Beiträge von ichbins

    Muss das Depot denn unbedingt werterhaltend sein? Wenn bei mir am Ende einiges davon verbraucht ist, fehlt es am Erbe, um auf Null zu kommen müsste alles schief laufen. Ich habe Angst Saarlaender , dass du es etwas zu verbissen siehst. Nehmen wir monatliche Entnahme von 1000€ an, wären es bei 2,5% Inflation in 10 Jahren etwa 1300€ an Bedarf. Damit hat man in etwa eine Grundlage wo es hingeht und man rechnen kann. Als meine Eltern noch lebten, wurde deren Bedarf ab etwa Mitte 70 deutlich weniger, da Reisen nicht mehr interessant waren und auch andere Geldausgaben, Restaurantbesuche, Hobbys, weniger wurden. Es wurde dann noch einmal Kostspielig als meine Mutter ins Pflegeheim musste, aber auch da haben die Ersparnisse gereicht. Für mich war ein Erbe immer uninteressant, es sollte den Eltern so gut wie möglich gehen, damit war ich zufrieden.

    Meiner Meinung nach, stehen wir bei Speichern noch ziemlich am Anfang, da das ein lukratives Geschäft sein wird, forschen weltweit Unternehmen und Universitäten an Möglichkeiten. Wie bereits oben geschrieben wird es in 10 Jahren völlig anders aussehen. Momentan wird mit stillgelegten Bergwerken, Druckluft, Schwerkraft usw geforscht, es wird einen gesunden Mix geben müssen, der uns weiterbringt.

    Ihr kennt vermutlich auch nur wenig arme Rechtsanwälte. Die müssen sich merkwürdigerweise nicht dafür rechtfertigen, dass sie entsprechend ihrer langjährigen Ausbildung überdurchschnittlich honoriert werden. Weshalb sollte das bei Ärzten anders sein?

    So habe ich es auch nicht gemeint, ein guter Arzt soll auch ein gutes Einkommen haben, da ich einige im Freundeskreis habe, kann ich sehr gut nachvollziehen, was das für ein anstrengender Job ist.

    Saarlaender , so sieht meine Entnahme auch aus. Ich habe vor 2 Jahren meinen Sparplan von Aktien in Geldmarkt ETF gewechselt, ich liege jetzt bei 80/20 Aktien/Geldmarkt und einen Sicherheitsbaustein, dieser ist in Tagesgeld. Meine Renten, GRV und Betriebsrente, reichen für alle normalen monatlichen Zahlungen, die schönen Dinge des Lebens kommen aus meinen Ersparnissen, mein Puffer ist auf 5 Jahre ausgelegt, das soll durch regelmäßige Verkäufe in etwa so bleiben. Die Inflation habe ich mit 2,5% gerechnet, bei normalen Verlauf komme ich bis zum Lebensende sehr gut hin und kann den Kindern auch noch ein Erbe überlassen, selbst wenn mich irgendwann die Pflege treffen sollte, fühle ich mich gut vorbereitet.

    Es ist nicht verboten, beides zu tun: Sowohl einen Sparplan laufen zu lassen für die regelmäßige, geplante Besparung, als auch zusätzlich manuelle Orders zu platzieren. Etwa wenn man den Kurs für günstig hält, oder schlicht wenn durch die Auszahlung von Zulagen/Überstunden/Weihnachtsgeld zusätzlicher finanzieller Spielraum besteht.

    Kauf dir einfach mal die aktuelle Ausgabe von Stiftung Warentest Finanzen, da gibt es einen mehrseitigen Artikel über Fehler in Anlagen, Markttiming macht einen durchschnittlichen Verlust von 4,1%.

    Elektrische Energie in wirtschaftlich im benötigten Maßstab zu speichern, ist bis heute eben nicht möglich.

    Was aber kein Grund ist, Speicher nicht massiv auszubauen, damit würden die oben genannten Spitzen massiv reduziert werden. Ich glaube in 10 Jahren und ausnutzen aller vorhandenen und neuen Technologien wäre es durchaus möglich. Allerdings müsste sich die Politik, egal wer das Sagen hat, massiv dafür einsetzen. Finanziell wäre es auf Dauer ein Gewinn, wenn statt Null oder gar Minus Verkäufe die vorhandene Energie in Speicher gehen würde.

    Neobroker sind in der Regel die preisgünstigsten, Direktbanken kommen gleich danach, Filialbanken sind am anderen Ende der Kosten. Jetzt musst du schauen was für dich wichtig ist, billig ist das Eine, Service und Komfort das andere. Für mich ist ein reibungsloser Ablauf entscheidend, daher habe ich den Neobrokern den Rücken gekehrt und bin zur Direktbank gewechselt, die geringfügig höheren Kosten stören mich nicht.

    Das machen wir ja nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit, sondern um zu verhindern, dass unser Stromnetz zusammenbricht. Damit unsere Nachbarn uns den überschüssigen Strom abnehmen, zahlen wir auch noch dafür. Das sind eben die unausweichlichen Folgen einer überwiegend wetterabhängigen Stromversorgung. Die Gesetze der Physik lassen sich dummerweise nicht per Parlamentsbeschluss ändern.

    Wo wir wieder beim Thema Speicher sind, für mich momentan das dringendste Thema, ist seit Jahren bekannt, aber man kommt nicht so richtig in die Gänge.

    Das hast du falsch verstanden. Die GKV ist ein Umlagesystem mit fragwürdiger Einnahmengenerierung.

    Der PKV Versicherte spart fürs Alter an. Leider reicht die Sparquote häufig nicht, da die Kosten stark steigen.

    Soweit sehe ich es wie du, die Probleme fangen an dem Punkt an, wenn Privat-Versicherte in die GKV zurück wechseln wollen (müssen). Hier wurden die günstigen Beitragsjahre wohlwollend mit genommen und wenn es im Alter teuer wird, versucht man der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen. Natürlich ist die Versicherungsbranche hier nicht ganz unschuldig, die Auswirkungen im Alter werden gerne verschwiegen. Gleiches gilt für die Menschen die auf Grund, geringer bzw. kein Einkommen auch komplett Kosten bei der GKV erzeugen, da ist die Solidarität sehr einseitig. Für mich ist die Beitragsbemessungsgrenze das Hauptproblem, obwohl ich viele Jahre davon profitiert habe, warum sollen Gutverdienende, ab einem gewissen Betrag entlastet werden? Geringverdiener zahlen dadurch prozentual deutlich höhere Beiträge, auch wenn die Gefahr besteht, dass einige Gutverdienende mehr dann in die PKV wechseln. Es ist ein schwieriges Thema, egal was beschlossen wird, Gewinner und Verlierer wird es weiterhin geben.

    Ich würde nicht automatisch die Fonds mit der schwächsten Vergangenheit verkaufen. Manchmal steckt dahinter einfach eine andere Anlagestrategie und nicht zwingend eine schlechte Zukunft. Erst einmal prüfen, ob sich die verschiedenen Bausteine im Depot überhaupt sinnvoll ergänzen, wäre mein Ansatz.

    Da bin ich anderer Meinung, Anlagen die den gewünschten Erfolg nicht erreichen, sollten verkauft werden, neben dem Frust den man hat, macht ein weltweiter ETF einfach mehr Sinn. Viele die auf Besserung gehofft haben, wurden bitter enttäuscht. Gibt zu dem Thema bei FinanzTest gerade eine sehr gute Statistik.

    Ehrlich gesagt verstehe ich die ganze Aufregung nicht, FT bzw Saidi sagt, durch die günstigen IMI Preise lohnt sich jetzt dieser ETF, nirgends sagt er, man MUSS das jetzt so machen. Weiterhin ist für die Sparer die 8/1/1 machen wollen, eine Erklärung dabei, außerdem kann jeder lesen und bei Interesse genau das tun. Wenn ich lese was hier Foristen für Modelle mit 10 und mehr ETFs an Neulinge empfehlen, dann könnte ich mich aufregen, allerdings lächle ich da lieber.

    Hallo Ulle willkommen im Forum, entscheidend ist in unserem Alter, wann brauchst du wieviel, danach richtig sich die Anlage. Mit Start in die Rente braucht man normalerweise nicht das gesamte Kapital. Mal als Beispiel, meine Vorgehensweise, ich habe meinen Sicherheitsbaustein erhöht, etwa um die Hälfte, weiterhin ist mein Bedarf für die nächsten 5 Jahre in einem Geldmarkt ETF, alles andere ist weiterhin im weltweiten Aktien ETF und soll für Rendite sorgen. Bei für mich guten Stand verkaufe ich Anteile und schiebe das Geld in den Geldmarkt ETF. Natürlich muss jeder seine Risikobereitschaft selbst einschätzen, dann wählt man den Puffer eben kürzer oder länger. Rechne deinen Bedarf aus, erstelle dir einen Plan und gehe danach vor. Viel Erfolg!

    Bei einer guten BAV macht es auch anders Sinn, nur bekommt die fast niemand abseits von tarifgebundenen Konzernen. Andereseits muss auch die AG-Zahlung vom AN erwirtschaftet werden.

    Bei mir war die BAV unterteilt, tariflich, ab 10 Jahre Betriebszugehörigkeit und eigene Einzahlung, so finde ich das gut, Entscheidung liegt in der Hand der Mitarbeiter, die Qualität steht natürlich auf einem anderen Blatt.

    Der Unterschied für den Geldbedarf ist alles auf einmal, zB Immobilien-Kauf, oder kleine Entnahme, Altersvorsorge. Bei Euch läuft es momentan in die Ungewissheit . Entscheidend für die Anlage ist wann brauche ich wieviel, oder bei euch, zu wieviel Prozent und in welchem Zeitraum ist die Immobilie geplant. Bei den offenen Fragen kann man keinen Tipp geben.

    Ein Sparplan zwingt einem am Tag x zu kaufen, damit kauft man. Macht man es per Hand, gibt es zig Gründe warum man nicht kauft. Daher ist es am Ende die ertragreichere Variante. Die Bruchstücke stören mich nicht, da geht es um Summen die zu vernachlässigen sind. Mein Sparplan ist eingestellt, da ich in der Auszahlung bin, rückblickend würde ich es immer wieder tun.