dass das KI-generiert ist - war mir offensichtlich. Den Inhalt fand ich gut.

    Ich lese generell auch lieber, als mir Langatmiges anzuhören oder anzusehen. Und AI-Stimmen finde ich gruselig – besonders die sonoren.

    Übrigens lassen sich z.B. mit NotebookLM aus einer Quelle wie einem YouTube Video leicht Zusammenfassungen, Mindmaps ,... erzeugen.

  • Sorry, ich hätte wohl besser explizit darauf hinweisen sollen, dass das KI-generiert ist - war mir offensichtlich. Den Inhalt fand ich gut.

    Ich lese generell auch lieber, als mir Langatmiges anzuhören oder anzusehen.

    Ich finde generell Videos nicht so toll, wenn mir dort lediglich Sachverhalte vorgelesen werden. Das kann ich mit einem gedruckten Text viel schneller erfassen, auch habe ich viel mehr Optionen.

    Ich habe einen Satz nicht verstanden? Ich springe im Text zurück und lese nochmal.

    Der Text ist unnötig breit und wiederholt eine Trivialität, die schon die Spatzen von den Dächern pfeifen? Ich überspringe den Absatz.

    Mich interessiert grundsätzlich wohl, was Charlie Munger zu sagen hat. Aber ich will mich dafür nicht eine Dreiviertelstunde an den Bildschirm fesseln lassen und mir immer nur drei Wörter anbieten lassen, wenn ich den Volltext in 3 Minuten durchlesen könnte.

    Ein Video ist dann angemessen, wenn beispielsweise erklärende Graphiken dazukommen, namentlich welche, die mit Gewinn dynamisch sind. Auch ein Video im Video mag bei Bedarf zum Verständnis hilfreich sein, etwa wenn es die Funktion einer Maschine zeigt. Multimedia ist kein Wert an sich, sondern muß seinen eigenen Wert haben. Das hat das von Dir verlinkte Video nicht, es hätte es auch nicht, wenn der echte Charlie Munger den Text gesprochen hätte.

    Hast Du Dir etwa die kompletten 45 Minuten reingezogen?

  • Hast Du Dir etwa die kompletten 45 Minuten reingezogen?

    Nee, da würde ich mit den Füßen Löcher in den Boden graben.
    Manchmal lasse ich sowas auch schneller abspielen.

    Wenn das so ist, warum wirbst Du dann dafür?

    Man kann Videos schneller ablaufen lassen; ich bevorzuge bei deutschen Videos den Faktor 1,3. Das grundsätzliche Problem, daß man einen Text schneller und flexibler erfassen kann als den gleichen Text in einem Pseudo-Video vorgelesen zu bekommen, behebt das schnellere Tempo allein aber nicht.

  • Aus diesem Grund lese ich immer nur das Transkript derartiger Videos.

    Danke für den Hinweis. Ich habe das gesucht und nicht gefunden.

    (Hinweis für Leute, die genauso ungeschickt sind oder waren wie ich: Unter dem Video steht ein ...mehr . Das ausklappen, dann kann man das Transkript anzeigen lassen.)

    Wenn ich mich entsinne, hat Charlie Munger (der ja mit 99 uralt geworden ist) selbst diese Erlebnisse nicht gesammelt. Obwohl er Milliardär war, ist er bis ganz zuletzt jeden Tag ins Büro gegangen, eine Umgebung, die die meisten von uns nicht eben als thrilling experience bezeichnen würden. Ok, dort hat er Warren Buffet getroffen, seinen guten Freund, mit dem er sicherlich gern Zeit verbracht hat. Offensichtlich war er es zufrieden, wie auch Warren Buffet sein Leben als Billionaire next door offensichtlich auch zufrieden ist. Keine Privatinsel, keine Privatyacht, obwohl er sie sich wohl beide leisten könnte.

    Nikolaus Braun schreibt von seinem Ferienhaus in Oberbayern, zu dem er gern mal fährt, um dort einen gemütlichen Grillabend zu verbringen. Aber sobald er angekommen ist, fängt das Haus an, mit ihm zu sprechen: Niki, schau mal! Der Ortgang sollte mal wieder gestrichen werden. Das kannst Du so doch eigentlich nicht lassen! Kann er auch nicht. Also fährt er zum Baumarkt und kauft die nötigen Sachen, holt die Leiter her, Pinsel und Farbe, und streicht den Ortgang. Wäre er richtig reich, würde er sich das Erlebnis des Ortgangstreichens sparen und einen Menschen dafür bezahlen, damit er selbst sich dem Grillen widmen kann. KAnn sich einer hier einen Carsen Maschmeyer vorstellen, wie er an seinem Haus den Ortgang streicht? Sehr ihr. Vielleicht aber streicht er ganz gern, dieser Niki. Vielleicht ist ja das Ortgangstreichen für ihn tatsächlich ein Erlebnis.

    :)

  • Klingt ein bisschen so, als woll­test aus N. Braun einen Munger im Alpenpanorama machen. Dabei ist Braun doch einfach ein ganz normaler Vermögensverwalter, solide unterwegs, aber eben weit entfernt von den Sphären, in denen Privatinseln und Yachten langweilige Standardausstattung sind.

    Und besonders charmant finde ich, wie oft hier das Wort „Ortgang“ auspackt wird. Ein Begriff, den viele vermutlich erst mal googeln müssten.

    Hoffentlich spricht die Odlgruam vom Nachbarn nicht auch noch mit ihm… dann packt er sicherlich auch noch mit an.

  • Im aktuellen Finanzrocker-Podcast ist mal wieder Alexander von 'Rente mit Dividende' zu Gast.
    Er schildert u.A. seine Schwierigkeiten mit dem 'Umschalten' vom jahrzehntelangen Investieren hin zum entspannten Ausgeben der eingehenden Dividenden.

    Rente mit Dividende: So hat Alexander die 100.000 €-Marke erreicht.
    Im 8. Interview erzählt Alexander, dass er mittlerweile die 100.000 €-Marke an Dividenden erreicht. In 70 Minuten erzählt er mehr darüber.
    finanzrocker.net
  • Hilfe, Ich brauche Unterstütung in Mathematik

    Wenn es um das Thema DIVIDENDE geht, dann schaue auch ich mir solche Kommentare immer gerne an.

    Schließlich war ich ja viele Jahre und Jahrzehnte ein glühender Verfechtger dieser Anlage.

    Ich habe her gerade elesen dass ein Anleger 100.000 Euro Dividende im Jahr erhält.

    Das hat ja zunächst nichts zu sagen.

    Genau so wie wenn jemand 100.000 Euro MIETE aus seinen Immobilien erhält.

    Die Frage ist ja in solchem Fall:

    Wieviel Kapital wurde hierzu eingesetzt? Und in welchem Zeitraum?

    Wenn ich ab HEUTE sofort 100.000 Euro Dividende Brutto also VOR der Abgeltungssteuer beziehen will dann ist das eine einfache Rechnung.

    Bei einer Mischung der klassichen Dividendenzahler brauche nach Adam Riese einen Anlagebetrag von ca. 3,3 Mio. Euro. (bei einer Durchschnittsdividende von 3%)

    3% von 3,3 Mio sind 100.000 Euro im Jahr (abzüglich 25% Abgeltungssteuer)

    Bis hierher ist das ganz einfach!

    Komplizieter wird die Rechnung wenn man das KAPITAL schon längere angelegt hat.

    Ich mache mal ein einfaches Beispiel, so wie es bei MIR im eigenen Depot teilweise der Fall ist.

    Aktien die ich für 100.000 Euro vor 25 Jahren im Jahr 2000 gekauft habe haben damals 3% Dividende gebracht also rund 3.000 Euro im Jahr

    Die Aktienkurse haben sich im Schnitt in diesen 25 Jahren Zeit ungefähr vervierfacht.

    Der Wert der 2000 gekauften Aktien ist von 100.000bis herute auf 400.000 Euro gestiegen.

    Die Dividende ist ebenfalls jedes Jahr im Schnitt um ca. 3% gestiegen d.h. die Dividende hat sich n is heute auf ca 6% pro Jahr erhöht.

    Natürlich NUR für das damals eingesetzte Kapital.

    Und jetzt wird es spannend.

    Wenn unser Freund hier aus dem Forum im Jahr 2000 einen Betrag von 100.000 Euro in Dividenden angelegt hat, dann hat er HEUTE ein Vermögen von rund 400.000 Euro und eine Dividende von 6% bezogen auf den Einkaufskurs. D.h. 6.000 Euro im Jahr

    Wenn der gute Mann jedoch nicht nur 6.000 Euro Dividende heute erhalten will sondern stolze 100.000 Euro im Jahr, dann muss er nach Adam Riese vor 25 Jahren schon 7-stellige Beträge investiert haben.

    Das ist dann eine schöne Rechnung aber für die meisten Forumsfreunde nur eine nette Geschichte ähnlich wie wenn der Erbe eines Großvermögens von seiner Rendite heute erzählt

    ABER ACHTUNG

    Ich habe das Video (1 Stunde) nicht angeschaut. Falls einer der Freunde hier mir des Rätsels Lösung nennt, dann ist er von mir bei einem Besuch in Stuttgart zu einem schwäbischen Nationalessen, dem Rostbraten, eingeladen

    Viele Grüße McProfit