Beiträge von Grepe

    Da hast Du recht, unbestritten. Das muss jeder für sich entscheiden was er da aushält. Aber wenns runter geht, geht eben alles runter. Da läuft auch ein All World nicht gut. Und wenns hoch geht, geht alles hoch. Das eine mehr, das andere weniger. Rendite gibts halt nicht ohne Risiko. Und da ich nur Geld investiere auf das ich lange verzichten kann, (theoretisch „für immer“) bin ich da auch resilient.🙃 Wenn in 20 Jahren nur die Hälfte da ist, ärgerts mich - klar. Aber ist immer noch mehr als hätte ich nicht gespart/investiert.

    Erste Fonds hab ich so ca. 2000 gekauft, Btc und Nasdaq etc. aber erst seit 5 Jahren…

    Ich persönlich habe mich inzwischen so sehr an das Auf und Ab gewöhnt, dass ich Bitcoin und den Nasdaq100 mittlerweile tatsächlich als feste und „sichere“ Bausteine meines langfristigen Depots betrachte.😁

    Breit gestreute ETFs schwanken logischerweise meist weniger, liefern dafür langfristig aber oft auch etwas weniger Rendite. Konzentriertere Investments wie Nasdaq100 oder Bitcoin haben deutlich mehr Volatilität – dafür historisch eben auch mehr Renditepotenzial.

    Im Kern reagieren aber alle auf ähnliche Dinge: Liquidität, Zinsen, Wirtschaftslage, Stimmung am Markt usw. Der Unterschied liegt oft weniger im ob, sondern eher im wie stark.

    Wenn ich nur Btc hätte würde ich vermutlich verzweifeln wenns runter geht. Aber dann schau ich auf Nasdaq100 und Acwi IMI oder welchen Index auch immer und sehe das es da genauso runtergeht. Und wenns da hochgeht geht mit Versatz auch überall anders hoch. Nur dort halt auch wieder stärker…

    Also ja, aus meiner Sicht lässt Du Rendite liegen. Hab ich recht - zeigt die Zeit. Ist das eine Empfehlung - nein.🙃

    Also in meiner Welt und zu der Zeit als Freibad, Freizeitparks usw. bei uns noch regelmäßig auf der Tagesordnung standen, wars schon eng finanziell.🙈😅 Aber es ist müßig über so etwas zu diskutieren da jeder anders aufgestellt ist, an andere Situationen denkt etc., etc….

    Die Entscheidung für oder gegen Kinder muss jeder selbst treffen. Die Gründe sind individuell und das sollte man respektieren.

    Wir haben drei Kinder. Ja, es gab Phasen, in denen wir gestruggelt haben (Stress, Schlafmangel, Sorgen (auch finanzielle)). Trotzdem denke ich heute öfter: Hätten wir doch noch ein viertes bekommen.😊

    In unserem Freundeskreis ist der Großteil kinderlos, was ich persönlich sehr bedaure (nicht aus Wertung), sondern weil Familie für mich eine besondere Lebensqualität bedeutet. Neben den heutigen Verhütungsmöglichkeiten (wie viele von uns und auch früherer Generationen sind „ungeplant passiert“), sehe ich vor allem den westlichen Lebensstil mit starkem Fokus auf Selbstverwirklichung und Individualität als den Hauptgrund an. Ich höre in Gesprächen bei Lebenszielen alles Mögliche von Reisen, Longevity, sportlichen Zielen bis hin zu finanzieller Unabhängigkeit😉, aber einen Kinderwunsch höre ich so gut wie nie…

    Vielleicht wurde es im Thread bereits erwähnt: Mich würde interessieren, wie viel Prozent ihres Gesamtvermögens die Befürworter dieses „Assets“ tatsächlich in BTC investiert haben. (Anmerkung: Alles oberhalb von 10 % halte ich persönlich für nicht vertretbar.)

    Wer darüber liegt, sollte sich aus meiner Sicht (zumindest bemühen) das Thema nüchtern und ohne emotionale Bindung zu reflektieren. Einschließlich der unbequemen Frage: What if I’m wrong?

    Bestand: 30%
    Sparrate: 50%

    What if i‘m wrong?:

    Dafür sind die anderen 50%🙃

    Nein, tut es nicht. Wenn du mit drei Kumpels eine Firma gründest, könnt ihr locker steinreich werden, ohne dass jemals ein Käufer auftaucht. Die Firma macht Gewinn, die Bilanz wächst, Dividenden fließen. Frag mal McProfit: Der sitzt seit Jahrzehnten auf seinen Aktien und ausschüttenden ETFs und juckt’s nicht im Geringsten, wo der Kurs steht oder ob jemand was abkauft. Die Unternehmen wachsen und die Dividenden kommen. Selbst wenn die Börse mal für ein paar Jahre zumachen würde, könnte der noch immer sein Wurstbrot belegen.

    Auch das stimmt so nicht. Einmal ganz davon abgesehen, dass der Großteil des Handels nicht von Privatanlegern, sondern professionellen Anlegern getätigt wird, stehen heute Aktien nicht hoch. Ob eine Aktie hoch steht, entscheidet sich nicht am Preis, der über den Ticker läuft, sondern wie hoch dieser Preis im Verhältnis zu den Gewinnen des Unternehmens ist. Die Bewertung. Und die ist nur bei Big Tech, also US-Großunternehmen hoch. Im Rest der Welt ist sie normal, teilweise sogar günstig.

    Ich glaube, ich verstehe, worauf du hinauswillst: Du denkst, die Märkte stehen (zu) hoch, weil sie lange gestiegen sind. Das ist eine etwas einseitige Sicht. Eigentlich kommt es gar nicht darauf an, wie lange oder wie stark die Kurse gestiegen sind. Wichtig ist nur, wie sie im Verhältnis zu den Gewinnen der Unternehmen stehen. Ein Markt kann z.B. auch zu teuer sein, selbst wenn die Preise über Jahre kaum gestiegen sind, nämlich dann, wenn die Gewinne stagnieren oder zurückgehen.

    Nur um ein Missverständnis auszuräumen:

    Ich behaupte nicht, dass die Märkte „zu hoch“ bewertet sind. Meine Aussage ist lediglich, dass sie höher stehen, als sie ohne den Zufluss privaten Kapitals stehen würden.

    Dieser Trend dürfte sich – zumindest mutmaßlich – fortsetzen, getrieben durch Faktoren wie Niedrigzinsumfeld, ETF-Sparpläne und den wachsenden Druck zur privaten Altersvorsorge. Die Institutionellen spielen natürlich nach wie vor die erste Geige, da stimme ich Dir zu. Das war aber auch nicht mein Punkt.

    Grundsätzlich gilt unabhängig davon:

    Sobald du eine Aktie besitzt, ist ihr ökonomischer Wert immer an einen potenziellen Käufer gebunden. Genau das ist der Kern eines funktionierenden Marktes – unabhängig davon, ob man selbst vorhat zu verkaufen oder nicht.

    Eine Aktie ist eine Beteiligung an einem Unternehmen. Die durchschnittliche Eigenkapitalrendite der Unternehmen weltweit ist positiv. Für den langfristigen Investor ist es daher weitgehend irrelevant, ob sich kurzfristig ein Käufer findet und zu welchem Preis. Ich habe den Eindruck, dass du das grundlegende Prinzip des Unternehmertums hier missverstehst.

    Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Herr Würth ist Milliardär, obwohl es für sein Unternehmen keinen aktiven Käufermarkt gibt. Das trifft auch auf die Aldi-Brüder zu.

    Bei BTC ist das völlig anders: Es hat keinen intrinsischen Wert und keinen Cashflow. Im Gegenteil. Es kostet Energie. Der einzige Faktor für die Preisfindung ist: Wird mir das jemand anderes abkaufen und für wie viel? Das trifft auch für Gold, Kunst, Oldtimer, Kaurischnecken, Briefmarken, NFTs (gibt es die noch?),....zu.

    Wenn das stimmen sollte, müsste der breite Markt doch entsprechend hohe Bewertungen aufweisen. Wo genau sehen wir die außerhalb von Big-Tech?

    Das war bewusst verkürzt und überspitzt formuliert. Am Ende zählt eben auch bei Aktien der nächste Kauf, Unternehmertum hin oder her.😉

    Und den Boom bei Aktien sehe ich deutlich und bin auch der Meinung das alles höher steht als vorm weltweiten Investmenttrend der Privatanleger. Das die Spitze die Spitze bleibt (aktuell Big Tech) ist für mich auch total logisch. Die Flut hebt alle Boote in gleichem Maße…

    Die Debatte bleibt ein echtes Unterhaltungsformat.🍿

    Die Bitcoiner sind weiterhin auf der Suche nach der endgültigen Daseinsberechtigung von Bitcoin. Nachdem „digitales Gold“, „Inflationsschutz“ und „Zahlungsmittel“ eher so mittel performt haben, ist jetzt offenbar die „Wächter-These“ angesagt. Bitcoin als moralische Aufsichtskraft – klingt fast nach Nachtwächter mit Ledger.

    Die Aktionärsfraktion wiederum erklärt Bitcoin gern für wertlos, weil der Kurs nur steigt, wenn jemand nach mir kauft. Ein schlagendes Argument – das zufälligerweise auch auf jede Aktie zutrifft.

    Dass parallel überall medial dafür getrommelt wird, bitte doch endlich in Aktien zu investieren, ist natürlich reiner Zufall und ganz sicher kein „Neue-Käufer-Modell“.😄

    Und dass die Boomphase der letzten Jahre zu einem guten Teil vom frischen Geld der Privatanleger getragen wurde? Das war bestimmt reine Fundamentalanalyse.😉

    Ich für meinen Teil bleibe weiter in Btc UND ETFs investiert und freue mich über eine hoffentlich noch lange weitergehende Diskussion…

    Vor diesem Hintergrund die Frage an dich: Wie siehst du die Rolle der USA? Gerade dort wächst ja einerseits der regulatorische Druck, andererseits sind sie bei der institutionellen Adaption (ETFs, Banken, Unternehmen) führend. Meinst du, dass dies den Prozess beschleunigt, weil immer mehr Menschen erkennen, dass Bitcoin nicht mehr weggeht?

    Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte. Es wird mehr Regulatorik geben und mehr Akzeptanz. Man bewegt sich sozusagen aufeinander zu. Btc wird mMn mit dem Finanzmarkt weiter verschmelzen, aber eine Ablösung der Fiat-Währungen sehe ich auf lange Zeit nicht. Aber das ist vermutlich auch nicht nötig…

    Bin ja auch pro…

    Trotzdem hier ein Zitat von Hartmut Giesen das die aktuelle Lage mMn ziemlich gut beschreibt:

    „Der Bitcoin ist ein technologisch unabhängiges, aber politisch nicht entkoppeltes Asset“. „Sein Kurs hängt am Vertrauen der Anleger – und dieses Vertrauen wird mehr von den Finanzministerien und Aufsichtsbehörden der Welt geprägt als von den Minern im Netz.“ Dies unterscheide das digitale Gold Bitcoin auch grundsätzlich von physischem Gold.“