Beiträge von Hornie

    Das hört sich für mich so an, als ob Du im Bereich risikogemäßigt etwas Konkretes im Auge hast? Magst Du es in den Ring werfen?

    Eigentlich habe ich nichts Konkretes im Sinn, da ich über verschiedene Emittenten (Unternehmen und Banken) in verschiedenen Risikoklassen streue.

    Aber mein Lieblingsemittent ist die Helaba, da sie eine große Auswahl vieler Laufzeiten hat und an der Börse Frankfurt (nur dort!) einen guten Sekundärmarkt macht. Die Anleihen der Landesbanken sind über die Sicherungssysteme der Sparkassen zusätzlich abgesichert. Daher gab es keine Ausfälle oder Nachteile bei den WestLB-Anleihen, als die WestLB pleite war.

    Kannst du dann zunächst einmal quantifizieren wie viel mehr ein Portfolio mit Kunst mehr diversifiziert ist?

    Wieder nur eine Gegenfrage, statt eine Antwort auf meine Frage!

    Ich kenne mich mit der von Dir ins Spiel gebrachte Assetklasse Kunst leider gar nicht aus. Aber ich bin mir absolut sicher, dass die Korrelation ungleich 1 zu jeder Aktien-GM-Mischung ist. Daher wird die Diversifikation erhöht. Damit bist Du bei der unbeantworteten Frage an Dich.

    neue MSTR-Aktien ... Bitcoin wurden in der vergangenen Woche weder gekauft ...

    Zusätzlich wurde erstmals ein separater USD-Cash-Puffer ...

    Ich finde es wirklich interessant, was Du regelmäßig über dieses besondere bzw. eigenartige Unternehmen berichtest.

    Ich habe nur den Eindruck, dass die jeden Monat ihre Strategie ändern und dann noch eine neue Begründung finden, warum diese Strategieänderung keine Strategieänderung ist.

    Du suchst nach Rendite im sicheren Teil des Portfolios. Wenn du dies erreichen willst, musst du höhere Risiken in Kauf nehmen, bspw. Bonitätsrisiken, Zinsänderungsrisiken oder Währungsrisiken. Aber sobald du dies tust, ist dieser Teil des Portfolios eben nicht mehr sicher und verfehlt somit seinen Zweck.

    Das ist die sehr einfache, digitale Sicht auf die Märkte, die z.B. von Stiftung Warentest benutzt wird. Das lässt sich halt leicht erklären: 2 Assetklassen, eines risikoreich, eines risikoarm (bei Saarlaender sicher?) und durch die passende Mischung kann ich meine persönliche Risikotragfähigkeit abbilden.

    Früher war die risikoarme Assetklasse Anleihen, in der Nullzinsphase hat man das gegen Tagesgeld/Geldmarktprodukte ausgetauscht. Ein Rücktausch nach Ende der Nullzinsphase fand nie statt, im Gegenteil, die Assetklasse Anleihen bleibt komplett ignoriert.

    Aber der Markt ist nicht digital, hat viele Assetklassen und viele Risikobereiche dazwischen und darüber.

    Wer der Diversifikation einen Wert zumisst, könnte sich z.B. überlegen, warum er sich auf nur 2 Assetklassen beschränken soll. Warum nicht z.B. 3 Assetklassen nutzen, also risikoreich, risikogemäßigt und risikoarm? Und schon kommen Anleihen für den mittleren Risikobereich in Frage und ich bin diversifizierter.

    Oder gleich zur Kenntnis nehmen, dass es von risikoarm zu risikoreich einen kontinuierlichen Übergang gibt, also gar nicht digital ist.

    Grenzsteuersatz ... unterhalb von ca 37% liegt

    Also (bei mir) ca. 33% ohne Kirchensteuer.

    Hat der Steuerpflichtige in der Ansparphase sowohl geförderte als auch nicht geförderte Beiträge zugunsten seines Altersvorsorgevertrags geleistet, sind die daraus resultierenden Leistungen in der Auszahlungsphase entsprechend aufzuteilen.

    Da würde mich sehr interessieren, wie das gerechnet wird. Pauschale Abschätzung anhand aller Einzahlungen? Ohne Berücksichtigung der verschiedenen Zeitpunkte? Oder genaue Trennung?

    Beispiel: Monat 1 Einzahlung von geförderten 300€, davon Anlage 200€ und 100€ verbleiben auf dem Verrechnungskonto. Monat 2 Einzahlung von 100€ ungefördert und Anlage von 80€. Ist diese Anlage jetzt vom gefördertem oder ungefördertem Geld? Monat 3 Auszahlung von 100€ ungefördertem Geld. ...

    Interessante Frage. Wie es aussieht wird das aber nicht möglich sein.

    Ich wüsste auch nicht, was der Vorteil einer Aussetzung sein soll. Wenn man nach einem Crash eigentlich nicht verkaufen will, kann man die Auszahlung ja gleich wieder im normalen Depot reinvestieren.

    Wenn man geduldig sein kann, und die 12/62 Regel erfüllt, profitiert man vom Halbeinkünfteverfahren.

    Ist das den viel besser? Geht das dann auf den vollen Auszahlungsbetrag oder auf den Zuwachs? und wie wird ggf. der Zuwachs zwischen gefördert/nicht-gefördert nach diversen Umschichtungen verteilt?

    Aber kläre uns auf: Welches konkrete Risiko können lang laufende Anleihen für den Langfristinvestor besser reduzieren als eine Mischung aus Aktien und kurz laufenden Anleihen bester Bonität?

    Du stellst eine Gegenfrage, statt zu antworten. Diese Frage habe ich am Beispiel der von Dir genannten Assetklasse Kunst beantwortet. Das nennt sich Diversifikation.

    Offen ist die Frage, wie Du ein Kunstportfolio durch Aktien+GM darstellst bzw. hedget (oder Gold+GM mit langer Historie?).

    Man kann vieles machen. Man kann auch 20 Assets kombinieren und sich an Kunst, Uhren und der Wurstbude von Onkel Heinz beteiligen. Oder man nimmt nur ein oder zwei Assets und hat eine klare Struktur und das exakt gleiche Risiko-/Renditeverhältnis. Mehr Assets beizufügen fühlt sich nach mehr Diversifikation an. Schaut man allerdings die Zahlen an, ergibt sich daraus kein besseres Rendite-/Risikoverhältnis, sondern nur ein Kuddelmuddel, das einem vorgaukelt besser diversifiziert zu sein.

    Wer Angst vor einem Crash hat, muss an das kurze Ende und in AAA. Nur das wird dann nutzbare Liquidität sein. Und wer Rendite will, muss ins Eigenkapital. Alles andere ist der Versuch ,,ein bisschen schwanger“ zu sein.

    Da ist wieder diese Schwarz-Weiß-Denke (was nicht mit KISS gleichzusetzen ist!).

    Du gehst davon aus, dass man alle Risiken auf eine Risiko-Kennzahl reduzieren kann. Und dann kann man den gleichen Risikowert auch durch eine Mischung aus Aktien (risikoreich) und Geldmarkt (risikoarm) darstellen.

    Dem ist aber nicht so. Du kannst mit Aktien+GM vielleicht die gleiche Volatilität darstellen, die ein Kunst-Portfolio hat, aber Du kannst es eben nicht damit hedgen. Andere Assetklassen haben nun einmal andere Risiken, als Aktien+GM. Daher kannst Du Dein Risiko-/Renditeverhältnis durch zusätzliche Assetklassen tatsächlich verbessern.

    Warum nimmst Du eigentlich Aktien+GM und nicht Bitcoin+GM? Damit kannst Du auch jeden Risikowert darstellen.

    Wenn man 80 % Risiko und 20 % Sicherheit in seinem Depot haben möchte, warum legt man dann bei einer Summe von 100 000 Euro nicht 80 000 Euro in einen Welt ETF und 20 000 Euro in einen Geldmarkt ETF an und betreibt dann meinethalben 1 oder 2x im Jahr Rebalancing, entweder durch Nachschießen aus anderen Mitteln oder aus einem der beiden Töpfe?

    Dein Vorschlag ist prinzipiell gut, insbesondere wegen der Einfachheit. Das entspricht dem Pantoffelportfolio der Stiftung Warentest. Leicht zu erklären und relativ leicht umzusetzen.

    Beachte aber, dass eine weitere Diversifikation prinzipiell sinnvoll sein kann. Weitere Assetklassen können das Risiko senken, selbst wenn sie eine höhere Volatilität haben.

    Aus einer Studie kenne ich folgendes Beispiel: Rohstoffe haben eine deutlich höhere Volatilität, als Aktien, aber wenn du etwas Rohstoffe zu einem reinem Aktienportfolio hinzunimmst, sinkt die Volatilität. In der Studie hatte 96% Aktien + 4% Rohstoffe die geringste Volatilität.

    So auch in Deinem Beispiel. Statt 80/20 (Aktien/Geldmarkt) könntest Du 75/10/15 (Aktien/Geldmarkt/Anleihen) versuchen und ich vermute, dass Du die erwartete Langzeitrendite eher erhöht wird und die Volatilität eher sinken würde. Natürlich bei einer merklich höheren Komplexität, insbesondere beim Rebalancing. Analog ließe sich das mit weiteren Assetklassen, wie Edelmetalle und Immobilien fortsetzen.

    Es gibt an den Finanzmärkten KEIN Schwarz-Weiß-Denken.

    Auch bei Produkten, Risiken und Vola gibt es viele Grautöne. Warum soll man die nicht auch berücksichtigen?

    Was mich aber stört, dass längere Laufzeiten allgemein hier als Teufelszeug abgestempelt werden.

    :thumbup:

    Es gibt an den Finanzmärkten KEIN Schwarz-Weiß-Denken.

    Ein Schwarz-Weiß-Denken lasst sich aber leichter verkaufen. Das gilt nicht nur in der Politik!

    Bei einer Duration von beispielsweise sieben Jahren kann ein Anstieg der Renditen um einen Prozentpunkt zunächst grob 7 % Kursverlust bedeuten. Prost !! Ruft da die Kritikerschar…logisch !

    Das ist richtig. Und umgekehrt machst Du knapp 7% Kursgewinn, wenn die Renditen entsprechend fallen.

    Langlaufende Anleihen haben unstrittig eine höhere Volatilität, als Kurzläufer oder gar Geldmarktprodukte. Das führt dazu, dass Anleihen für viele Aktienanleger schnell Teufelszeug sind. Oft sind das aber genau die gleichen Anleger, die behaupten, dass Volatilität bei Aktien eigentlich gar kein Risiko ist!?!

    Bei dir St. Irving klingt es inzwischen fast so, als sei „kurzlaufend“ eine neue wissenschaftliche Naturkonstante und alles darüber hinaus schon fast fahrlässig.

    Wer über einen langen Zeitraum regelmäßig in Anleihen anlegt, der ist mit langlaufenden Anleihen besser dran, als mit kurzlaufenden Anleihen. Das liegt ganz einfach daran, dass die Zinsstrukturkurve meistens positiv ist. Wer immer nur Kurzläufer oder Geldmarktprodukte kauft, kauft bei positiver Zinsstrukturkurve immer die jeweils schlechtmöglichste Rendite.

    Von daher halte ich Anleihen verschiedener Laufzeiten auch in einem Produkt wie LS60, dass sich eher an Langfristanleger richtet, für besser geeignet, als Geldmarktprodukte.


    Ich möchte auch noch eine andere Sichtweise erwähnen: Das geringste Zinsänderungs-Risiko habe ich, wenn ich fristenkongruent anlege. Beispiel: Ich brauche Geld in genau 5 Jahren, dann ist eine 5-jährige Anleihe oder Festgeld das Produkt mit dem geringstem Risiko. Ich weiß bereits heute, was ich in 5 Jahren bekomme. Kursschwankungen sind irrelevant. Bei einem Geldmarktfonds hingegen hätte ich ein Zinsänderungsrisiko.

    In Holland ist diese Denke auch bei der Altersvorsorge üblich: Ich gehe in 20 Jahren in Rente, also investiere ich meinen Zinsteil in eine 20-jährige Anleihe! Hier denkt fast keiner so. Im Gegenteil, viele Deutsche machen genau das Gegenteil und bevorzugen auch bei Langfristanlagen einen Geldmarktfonds?!?

    Ist es sinnvoll meinen alten teuren ETf TER 0,48 ca 250K auf den msci world zu verkaufen

    Wann hast Du den denn gekauft?

    Wie hat der sich im Vergleich zu einem billigeren MSCI World-ETF entwickelt?

    Beispiel: Ich habe den DBX1MW mit einer TER von 0,45%. Im Vergleich zu anderen Produkten auf den gleichen Index merkt man die hohe TER jedoch fast gar nicht. Hinzu kommt, dass ich ihn 2008 gekauft habe, also Kursgewinne steuerfrei sind. Daher werde ich ihn nicht verkaufen.

    Ich würde darauf tippen, dass etliche sich das Lesen der Threads sparen werden

    Wenn ich einen langen, alten Thread mit zig Seiten erstmals sehe, lese ich ihn bisher auch nicht komplett durch. Da kann eine Zusammenfassung sehr hilfreich sein.

    Ebenso, wenn man schon eine zeitlang nicht mehr mitgelesen hat.

    Ist nur ein Nebenpunkt, aber kann auch relevant sein:

    In Hessen gibt es das "Hessengeld", quasi die Rückzahlung der Grunderwerbsteuer bei einer Erstimmobilie. Wer vorher schon eine Immobilie hat, bekommt nichts, egal, ob gekauft/geschenkt/geerbt oder es eine Wochenendhütte sein sollte.

    Oder fehlt immer noch eine unbedachte Option? 😅

    Ich hatte meine VL immer direkt auf einen Hypothekenkredit zahlen lassen. Da ich die Rate nicht erhöhen durfte, war automatisch die Kreditbelastung auf meinem Girokonto um 40 € geringer.

    Unter dem Strich habe ich also den AG-Zuschuss immer direkt auf meinem Girokonto gehabt und musste keine zusätzlichen Verträge haben. Das war für mich die beste Lösung.