*Gemeint ist die ökologisch hochwertige Wärmepumpe, die mit ökologisch hochwertigem Braunkohlestrom betrieben ist.
Der CO2-Preis ist ein politischer, der Weltmarktpreis für Öl und Gas hingegen ist von der lokalen deutschen Politik deutlich weniger beeinflußbar.
Bisher ist das Verheizen von Öl und Gas entscheidend billiger als das Isolieren, speziell das nachträgliche Isolieren von Wohngebäuden. Und die ökologisch hochwertige Wärmepumpe ist speziell im Bestand um so viel teurer als z.B. ein Gaskessel, daß man sich fragen muß, ob der Mehrpreis über ihre Lebensdauer überhaupt wieder hereinkommt.
Wäre die Wärmepumpe so toll, wie es immer heißt, müßte man die Leute nicht zu ihrem Einbau zwingen.
"CO2-Kosten" sind ein reiner Kalkulationsposten. Ich halte deren Lenkungswirkung für gering.
Das Fernwärmenetz will auch erstmal aufgebaut sein, dazu dann die Wärmequellen (sprich Heizkraftwerke). Das Nachbarhaus ist ein Mietshaus mit 10 Parteien aus den 50ern. Jede Wohnung hat ihr eigenes Heizsystem mit einem eigenen Gaskessel (Gas-Etagenheizung). Der bauliche Aufwand, dieses Haus auf Fernwärme umzubauen, ist ganz erheblich. Ich verstehe jeden Hauseigentümer, der sich dagegen wehren wird, solange er auch nur irgend kann.
Ich glaube nicht, daß die Deutschen bei der "Wärmewende mit der Brechstange" mitmachen werden. Wenns an den eigenen Geldbeutel geht, endet vermutlich bei nicht wenigen das Umweltbewußtsein.
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Also, wenn Du schon meinst, mich zitieren zu müssen, dann bitte nur solche Zitate, die auch wirklich von mir stammen!
z. B. „*Gemeint ist die ökologisch hochwertige Wärmepumpe, die mit ökologisch hochwertigem Braunkohlestrom betrieben ist.“
à wüsste nicht, wo ich so etwas behauptet hätte. Im Gegenteil – ich war und bin gerade selber auf der Suche nach Alternativen zur Wärmepumpe, aber natürlich nicht nach Ölbrennern oder Holzpellets!
Thema Fernwärme:
Im Gegensatz zu Deinen Schätzungen vom Hörensagen kann ich sogar Zahlen für einen konkreten Fall nennen:
Anbindungskosten an ein 6-Parteienhaus bei bereits existierendem Leitungsnetz in der Straße lagen bei brutto ca. 11 000 Euro (für das ganze Haus wohlgemerkt, nicht für die einzelnen Wohnungen). Das kann natürlich je nach Lage des Objekts stark schwanken. Die BafA-Zuschüsse richten sich übrigens nach dem Alter der zu erneuernden Heizungsanlage.
Die Kosten für die Inneninstallation pro Wohnung dürfen natürlich nicht außer Acht gelassen werden; aber darüber hat man eine gewisse Kontrolle, weil man ja selber die Angebote einholen muss. Auch da winken Zuschüsse, aber das müssen alle Eigentümer dann gemeinsam organisieren (oder den Hausverwalter das machen lassen) und auch die Hosen runterlassen, u. a. was Typ und Alter der Heizung angeht. Vorteil gegenüber Wärmepumpe: Austausch der Heizkörper nicht unbedingt nötig, auch keine Fußbodenheizung.
Und was den Faktor Co2-Abgabe angeht:
Da kann bzw. muss ab nächstem Jahr jeder selber entscheiden, ob Deine Behauptung von hier zutrifft: Den Anteil an der Rechnung muss der Versorger nämlich ab dann explizit ausweisen, weil der Vermieter davon ja einen Teil übernehmen muss, wenn da alles bleibt wie geplant. Kleiner Funfact: Ausgerechnet die Bild-Zeitung bot Anfang des Jahres einen Rechner an, mit dem man anhand seiner Energierechnung prognostizieren kann, was da auf einen zukommen wird.
Also von wegen Zwangsbeglückung mit Wärmepumpe! Wer auch noch die Energieberatung der Verbraucherzentralen in Anspruch nimmt, findet bestimmt auch noch weitere Alternativen, die mir bisher entgangen sind.