Beiträge von csh

    Also entweder man hat

    • Mehr Rebalancing Aufwand oder
    • Die Frage was man in 10 Jahren mit der Position machen würde, falls dann Europa der neuen Klumpen wäre

    Beides gleichzeitig ja eher nicht, denn du das rebalancing sollte das Thema mit dem Klumpen ja nicht mehr da sein (und umgekehrt)

    Ich meinte es so: wenn man sich nun für 30% Europa insgesamt entscheidet und das so umsetzt:

    80% World ETF (angenommen darin sind 15% Europa) und zusätzlich 20% Europa ETF, kommt man auf 32% Europa. Passt etwa.

    Wenn aus irgendeinem Grund der Europa Anteil im World in einigen Jahren nicht mehr bei 15% sondern bei 40% liegt, müsstest du deinen Europa ETF verkaufen, was du vorher wahrscheinlich auch schon teilweise durch das Rebalancing gemacht hast. Wenn man Rebalancing allerdings durch frische Sparraten macht (statt Verkäufe), müsste man wieder ein Gegengewicht zum Europa Klumpen finden.

    Ich halte es allerdings für sehr unwahrscheinlich, dass im World ein Europa Klumpen entsteht, daher sind es nur theoretische Überlegungen.

    Meine Gedanken dazu:

    Pro:

    • Prof. Walz empfiehlt es, um den US Klumpen in zu reduzieren (Alternativ ex-USA ETF)
    • Viele andere Experten reduzieren ebenfalls den US-Klumpen, meist durch Erhöhung des Europa Anteils
    • Weniger Währungsrisiken
    • Weniger politische Risiken (z.B. Besteuerung ausländischer Investoren, Kapitalverkehrskontrollen)

    Contra:

    • Mehr Rebalancing Aufwand
    • Mehr Komplexität
    • Rückblickend hätte es der Rendite geschadet
    • Die Frage was man in 10 Jahren mit der Position machen würde, falls dann Europa der neuen Klumpen wäre.
    • Bezogen auf das Gesamtvermögen haben die meisten Menschen schon einen Europa Klumpen (Rente, Arbeitseinkommen, Immobilie)

    Als erstes würde ich den Schwellenländer Anteil erhöhen. Und wenn das immer noch nicht reicht, würde ich lieber einen globalen ETF dazu nehmen, der die USA zwar untergewichtet, aber trotzdem noch mit drin hat.

    Z.B. den Kommer ETF oder einen Dividenden ETF oder einen Equal Weight ETF.

    Hier ein nettes Video dazu.

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    Ist es zu der Beratung mit dem Bekannten gekommen?

    Ja, es gab ein Gespräch, aber keine wirkliche Beratung, wäre ja auch so gar nicht möglich, da er die Zahlen und genauen Produkte nicht kennt. Auch nicht falsch verstehen (an die anderen): Sie geht auch nicht zur Bank und lässt sich da "richtig" beraten.

    Sie fragte, ob sie nicht ihren Riestervertrag kündigen solle, weil der ja auch nichts bringe und man erst im Alter an das Geld käme. Allgemeine Empfehlung war ihn zu behalten, wegen der Zulagen.

    Zweite Frage war, ob sie nicht ihren aktiven Fonds verkaufen solle. Da war nur die Hinweis, dass ETF genauso riskant seien und man die Steuerzahlung von rund 18,5% beachten solle (Teilfreistellung*KeSt), man müsse es sich eben ausrechnen, ob und wann es sich lohnt. Also erhellende Erkenntnisse waren es natürlich nicht, habe ich aber auch nicht anders erwartet.

    In Anlehnung an den Thread "Geldgespräche mit meiner Frau..." kam mir die Frage:

    Wie geht Ihr mit Geld um in Eurer Ehe?

    Ja.. mein Thread... ;). Wir haben getrennte Konten und Depots. Wir fühlen uns sehr wohl mit dieser Struktur, es kam noch nie ein Bedürfnis nach einem Gemeinschaftskonto auf.

    Das größte Thema, was mich aber umtreibt, ist dass wir (eher sie) zu viele Finanzprodukte haben (alter Bausparer, Riesterversicherung, Lebensversicherung, private Rentenversicherung, Sparkonto, aktive Fonds, diverse ETFs, mehrere Banken) und spätestens seit dem KISS Thread von @Irving macht mich diese Unübersichtlichkeit nachdenklich. Aber auch schon vorher. Ihr ist es leider fast egal, aber ich hätte gerne mehr Struktur.

    Der Grund ist simpel: Beide Personen sind nicht vergleichbar. Genau darauf wollte ich hinaus.

    Hingegen kann für Personen mit einem vergleichsweise hohen liquiden Vermögen und überwiegend nicht aus Arbeit stammendem Einkommen eine Erhöhung des Europa-Anteils sinnvoll sein. Das hätte Finanzfluss im Video erwähnen sollen.

    Gute Hinweise. An so etwas habe ich noch nie gedacht.

    Thomas von Finanzfluss hat auch neulich seine BU-Versicherung gekündigt (Quelle: Youtube Interview mit ihm), weil er sie nicht mehr bräuchte, weil er auch ohne Arbeitseinkommen gut versorgt sei. Aber nur weil das für ihn so passt, ist das ja nicht allgemeingültig.

    Das finde ich ziemlich herablassend. Deine Frau scheint bei Euch für den täglichen Einkauf zuständig zu sein. Wenn sie jetzt bei jedem Artikel auf die günstigsten Preise achten, dann sind es bei einem Einkauf für einen einzelnen Artikel natürlich nur ein paar läppische Cent. Aber die Masse machts. Ihr könnt ja mal parallel einkaufen, jeder mit derselben Liste. Dann vergleicht Ihr Euer Ergebnis. Die Differenz multiplizierst Du mit der Anzahl der theoretischen jährlichen Einkäufe. Das Ergebnis würde mich sehr interessieren. Ich glaube keineswegs, dass es dann nur ein paar läppische Cent sind.

    Das weiß ich und ich bin ihr da auch sehr dankbar ❤️. Und ich habe es auch ihr gegenüber nicht wörtlich so formuliert wie hier geschrieben, es ging eher um die Denkweise. Finanztip hat da sogar mal ein Video drüber gemacht: penny wise, pound foolish. Nur die kleinen Dinge beachten, aber die nicht die großen.

    Die Lazy Investors haben da auch mal ein Video drüber gemacht: ewig Gedanken machen, welchen Mixer man sich kauft, aber nicht die großen Fragen beantworten, wo es um 5-stellige Beträge geht.

    Sie ist wirklich super sparsam und konsumbewusst, holt immer das Beste aus Alltagsangeboten raus. Nur beim Verständnis für langfristige Geldanlage tut sie sich etwas schwer.

    - ansonsten ist ein ausschüttender ETF für sie vielleicht echt besser, rechne ihr vor wie hoch ihre Steuerlast beim Umschichten wär und ob sie das will und sich dann besser fühlt

    Dann soll sie doch einen ausschüttenden nehmen.

    hat sie ja.

    Aber psychologisch ist das zu verstehen und McProfit hat das mehrfach erklärt.

    Deine Frau BRAUCHT ausschüttende ETF. Warum auch nicht ?

    Definitiv. Ich glaube sie ist da eher die Einkommensinvestorin. Finde ich auch völlig ok.

    Vielleicht werde ich ihr auch mal einen

    Dividenden ETF

    vorschlagen.

    - klingt als ob die Sparrate eher etwas zu hoch für die ist und sie sich zu eingeschränkt fühlt in dem was übrig bleibt, eventuell etwas runterregeln und nachjustieren

    Hervorragend analysiert. Ich dachte mir auch schon, dass es sinnvoll wäre. Heute kam sie auf mich zu und sagte "ich will heute noch die Sparrate reduzieren, kannst du mir das gleich machen!?". (ja ich weiß, ihr findet es lächerlich, dass sie nicht weiß, wie das geht, aber sie wusste es halt nicht). Sparrate ist jetzt um rund 30% reduziert, ich denke, damit fühlt sie sich jetzt ein gutes Stück wohler. Gleich auch noch zusammen den WpHG-Bogen ausgefüllt, es wird besser ;). Aber beim Blick ins Depot auch gleich wieder der Satz: "Es wird einfach nicht mehr, ich sehe nur meine eigenen Einzahlungen". Tja, ihr wisst ja wie das am Anfang ist, Zinseszins braucht Zeit.

    Ich denke das obige Gespräch zwischen den Eheleuten ist eher satirisch zu bewerten und hat sich bestimmt nicht so ereignet wie es kolportiert wurde.

    Wörtlich nicht, aber inhaltlich schon.

    Ach herrje... Du hast mein aufrichtiges Mitgefühl.

    Keine Sorge, wir ziehen schon an einem Strang, was die Sparsamkeit und das Altersvorsorge Mindset angeht. Nur beim Verständnis für Geldanlage und Assetklassen hapert es wohl noch etwas.

    Aber hey, da war ich auch mal. Jeder fängt mal ahnungslos an. Ich werde dran arbeiten 🙂.

    Danke! Habe durch deine Geschichte gelernt: Meine Frau ist bei finanziellen Dingen völlig okay.

    Danke auch für deinen KISS Thread. Der machte mich nachdenklich, ob wir es nicht ähnlich halten sollten.

    Was hast du angestellt, dass sie dir nicht vertraut?
    Wenigstens da ist meine Frau ganz auf meiner Seite.

    Sie vertraut mir natürlich schon. Aber sie stellt trotzdem regelmäßig die Geldanlage in Frage. Ich denke es hat nur etwas mit Unwissenheit zu tun. Sogar ich, der viel gelesen hat in Finanzthemen, stelle vieles in Frage. Man hört sich halt gerne mal um, und fragt andere, was man noch so machen kann. Gestaltungsdrang eben.

    Neulich hatte ich ungefähr folgendes Gespräch mit meiner Frau. Kennt ihr sowas auch? Ich poste es einfach mal zur Belustigung. Ich bin allerdings auch leicht am verzweifeln 😩, ich muss mehr an der Familienfinanzbildung arbeiten.

    ______

    "Ich gehe gleich einkaufen, gibt paar Sachen im Sonderangebot. Danach geh ich noch tanken, weil es abends immer etwas günstiger sein soll... Brauchst du noch was?"

    "Ne. Aber kümmer' dich doch lieber mal um deine Geldanlage als immer nur um so Cent Beträge. Du könntest z.B. mal deine Union Investment Fonds in deinen ETF umschichten, der ist 20x günstiger."

    "Aber der ETF bringt doch überhaupt nichts. Was habe ich denn davon? Ich zahle da jeden Monat ein und ich sehe das Geld nie wieder."

    "Wie der bringt nichts, der steht doch immerhin bei+15%."

    "Ja aber ich haaabe nichts davon!! Nichts!"

    "Wieso nicht? Hättest du das Geld auf dem Konto gelassen, hättest du jetzt vielleicht nur +1%."

    "Aber nochmal, was habe ich davon? Mein Vater hat mir erzählt, wieviel er letztes Jahr an Dividenden bekommen hat: ein paar Tausend Euro!! Und ich? Ich bekomme nichts!"

    "Dein Vater ist auch viel älter als du und investiert schon ewig in Dividenden Aktien. Außerdem hast du doch einen ausschüttenden ETF, da bekommst du doch auch was raus."

    "Ja toll, 50€ oder so.... Das bringt doch nichts. Außerdem bewegt er sich seit Wochen nicht nach oben, es wird einfach nicht mehr. Sollte ich den nicht lieber verkaufen und dann suchst du mir einen besseren ETF oder einfach auch so Dividenden Aktien?"

    "Eigentlich finde ich ihn schon ganz OK, du musst es langfristig sehen. Ich würde ihn einfach so laufen lassen."

    "Ich will aber einen besseren ETF, der mehr bringt. Oder wir kaufen lieber ein Grundstück von dem Geld, dann haben wenigstens die Kinder in 20 Jahren was davon."

    "Wir kaufen doch jetzt kein Grundstück und lassen das 20 Jahre brach liegen. Wer weiß wo die später wohnen wollen."

    "Dann halt eben eine Mietswohnung in einer Uni Stadt, dann können die da mal studieren."

    "Du weißt doch gar nicht, ob die überhaupt studieren wollen und wo und was..."

    "Dann vermieten wir die eben. Dann kommt wenigstens jeden Monat Geld ein. Schau dir die Steffi an, die hat auch eine Wohnung und vermietet die und geht nicht mehr arbeiten."

    "Jo, hat sie geerbt. Ist halt Glück. Und ihr Mann arbeitet doch, reicht denen wohl so."

    "Ja trotzdem, wir arbeiten beide und können uns nicht mal eine Woche Urlaub leisten."

    "Doch können wir."

    "NEIN, können wir uns eben nicht. Ich habe nämlich nur noch ein paar hundert Euro auf dem Konto, der Urlaub kostet aber viel mehr. Und bald geht schon wieder diese Sparrate ab, von der ich nichts habe. Und dann habe ich noch weniger 😢. Es wird immer nur weniger 😤!!! Ich muss die unbedingt stoppen!"

    "Mach dir mal keine Sorgen, wir können uns einen Urlaub schon noch leisten."

    "Glaube ich irgendwie nicht so. Am Wochenende sehe ich meinen Bekannten, der arbeitet bei der Bank und hat mehr Ahnung als du, dann frag ich den mal was der empfehlen würde... Ich muss jetzt los, bevor es zu spät ist, die Angebote gibt's nur noch heute."

    :S=O

    Was soll denn das für ETF sein? Ich kann den Artikel nicht lesen. Vielen Dank für die Informationen.

    Die Filings für die neuen Produkte setzen einen klaren Schwerpunkt auf Small Caps. Sechs der neun geplanten ETFs sollen die Indizes Russell 2000, FTSE Developed Europe Small Cap, Russell US Mid Cap, Russell 1000 US Value, Russell 1000 US Growth sowie FTSE Global Small Cap abbilden.

    [...]

    Darüber hinaus plant Vanguard drei breiter aufgestellte Aktien-ETFs: den Vanguard FTSE Eurozone UCITS ETF, den Vanguard FTSE Global All-Cap UCITS ETF sowie den Vanguard FTSE All-World ex US UCITS ETF.

    Das Geschäft ist margenschwach und wird von Ihares, Amundi und Xtrackers dominiert. Vanguard hat in Deutschland Probleme. Das liegt auch am Preis.

    Ich finde Vanguard preislich immer noch konkurrenzfähig. Klar es gibt inzwischen den günstigeren Invesco FTSE All-World., aber der ist eben noch jung.

    Der Emerging Marktes ETF ist einer der günstigsten. Der Developed World ist günstig genug und hat eine hervorragende Tracking Differenz. Günstigere MSCI World Konkurrenz-Produkte von BNP oder UBS sind zwar günstiger aber haben schlechtere TD. Der Xtrackers ist genauso teuer und hat erst letztes Jahr die TER gesenkt.

    Der High Dividend Yield ist auch seit Jahren der günstigste globale Dividenden ETF.

    Ishares ist grundsätzlich teurer.

    Nur Amundi hat wirklich günstigere Produkte, aber dafür einen Image Schaden.

    da muss ich schmunzeln.... letztes Jahre hatte ich

    die "Kleine" - Berlin im Sommer (ca. 400 €), USA Austausch im Herbst (ca. 2800 €)

    die "Große" - Barcelona im Herbst (ca. 600 €)

    Uff... OK, soweit ist die Lifestyle Inflation noch nicht fortgeschritten, das sind wirklich andere Hausnummern. Hier geht's nur in die Jugendherberge aufs Land.

    Was mich aber auch stutzig macht: es gibt Leute, die selbst diese 4,4% vom Kindergeld nicht mehr übrig haben und die Klassenfahrt vom Amt bezahlt bekommen. Da frag ich mich wie das sein kann. Was machen diese Leute mit den 3108€ Kindergeld, dass nicht mal ein Bruchteil davon übrig bleibt.

    Meine Empfehlung ist, so früh wie möglich und wenn mans kann, jeden Cent vom Kindergeld auf die Seite zu legen. Sonst haut einen das irgendwann mal um....

    Selbstverständlich für Finanztip Foristen. 😉

    Mit den 259 Euro Kindergeld kommt man nicht weit mit einem Schulkind und Jugendlichen.

    Die 250€ Kindergeld decken die Mehrkosten doch nichtmal im Ansatz. Alleine für den Kindergarten (mit Betreuungszeiten wie in meiner Jugend) geht schon mehr als die Hälfte ab. Dazu Wohnraum, Kleidung, Essen... und die restlichen Euro sind locker weg. Da müssen wir noch gar nicht über Verdienstausfälle oder den Skikurs reden.

    Kleidung: im Kleinkindalter bekommt man alles günstig auf Kleiderbasaren. Hosen, Shirts, Pullis, alles für niedrige einstellige Beträge. Schuhe und neue Kleidung für ältere Kinder kosten natürlich mehr, aber man kauft auch nicht jeden Monat was neues und kann es auch oft weiterverkaufen.

    Essen: Ich tracke das zwar nicht, aber so viel Mehrkosten können es eigentlich nicht sein. Wir kochen ohnehin jeden Tag für uns, da scheint es kaum ins Gewicht zu fallen, wenn wir etwas mehr Fischstäbchen, Lasagne oder Suppe machen. Außerdem spart man sich als Eltern das Außer-Haus-Essen im Restaurant, weil man da überhaupt keine Zeit mehr für hat.

    Kindergarten kostet bei uns nichts ✌️.

    Klassenfahrt kostet dieses Jahr 138€, also gerade mal 4,4% des Kindergeldes.

    Schulbedarf für zwei Kinder (Hefte, Bücher, Stifte) hat uns aufs Jahr nicht mehr als 250€ gekostet, wenn man mal von den Einmalanschaffungen (Schulranzen) absieht.

    Sportverein: 8€ / Monat.

    Bei Wohnkosten für Kinder wird der Rahmen vermutlich wirklich gesprengt, daran hatte ich gar nicht gedacht. Wären ca. 160€ fürs Kinderzimmer bei unseren Quadratmeterpreisen.

    Ich sollte vielleicht mal wirklich tracken, was Kinder kosten, ist doch ganz interessant.

    Ja der Verdienstausfall ist der wirkliche Kostenpunkt, aber für mich immer noch kein Grund sich gegen Kinder zu entscheiden.