Beiträge von csh

    Aegon Global Sustainable Equity Fund A EUR Acc. (WKN: A2PGN1, ISIN: IE00BYZHYJ00)

    TER 1,34%, 100% Aktien, vom Anlageziel und der Zusammensetzung ähnelt er den hier aufgeführten. Würde ich wegen der hohen Kosten verkaufen.

    Aegon Strategic Global Bond Fund A EUR (WKN: A1J1C2, ISIN: IE00B296YK09)

    TER 1,52%, Unternehmensanleihen, ein paar Staatsanleihen. Ich habe ihn mal hier mit ein paar ähnlichen verglichen. Er hat sogar ganz gut abgeschnitten. Kann man vielleicht erstmal lassen, wenn man diese Anlageklasse haben möchte. Langfristig dürften sich die hohen Kosten bemerkbar machen.

    Stewart Investors Asia Pacific All Cap Fund I EUR Acc (WKN: A2N964, ISIN: IE00BFY86287) - fondsweb

    Stewart Investors Asia Pacific All Cap Fund VI EUR Ac (WKN: A2N965, ISIN: IE00BFY86394) - fondsweb

    TER 0,99 %. Hier auch ein Vergleich mit Alternativen.

    Komisch, dass die Region so ein Gewicht einnimmt. Ich würde beide verkaufen.

    iShares Automation & Robotics UCITS ETF USD (Acc) (WKN: A2ANH0, ISIN: IE00BYZK4552) - fondsweb

    Themen-ETF... Kann man in kleinen Dosen machen, wenn man dran glaubt oder einem das Thema gefällt. Strategische Überrendite erzielt er aber nicht.

    Vanguard FTSE Emerging Markets UCITS ETF (USD) Acc (WKN: A2PLTC, ISIN: IE00BK5BR733) - fondsweb

    Den halte ich für einen sehr attraktiven Emerging Markets ETF. Die Kosten wurden neulich gesenkt auf 0,17%. Aber nur 67 EUR bzw. einen Anteil davon zu halten ist keine Strategie.

    Ich würde ihn daher verkaufen oder aufstocken und in eine sinnvolle Strategie integrieren.

    Xtrackers MSCI Europe ESG UCITS ETF 1C (WKN: A2JHSG, ISIN: IE00BFMNHK08) - fondsweb

    Xtrackers MSCI World Value UCITS ETF 1C (WKN: A1103E, ISIN: IE00BL25JM42) - fondsweb

    Finde ich auch beide ok. Kann man behalten.

    Was auffällt ist das Übergewicht von Asia Pacific und Europa. Da verstehe ich die Strategie nicht.

    Meine Mutter hat nämlich keine Lust sich aktiv darum zu kümmern.

    Ja, dann ist die 1-Aktien-ETF Lösung wohl die beste. Oder sogar die erwähnten Life Strategy Produkte für noch weniger Aufwand. Ich würde Anlageklassen aber trennen wollen (Rentenfonds + Aktienfonds, keine Mischfonds).

    Weniger eine Strategie, aber ein interessanter Aspekt, den André Kostolany in seinem Buch "Die Kunst über Geld nachzudenken" schrieb: Unternehmen tun es oft in wirtschaftlich schwachen Phasen, weil sie keine guten Investitionsmöglichkeiten in sich selbst sehen (z.B. mehr Personal, Expansion, Innovation). Die Folge ist oft ein steigender Aktienkurs. Er hat damit versucht zu erklären, warum Aktienkurse oft trotz wirtschaftlichen Schwierigkeiten steigen.

    Es gibt mit dem UBS Core MSCI World sogar einen ETF mit einer TER von 0,06% p.a.

    Es gibt sogar von BNP Paribas (demnächst) einen für nur 0,05%: IE000A0GH076

    Aber @Irving hat völlig Recht, wenn er schreibt:

    Ist es denn so schwer, einfach einen ETF zu haben und den durchzuziehen? Dieses TER-chasing ist nerd-Level hoch zehn und völlig unangebracht für diese Person.

    Ich laufe auch nicht den jährlich wechselnden Aktions-ETFs oder Tagesgeldangeboten hinterher.

    Du kannst dir dieses Auto stand jetzt schlicht nicht leisten! Du bist dann nicht "auch mal unvernünftig", sondern MEHR als unvernünftig ;)

    Das stimmt.

    Ich habe mal diese beiden Faustregeln kennengelernt:

    „Ein Auto sollte nicht mehr kosten als zwei bis drei Nettomonatsgehälter.“

    "Du kannst dir etwas nur leisten, wenn du es dir auch dreimal leisten könntest."

    Die erste Regel finde ich aber wirklich sportlich, das wollte ich auch nicht.

    Wie habt ihr selbst gelernt?

    Über Monate fast jeden Tag Videos von Finanzfluss und später auch Finanztip geschaut. Später wöchentlich die neuen, meistens auch heute noch.

    Nach ca. einem Monat Videos schauen, Depot eröffnet und einen ETF gekauft / Sparplan eingerichtet.

    Dann das Buch von Gerd Kommer "Souverän Investieren" gekauft und verschlungen wie einen spannenden Roman.

    Mit der Zeit noch mehr Bücher und noch mehr Finanzkanäle 😃, aber das braucht man dann eigentlich kaum noch.

    Ist schon immer wieder erstaunlich, wie man sich mit 0,0x % verrückt machen kann. Diese Zeit nutze ich lieber für die schönen Dinge des Lebens.

    Man macht sich nicht verrückt, sondern es macht vielen Spaß darüber zu fachsimpeln, wie man bei vielen Foristen merkt.

    Und 0,03% Kostenersparnis sind bei 100k schon 30€ im Jahr. Davon kann man ein paar Mal Spaghetti Eis essen gehen (= sinnbildlich für schöne Dinge des Lebens). Was man dann natürlich auch ohne diese Ersparnis machen könnte, also eigentlich ein theoretischer Gedankengang. Also die Zeit doch lieber mit Finanzmathematik verbringen 😄.

    Aber welchen Anteil der Anlageklasse Aktien soll ich dann verkaufen, um das Verhältnis auf der übergeordneten Ebene wiederherzustellen?

    Wenn man an die übergeordnete Ebene geht (risikoarm/-reich), dann kann man natürlich schauen, was man von den Aktien verkauft (z.B. Industrie oder Schwellenländer, oder Themen ETF), um die Riskoebene auch noch gleich mit zu rebalancen. Bei einer 1-ETF-Lösung würde man dann aber ja ebenfalls verkaufen und Kosten erzeugen (es ging ja darum Rebalancing Kosten zu vermeiden).

    Das größte Problem ist doch, dass wenn man den Vanguard FTSE ALL WORLD mit Vanguard Developed World und Emerging Markets selbst nachbaut, landet man bei 0,15% TER! 😉

    Ja das Thema wurde auf Reddit auch schon mal diskutiert. Ich komme sogar auf nur 0,13 (0,9×0,12 + 0,1×0,22), meines Wissens haben die Emerging Markets nur etwa 10% Anteil. Die TD des Developed Worlds ist auch besser als beim All World.

    Ich verstehe die Preispolitik (oder die Kunden) da auch nicht. Fast doppelt so teuer für nur rund 10% mehr MCAP.

    ich nach dem Studium nun ins Berufsleben gestartet und verdiene zum ersten mal richtiges Geld und mache mir derzeit Gedanken wie ich strukturell am besten vorgehe, was Ausgaben, Sparen etc. angeht.

    Als Student hatte ich ein Budget von 400€ pro Monat. Mein Zimmer hat 250€ Warmmiete gekostet. Irgendwie kam ich mit den restlichen 150€ gut durch den Monat (ein Döner kostete auch nur 3€), aber durfte am Wochenende natürlich bei meinen Eltern essen. Auto hatte ich keins. Mobilität mit Studentenausweis über ÖPNV. Urlaub nur günstig.

    Ich glaube mein erster Gehaltseingang waren ca. 1900-2000€ netto. Wow, plötzlich so viel Geld... Ich wusste kaum etwas damit anzufangen und habe mir vorgenommen davon 1000€ (weil glatte Zahl) zu sparen. Das ging auch, schließlich kam ich vorher auch zurecht. Ich gönnte mir eine größere Wohnung (3ZKB, 78qm, 560€ Warmmiete geteilt mit Freundin, also kaum mehr als vorher) und ein gebrauchtes Auto, 900€ monatlich reichten mir locker.

    So zog sich das fort und -ohne die Regel gekannt zu haben- hatte sich die 50-30-20 Regel bei mir als 50% Sparen, 30% Fixkosten, 20% Freizeit etabliert.

    Motto: Live Like a Student!

    Ob das für dich Sinn macht und ob das heute noch so einfach ist (Cost-of-Living-Crisis), kann ich dir nicht sagen, aber zu mir hat diese Struktur gut gepasst.

    Offensichtlich: Einfach mehr in nicht-AI und/oder nicht-US Firmen investieren!?

    Andere Sektoren (Healthcare, Consumer) oder Regionen betonen.

    MSCI World ex-USA, Stoxx Europe 600, Small Caps, Emerging Markets oder Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield (nicht wegen der Dividenden, sondern weil wenig Tech/US drin ist) kämen mir spontan in den Sinn.

    Oder Equal Weight. Oder einfach mehr Tagesgeld.

    Ich habe auch mal so ähnlich angefangen, weil es ein Portfolio war, dass von Finanzfluss vorgeschlagen wurde und mir sinnvoll erschien.

    Inzwischen ist aus dem EM Teil 20% geworden und der Europa Teil vielleicht 10%. Ich habe das Rebalancing vernachlässigt und bin dem Recency Bias verfallen ("EM läuft schlecht, warum also auf 30% halten?").

    Ich ärgere mich aber nicht über die Unterperformance der EM oder Europa, ist halt so. Du kannst auch fragen, warum nicht 100% S&P500, lief schließlich besser als der MSCI World.

    Bei EM wird oft gesagt, dass man wirklich einen langen Atem braucht (20 Jahre). Nicht 4 Jahre.

    Mich beruhigt es, dass Finanzexperten wie Walz, Kommer, Leber selbst die EM und/oder Europa übergewichten bzw. die USA untergewichten. Hendrik Leber empfahl neulich im Interview "Mindestens 30% Emerging Markets"... Jeder denkt anders darüber.

    Finde deine Struktur mit der du langfristig zufrieden bist. Vielleicht bringt es dann weniger Rendite im Bullenmarkt, aber auch weniger Drawdown in der Krise.

    Ich denke, ich würde die Anleihen und die Aktien über die nächsten Jahre langsam loswerden wollen und dabei versuchen den jährlichen Freibetrag auszuschöpfen, soweit möglich. Also jedes Jahr soviel umschichten, dass man den Freibetrag voll hat.

    Ich bin im Thema Einzel-Unternehmensanleihen allerdings auch nicht belesen, aber es dürfte ähnlich riskant sein wie Einzelaktien.

    Ihre Situation klingt stabil, so dass sie eigentlich viel mehr (systematische) Risiken eingehen kann, d.h. mehr Aktien ETF.

    20000€ TG hört sich zu viel an, aber vielleicht passt es ihr so.

    Was ich mich eher frage, wieso man mit 47 und diesem Einkommen nur 5000€ im Depot hat.

    Da merkt man die Diskussionen in der Yoga-Gruppe…

    Ja, welchen denn?

    Versteuerung ist für sie kein Problem

    Ich würde damit hadern, wenn ich nur aus Rebalancing Gründen so viel versteuern müsste. Irgendwo habe ich als Faustregel mal gelesen, Rebalancing sollte nicht mehr als 1% des Gesamtvermögens kosten.

    Wenn sie also 3300€ an Steuern für den Verkauf der Allianz Aktien zahlt, sollte ihr Gesamtvermögen inkl. Wohnung mindestens 330.000€ hoch sein.

    So kann sie natürlich auch ihr Rebalancing angehen: Pro Jahr soviel umschichten, dass es sie nicht mehr als 1% auf ihr Gesamtvermögen kostet.

    Vielleicht hast du ja Zugriff hierauf:

    (S+) Meinung: Geldanlage: Wie man 500.000 Euro richtig anlegt, wenn man das Geld in fünf Jahren braucht
    Eine halbe Million auf der hohen Kante und einen Immobilienkredit, der bald umgeschuldet werden muss – was nach einem einfach zu lösenden Problem aussieht,…
    www.spiegel.de

    Sonst hier.

    Fazit: einen Teil, ca. 20%, in Aktien investieren, Rest sicher anlegen. Hängt natürlich von deinem Risiko-Appetit ab, deinem Alter, und der Frage, ob die Bank dir auch mehr als 50% leihen würde.