Beiträge von FinanztipUser

    naja, dass offensichtlich WisdomTree Physical Bitcoin ETP der einzige "Bitcoin ETF" ist, den man einfach besparen und irgendwann verkaufen kann, bei dem das Steuerthema der Depotanbieter für einen erledigt?

    Das Thema wird bei ETPs ohne Auslieferoption dann vll. durch die Depotbank übernommen, aber massiv zu deinem Nachteil: Wertzuwächse sind dann nämlich zu versteuern! Bei denen mit Auslieferoption ist nach 1 Jahr wie gesagt alles steuerfrei, da muss dann auch keine Depotbank groß irgendwas erledigen…

    Du hast hier ellenlang dargelegt, dass Immobilien die einzige sinnvolle Anlage sind.

    Dann hast du kürzlich im Goldthread alles außen Immobilien, Gold und ETFs als Quatsch betitelt, vor allem Crypto.

    Jetzt wird ein Loblied auf Cryptos angestimmt?

    Geht es Dir gut?

    Schwankendes Gemüt in Punkto Anlage? :/

    Es ist laut meinen Infos nicht nur der, sondern es sind steuerlich alle ETC/ETN den „physischen“ Bitcoin gleichgestellt, die eine Auszahloption bieten. Also genau wie bei Gold-ETCs mit Auszahloption und insofern logisch…

    Hatte ich hier die Tage schonmal aufgeworfen die Diskussion:

    FinanztipUser
    21. September 2024 um 09:57

    Das kommt darauf an wie das bewertet wird. über ecken weiß ich das es defintiv zu 100% als EK angesehen wird. Abbezahlt wäre es morgen. das Geld ist da. Ich vermute eben wie gesagt nur dass das geld bis 2026 mehr rendite macht als die ersparnis der zinsen.

    Bist du da "sicher"? ;) Mal verglichen, was z.B. eine Bundesanleihe brutto bringen würde, die genau bis zur Fälligkeit läuft? Und dabei auch berücksichtigt, dass du von den Habenzinsen noch 25% Steuer runterrechnen musst, um auf die Nettorendite zu kommen, die du mit dem Sollzins vergleichen kannst? Aktienmarktrisiken würde ich bei gesetzten 2 Jahren Laufzeit nicht eingehen wollen...

    also im grunde war es immer so angedacht erstmal grundstück final in 2026 abgezahlt zu haben und dann erst zu bauen.

    Ok, dann ist aber die zweite große Variable in euren Überlegung die Entwicklung der Baukosten! Und da fällts mir noch schwerer zu prognostizieren, wie die in 2-3 Jahren aussehen werden…

    deswegen im allgemeinen die frage das man blöd gesagt die erkenntnis hat. hey die 2,7 jetzt sind besser als die 3,0 in zwei jahren obwohl man 2 jahre lang nur zinsen zahlt und erst in 2026 das tilgen, nach abbezahlen des grundstücks, des hauskreditsstartet.

    Um das exakt entscheiden zu können, bräuchtet ihr ziemlich genaue und belastbare Zahlen zur zukünftigen Zinsentwicklung. Und die Prognosen dazu sind wie gesagt leider weder genau noch belastbar…

    wichtigste frage ist eigentlich 10 oder 20j zinsbindung.

    Das würde ich in der konkreten Situation bzw. zum Zeipunkt der Kreditaufnahme dann ganz konkret entscheiden. Mein Vorgehen wäre ein Kompromiss: Also rund die Hälfte der Summe länger (ggf. 15-20 Jahre) festzuschreiben als Versicherung gegen stark steigende Zinsen, ein Viertel mittelfristig (5-10 Jahre) und ein letztes Viertel kurzfristig (ggf. sogar variabel falls nicht zu teuer). Dabei kannst du dann, falls gewünscht, so wie der von dir genannte Banker etwas mehr kurzfristiger festschreiben, das ist dann aber eben eine Wette auf bald fallende Zinsen…

    Diese 2100€ werden von deinem zu versteuerndem Einkommen abgezogen und die Steuererstattung daraus wird um die Zulagen(175€) reduziert.

    … Also wird die Steuererstattung wirklich reduziert um die Gesamtsumme der Zulagen (175€) und nicht um den Teil der Steuererstattung, der auf diese Zulagen entfällt (175€ x pers. Steuersatz)?!

    Weil Zweiteres war mein bisheriges Verständnis. Warum wird das dann so gerechnet und was war die Intention dahinter, mit dem Abzug des gesamten Förderbetrages die Steuererstattung überproportional zu kürzen?

    Edit: Stimmt so wie ihr sagt! Da wird dann ja tatsächlich immer eine extra Günstigerprüfung gemacht! Was ein Aufwand… :huh:

    Quelle:

    Riester-Kompakt
    Fragen zu Riester? Hier erhalten Sie kompakte Antworten zu den Themen Wohn Riester, Zulagen, Besteuerung, Anträge und Fristen
    riester.deutsche-rentenversicherung.de

    Hier die erste Frage: Woher kommt es das die Sparkasse solch komplett andere zahlen ausspuckt? Sind die einfach langsamer weil sie noch viel teuer ertendertes Geld rumliegen haben? Die Raiffeisenbank ist zwar günstiger aber auch nochmal teurer als Interhyp und Dr. Klein Angebote.

    Naja, der Punkt ist relativ klar zu beantworten: Banken schlagen unterschiedliche Gewinnmargen auf, haben unterschiedliche Kosten u.s.w. und machen deshalb unterschiedliche Angebote! Da wundert es mich nicht, dass die Sparkasse (erstmal) teurer ist, als Banken z.B. ohne Filialvertrieb…

    Ansonsten:

    Aktuell würde ich schätzen, dass in den Baufi-Zinsen runde 3 Zinssenkungen bereits eingepreist sind. Sollten die mehr werden oder die Zinssenkungen wegen fallender Inflation stärker ausfallen, dürften die Baufi-Zinsen schneller und stärker fallen. Bleiben diese aus oder zieht die Inflation nochmal an, was ggf. gleichbleibende oder sogar wieder stärker steigende Leitzinsen bedeuten könnte, dann wäre mit einer Stagnation oder Steigerung des Baufi-Zinsniveaus zu rechen. All das werden wir aber erst in den nächsten Monaten sehen bzw. erleben. Prognosen sind da mittel- bis langfristig definitiv kaum möglich…

    Wie bist du denn zeitlich festgelegt? Musst du jetzt finanzieren oder kannst du noch 1-2 Jahre warten mit dem Projekt, geht es also nur um die Frage der Zinsfestschreibungsdauer?

    Du zahlst selber nur 1925€ ein , es werden aber 2100€ vom zu versteuerndem Einkommen abgezogen. Die daraus Resultierende Steuererstattung wird dann um die 175€ gekürzt da du diese ja nie selber Bezahlt hast sondern als Zulagen direkt in deinem Vertrag geflossen sind.


    Im Spitzensteuersatz kannst du dann eine Förderquote von 47% erreichen

    (175€ + 811€ Erstattung)

    Also nochmal langsam für die Doofen und um die Rechnung zu verstehen: Steuerlich würde es meinem Verständnis nach Sinn machen, wenn man nur die 1925€ absetzen könnte, das nur das ja die Eigenleistung ist. Das war mein bisheriges Verständnis der Kiste…

    Stattdessen rechnet laut euren Aussagen das FA aber anders, indem a) erst der volle Betrag (2.100€) absetzbar ist um dann b) vom Nominalbetrag der Erstattung die 175€ ebenfalls nominal abzuziehen? Damit würde man die Erstattung doch überproportional reduzieren! Das kann ich mir kaum vorstellen…

    Der Steuervorteil von 775€ ist höher als die Zulagen. D.h. man bekommt nur 775€. Da man ja schon Zulagen von 175€ bekommen hat, wird über die Steuererklärung nur noch die Differenz von 600€ erstattet.

    Ist das so? Also dass das Finanzamt aktiv bei der Steuererklärung den Nominalbetrag Zulagen von der zuvor kalkulierten Erstattung abzieht, die man für 2.100€ anrechenbare Vorsorge bekommen würde? :/

    Damit wäre dann die Steuerstundung reduziert auf die Erstattung des persönlichen Steuersatzes auf den Betrag 1.925€, also 8,33% weniger Absetzbarkeit vei einer Förderung mit 175€. Da bleibt aber doch die Frage des Werts der Steuerstundung: Wenn ich über 91% der Summe/Rückerstattung für z.B. 30 Jahre am Aktienmarkt mit erwarteten 7,5% Durchschnittsrendite anlegen kann, bevor ich dann je nach Steuersatz im Alter einen kleineren Teil der Beträge zurückzahlen muss, dann sollte dabei doch ein nicht ganz zu vernachlässigender Überschuss entstehen, oder?

    Ich bin bei deinen Gedankengänge bei dir. Jedoch müssen wir aber auch unterscheiden ob es sich um reine Anleihen oder Anleihen ETFs handelt. Letztere sogar noch einmal mit Laufzeitfälligkeit wie die sog. iBonds von ishares.


    Auch wenn bei Anleihen es ein Nullsummenspiel ist wenn man bedenkt dass sich die Anleihen ich wieder ihren Nominalwert zu Fälligkeit erreicht so ist jedoch beispielsweise bei einem global aggregate bond etf diese eben nicht passiert da der etf vor Endfälligkeit diese verkauft wenn die Kriterien nicht mehr erfüllt sind. Egal wie der Kurs gerade steht.

    Wo genau siehst du denn da den Unterschied zwischen Einzelanleihen und Anleihe-ETF? Ich kann mir selber die Arbeit mit dem Austausch/Neukauf der Anleihen machen, nur wozu? Wenn ich das 30 Jahre mache, ist das im Kern doch identisch mit dem was der ETF macht…

    Bei deinen Anleihen Gedanken: hast du deine gesetzliche Rentenversicherung, Betriebsrente usw denn mit einkalkuliert? Diese sollte man nicht unterschätzen. Machen Sie doch für die meisten den größten Cashflow aus. Demnach ist oft der Aktienanteil zu gering. Wie Sachvermögen im allgemeinen.


    Vielleicht benötigt du gar keine so hohen Anleihen Anteil ?

    Wieso ist „demnach der Aktienanteil zu gering“? Zu gering für was denn? Mein Ziel ist nicht per se 100% Aktienquote im liquiden Vermögen, sondern eine Tranfsormation meiner Vermögensstruktur zu o.g. Zweck. Klar wäre die hypothetische Gesamtrendite mit höherer Aktienquote höher, dafür aber eben auch die Vola, das Assetklassenrisiko, die Ausschüttungsschwankungen und weiteres mehr…

    Wenn ich es schaffe, eine Struktur zu erreichen, die ich ggf. auch vorzeitig mit Nießbrauch vererben kann, die Ausschüttungen relativ stabil und inflationsgesichert fließen und das Vermögen im Hintergrund dann noch um 4% p.a. wächst, habe ich mein Ziel erreicht! Dass es mit 100% Aktienquote bei höheren Schwankungen im Hintergrund dann 5% wären, ist mir an der Stelle fast schon egal. Und das sollte der Nachwuchs in Anbetracht der geringen Entnahmequote und der Steuervorteile auch verschmerzen können… ;)

    Oft wird argumentiert ein Vanguard FTSE All-World High Dividend ist ein schlechter ETF als ein normaler Welt ETF da weniger diversifiziert und geringere Gessmtrendite. Das ist ja auch unstrittig wenn man die Charts vergleicht. Dafür ist aber der High Dividend schwankungsärmer. Und da muss ich mich fragen ob dieser nicht eine bessere Rolle ein nimmt im Portfolio als beispielsweise Unternehmensanleihen.

    Du investierst im Kern halt damit einfach auch in andere Unternehmen: Wirtschaftskulturell bedingt gibt es in Europa und insb. Deutschland eher eine Dividenden-Kultur als im Silicon Valley. Es sind die großen traditionellen Unternehmen wie Energieversorger, Versicherungen, Automobil, etc., die traditionell hohe Dividenten ausschütten. Die "neueren" Tech-Unternehmen wie Meta, Alphabet, Amazon und co. reinvestieren traditionell sehr stark und schütten wenig bis gar nichts aus. Beides ist möglich, aber einfach kulturell anders gehandhabt. Was du dann mit deinem High-Dividend-ETF eben an Auswahl hast, ist tendenziell eine Auswahl der eher "traditionellen", ggf. auch älteren und eher europäischen Unternehmen. Das kann, wie von dir geschrieben schlechter laufen (war in den letzten 5 Jahren so), es kann bei einem Platzen der nächsten Tech-Blase aber auch besser laufen. Es ist im Kern eben eine Auswahl von bestimmten Unternehmen eben nur nach diesem einen Kriterium, das aber eben zu einer relativ spezifischen Auswahl (nach Wirtschaftssektoren, Unternehmensalter, Region) führt...

    Gerd Kommer, William Bernstein und Prof. Walz sind eher im Team "kurzlaufende deutsche Staatsanleihen" (Geldmarktfonds). Prof. Malkiel, Prof. Ellis und John Bogle (der echte nicht ich 😅) eher im Team "aggregate bond etf". Insbesondere den Vanguard total bond Index (Unternehmens und Staatsanleihen unterschiedlicher Laufzeiten) Was in etwa oder schon sehr nahe den Vanguard global aggregate bond entspricht.


    Deswegen komme ich zu keiner Lösung da ich beide Seiten verstehe.

    Da würde ich glaube ich vor allem das Währungs- bzw. Wechselkursrisiko bei betrachten. Die Ausfallsicherheit ist da je nach Zusammensetzung vergleichbar. Aber für dein Gesamtportfolio dürfte es einen erheblichen Unterschied machen, ob der Teil faktisch in USD läuft oder in EUR...

    Prof. French wurde gefragt nach dem perfekten Portfolio. Seine Antwort war dass man grundsätzlich erst einmal mit einem Weltportfolio starten soll als Ausgangspunkt und dieses nach seinem Bedürfnissen anpassen soll. Zu einem Weltportfolio gehören grundsätzlich alle Vermögenswerte oder solche die man als Vermögenswerte definiert. Deswegen ist er der Meinung gehören somit neben Gold und Silber auch alle Anleihen (Staatsanleihen EM und DM und Unternehmensanleihen EM und DM mit allen Laufzeiten).


    Witzig fande ich jedoch seine Aussage zu Gold: Auch wenn es in ein Weltportfolio gehört wüsste er nicht wie das einen schützen sollte wenn der schreckliche Fall eintreten sollte und der Dollar nichts mehr zählt.

    Naja, wenn USD deine funktionale Währung ist, hast du ein Problem, wenn die nichts mehr wert ist. Der Punkt bei Gold ist ja gerade die Annahme, dass man es auch zukünftig in so ziemlich alle anderen Arten von Währungen wird umtauschen können und dass es trotz Schwankungen immer noch einen erheblichen Restwert bieten sollte...

    Was ich mich bei den ganzen Überlegungen zu Anleihen im Portfolio viel mehr frage, ist die Rolle des "Entsparens" im Fall der Ausschüttungsentnahme. Wenn die Aktien-ETF z.B. durchschnittlich 5% Kursrendite bringen und 2% Ausschüttungsrendite, wäre ich guter Dinge, dass das Depot (Bestandswert) zumindest einen Inflationsausgleich erfährt. Trotz Schwankungen sollten auch die Dividenden über die Jahre steigen und einen entsprechenden Inflationsausgleich bieten. Bei Anleihen allerdings ist der Kurs im Grunde genommen doch ein Nullsummenspiel: Auf ganz lange Laufzeiten betrachtet gleichen sich Veränderungen des Zinsniveaus aus, sodass als Nettorendite eben nur der Kupon der Anleihen bleibt.

    Habt ihr euch mal die Charts der Anleihe-ETF ohne (!) Ausschhüttungen angeschaut und versucht euch vorzustellen, wie der Verlauf ohne die Verwerfungen des Leitzins in den letzten Jahren verlaufen wäre? Im Grunde wird bei einer Entnahmestrategie so ein Ding doppelt entspart: Der Wert des ETFs (wie gesagt theoretisch betrachtet auf lange Sicht nominal konstant) verliert durch die Inflation real permanent an Wert. Die Ausschüttung selbst ist auch nicht inflationsgesichert, sondern entspricht eben dem, was man für die Anleihen im entsprechenden Laufzeitband bekommt. In der Folge wird der Wert des Anleihe-ETF und der Wert der Ausschüttungen immer geringer...

    Ich überlege daher für ein reines Entnahmekonzept ab Rentenbeginn, den Anleihe-Anteil nochmal auf 40% oder sogar 50% hochzuschrauben, sodass dieser dann in realten Werten über z.B. 20 Jahre Rentenbezugsdauer bei ausschließlicher Entnahme der Ausschüttungen sozusagen abschmilzt. Und man dann a) rechnerisch z.B. ein 80/20 Portfolio aus Aktien und Anleihen der nächsten Generation überlassen sollte und b) durch den höheren Anleihe-Anteil gerade am Anfang einen kontinuierlicheren Cash-Flow aus den Gesamtausschüttungen haben sollte.

    Dazu fehlen mir aber die Modelle, Überlegungen bzw. Modellierungen. Also zum Beispiel zur Frage, mit welchem Anleihe-Anteil man historisch gesehen z.B. die Ausschüttungen wie stark glättet, würde mich interessieren. Wie sich hierbei dann z.B. ein EUR-Staatsanleihe-ETF oder eben ein EM-ETF auswirken würden (und zwar auf die Gesamtrendite und auch auf die Ausschüttungen). Über die wechselseitigen Kurs-Schwankungen von Aktien und Anleihen und deren Kompensationswirkungen ist unendlich viel geschrieben worden. Über die Wechselwirkung der Ausschüttungsarten (Dividendenausschüttungen vs. Kuponausschüttungen) im Fall von reinen Ausschüttungsstrategien finde ich zumindest deutlich weniger...

    Vielleicht weil ein BBB-Rating von Italien immer noch ein IG-Rating und damit eine "durchschnittlich gute Anlage" ist. Die Non-IG-Ratings von EM-Länder wie BB oder gar CCC bis C sind demgegenüber (hoch) spekulative Anlagen bei denen mit Ausfällen zu rechnen ist. Eine Gleichsetzung von Italien mit EM-Ländern hinkt doch etwas.

    Ja, das ist bezogen auf die Ratings ja auch richtig, aber mir ging es um den Streuungseffekt: Länder stehen im Wettbewerb und weil z.B. Argentinien in die Insolvenz gelaufen ist, waren ja nicht systematisch alle Länder in Südamerika betroffen. Schau dir doch im Vergleich dazu mal den hier an:

    Vanguard USD Emerging Markets Government Bond UCITS ETF Distributing | A143JQ | IE00BZ163L38
    Alle wichtigen Informationen und Vergleiche zum Vanguard USD Emerging Markets Government Bond UCITS ETF Distributing (A143JQ | IE00BZ163L38) ➤ justETF – Das…
    www.justetf.com

    Da hat das derzeit größte Land (Mexiko) gerade mal 6%, die meisten unter 5% Anteil. Selbst China nur 3,41% und keines dieser Länder will einen Default. Im Gegensatz zu Italien können die aber ihre Staatsschulden (auch bei Emission in USD) im Grunde durch Drucken von Geld weginflationieren. Laut Fact-Sheet ist bei diesem ETF die Rating-Aufteilung wie folgt:

    AA 11,7%

    A 24,5

    BBB 26,0

    Unter BBB 37,6

    Nicht bewertet 0,2

    Ich persönlich wäre mir da nicht so sicher, was mir in Punkto Risiko lieber wäre: Ein Klumpenrisiko von 20%, 30% und mehr Italien (geldpolitisch gefangen in der Euro-Zone) in einem ETF oder eben diese Streuung mit auch "unter BBB" Ratings, aber sehr breiter Streuung über viele Länder, die eben nur einen kleinen Anteil ausmachen... :/

    Ich erinnere mich aber an die Aussage von Prof. Walz dass das Risiko zu hoch ist zur Rendite bei den EM Staatsanleihen. Wenn der Markt einen Zins hat von 3 Prozent und dir die Anleihen 7 Prozent gewährt dann nur weil sie riskant sind. Gehen sie pleite dann ist das ein deep risk da unumkehrbar und der Schaden dauerhaft. So in etwa.

    Die Risikoargumentation an der Stelle scheint mir unschlüssig und die Einschätzung zum umumkehrbaren Verlust auch: Je größer die Streuung über Länder und Anleihen, desto mehr relativiert sich doch der Ausfall eines Landes (z.B. Argentinien). Man kann immer systematische Krisen unterstellen, aber dann wären z.B. bei 100+ Unternehmensanleihen auch etliche Unternehmen systematisch betroffen oder eben bei einem Zerfall der Euro-Zone viele Euro-Länder. Warum akzeptiert man also die Streuung innerhalb der EMU mit über 20% Italien als ausfallsicher, eine breite Streuung über die EM-Länder aber nicht? :/


    Das sog. "Anleihen Ersatzportfolio" wie sie es nennen setzt sich aus den beiden folgenden Punkten zusammen im Verhältnis 50 zu 50 wie folgt:


    Vanguard EM Government Bond ETF

    Vanguard FTSE All-World High Dividend ETF

    Ich persönlich setze nur auf ziemlich starke SRI-Filter bei ETFs, daher käme das für mich nicht in Frage. Ökonomisch hätte die Kombination aber einen gewissen Charme: Man setzt auf die eher klassischen Unternehmen der Weltwirtschaft und dann eben auf die eher riskanten EM-Staatsanleihen, beides mit hohen Ausschüttungen. 70-30 könnte ich mir rein ökonomisch gesehen sowas vorstellen, dann würden Ausfälle im Anleihe-Teil das Portfolio nicht zu stark dezimieren.

    Was ich glaube ich dann aber eher machen würde: 50/50 zwischen dem normalen All-World und dem All-World-High Dividend. Damit hätte man die "klassischen" Unternehmen im zweiten und die US-Tech-Größen im ersten nach Marktkapitalisierung und trotzdem eine deutlich erhöhte Ausschüttung in Summe. Genauso würde ich glaube ich 50/50 bei den Staatsanleihe-ETF machen zwischen EM und Europe. Das würde dann Ausfallrisiken weiter reduzieren und auch hier die Dividende nur zur Hälfte reduzieren... Sowas (dann je nach Risikopräferenz gewichtet zwischen Aktien und Staatsanleihen) wäre dann aus meiner Sicht rein ökonomisch gesehen (ohne SRI!) ein ziemlich perfektes Portfolio zum Liegen-lassen. Quasi ein wirkliches Welt-Portfolio (also Aktien/Anleihen aus allen Teilen der Welt) mit einer erhöhten Ausschüttungsquote und das mit nur 4 Bausteinen... Also um dann wirklich nur die Ausschüttungen zu verwenden und ansonsten gar nicht ins Depot zu schauen... :P

    Find die Beiträge von Walz grundsätzlich ziemlich gut. Aber wo sagt er da was zu EM-Staatsanleihen insb. in Hinblick auf die Relation von Rendite und Risiko?

    Und warum zum Geier empfiehlt auch er solche EUR-Staatsanleihe-ETF als „risikofrei“ (Funktion C) bzw. zu dem Zweck solche Fonds??!

    Invesco Euro Government Bond 1-3 Year UCITS ETF Dist | A2N7D4 | IE00BGJWWY63
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    Das Ding hat primär (23%!) italienische Staatsanleihen! :/ Der Markt verlangt da Risikoprämien, das Rating ist nicht umsonst BBB! 8| Habt ihr in den letzten 15 Jahren mal Finanznachrichten gelesen? Für mich das nicht annähernd „risikofrei“, das wäre eben AAA oder zumindest AA und nicht BBB, also aus meiner Sicht zum Beispiel diese beiden:

    Amundi Euro Highest Rated Macro-Weighted Government Bond 1-3Y UCITS ETF Acc | LYX0Z6 | LU1829219556
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    Deka Deutsche Boerse EUROGOV Germany Money Market UCITS ETF | ETFL22 | DE000ETFL227
    Alle wichtigen Informationen und Vergleiche zum Deka Deutsche Boerse EUROGOV Germany Money Market UCITS ETF (ETFL22 | DE000ETFL227) ➤ justETF – Das ETF Portal
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    Habe letzte Woche wieder meine Standmitteilung meines Vertrages bekommen und hatte wie jedes Jahr ein Lächeln in den Augen:

    Abgeschlossen 2002: - monatlich mit 200 Euro bespart - garantierte Verzinsung 3,25 Prozent - keinerlei Gebühren...

    Garantierte Monatsrente: 1150€ was bedeutet, dass ich innerhalb von 7 Jahren meine kompletten Einzahlungen wieder drin habe.....

    Würde heute auch keinen Riester-Vertrag mehr abschließen aber dieses Platinum-Schätzchen bespare ich bis zum Schluss......

    Na dann überzeug mit deinen Zahlen mal unsern @Achim Weiss! ;)

    Ich muss mich nachher nochmal in Ruhe in die hier teilweise genannten Argumente reindenken. Einiges, was bisher geschrieben wurde, passt nicht so richtig zusammen…

    Es wird zwar überall geschrieben, es gebe für einen Riestervertrag Zulagen UND "Steuervorteile". Wenn ein Gutverdiener nachschaut, stellt er fest, daß die Zulagen von den "Steuervorteilen" abgezogen werden. Wenn "Steuervorteile" übrig bleiben, bedeutet das, daß die nachgelagerte Besteuerung die Zulagen komplett auffrißt. Hättest Du einen anderen "steuerbegünstigten" Sparvertrag ohne jegliche Zulagen, liefe der in diesem Fall arithmetisch genau gleich.

    Die Aussage/Logik versteh ich nicht ganz: Wo werden denn deiner Meinung nach „Zulagen“ von „Steuervorteilen“ abgezogen? Und wieso sollte das gleich sein? Den Steueraspekt kannst du final doch sowieso erst bewerten, wenn du deinen Steuersatz im Ruhestand kennst…

    Und hinzu kommt die Steuerstundung, d.h. von den 1.625 € Eigenbeitrag bekomme ich vielleicht 500 € an Steuererstattung erstmal wieder, die ich dann noch in einen ETF legen kann.

    Den Aspekt finde ich nicht ganz zu vernachlässigen und das sollte man für sich wirklich mal durchrechnen oder zumindest überschlagen… Bei thesaurierenden Aktien-ETF machen doch alle Werbung für zinslose Steuerstundung mit Erträgen, warum also nicht hier? 8o

    Glaube mich daran zu erinnern dass Gerd Kommer auf seiner Homepage einen Blogbeitrag bezüglich den EM Staatsanleihen ETF geschrieben hat und sich diese wohl ganz gut mit einem Welt Aktien ETF ergänzen.

    Er ist vor allem in der Neuauflage seines Buches darauf eingegangen und bezieht sich auf diese Studie:

    https://openknowledge.worldbank.org/server/api/core/bitstreams/28d51053-89b5-5fe7-9cf7-d6c3db6ea936/content

    Und die ist wirklich nicht uninteressant, da die historischen Renditen entsprechender Staatsanleihen ähnlich oder höher zu sein scheinen, als die des globalen Aktienmarktes, das aber bei historisch gesehen niedrigerem Risiko…

    Wo ist denn Walz da mal näher drauf eingegangen? Er würde dann ja praktisch das Gegenteil der o.g. Studie behaupten.

    Hast du dann eigentlich Anleihen ETF in fremden Währungen die nicht gehedged sind ?

    Nope, da seh ich für mich gar keinen Sinn drin! Wenn Risiko, dann bitte richtig und auch Aktienmarktrendite, d.h. 7-8% p.a.! Ansonsten eben Sicherheit zum Preis der Rendite. Aber nicht: Wechselkursrisiko mit einer Rendite unter dem Inflationsniveau. Oder Mitigation von Unternehmensrisiken (in Form von Aktien) durch Unternehmensrisiken (in Form von Anleihen), wenn sichs vermeiden lässt. U.s.w.

    Ich hätte Zum Beispiel gerne kurzlaufende Staatsanleihen bis 1 Jahr nur aus Kanada, Australien und Schweiz in einem einzelnen ETF mit monstlicher Ausschüttung wie bei Vanguard üblich. Aber den wird es so niemals geben...

    Interessante Mischung: In Lokalwährung? Warum genau die drei? Und warum monatlich ausschüttend? Macht Vanguard nicht quartalsweise, zumindest bei uns?

    Einen global aggregate bond etf würde ich auch gar nicht als Sicherheitsbaustein sehen sondern würde ihn in den risikoreichen Portfolioanteil sehen anstatt im risikoarmen Portfolioanteil.

    Also dafür brächte mir so ein ETF dann aber entschieden zu wenig Rendite! Da würde ich dann eher an Emerging-Market-Staatsanleihe-ETF denken, die würden für mich dazu deutlich eher passen…

    Ich find diese Kommer-Einteilung des Portfolios immer ein wenig knapp in der Sache: Ich will das Währungsrisiko mitigieren (daher für mich nur EUR oder entsprechend EUR-währungsgesichert) und ich will ein Gegengewicht zur US-lastigen Anlageklasse Aktien. Daher a) Staatsanleihen und die b) primär aus Europa.

    Was so gesehen gut wäre: Ein Asia-Pacific inkl. Japan ETF, der nur Industrieländer-Staatsanleihen umfasst und das mit EUR-hedging, um das Währungsrisiko rauszunehmen. Das wäre nochmal eine gute Ergänzung neben den USA und dem „Klumpen“ Europa im Portfolio… :/