Willkommen im Forum.
Jetzt heißt es erstmal Ruhe bewahren. Es kommen mMn zwei Dinge zusammen, die Darstellung und ein ggf. eingetretener Steuerabzug:
Der Depotanbieter scheint die Rendite der Gesamtanlage, also die seit dem Merger eingezahlten Gelder sowie der Wert der gemergten Anteile des neuen Amundi-ETF darzustellen. Da der ETF seit dem Merger-Termin rund 3% zugelegt hat und die neu gekauften Anteile durch den Kursverlauf mehr gebracht haben dürften ist das soweit plausibel.
Das hat aber nichts mit der Gesamtrendite zu tun. Ihr müsstet eine Abrechnung des Mergers bekommen haben. Die Einzahlungen Deine Frau müssten - sofern alles bei Euch gleich ist - zum Mergerzeitpunkt um knapp 40% im Gewinn gewesen sein, da der Merger über Landesgrenzen hinweg ein steuerlicher Verkauf war müssten von den 40% Gewinn ca. ein Viertel durch die Steuer weggegangen sein sofern kein Freistellungsauftrag vorlag. Sofern Ihr den Pauschbetrag nicht ausgeschöpft habt kommt ein Teil über die Steuererklärung zurück.
Deine Frau müsste daher bezogen auf ihren Sparplan über die Gesantzeit bei Steuerabzug bei ca. 30% im Plus liegen, in deinen 40% stecken ein Viertel noch nicht gezahlte Steuern, womit Du auch nach Steuern bei ca. + 30% liegst.
Der Verlust besteht "nur" im Zinseszinseffekt auf den Steuerabzug auf den Gewinn bis zum Merger. Der hat aber nur stattgefunden wenn Ihr keinen genügend hohen Freistellungsauftrag hattet. Wie gesagt kann man das heilen wenn Ihr den Pauschbetrag nicht ausgeschöpft habt, indem man sich die Steuer in der Einkommenssteuererklärung zurückholt und in den Sparplan Deiner Frau einzahlt.
Langtext von der Redaktion zur Verschmelzung hier https://www.finanztip.de/daily/dieser-a…-dich-bedeutet/
Grundsätzlich sind Aktien und damit ETF Risikoanlagen. Das Risiko ist bei breit streuenden ETF durch die Streuung minimiert. Dass ein Fondsanbieter etwas macht, z.B. einen Fonds schließt, und damit eine vorzeitige Steuerpflicht entsteht ist ärgerlich. FT empfiehlt daher nur in entsprechend große ETF zu investieren, da kleine ETF häufiger geschlossen werden. Hätte in dem Fall auch nichts genutzt, da der ETF groß war. Amundi war hier im Forum schon häufiger Thema, da dies nicht der erste Fall einer steuerschädlichen Verleung des Domizils ist.