Ja, aber was ist, wenn Deine Rechnung nicht aufgeht und Dir mit 80 das ETF-Depot ausgeht?
Es ist eine Sache im Rentenalter aus dem Depot entnehmen zu können um damit 'Luxus' zu finanzieren.
Ein andere Sache ist es einen fixen Betrag aus dem Depot entnehmen zu müssen, damit man überhaupt seine Grundbedürfnisse finanziert bekommt. Und wer mit 50 kürzer tritt, hat dann ab Rentenbeginn auch nur eine geringe Rente zu erwarten. Möglicherweis zu gering um zur Not allein davon leben zu können.
Natürlich kann man argumentieren, der deutsche Staat wird mich schon nicht verhungern/unter der Brücke schlafen lassen. Aber ob das aber Ziel einer selbstbestimmten AV sein kann?
Ich wäre jedenfalls extrem vorsichtig, wenn ich mich überwiegend auf ein ETF-Depot für die Altersvorsorge verlassen müßte.
Man muss natürlich die individuellen Bedürfnisse in Betracht ziehen.
Ich persönlich! sehe es so: Wenn man jetzt 1.500€ monatlich zur Seite legen kann, benötigt man wahrscheinlich auch in Zukunft nicht all zu viel Geld um glücklich zu leben. Die 1.500€ welche man dann künftig nicht mehr investiert, braucht man also schonmal nicht zu verdienen.
Der zweite Aspekt ist, dass in meinem Augen! irgendwann in den 80er Jahren aufwärts das Depot ruhig leer werden kann, denn dann ist man tatsächlich eher weniger in der Lage noch groß um die Welt zu reisen und die Kohle zu verprassen.
Wie gesagt, die meisten können am Schluss ihr Geld gar nicht mehr ausgeben.
Ich habe für mich! so kalkuliert:
- 25 - 50 Ansparphase in Vollzeit
- 50 - 80 Auszahlphase in Teilzeit (Genießerzeit)
- Ab 80 Leben mit dem was man hat und zufrieden auf die letzten Jahre blicken