Beiträge von csh

    Und z.B. bei einem LS 60 (60% Aktien 40% Anleihen), lag das nominale Verlustrisiko in der Vergangenheit nach 10 Jahren bereits bei 0%.

    Laut diesem Dokument von Vanguard hätte man damit in den letzten 120 Jahren auch eine negative Rendite von -2,8% haben können (Seite 7). Dort wurden Aggregate Bonds und der MSCI World zu Grunde gelegt.

    infors: Vielleicht findest du darin eine Antwort auf deine Frage.

    Ganz generell würde ich mir auch Empfehlungen wünschen, wie man Geld für mittlere Fristen anlegt. Über Anleihen (die dafür wohl in Betracht kämen) hört man tatsächlich wenig, außer über den Geldmarkt Bereich.

    Wäre ein Pinwheel Portfolio nichts für dich ?

    https://portfoliocharts.com/portfolios/pinwheel-portfolio/

    Dieses Pinwheel Portfolio ist wirklich interessant, danke dafür!

    Und zwar deswegen, weil es über die letzten 30 Jahre viel weniger Volatilität und weniger max. Drawdown hatte wie ein simples 80/20 ACWI/Bond Portfolio und trotzdem gute Rendite über 8% p.a. hatte.

    Die anderen Portfolios wie Golden Butterfly oder Yale Endowment gefallen mir auch, werde ich mir näher ansehen.

    Ein paar Anleihen mittlerer Laufzeit scheinen nicht zu schaden.

    Laut Podcast Folge #145 im Juli 2023:

    Emil:

    87,5% iShares Core MSCI World ETF

    12,5% Amundi MSCI Emerging Markets ETF

    (FTSE Developed kam dann wohl später hinzu)

    Saidi:

    Xtrackers MSCI World ETF (Altbestand)

    iShares Core MSCI World ETF

    Laut #169 bespart Saidi seit ca. 2024 den Vanguard FTSE All-World Acc.

    Ja, Emil meinte im Podcast den FTSE Developed, wird vermutlich der von Vanguard sein.

    Saidi hat glaube ich jahrelang den iShares Core MSCI World bespart (A0RPWH) und ist letztes Jahr auf den Vanguard FTSE All-World ACC gewechselt (A2PKXG). Das hat er mal im Podcast gesagt, er macht das wegen der 3x10 Strategie.

    Nun habe ich allerdings das Luxusproblem, mehr zurücklegen zu können, was sich aktuell bei TradeRepublic auf den quasi Tagesgeld zusätzlich ansammelt. Was tu ich damit? Das zu verkonsumieren fällt mir extrem schwer. In den ACWI will ich es auch nicht legen. Finde 20k p.a. muss reichen. In den Geldmarkt-ETF möchte ich es auch nicht legen 30k sind erstmal Puffer genug, bin erst zarte 51.

    Von solchen "Problemen" habe ich ja noch nie gehört. Wieso legst du dir so strenge Regeln?

    Dann such dir doch alternative Anlagen: Edelmetalle, Garagen, Kunstgegenstände, Schwellenländer Anleihen, Themen ETF, Impact Investing..... Oder spenden.

    Oder versuche es wirklich mal bewusst zu konsumieren für Erlebnisse, Stichwort Erinnerungsdividende.

    Ich wurde heute aus meinem Umfeld um eine Empfehlung für ein "nachgewürztes Aktienportfolio" mit max. 3-4 ETFs gebeten. Empfohlen habe ich dies hier:

    75% SPDR MSCI ACWI IMI

    15% Xtrackers MSCI World ex USA

    10% iShares Core MSCI EM IMI

    Eure Meinung dazu?

    Wenn man auf die Small Caps verzichten könnte, wäre es halt mit einem 0.03% SPDR S&P 500 deutlich günstiger. Die Swapper S&P 500 haben noch größere Vorteile (steuerlich gesehen).

    Außerdem sieht man auf einen Blick wie hoch der USA Anteil ist.

    Einen Small Cap ETF kann man (später) auch separat dazu, wird dann immer noch günstiger sein.

    Was bei allen Vergleichen auffällt: Seit 2022 entwickelt sich der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders deutlich 'besser' als andere Dividenden ETF (oder der MSCI World).

    Die Frage die ich mir stelle, warum das so ist? :/

    Ich habe mal gehört, es liegt an der Sektorrotation und am Wirtschaftszyklus. Der ETF besteht vorwiegend aus den Sektoren Finanzen (41%), Energie (11%) und Gesundheit (15%).

    Diese Sektoren sind in gewissen Wirtschaftsphasen besonders stark wie hier erklärt.

    Nein, der Erhalt von Geld, welches mir bereits gehört, ist sicherlich kein Einkommen, sondern Selbstbetrug.

    Aber dir gehört ja nicht Geld, sondern dir gehören Sachwerte in Form von Aktien oder ETF.

    Daher sind die Ausschüttungen für mich ein Einkommen.

    Eine Immobilie, welche du vermietest, ist ja auch kein Geld, sondern nur die Mietzahlung, die du daraus erhältst.

    Ich gehe einfach davon aus, dass rein psychologisch ein normal geistiger 45-jähriger Mensch sich etwas unwohl fühlt, wenn er zum Beispiel bei einem Gesamtvermögen von 180.000 € dann 170.000 € in dem berühmten „Einen-Welt-ETF“ hat uns 10.000 € im Tagesgeld.

    So etwa sieht es bei mir aus. Muss ich mir nun Sorgen um meine Psyche machen? 😄 Ich kann jedenfalls ruhig schlafen.

    Oder ich bin nicht normal... 😵‍💫

    Mit einem 10k€ Notgroschen kann ich ca. 20 kaputte Waschmaschinen ersetzen, so viel Notfälle sehe ich einfach nicht kommen. Und wenn doch, dann habe ich noch einen ETF aus 2019, der aktuell noch 30% im Plus steht, da müsste es ja noch mal ordentlich crashen bis der seinen Einstandskurs unterschreitet. Da frage ich mich auch, warum ich den nicht einfach als Notgroschen nutzen könnte.

    Geht es bei dem risikoarmen Anteil nicht mehr um eine Reduzierung der Schwankung des Risikoteils? Ich komme mir grad dumm vor mit ca. 10 Monatsgehältern im Geldmarkt-ETF. Das macht nicht mal 10% meines Gesamtvermögens aus. Somit bin ich mit über 90% in Aktien investiert, das mit 51. Denke ich da nun falsch?

    Hätte immer gedacht 90% Aktien-ETF/10% Geldmarkt ist schon recht offensiv. Die 10% hab ich nun auch nur wegen der Korrektur.

    Mir geht's genauso. Ich hatte sechs Nettomonatsgehälter (10%) auf dem Tagesgeld und fand das auch übertrieben. Habe dann drei in einem Geldmarkt-ETF gesteckt und nun kommen auch langsam Zweifel auf, was das eigentlich sollte.

    Dann höre ich einen Podcast von Saidi, wo er erzählt, dass er 25% in sicheren Anlagen hält und 75% in Aktien und ich frage mich ob 90% Aktienquote nicht doch zu viel ist.

    Dann lese ich das epaper von Finanztip, wo eine 100% Aktienquote für Unter-50-jährige empfohlen wird. Also was nun?

    Ich tendiere immer mehr zum Safe Asset Floor Rebalancing. Vielleicht muss ich aber auch erstmal einen richtigen Crash durchmachen, um den risikoarmen Anteil schätzen zu lernen, ich bin noch nicht lange an der Börse.

    Die synthetische Abbildung der USA kann schon merklich werden.

    Die Quellensteuer auf Dividenden beträgt 30% bzw 15% für irländische Fonds.

    Bei 2% Dividendenrendite sind das immerhin 0,6 bzw 0,3% p.a. für den USA-Anteil des Fonds.

    Xtrackers hat einen S&P500 Swapper. Der hat schon eine kleine aber stetige Outperformance gegenüber physischen ETFs

    Ist es nicht so, dass ein Fonds auf den S&P 500 mit synthetischer Nachbildung überhaupt keine Steuern zahlt?

    Es gab mal ein Video Interview mit einem Vertreter von Invesco, der erklärt hat, dass sie ihren ETF daher synthetisch gemacht haben.

    Stell doch bitte einmal ein Muster ETF Portfolio für einen in Deutschland ansässigen Menschen vor.

    Ich habe zwar keine Ahnnung wer Ben Felix ist oder warum er 30% Kanada gut findet, aber aus dem Text heißt es:

    Zitat

    Die vorgeschlagene Vermögensallokation für das Ben Felix-Modellportfolio umfasst 30 % XIC (iShares Core S&P/TSX Capped Composite ETF), 30 % VUN (Vanguard US Total Market Index ETF), 10 % AVUV (Avantis US). Die Allokation umfasst 16 % in XEF (iShares Core MSCI EAFE IMI). Zusätzlich gibt es 6 % in AVDV (Avantis International Small Cap Value ETF) und 8 % in XEC (iShares Core MSCI Emerging Markets IMI). Dieser diversifizierte Mix zielt darauf ab, eine breite Marktpräsenz zu bieten und gleichzeitig spezifische Risikoprämien zu erzielen.

    Übersetzt für deutsche Anleger wäre das also z.B. so (völlig ohne Bewertung):

    • 30% UBS ETF (LU) MSCI Canada UCITS ETF (CAD) A-dis (LU0446734872)
    • 30% Xtrackers MSCI USA UCITS ETF 1C (IE00BJ0KDR00)
    • 10% SPDR MSCI USA Small Cap Value Weighted UCITS ETF (IE00BSPLC413)
    • 16% Xtrackers MSCI World ex USA UCITS ETF 1C (IE0006WW1TQ4)
    • 6% Avantis Global Small Cap Value UCITS ETF USD Acc (IE0003R87OG3)
    • 8% iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF (IE00BKM4GZ66)

    dann hätte ich also, wenn es irgendwann losgeht mit der Einmalinvestition einen Sparplan mit ETF X und eine Einmalinvestition mit ETF Y, oder kann das ein und derselbe ETF sein?

    Ja natürlich darf das der gleiche ETF sein. Er sollte es vermutlich sogar sein.

    Dieser Austausch mit anderen, die irgenwann einmal über die gleichen Fragen nachgedacht haben, fehlt mir eindeutig.

    Zum Thema Nachhaltigkeit: Ich hatte auch mal nachhaltige ETFs im Depot als ich anfing zu investieren und der Hype groß war. Besonders die MSCI ESG Screened Reihe fand ich gut, da sie immer noch breit genug streuen, und angeblich nur die 5% schlimmsten Firmen ausschließen.

    Die strengere SRI Variante, die rund 75% ausschließen fand ich sogar auch OK.

    Irgendwann ist mir dann aufgefallen, dass in der "light" Variante (MSCI ESG Screened), weder Coca Cola noch Pepsico enthalten sind, obwohl sie in der strengen SRI Variante enthalten sind.

    Also z.B. im Xtrackers MSCI AC World Screened UCITS ETF sind sie nicht enthalten, aber im UBS ETF (IE) MSCI ACWI Socially Responsible UCITS ETF schon.

    Das habe ich dann nicht mehr verstanden. Obwohl es der gleiche Indexanbieter war, wurde das Thema offenbar unterschiedlich betrachtet.

    Noch schlimmer sind die Unterschiede dann noch zwischen den Indexanbietern (MSCI, FTSE, S&P), die jeweils unterschiedlich bewerten.

    Die vielen verschiedenen Varianten allein bei MSCI, wo keiner mehr durchblickt, war mir dann zu viel und ich habe das Thema hinter mir gelassen.

    Nikolaus Braun (ein anderer renommierter Vermögensberater) hat in einem Video vor ca. 3 Monaten gesagt dass die meisten Investoren nicht mehr als 4 ETFs benötigen: ein Anleihen ETFs, einen globalen Welt Aktien ETFs und wer noch mag einen Europa und einen Schwellenländer ETFs um das Klumpenrisiko USA zu reduzieren.

    Ich möchte nicht pingelig sein, aber er spricht von vier Aktien-ETFs (plus einen Anleihen-ETF). Minute 10 etwa. Der vierte (optionale) wäre ein Multifaktor/Smallcap ETF.

    Danke übrigens für das Video, sehr interessant!

    Hallo chrisj,

    hier meine Gedanken:

    Weitere Immobilienkäufe: Sollte ich überlegen, eine oder mehrere weitere Immobilien als Kapitalanlage zu erwerben und diese anzuzahlen?

    Nur wenn du Spaß am Vermieten hast und weißt was du tust.

    Gerd Kommer hat hier das Klumpenrisiko Deutschland durch hohen Immobilienbesitz in Deutschland beschrieben. (Erster Abschnitt).

    Da du bereits eine Wohnung besitzt, würde ich eher in andere Anlageklassen investieren.

    Fokus auf ETF-Sparplan: Wäre es sinnvoll, monatlich die vollen 2.000 € in einen breit gestreuten ETF, wie beispielsweise den hier oft erwähnten Vanguard FTSE All-World, zu investieren?

    Wie Achim schon schrieb, macht das bei einem Eigenheimerwerb von vermutlich mindestens 500k€ nicht viel aus, ob du in einem halben Jahr 12k€ hast oder nicht hast.

    Wir wissen ja auch nicht, wie viel du von deinem Eltern bekommst.

    Ich würde versuchen so anzulegen, dass du zum Zeitpunkt des Eigenheimerwerbs mindestens 30% Eigenkapital mitbringst, dann dürftest keine Finanzierungsschwierigkeiten bekommen.

    Verkauf der bestehenden Wohnung und reine ETF-Besparung: Wäre es eine Überlegung wert, die bestehende Wohnung zu verkaufen und das gesamte Kapital (nach Abzug von Steuern etc.) in einen oder mehrere ETFs zu investieren?

    Schwer zu sagen. Vielleicht nur wenn sie dich belastet und zu viel Arbeit macht. Anlageimmobilie und zukünftiges Eigenheim wäre aber schon sehr immobilienlastig, siehe oben. Warum den Verkaufserlös nicht (erstmal) ins Eigenheim stecken, alles übrige dann in ETF? Also zumindest so planen, dass du in 10 Jahren ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Immobilien- und Aktienbesitz hast.

    Die oft diskutierte "1 ETF-Lösung" mit einer monatlichen Sparrate von 2.000 € erscheint mir einerseits sehr einfach, andererseits bei dieser Summe vielleicht auch etwas risikoreich.

    Verstehe ich nicht. Ich meine, Finanztip erzählt öfters mal, dass man im Alter irgendwann ein paar Hunderttausend Euro im Depot haben wird, wenn man regelmäßig investiert.

    Risikoreich ist es nur, wenn du falsch geplant hast und das Geld dann in ein paar Monaten oder wenigen Jahren doch wieder brauchst.

    Angesichts der mittelfristigen Planung eines Eigenheims (wofür ja bereits Kapital in Aussicht steht), welche Strategie würdet ihr mir empfehlen und warum?

    • Abklären was die Wunschimmobilie kosten würde (oft wird es teurer als man denkt)
    • Abklären oder abschätzen wie viel von den Eltern kommt.
    • Überlegen, ob du deine Wohnung behalten willst oder für das Eigenheim verkaufen möchtest.
    • Dein Eigenkapital plus das der Eltern sollte mindestens 30% der Kosten des Immobilienerwerbs abdecken. Das solltest du sicher parken (Tagesgeld oder Geldmarkt-ETF).
    • Wenn du die 30% Eigenkapital voll hast, kannst du alles weitere auch etwas riskanter in Aktien ETFs anlegen. Vielleicht die Sparrate hälftig in Aktien und Tagesgeld sparen.
    • Wenn du sogar 60% oder 80% Eigenkapital zusammen hättest, würde ich die Sparrate vermutlich zu 100% in Aktien lenken.