Prof. Walz: MSCI World-ETF ist eine schlechte Wahl

  • Es wurde auch bereits ca. tausendmal bestätigt, dass ein marktkapitalisierender Ansatz nicht das Beste, sondern das Durchschnittliche ist.

    Jetzt haben wir es also nochmals.

    Der Fuchs im Video meint aber das es so ziemlich das Schlechteste war.:/

    Hat der Lümmel etwa doch data mining betrieben . . .

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  • Ach wo... Wo "Lochner" draufsteht, muss Qualität enthalten sein.

    Ich frage mich immer, wer den guckt. Ein geblubbere ...

    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.

    Satt 300k+ Neubauwohnungen brauchen wir 300k+ Abschiebungen um schnellere Arzttermine zu ermöglichen und Stadt- und Gemeindeabgaben zu senken.

  • Der Onkel Walz vergibt doch gerne Schulnoten für Finanzprodukte.

    Welche Note würde denn ein ACWI IMI oder FTSE All world bekommen?

    Garantiert nicht schlechter als eine 2.


    Wenn alle Schüler eine zwei haben bleibt keiner Sitzen.

    Diese guten Schüler auf eine eins zu wuchten kann auch ins Gegenteil führen.

    Ich bin mit einer 2 sehr zufrieden und weiß sowieso das ich das letzte Zehntel Prozent Rendite oder Risikominimierung nicht bekomme.

  • Welche Note würde denn ein ACWI IMI oder FTSE All world bekommen?

    Ich würde es so vermuten:

    Versicherungs-Geldanlageprodukte

    Ungenügend (Note 6)


    Aktive ETF

    Mangelhaft (Note 5)

    MSCI World dann Ausreichend (Note 4)

    MSCI ACWI und FTSE All-World

    Note 2-3

    MSCI ACWI IMI ein GUT (Note 2)

    „Walzens 3-5 Core-Satellite-Depot“

    Sehr gut (Note 1)

  • Die Argumente sind doch inzwischen ausgetauscht, oder? Manche sehen halt in einem Portfolio, in dem die ersten zehn von deutlich mehr als tausend Positionen ein Viertel ausmachen, und in dem mehr als zwei Drittel in einem einzigen von mehr als zwanzig Länder investiert sind, keine angemessene Risikostreuung. Andere meinen, das sei total gut, weil es halt alle Anleger zusammen so sehen und die Masse könne nicht irren, und deshalb macht man das eben so.

    Lustig finde ich, dass die Zweitgenannten mehr Energie aufbringen, die Erstgenannten zu missionieren, als umgekehrt. Aber vielleicht ist das eben so: Wer meint, der Masse folgen zu wollen, meint vielleicht, dass alle das machen sollten, damit die Masse noch massiger wird. ^^

    Problematisch an den ex-USA-Ansätzen finde ich: Wenn die USA mal nicht mehr so stark sind, bringen die eine ganz neue Unwucht ins Portfolio … dann lieber sowas wie ein Kommer-ETF oder ein EqualWeight-Ansatz oder mit drei oder vier oder fünf Regionen-ETFs eine eigene Mischung mischen.

  • Die Argumente sind doch inzwischen ausgetauscht, oder? ...

    Das ist sicherlich so. Aber Du scheinst die nicht ansatzweise verstanden zu haben.;(

    ...Andere meinen, das sei total gut, weil es halt alle Anleger zusammen so sehen und die Masse könne nicht irren, und deshalb macht man das eben so.

    Ich habe noch keinen einzigen gesehen bzw. gelesen, der das meint.

    Gemeint wird, dass in der Marktkapitalisierung alle allgemein zugänglichen Informationen enthalten sind. Du hast diese Informationen nicht, die dort enthalten sind.

  • Das ist sicherlich so. Aber Du scheinst die nicht ansatzweise verstanden zu haben.;(

    Lustig finde ich, dass die Zweitgenannten mehr Energie aufbringen, die Erstgenannten zu missionieren, als umgekehrt. Aber vielleicht ist das eben so: Wer meint, der Masse folgen zu wollen, meint vielleicht, dass alle das machen sollten, damit die Masse noch massiger wird. ^^

    q. e. d.


    Danke Dir für die eindrucksvolle empirische Bestätigung meiner steilen These! :*

  • q. e. d.


    Danke Dir für die eindrucksvolle empirische Bestätigung meiner steilen These! :*

    Leider hast Du auch das nicht verstanden.

    Es wäre ziemlich dumm von mir, wenn ich wollte, dass alle nach Marktkapitalisierung investieren. Natürlich muss es die unterschiedlichen Meinung geben, damit das funktioniert. Diesbezüglich habe ich aber keine Sorge.

  • Du must die Liste erweitern, oder die Positionen etwas zusammenschrumpfen.
    Es fehlt noch:
    - die Anlage "unter der Matratze"
    - das exclusive Sammeln nur auf dem Girokonto
    - Festgeld / ggf. Tagesgeld

  • Du must die Liste erweitern, oder die Positionen etwas zusammenschrumpfen.
    Es fehlt noch:
    - die Anlage "unter der Matratze"
    - das exclusive Sammeln nur auf dem Girokonto
    - Festgeld / ggf. Tagesgeld

    Ja, daran habe ich natürlich überhaupt nicht gedacht.

    Aber man sollte trotzdem bei der ganzen Diskussion den Kern verstehen:

    Es geht Hartmut Walz, vor allem um seinen Begriff „handwerklich“.

  • Es geht doch überhaupt nicht um Outperformance, sondern darum das Blasenrisiko oder Rechtsraumrisiko zu reduzieren. Gerd Kommer hat das schön in seinem Blog zur BIP Gewichtung erläutert.

    Hmm,
    Herr Kommer war 2022 in einen Wochendfolge des AAA-Podcast zu Gast. Da hat er den MSCI World noch für Anleger die nur einen ETF wollen empfohlen. :/

    3 Indexfonds fürs Leben – die Reichmacher-Formel des ETF-Papstes - WELT
    In dieser Bonus-Episode sprechen wir über die größte Finanzinnovation der vergangenen Jahrzehnte: über Indexfonds, kurz ETFs. Wir lassen uns erklären, für wen…
    www.welt.de

    Erst auf wiederholte Nachfrage der Moderatoren kam dann die Antwort, dass z.B. ein MSCI ACWI bzw. der IMI noch 'besser' sein. :/
    Mann beachte den Begleittext der Podcast-Folge: Eine Folge für die Ewigkeit.
    Und schon wieder hat die Ewigkeit nur 1-2Jahr angedauert. Weil inzwischen ist ja der optimale ETF für die Ewigkeit von Gerd Kommer Himself. ;) Zumindest wenn man Gerd Kommer und manchen Foristen so glauben darf.

    Und ich will auch den Experten gar nicht widersprechen. Natürlich reduziere ich damit bestimmte Risiken wenn ich den USA-Anteil senke und den Anteil der EM und/oder Europa erhöhe. Aber gleichzeitig schaffe ich mir damit andere Risiken. Welches Risiko sich dann schließlich materialisiert weiß niemand. Auch kein Experte.

    BTW: Wir leben in Deutschland. Und der überwiegende Teil der Anleger wird auch keine große Möglichkeit haben das Land zu verlassen und seine Vermögenswerte woanders hin zu transferieren falls in unserem Land wieder eine extremistische Regierung in Verantwortung kommt.
    Wie groß ist das Risiko, dass so etwas in den nächsten 10, 20 oder 30 Jahren passiert?
    Was passiert, wenn eine zukünftige Regierung Depotguthaben im großen Stil zur Unterstützung der 'Volksgemeinschaft' enteignet?
    Das Leben ist ein einziges Risiko. Und es reicht schon einfach nur wenige Jahre in der 'falschen' Zeit zu leben um ein Risiko voll mitzunehmen.

    Es wurde auch bereits ca. tausendmal bestätigt, dass ein marktkapitalisierender Ansatz nicht das Beste, sondern das Durchschnittliche ist.

    Genau so sieht es aus.
    Und wenn die Mehrzahl aller Anleger bzw. des angelegten Kapitals der Meinung ist, dass man zukünftig Europa oder die EM höher gewichtet wird sich genau diese Meinung auch in einem MSCI ACWI (IMI) oder FTSE All World widerspiegeln.
    Klar, diejenigen die es dann schon vorher gewusst haben, mögen sich dann auf die Schulter klopfen und sich freuen.

  • Es wurde auch bereits ca. tausendmal bestätigt, dass ein marktkapitalisierender Ansatz nicht das Beste, sondern das Durchschnittliche ist.

    Jetzt haben wir es also nochmals.

    Und wer sagt, dass der Ansatz von Walz (oder Kommer oder wer auch immer meint, eine eigene Gewichtung empfehlen zu wollen) "das Beste" ist?

    Ich dachte, das ist die Grundprämisse all derjenigen, die passiv in einen marktbreiten Welt-ETF anlegen. Man bekommt nicht "das beste" Ergebnis, weil das ohnehin niemand vorhersagen kann. Und weil diejenigen, die versuchen mehr rauszuholen, in aller Regel scheitern.

  • Na ja, auch die Marktkapitalisierung ist nur ein Modell, das wiederum von bestimmten anderen „Experten“ präferiert wird. Ich würde daraus nichts Allgemeingültiges, Passives oder grundsätzlich Besseres gegenüber anderen Ansätzen ableiten. Die Aussage, dass dies „den Markt“ widerspiegele, ist ebenso falsch. Das Marktportfolio besteht nur zu einem sehr geringen Teil aus Aktien und überwiegend aus Nicht-EUR-Anleihen sowie Immobilien (ebenfalls überwiegend außerhalb der EU). Jeder, der in diesem Forum glaubt, mit einem marktkapitalisierenden ETF und seinen Deutschland-Abhängigkeiten „den Markt“, „den Durchschnitt“ oder „das Anlageverhalten der Mehrheit“ abzubilden, liegt ziemlich daneben.

    Kapitalanlage ist immer eine Abwägung von Risiken. Ich persönlich halte das operative Risiko mehrerer ETFs für höher als den daraus entstehenden Nutzen. Daher würde ich eher zu einem ACWI IMI greifen, statt mit mehreren ETFs irgendwelche Spielchen zu treiben. Trotzdem zeigen die Zahlen recht deutlich, dass eine regionale Gleichgewichtung bislang ein besseres Ergebnis erzielt hat. Sowohl bei der Rendite als auch beim Risiko. Natürlich weiß man nicht, ob das in Zukunft so bleibt, aber die Vergangenheit ist nun einmal die einzige verfügbare Datenbasis. Und in dieser war ein marktkapitalisierender Ansatz eben nicht optimal, zumindest wenn man das operative Risiko nicht berücksichtigt.

    Ich persönlich denke, dass der Gerd-Kommer-ETF eine gute Balance zwischen KISS und rationaler Aufstellung bietet. Ich habe mittlerweile unser gesamtes Vermögen in diesem ETF investiert. Ich halte ihn auch für besser als einen marktkapitalisierenden ETF. Trotzdem kann ich jeden verstehen, der sich für den ACWI IMI oder FTSE All-World als Alternative entscheidet. Das wäre meine zweite bzw. dritte Wahl gewesen. Ich denke, dass die Unterschiede langfristig sehr gering sein werden und man daraus keine Grundsatzdebatte machen muss. Portfolios mit vielen Assets halte ich jedoch nicht für zweckmäßig.

  • Ich dachte, das ist die Grundprämisse all derjenigen, die passiv in einen marktbreiten Welt-ETF anlegen.

    Hartmut Walz empfiehlt ausschließlich passives Anlegen. Für ihn ist aber aktuell KISS auch mit drei ETFs gegeben.

    Kann sich ändern. Er sagt ja, er sei Prof….

    Er habe Anfragen von Verlagen, werde aber keine Bücher mehr schreiben.

    Ein geborener Geschäftsmann ist er nicht.
    Sonst gäbe es jetzt in Zusammenarbeit mit einer Fondsgesellschaft, deren Namen ich nicht nenne, einen „Walz-ETF“ mit TER 0,12 %.

  • Und wer sagt, dass der Ansatz von Walz (oder Kommer oder wer auch immer meint, eine eigene Gewichtung empfehlen zu wollen) "das Beste" ist?...

    Herr Walz und Herr Kommer sagen das!

    Na ja, auch die Marktkapitalisierung ist nur ein Modell, das wiederum von bestimmten anderen „Experten“ präferiert wird. Ich würde daraus nichts Allgemeingültiges, Passives oder grundsätzlich Besseres gegenüber anderen Ansätzen ableiten. Die Aussage, dass dies „den Markt“ widerspiegele, ist ebenso falsch. Das Marktportfolio besteht nur zu einem sehr geringen Teil aus Aktien und überwiegend aus Nicht-EUR-Anleihen sowie Immobilien (ebenfalls überwiegend außerhalb der EU). Jeder, der in diesem Forum glaubt, mit einem marktkapitalisierenden ETF und seinen Deutschland-Abhängigkeiten „den Markt“, „den Durchschnitt“ oder „das Anlageverhalten der Mehrheit“ abzubilden, liegt ziemlich daneben....

    Auch hier habe ich noch keinen einzigen Anleger erlebt, der glaubte, mit seiner Aktienanlage die durchschnittliche Rendite aller Anlageklassen zu erhalten.