Neben dem Aktienmarkt möchte ich meine Anlageklasse gerne diversifizieren.
Das kann ich gut nachvollziehen. Dir ist bewusst, dass eine Immobilienanlagen Risikoanlagen sind. Es sind aber andere Risiken, als bei Aktien. Daher sind sie gut zur Diversifikation geeignet.
Ich persönlich würde mich nicht einschränken und mir Immobilien ans Bein binden oder mich mit Mietern herumschlagen wollen. Meines Erachtens bringen Wohnungen mehr Sorgen, Probleme und Risiken mit sich, als dass sie positive Effekte haben.
Irving kennt sich in einigen Assetklassen sehr gut aus. Immobilien zur Vermietung gehören nicht dazu. Seine Hinweise halte ich hier für wenig hilfreich (indirekt im Aktien-ETF enthalten, mehrere Jahrzehnte etc.).
Achte besser auf die Hinweise von erfahrenen Vermietern.
Meine Gründe sind Diversifikation, Hebeleffekt und ein wenig handwerkliches Geschick, welches ich gerne nutzen möchte.
Gesucht wird oft das "Zinsobjekt". Die Vorstellung ist, man kauft eine Immobilie, bekommt regelmäßig Miete und verkauft nach gut 10 Jahren mit gutem Gewinn. Diese Objekte bekommst Du in den Portalen überteuert angeboten (und erfüllen trotzdem nicht diese Vorstellung).
Eine Immobilie ist aber keine pflegeleichte Anlage, wie eine Anleihe oder ein ETF. Wer seine Ruhe haben will, sollte ausschließlich in ETFs & Co anlegen.
Du bist bereit, Dein handwerkliches Geschick zu nutzen. Dann kommen auch Nischenobjekte in Frage, ggf. auch Problemobjekte, die eben nicht so leicht verkauft werden. Besichtigungen und dadurch Gespräche mit Maklern könnten Dir Kontakte bieten.
Mit den ersten Objekt wirst Du sehr viel Erfahrung sammeln. Erwarte nicht, dass das erste Objekt der totale Outperformer sein muss. Daher beginne mit einem kleinen Objekt.
Macht es trotzdem Sinn, die Hausverwaltung anzurufen um ein wenig Networking zu betreiben und Erfahrung zu sammeln?
Fragen kostet nichts, was kannst Du verlieren? Erfahrung gewinnst Du immer. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass Du nicht alle Fragen beantwortet bekommst. Frage auch nach Namen und Kontaktdaten vom Beiratsvorsitzenden, das klappt öfters. Wenn nicht, zum Objekt hin gehen und Bewohner ansprechen. Notfalls beim Nachbarn klingeln. Wenn Du höflich bist, sind es die anderen meist auch. Vielleicht findest Du auch die Telefonnr. vom Hausmeister heraus ...