Beiträge von csh

    Weil ich nicht alleine über unsere gemeinsamen Finanzen entscheide. :)

    Das ist ja schon fast finanzielle Gewalt, wenn du mit deinem Geld nicht das machen darfst, was du für richtig hältst. Vielleicht solltet ihr über getrennte Depots nachdenken, so handhaben wir es auch. Dann kann jeder investieren wie er es für richtig hält.

    Ich kann dieses willkürliche Rumgewichten ohne empirische Grundlage schwer nachvollziehen.

    Die Argumentation von Herrn Walz ist, dass der Kapitalmarkt nur "systematische (nicht wegdiversifizierbare, also unvermeidbare)" Risiken bezahlt.

    Der US Klumpen sei ein Risiko, welches durch freiwilligen Verzicht auf Streuung entsteht, also vermeidbar wäre und somit nicht (gut) bezahlt wird.

    In dem Fall stellt sich die Frage, warum man einen Regionen ETF statt einfach einer ausschüttenden Welt-Variante wählt.

    Um das USA Übergewicht zu reduzieren. Ist doch eine ganz beliebte Strategie. Finanzfluss hatte mal das 50/30/20 (World/EM/Europa) als Anlagestrategie vorgestellt.

    Hartmut Walz investiert ähnlich (mit extra Europa ETF), wie er mal in einem Interview mit extraETF sagte. In seinem Blogbeitrag zur Reduzierung des US Klumpenrisikos schlägt er es ebenfalls vor.

    Andreas Beck hatte mal in einem Interview gesagt man könne auch Japan übergewichten, um mehr Value Faktor in sein Portfolio zu holen (habe ich allerdings nicht ganz verstanden wie der Zusammenhang ist).

    Ich habe auch schon gelesen, dass die Asia Pacific Region für Dividenden Jäger interessant ist, also da wurde der "Vanguard FTSE Developed Asia Pacific ex Japan UCITS ETF Distributing" als Dividenden ETF genutzt.

    diese gelten aber nur bis 1000 Euro. Ich finde die Ordergebühren für Einmalkäufe oder Verkäufe mit maximal 69,90 Euro viel zu hoch, für mich ein Unding.

    Gute Punkte. DKB ist beim Verkauf meines Wissens günstiger. Sparplan Höhe geht bis 5000€.

    Nach Verkäufen muss man hier allerdings aufpassen, da der Wert aus dem Verkauf direkt im Girokonto angezeigt wird, die Wertstellung aber erst 2-3 Tage später erfolgt. Berücksichtigt man das nicht, fallen Verzugszinsen an.

    Hä? Zinsen, wenn etwas aufs Konto kommt?

    Ich habe erst gestern etwas verkauft, das wird zeitnah auf dem Girokonto angezeigt und die Depotposition wird gelb (da sie auf Abrechnung wartet). Heute war alles wieder normal. Verkauf dauert nur einen Tag, habe schön öfter verkauft.

    Nutze die DKB als Broker seit 2019. Kann mich an keine nennenswerte Probleme erinnern.
    Betreibe aber auch nur 'Buy-and-Hold' mit wenigen ETF.

    Ist bei mir genauso. Damals hat mich die DKB wegen ihrer günstigen Sparpläne (1,50€) überzeugt. Alle anderen Direktbanken auch ING, hatten damals prozentuale Gebühren. Außerdem hatte die DKB ChipTan angeboten, andere tendenziell nicht. Ich fand das sympathischer.

    Ich bin auch heute noch zufrieden, heute gibt es auch viele ETFs umsonst (per Sparplan).

    Meine Kinder sind mit Junior Depot bei der ING, weil sie bei DKB damals hätten zwei Karten (Kredit, Giro) bekommen müssen, die sie nicht brauchen. Außerdem warb ING mit kostenlosen Sparplänen.

    Daher kenne ich beide Apps.

    Sie sind sehr ähnlich. Die ING App ist vielleicht ein wenig umfangreicher, weil du z.B. Kuchendiagramme für dein Depot hast, aber ich könnte mir vorstellen, dass die DKB das bald auch hat. Aber die Apps geben sich sonst wirklich nicht viel.

    Über den Support kann ich nichts sagen, läuft alles ohne Probleme.

    Könnt ihr weitere empfehlen? Gerne auch nicht nur in Bezug auf Europa sondern wie ergänzt ihr ggf. euer Portfolio durch ausschüttende ETFs?

    Was ich so mitbekomme, sind die Dividenden ETFs von Vanguard (A1T8FV), Fidelity (A2DL7E) und Vaneck (A2JAHJ) die beliebtesten.

    Auch der Wisdomtree Global Quality Dividenden Growth ist beliebt, auch weil er bis letztes Jahr noch den MSCI World geschlagen hat (seit Auflage 2016). Er hat aber für einen Dividenden ETF keine besonders hohe Ausschüttung.

    Wenn es dir mehr um "normalere" ausschüttende ETFs geht, um einen MSCI World (sinnvoller) zu ergänzen, finde ich die Small Cap ETFs ganz nett:

    UBS MSCI EMU Small Cap (reduziert zugleich den USA Anteil)

    SPDR MSCI World Small Cap (Dist)

    Huch, und es gibt jetzt auch ganz neu einen ausschüttenden MSCI World Small Cap von Xtrackers:

    DBX0WH ❤️

    Meinst Du denn tatsächlich, dass sich Aktienmarktrenditen prognostizieren lassen?

    Selbstverständlich nicht. Ich glaube nur an die Regression zur Mitte. Und dem Gesichtspunkt sind z.B. günstig bewertete europäische Small Caps oder Emerging Markets attraktiver als US Tech Firmen.

    Andreas Beck hat mal in einem Interview gesagt, dass er das auch mal ausprobiert hat, also solche Aktien oder ETFs gekauft, die ein günstiges Bewertungsniveau hatten, weil theoretisch müssten sie dann ja eine höhere Renditeerwartung haben.

    Aber in der Praxis hat es dann doch nicht gut funktioniert. Mag sein, dass der Zeitraum aber auch zu kurz war.

    Abwegig finde ich die Vorgehensweise allerdings nicht.

    Wir verkaufen unsere Anteile am MSCI World-ETF und schichten in Produkte um, die weniger Tech- oder US-lastig sind. Dann sehen wir entspannt und lächelnd zu, wie die Kurse der Tech-Riesen abschmelzen, während unser Depot das entweder nicht oder weit weniger tut.

    Schwwwwups...Und schon haben wir eine höhere Rendite als der MSCI World.

    Ist das was?

    Das suggeriert Vanguard im 10-years Report und ich glaube andere Kapitalgesellschaften auch. Zumindest machen mich solche Prognosen nachdenklich, insofern, dass ich überlege US Small Caps und ex-US-Large Caps mehr Gewicht zu geben.

    Wie viele haben von ihren Eltern beigebracht bekommen man spart auf dem Konto, macht Tagesgeld und vielleicht mal Festgeld. Aber bloß das hart verdiente Geld nicht an der bösen Börse verzocken!


    So war es auch bei mir, das hab ich akzeptiert und mich nicht weiter informiert. Erst in meinen späten 30ern dann durch Zufall über Finanztipp.

    Wär das Thema aber zumindest mal in ein oder zwei Stunden in der Schule mal kurz angesprochen worden, hätte das vielleicht ganz anders ausgesehen!

    Völlig richtig, so war's bei mir auch. Meine Eltern: "wir haben 10000 DM verloren, mach bloß nicht den gleichen Fehler, kauf keine Aktien".

    Und Festgeld auch nur, wenn man schon fest im Leben steht. Da muss man schon ganz genau wissen was man tut 😉.

    Bei uns in der Schule gab es das "Planspiel Börse", aber zugegeben hat mich das Thema als 16-jähriger überhaupt nicht interessiert, genauso wenig wie z.B. Politik.

    Bei mir war es so, dass ich irgendwann nicht mehr wusste, wohin mit dem Geld, und dann habe ich mich informiert.

    Ich brauchte erst das erdrückende Gefühl der Schulden, um mich ums Geld zu kümmern. Dann einen Monat lang nur Finanzfluss Videos geschaut, seitdem läuft es 🙂.

    Geh auf den ETF Wechselrechner von Finanzfluss und gib alle Werte ein, inkl. Steuern.

    Nimm einfach an, dass der Uni Global nicht besser performt als sein Benchmark (100% MSCI World) und du auf einen MSCI World ETF wechseln würdest.

    Ich hatte das mal für ähnliche Werte wie bei dir gemacht und das Ergebnis war, dass es ca. 2 Jahre dauert bis du die heute gezahlten Steuern wieder durch Kostenersparnis beim ETF drin hast.

    Uni Global Net, Wert ca. 10.000 Euro, steht mit 2.600 Euro im Plus, Gesamtkosten jährlich 220 Euro.

    Laufende Kosten sollen sogar 2,9% sein, evtl. zahlst du sogar mehr.

    Also erwartete kurzfristige Ausgaben von 65k und Cash von 85k (du) + 30k? Da blieben also immer noch 55k Cash nach dem Garten?

    Ich kenne ja eure sonstigen Pläne und Situation nicht, aber für mich klingt das so, also könntet ihr etwas risikoreicher investieren. Oder was macht ihr sonst mit 55k?

    Ich hatte nach Haus und Außenanlagen ca. 30k übrig von denen ich 20k investiert hatte, aber eben erst nachdem wirklich alle Rechnungen beglichen waren und keine kurzfristigen Pläne mehr da waren.

    Sondertilgung ist optional, würde ich erstmal wenig beachten. Ich ärgere mich, dass ich sondergetilgt hatte anstatt zu investieren, da die Rendite am Aktienmarkt schon deutlich höher ist/war.

    Wir (verheiratet) machen es so:

    Sie in Teilzeit (50%), er (ich) in Vollzeit. Ich pflege alle gemeinschaftlichen Ausgaben und jeweiligen Netto-Gehälter in Excel und rechne dann aus wie viel jeder beitragen kann, anteilig von seinem Gehalt. Sie trägt ca. 40% der Kosten und ich ca. 60%. (Sie verdient mehr als ich, wenn man ihr Gehalt auf Vollzeit hochrechnen würde, daher 40% trotz 50%-Stelle).

    Für uns passt das so, Gemeinschaftskonto haben wir nicht.

    Versicherungen zahlen wir nach obigem Modell gemeinsam, also z.B. Wohngebäude, Hausrat, Haftpflicht.

    Sparpläne führt jeder selbst auf seinem Depot aus, sie sind ca. gleich hoch.

    Könnten wir Anleger eigentlich dagegen steuern indem wir mehr Home Bias hätten und z.B. mehr in den DAX investieren würden?

    Ich frage mich häufig, ob es uns nicht besser gehen würde, wenn wir das Geld im Land lassen würden, also z.B. im eigenen Lande in den Aufbau von Elektromobilität investieren würden anstatt die BYD Aktie zu kaufen.

    Oder ob z.B. mehr Immobilien in Europa gebaut werden würden, wenn ich in einen europäischen REIT investieren würde anstatt in einen amerikanischen.

    Hallo, mich würde mal interessieren wie hoch eure Sparrate in dem 30ern ist und was für ein Vermögen ihr euch schon, zumindest fiktiv, aufbauen konntet.

    Ich habe immer 50% Sparquote angestrebt, ca. 1000-1500€ monatlich waren das in meinen 20ern und 30ern, die ich allerdings nur aufs Tagesgeld Konto geschoben habe.

    Ich hatte immer den Traum vom Eigenheim, dafür nahm ich die Motivation für die relativ hohe Sparquote, aber fiel mir auch gar nicht schwer.

    Vom Tagesgeld wurden aber auch Urlaube und größere Anschaffungen wie Auto oder Möbel bezahlt. Effektiv war die Sparquote für die lange Frist also geringer.

    Mit Mitte 30 hatte ich so ca. 130.000€ angespart, bevor ich dann alles komplett in die Anzahlung des Eigenheims investiert hatte.

    Das ist schlicht nicht vorhanden... es ist so knapp, dass keine Rücklagen gebildet werden können.

    Ja.. aber... Wenn die eine Studie sagt 100k € Medianvermögen und die andere sagt 2000 € Median-Notgroschen, ist da ja eine Vermögenslücke von 98k €. Und die kann ja dann nur in Sachwerten liegen, also muss es etwa so sein wie Fred sagt:

    eine ETW oder ein Häuschen für 250t€, davon 150t€ auf Kredit und das Auto geleast.
    Dann hat man 100t€ Vermögen und jede Menge Kosten.

    Oder wie bei Bernd.

    Die 2000€-Studie ist etwas irreführend, weil sie suggeriert, dass jeder zweite Deutsche arm sei, aber das trifft weder auf Immobilienbesitzer zu, noch auf Leute wie Bernd123.

    Ich habe mir diesen Thread nicht durchgelesen, aber mein erster Gedanke beim Lesen der Überschrift war:

    Eine Studie sagt, dass die Hälfte der Deutschen keine 2000 € Notgroschen hat und die andere Studie sagt, dass die Hälfte der Deutschen mehr als 100.000 € Vermögen hat.

    Wie passt das denn zusammen? Also vielleicht wird ja auch einfach aggressiv investiert, so dass eben nicht mehr viel auf dem Tagesgeld/Girokonto als Notgroschen bleibt? (unwahrscheinlich)

    Aber wo ist dann das ganze Geld/Vermögen der ärmeren Hälfte (bis 100k€), wenn nicht als Notgroschen auf der Bank?