Beiträge von Nescool

    Ich würde die beschriebenen Vereinfachungen ebenfalls genauso durchführen, mit dem Unterschied, dass ich das Tagesgeld bei einer separaten Bank eröffnen würde, welche für lange Zinsstabilität steht.

    Auf der Seite "kritische Anleger" kann man das sehr übersichtlich einsehen.

    Das Individualrisiko später u.U. jahrelang auf Intensivpflege angewiesen zu sein kann man als Normalsterblicher kaum per Vermögensaufbau auffangen.

    Womit wir auch wieder bei meiner Ursprungsaussage sind, dass es in meinen Augen nicht ums verrecken notwendig ist, dass Depot ohne Wertverlust bei 3 Prozent Entnahme zu halten. Die Entnahmephase soll die schönste Zeit des Lebens sein, da man bestenfalls die Kombination aus Zeit + Geld + Gesundheit zur Verfügung hat.

    Wenn dann jenseits des 80. Lebensjahr immer noch was im Depot ist, umso schöner und natürlich nicht ausgeschlossen. Sollte es mit 85 Jahren auf Null € runter gehen - So What. Um die Grundbedürfnisse im hohen Alter zu finanzieren nimmt man die Rente + den Teil, den man sich dann noch für die nächsten 5 Jahre auf sichere Geldanlagen zurück gestellt hat.

    Den Staat brauche ich nicht zu finanzieren und sofern die Kids nicht über 100k verdienen, werden diese auch nicht bei den Pflegekosten zu Rate gezogen.

    Darum ob der Vorposter die Wahrheit sagt oder nicht geht es doch gar nicht. Es ging um die pauschale Aussage, dass Jemand mit einem Medianeinkommen 1.500€/Monat sparen könne.

    Eigentlich ging es ursprünglich darum, dass man ab einem gewissen Alter nicht mehr so viel Geld benötigt, da die Sparrate entfällt (Auszahlphase)

    Wirtschaftswissenschaftler gehen davon aus, dass die Zinsen mittelfristig wieder gesenkt werden.

    Das hat man auch sofort an den Reaktionen der Banken für längere Festgeldanlagen gesehen. So hat z.B. die BKM für 10 Jahre 4,10 Prozent p.a. angeboten und dies mittlerweile auf 3,60 Prozent p.a. gesenkt. Ähnliches war auch bei anderen Banken zu beobachten.

    Ohne Dir zu Nahe treten zu wollen: Rechne mir mal vor, wie ein alleinstehender Mensch in einer deutschen Großstadt mit dem Mediangehalt (2023: 43.800€/Brutto) auf eine Sparrate von 1.500€/Monat kommt.:/

    Bei SK1 bleiben netto etwas über 2.400€/Monat über. Respekt, wer es mit 900€/Monat schafft über die Runden zu kommen.

    Ich halte jede Wette, dass nur ein äußerst kleiner Anteil überhaupt schafft. Und nun denken wir mal darüber nach, ob das Jemand dann auch über einen Zeitraum von 25 Jahren schafft.

    Ich kann da nur für mich sprechen.

    Mit meiner Frau teile ich Versicherungen und Lebensmitteleinkäufe, welche nicht oft benötigt werden, da wir meistens bei den Schwiegereltern im Haus mitessen.

    Wir leben mit Eigentum, zahlen also keine Miete oder Kreditrate und fahren ausschließlich mit unseren Jobtickets im ÖPNV.

    Ich sehe das primäre Problem in der Überbevölkerung. Die Menschheit kann sich nicht immer nur vermehren.

    Zu viele Menschen ergeben Konflikte.

    Konflikte führen zu Kriegen.

    Kriege lösen das Problem von zu vielen Menschen.

    Hoffen wir, dass wir uns in einer Zeit zwischen den Kriegen (in Europa klappt schonmal nicht) in unserem Lebensraum befinden.

    Könnte mir das jemand erläutern?

    Hast du vor bei einem einzigen ETF zu bleiben oder aufgrund der Größe deines Portfolios, welches ja aufgrund der Sparrate sehr groß sein wird, dieses nochmal breiter aufzustellen? Bei kleineren Beträgen lohnt es sich ja nicht wirklich mehrere ETFs ins Depot zu holen, aber hier könnte es durchaus Sinn ergeben, oder nicht? Zumindest hatte ich den Eindruck nach einigen Stunden auf den Webseiten von Finanzfluss, Gerd Kommer & Co.

    Für mich machen mehrere ETFs überhaupt keinen Sinn, das ist für mich Spielerei.

    Im ACWI sind knapp 3.000 Unternehmen weltweit gestreut, welche ihren Umsatz nicht nur im eigenen Land machen.

    'Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähle ihm von deinen Plänen!' - Blaise Pascal (1623-1662)

    Wenn ich mit 50+ auf mein Leben zurück blicke, gab es da in der Lebensphase von 25-45 so einige Planänderungen. Wohl dem, der mit 25 schon weiß, was das Leben noch so so Alles bringt.;)

    Wenn man bereits Eigentum + Familie hat, darf man ruhig mal einen Schritt in die ferne Zukunft schweifen :)

    Pläne können sich immer ändern, Ja - Dennoch macht sie vernünftigerweise jeder und lebt sie im besten Fall.

    Ja, aber was ist, wenn Deine Rechnung nicht aufgeht und Dir mit 80 das ETF-Depot ausgeht?:/

    Es ist eine Sache im Rentenalter aus dem Depot entnehmen zu können um damit 'Luxus' zu finanzieren.

    Ein andere Sache ist es einen fixen Betrag aus dem Depot entnehmen zu müssen, damit man überhaupt seine Grundbedürfnisse finanziert bekommt. Und wer mit 50 kürzer tritt, hat dann ab Rentenbeginn auch nur eine geringe Rente zu erwarten. Möglicherweis zu gering um zur Not allein davon leben zu können.

    Natürlich kann man argumentieren, der deutsche Staat wird mich schon nicht verhungern/unter der Brücke schlafen lassen. Aber ob das aber Ziel einer selbstbestimmten AV sein kann?:/

    Ich wäre jedenfalls extrem vorsichtig, wenn ich mich überwiegend auf ein ETF-Depot für die Altersvorsorge verlassen müßte.

    Man muss natürlich die individuellen Bedürfnisse in Betracht ziehen.

    Ich persönlich! sehe es so: Wenn man jetzt 1.500€ monatlich zur Seite legen kann, benötigt man wahrscheinlich auch in Zukunft nicht all zu viel Geld um glücklich zu leben. Die 1.500€ welche man dann künftig nicht mehr investiert, braucht man also schonmal nicht zu verdienen.

    Der zweite Aspekt ist, dass in meinem Augen! irgendwann in den 80er Jahren aufwärts das Depot ruhig leer werden kann, denn dann ist man tatsächlich eher weniger in der Lage noch groß um die Welt zu reisen und die Kohle zu verprassen.

    Wie gesagt, die meisten können am Schluss ihr Geld gar nicht mehr ausgeben.

    Ich habe für mich! so kalkuliert:

    - 25 - 50 Ansparphase in Vollzeit

    - 50 - 80 Auszahlphase in Teilzeit (Genießerzeit)

    - Ab 80 Leben mit dem was man hat und zufrieden auf die letzten Jahre blicken

    Eins darf man bei der ganzen Sache nicht vergessen. Im jungen Alter muss ich Monat für Monat buckeln um meine 2-3 k zu bekommen.

    Halte ich mich aber im Alter von 25-50 zurück und investiere in ETF, kann ich ab 50 bis ins Alter hinein diese Einnahmen (damit es nicht ganz langweilig wird, kann man ja noch Teilzeit arbeiten) größtenteils aus dem ETF entnehmen.

    Die dann noch bestenfalls Jahrzehnte lang entspanntere Lebensphase motiviert mich schon mich jetzt in jungen Jahren zu zügeln.

    Ich finde, man soll es dann aber auch tatsächlich tun. Das Ziel ETF Entnahme ohne das Kapital zu mindern erschließt sich mir auch nicht.

    Der Notgroschen ist eher als Puffer gedacht, der aus einer existenziellen Bedrohung eine Unannehmlichkeit macht.

    Wenn es doch zur eigenen Überraschung in Richtung Wohneigentum gehen sollte, dann sollte nicht der Notgroschen dafür herhalten müssen.

    Ja, das ist klar.

    Aber er schreibt, dass Eigentum nicht geplant ist.

    Nur für den Fall der Fälle, dass sich die Situation in 10 Jahren EVENTUELL ändert, Geld auf einem Tagesges- oder Festgeldkonto zu horten, kostet Opportunitätskosten.

    Ich habe neben dem Tagesgeld für den Notgroschen lediglich ein zweites Tagesgeld für das nächste Auto. Somit sind für mich alle Fälle von potentiellen Geldausgaben abgedeckt und daher der komplette Rest (auch 4-stellig monatlich) in einem einzigen ETF (ACWI).

    Littmann

    Ich möchte mich für die anderen Nicht-Antworten entschuldigen. Ich schäme mich echt fremd, was hier für ein Ton herrscht.

    Es ist doch das normalste der Welt, dass man Geld welches man erst in 1-2 Jahren benötigt, bis dahin sicher anlegt. Und 2.000€ haben oder nicht, da braucht mir hier keiner damit zu kommen, dass man es selber in der Situation nicht auch machen würde.

    Bezüglich deiner Frage: Ich kann dir diese mangels Wissen nicht beantworten, würde die Überweisungen aber einfach durchführen und alle Kontoauszüge sauber aufbewahren. Im Fall der Fälle kannst du damit ja nachweisen, dass es sich immer um das selbe Geld gehandelt hat.

    @H4KlAuS

    Danke dir. Das sehe ich sowie der User Timo B genauso (er bespart lt. seiner Aussage sogar 1.000€ pro Monat).

    Dennoch stellt man sich natürlich die Frage, ob man den ETF noch dicker besparen soll oder den Riester als Sicherheit behalten soll.

    Das schwierige ist quasi die Entscheidung das richtige Verhältnis zwischen Sicherheit und Rendite zu finden. Daher ist es für einige natürlich extrem interessant, wieviel Geld tatsächlich verloren geht und wieviel Jahre tatsächlich ins Land vergehen, bis man sein Geld zurück bekommt. Ich persönlich finde es einerseits sehr schwer, das wirklich auszurechnen (da sich die Beiträge regelmäßig dem Gehalt anpassen) und habe anderseits gelernt, dass man es bis zum Schluss eigentlich auch gar nicht errechnen kann, da sich die Rahmenbedingungen jederzeit ändern können.