Womit finanziert sich unser neuer, unsubventionierter Solarpark, wenn er zuverlässig zu den guten Tagen und Zeiten abschaltet, um Negativpreise zu vermeiden?
Also - wie du schon selbst schreibst - kein Problem von negativen Preisen, sondern von zu niedrigen.
Aber ein System, das nur durch Subventionen läuft, ist auf Dauer nicht tragfähig.
Die (PV-)Subventionen werden doch bereits ständig gekürzt.
Eine Statistik dazu habe ich letzte Woche verlinkt. Negative Strompreise hast du in gewissen Monaten zuverlässig von 11-16 Uhr, mittlerweile häufiger auch schon 10-17 Uhr.
Ja, da wird aber nicht wirklich zwischen "leicht negativ" und "richtig negativ" unterschieden. Aber es gibt Durchschnittswerte: Minimal waren es -1,956 Cent/kWh (April 2025). Finanziell tuts also wohl nicht so weh, wie die es die nur vereinzelt (deutlich) negativen Preise von unter -30Cent/kWh vermuten lassen.
Und zum anderen, weil es nicht billig wird, das Problem zu lösen.
Aber billiger, als es nicht zu Lösen: Ich zahl dem Erzeuger ein bisschen (mehr), damit er nicht einspeisst und spare mir so, den Strom zu negativen Preisen zu verkaufen. Mir scheint eher das Problem nicht groß genug um es anzugehen.
Es ist vollkommen egal, ob du 0c oder 4c vergütest. Erst wenn die negativen Strompreise durchgereicht werden, sieht man den Effekt. Heute wird eh jede Neuanlage mit Smart Meter ausgerüstet. Es ist überhaupt kein Problem, dieses mit dem Wechselrichter zu verbinden und bei negativen Preisen die Einspeisung zu unterbinden.
Wenn ich 4 Cent / kWh vergüte und bei negativen Preisen 5 Cent / kWh bezahle, damit nicht eingespeißt wird (und somit verhindere, dass der Strompreis unter -1 Cent fällt), dann muss ich zwischen 4 und 5 Cent / kWh vergüten. Gleichzeitig kann der Bürger einigermaßen verlässlich ausrechnen, was er bekommt (was für "0 Cent bei negativ, aber 6 Cent bei nicht negativ" m.E. deutlich schwieriger ist).
Aber ja, wenn ich 0 Cent / kWh vergüte könnte ich im gleichen Atemzug auch die Einspeisung unterbinden, ohne dass derjenige groß etwas dagegen haben wird. Das müsste man dann aber halt auch machen ...
Aus Sicht des Systems ist ein gebremster Solarausbau in näherer Zukunft keine Katastrophe, sondern dringend nötig.
Geht es dir hier um Steuergeld oder um das Stromnetz?
Die Voraussetzungen sind weder bei der Speicherung noch bei den Netzen geschaffen und auch nicht beim flexiblen Verbrauch
Ja, dann gibts ja 2 Möglichkeiten: Speicher+Verbrauch anpassen oder Erzeugung "abriegeln". Wenn man aber abriegelt bevor man sein Ziel erreicht hat, muss man es hinterher wieder mühsam in Gang bringen. Und m.E. haben wir diese Zeit halt nicht.
Marktpreise sorgen dafür, dass Ausbau und Verbrauch einigermaßen im Gleichschritt passieren.
Wir reden hier über negative Strompreise. D.h. der Markt schreit bereits nach Speicher+Fexiblen Verbrauch.