Vielen Dank nochmal an alle für die hilfreichen Rückmeldungen.
Zu meiner ursprünglichen Frage habe ich bei erneuter Lektüre der Finanztip-Artikel zum Thema noch folgenden Absatz gefunden (hier relevanter Satz in fett):
Eine weitere Quelle für Eigenkapital sind Aktien und andere Wertpapiere (wie etwa Investmentfonds). Die meisten dieser Papiere lassen sich kurzfristig verkaufen. Ist Dein Eigenkapital eher knapp bemessen, dürfte ein Verkauf meist sinnvoll sein. Kannst Du die Finanzierung dagegen bequem stemmen, solltest Du abwägen, ob Du eine Wertsteigerung erwartest.
Das unterstützt gewissermaßen meine ursprüngliche Motivation für einen Kredit, hat auf meine finale Entscheidung aber keinen weiteren Einfluss.
Für den Fall, dass demnächst jemand über diesen Thread stolpert, will ich noch ein kurzes Fazit ziehen, um die Diskussion und meine Entscheidung zusammenzufassen:
- Das Grundstück kaufe ich ohne Kredit, entsprechend der Empfehlung, Schulden schnell zu tilgen bzw. bestenfalls keine aufzunehmen.
- Da der Baubeginn frühestens zum Jahreswechsel stattfinden kann, weil die Erschließung des Grundstücks noch nicht abgeschlossen ist, werde ich mögliche Fördermöglichkeiten bis zur Vertragsunterzeichnung für den Hausbau im Auge behalten und ggf. nutzen: Förderungen in Form eines Zuschusses in jedem Fall, in Form eines Kredits mit Tilgungszuschuss abhängig von den dann vorliegenden Konditionen. Meine Präferenz hat sich zu einem Kauf ohne Kredit verschoben.
- Von den Vorteilen einen Bausachverständigen hinzuzuziehen hatte ich bereits gelesen. Euren Hinweisen nach scheint das auch sehr wichtig zu sein. Vielen Dank!
- Für die wiederholte Warnung von LebenimSueden bin ich ebenfalls dankbar. Falls ich mit meiner Preisschätzung von max. 500.000 € falsch liegen sollte, habe ich noch einen Puffer, der bisher nicht für den Hausbau eingeplant war. Der Preis wird also nicht ausschlaggebend für die Entscheidung "Kredit oder nicht" sein.