Beiträge von Sovereign

    Ich vermute auch, dass eine grundlegende Finanzbildung an der Schule von der Finanzlobby (Banken, Versicherungen, etc.) eher verhindert wird, um ihr Geschäftsmodell nicht zu gefährden.

    Zum einen.

    Zum anderen wird jedes Segment in der Branche (Finanzdienstleister bzw. Finanzindustrie) bestrebt sein, ihr eigenes Geschäftsfeld/Geschäftsmodell als das prioritäre und/oder das Beste oder Ideale zu kommunizieren (Aktieninstitut, Banken, Bausparkassen, Edelmetallbranche, Makler/Immobilien, Investmentfonds, Versicherungen usw.).

    Selbst innerhalb eines Segments (Beispiel: Banken) gilt das dann noch für die Untersegmente (öffentlich-rechtliche Kreditinstitute (Sparkassen), genossenschaftlicher Sektor (Volksbanken, Sparda-Banken) und private Geschäftsbanken). Eine große Volksbanken hier "vor Ort" hatte mal den Slogan "Wir sind die Guten" ... (insinuiert "unter all den Banken") als Unterzeile unter ihrem bekannten Claim "Wir machend den Weg frei" ...

    Aufgrund meiner eigenen negativen Erfahrungen - in 13 Jahren Schulzeit keine Silbe zu dem Thema vom Lehrkörper - trotz meiner mehrfachen Nachfragen - hatte ich Anfang der 90er mal ein großes diesbezügliches Private-Public-Partnership (PPP) initiiert und bereits auf das "Gleis gesetzt". Als es einige Monate vor den bundesweiten Kick-Off-Veranstaltungen an das Wording (in den Materialien) en Detail ging - begann die Erosion des Projekts ... Trotz allerseits anfänglicher Begeisterung (um nicht zu sagen Euphorie) und bereits abgesegnetem und riesigem (für damalige Verhältnisse) Etatvolumen.

    Dazu hatte ich schon mal was geschrieben; hier beispielsweise

    :(

    Das Interesse der privaten Unternehmen (oder deren Verbände) war ebenso "pro domo" - wie das Interesse staatlicherseits bezüglich anderer Themen (Finanz- und Währungsgeschichte, staatliches Geldsystem, staatliches Modell und Perspektiven der GRV usw.).

    Dabei war damals das Währungsexperiment europäische "Einheitswährung" (Euro) noch gar nicht am Start (sondern nur angedacht als perspektivisches Projekt) ... :)

    Diese Exzesse sind oft sehr lokal begrenzt, auf einzelne Viertel oder Straßen mancher Städte.

    Da können die gerade nicht betroffenen Bürger und Anwohner sowie Inhaber von nicht geplünderten und/oder zerstören Läden und Geschäften und Besitzer nicht abgefackelter Autos etc. pp. ja froh (und dankbar) sein - daß dies alles nur "sehr lokal begrenzt" ist ... So wie das abgefackelte, historische Rathaus, welches nur Limoges betraf ...

    Nur am Rande aber in dem Kontext: Für "sehr lokal begrenzt" sind 1.200 Festnahmen (laut "Der Spiegel": Premierminister Lecornu prangert "entsetzliches Ausmaß" an Gewalt an) eine eher erstaunliche Zahl. "Lokal begrenzt" sollte vielleicht eher in "gezielt" umgewandelt werden: Laut dem Premierminister hätten die "massiven Ausschreitungen die Schaltzentralen des Landes zum Ziel gehabt". Weiter: "Es ist offensichtlich, daß die Machtzentralen in Paris ins Visier genommen wurden: Der Elysee-Palast, der Regierungssitz, die Nationalversammlung".

    rzf9bgw-jyt@vgd4CWP , der guten Ordnung halber: Bin nur Finanz-Laie, wenn auch ein an solchen Themen Interessierter mit zudem ein bißchen eigenen Erfahrungen (in u. a. Aktien und Immobilien investiere ich seit > 50 Jahren). Überflogen habe ich nur Deinen Beitrag Nr. 1.


    Ohne weitere (persönliche) Angaben - neben den reinen Objektdaten - wie Familienstand, Familienplanung, Alter, subjektive Risikobereitschaft (Risikotoleranz) usw. dürfte es mit konkreten und validen Empfehlung schwierig werden.

    Zu dem "usw." gehört aus meiner Sicht auch zwingend der Plan zur Altersvorsorge und der diesbezüglich bereits erreichte Status und/oder der zu erwartende Status.

    Aus meiner Sicht stellt selbst genutztes Wohneigentum eine Melange dar aus "Konsum/Lebensstil" einerseits und "Vermögensaufbau/Altersvorsorge" andererseits. Mit im Einzelfall (sehr) unterschiedlicher Gewichtung der beiden genannten Elemente.

    Vor dem Hintergrund sollte daher ein solches Projekt ("Wohnungskauf zwecks Eigennutzung") stets als integraler Bestandteil des eigenen Finanzplans inkl. desselben zur Ruhestandsplanung gesehen werden.

    Nur am Rande aber in dem Kontext: Je nach persönlicher Risikobereitschaft (Risikotoleranz) dürfte neben der Zinskondition die Finanzierungskonstruktion zumindest ebenso bedeutsam sein.

    Nur ein Aspekt aus diversen, aber nicht unbedeutend: Halte es für einen erheblichen Vorteil, daß ihr die Mikrolage bereits aus eigenen Erfahrungen bestens kennt ("in unmittelbarer Umgebung zu unserer aktuellen Mietwohnung").


    Dir/Euch gute Überlegungen und danach ebensolche Entscheidungen ... !

    Hilfsweise könnte man einfach zu kritischem Denken befähigen...

    "Kritisches Denken" finde ich generell gut. Einerseits.

    Wie hier schon mehrfach geschrieben, gilt dies aber nicht nur gegenüber privaten Anbietern und deren Offerten (Banken, Versicherungen, Vermögensverwaltern, Analysten etc. pp.) sondern auch gegenüber staatlichen Systemen und Offerten (Geldsystem, Währungsexperimente, GRV, GKV usw.).

    "Zu kritischem Denken befähigte Schüler und Schülerinnen" sind nach meinen Erfahrungen beim Lehrkörper aber oftmals eher unbeliebt. Tendenziell ähnlich unbeliebt, wie "zu kritischem Denken befähigte Bürger und Bürgerinnen" bei so manchen Regierungen, Politikern und auch Geldpolitikern (Notenbankern). Siehe schon Nr. 9. Abs.2. Andererseits.

    Begleitender und ergänzender Weise sollte man diese - "zu kritischem Denken Befähigte" -deshalb dann auch zu einer gewissen persönlichen Resilienz und Standhaftigkeit "befähigen".

    Wenn ich das lese wird mir ganz schlecht:

    https://osthessen-news.de/n11801679/spar…-schuelern.html

    Was haltet Ihr davon?

    Ohne mich inhaltlich mit dem Angebot der besagten "Spaßkatze" (gefällt mir als Bezeichnung und Zuschreibung besser als Sparkasse ...) beschäftigt zu haben ...

    Das Interesse der besagten "Sparkasse" - als in der Regel öffentlich-rechtliches Kreditinstitut sprich Anstalt des öffentlichen Rechts - an, in Sachen private Finanzen, selbst bestimmten und selbst wirksamen Schülern und Schülerinnen - könnte in etwa dem Interesse der Staaten an ebensolchen Bürgern in Bezug auf das Fiat-Money-System im Allgemeinen und der EU in Bezug auf das Experiment einer europäischen Einheitswährung im Speziellen entsprechen ...

    Nur am Rande: Sollte nicht nach unserem Grundgesetz (GG) - dürfte im Art. 6 GG normiert sein - "Pflege und Erziehung der Kinder das natürliche Recht der Eltern und die zuvorderst ihnen obliegende Pflicht sein" ... ?! (Oder so ähnlich zumindest). Dazu sollten dann eigentlich auch die Vermittlung der zumindest Basics in Sachen "private Finanzen" gehören ...

    (aus der Erinnerung - in der Sache Kundigere mögen das gerne präzisieren bzw. korrigieren)

    Für meinen Teil beispielsweise habe ich - in immerhin 13 Schuljahren und trotz meiner mehrfachen Nachfragen an diverse Lehrkörper - keine einzige Silbe zu dem besagten Thema erfahren ...

    Nach meinem im weiteren Verlauf entstandenem Verständnis - angefangen von Sach- und Fachkompetenz bis zur Grundhaltung der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) - wäre ich in der Retrospektive fast geneigt zu sagen "Gott sei Dank" ...

    Das eröffnete mir damals die Chance zur unvoreingenommen Eigenrecherche und auch der Bildung einer eigenen Meinung. Was ich zu meinen Usancen über die Jahrzehnte hinweg geworden ist. Diese Vorgehensweise kann ich auch heute noch jedem ernsthaft an diesen Themen Interessiertem empfehlen.

    Finanzbildung via "Spaßkatze" dagegen nicht ...

    In Frankreich hat es leider Tradition, dass (berechtigte) Demonstrationen zu derartigen Exzessen führen. Das ist weder neu noch ungewöhnlich.

    (nachträglich gefettet von mir)

    Dem ist leider zuzustimmen - auch die Art der französischen "Streitkultur" betreffend.

    Mit einer Präzisierung: Es gibt seit sehr vielen Jahren und von zig Ökonomen ebenso berechtigte Hinweise zu einer (endlich) besseren Wirtschafts- und Fiskalpolitik und zig Warnungen vor einem immer "Weiter so" bei parallel ausbleibenden Reformen.

    Das wirklich unangenehme sind die Folgen für die nächste Präsidentschaftswahl.

    Dem kann ebenfalls nur zu zugestimmt werden.

    Mit einer Konkretisierung: Typisch für über sehr viele Jahre schlecht regierte Länder sind dann irgendwann und folgerichtig die geringen oder sogar fehlenden fiskalischen Spielräume (Elastizitäten). Ansonsten könnte Frankreich als Reaktion auf die Proteste (auch die der politischen "Aktivisten ... ) einfach mehr Lehrpersonal einstellen, die Schulen besser ausstatten, den Zustand der Schulgebäude verbessern etc. pp.

    Bei der In Frankreich schon jetzt "erreichten" Melange aus Abgabenbelastung, Höhe der Staatsverschuldung, Staatsquote (letzter mir erinnerliche Zahl > 57%) usw. dürften zusätzliche Steuererhöhungen die Attraktivität des Standorts eher verschlechtern, denn verbessern sprich die private Investitionsquote erhöhen.


    Habe noch keine Idee, was ich Dir oder anderen zukünftig noch wünschen darf, ohne "verwarnt" zu werden (eine Antwort der Moderation habe ich bislang nicht erhalten). Daher verzichte ich an der Stelle auf meine stets gut gemeinte Schlußformel ...

    Daher:

    In diesem Sinne ...

    Wer wie ich langfristig von den Erträgen leben möchte, muss deshalb nicht bei jeder Crashwarnung gleich den Verkaufsknopf suchen.

    Dem ist so. Same here - Ansatz und Vorgehensweise betreffend - übrigens. Einerseits.

    Andererseits: Bei einer strukturierten Vorgehensweise (lege artis) gilt das aber auch für (alle) anderen Protagonisten

    Sorgen und/oder Bedenken lassen sich (relativ leicht) zerstreuen, wenn die Basics zum Thema "inhaliert" sprich verstanden wurden. Dazu gehört auch sich mit dem sehr wichtigen Thema der "objektiven Risikotragfähigkeit" und der "subjektiven Risikobereitschaft" sprich Risikotoleranz - den eigenen Fall betreffend - vorab zu beschäftigen.

    Dann sollte es zum einen gut gelingen, nicht bei "jeder Crashwarnung gleich den Verkaufsknopf zu suchen" (oder sogar zu drücken) und zum anderen ist dann auch das permanente - mehr oder weniger aufgeregte - "Gackern" über - früher oder später ohnehin unvermeidliche Crashs an den Börsen - eine eher überflüssige Übung.


    Dir wünsche ich weiterhin einen schönen, wohlverdienten Ruhestand und eine möglichst eiserne Gesundheit ... !

    ... die geben Tausenden Menschen Arbeit.

    Keine Bundesregierung kann einen Euro vereinnahmen - sei es via Steuern oder via Sozialbeiträgen - und diesen zu erheblichen Teilen danach auch umverteilen, ohne daß zuvor ein Unternehmer ein Unternehmen gegründet und dieses erfolgreich am Markt positioniert hat.

    Diese Reihenfolge - als schlichte Sachgesetzlichkeit - scheint bei so manchen Protagonisten aus dem Blick geraten zu sein.

    ... saugen die Überreichen das Geld ab…

    ... zählt zu den überreichen Deutschen ...

    ... häufen die überreichen Eigentümer ...

    (nachträglich gefettet von mir)

    Zum x-ten Mal:

    Nochmal: Ab welchem Vermögen ist jemand "abartig" reich oder "überreich" ... ?

    In meinen drei Studiengängen (VWL, BWL, Jura) sind mir sehr viele Begrifflichkeiten und Fachtermini begegnet - "überreich" und/oder "absurd reich" aber niemals ... Was ist das und wo beginnt das ... ?

    Und auch: Wer definiert das und nach welchen Kriterien ?


    Habe noch keine Idee, was ich Dir oder anderen zukünftig noch wünschen darf, ohne "verwarnt" zu werden (eine Antwort der Moderation habe ich bislang nicht erhalten). Daher verzichte ich an der Stelle auf meine stets gut gemeinte Schlußformel ...

    „Überreichens Angst“ sagt mir gerade Jutta dazu

    Hochinteressant.

    Dann ging es also auch im Kontext mit der Finanzkrise bei der legendären Merkel und Steinbrück-Erklärung im TV (5. Oktober 2008 - nach meiner Erinnerung) - vor dem Hintergrund eines bereits im Gange befindlichen Bank-Runs - und dem Zitat:

    "Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, daß ihr Einlagen sicher sind. Auch dafür steht die Bundesregierung ein"

    gar nicht um die Sparerinnen und Sparer ...

    ... sondern um die "Überreichen", die zu den Volksbanken, Sparkassen und Geschäftsbanken rannten, um dort ihre Ersparnisse abzuheben und in bar nach Hause zu tragen und/oder bei der gleichen Bank im Schließfach als Bargeld zu deponieren.


    Hier kann ich, als Finanz-Laie, immer noch viel dazulernen.

    Die Dame (Jutta) kennt sich offensichtlich bestens aus. Kannst Du mir vielleicht netterweise einen Kontakt zu der Dame herstellen, sollten sich mir Fragen zu meinen privaten Finanzen stellen ... ?


    Habe noch keine Idee, was ich Dir oder anderen zukünftig noch wünschen darf, ohne "verwarnt" zu werden (eine Antwort der Moderation habe ich bislang nicht erhalten). Daher verzichte ich an der Stelle auf meine stets gut gemeinte Schlußformel ...

    Schon wieder ein knallharter Politik-Thread.

    Unabhängig von der Tatsache, daß dies als Bereich "Gesprächsecke" gekennzeichnet ist ... :rolleyes:

    Die Staatsschuldentragfähigkeit von Frankreich hat insbesondere (oder auch nur deshalb) eine größere bis große Bedeutung für Deutschland (und seine Bürger - ggf. erneut als Bürgen ...), weil es das politische Projekt einer europäischen Einheitswährung (Euro) gibt. Oder auch salopper: "Mitgefangen - Mitgehangen". Ansonsten wäre das Thema hierzulande von eher untergeordneter Bedeutung. Frankreich müßte ansonsten halt, so wie früher auch schon (siehe Italien - um nur ein weiteres Beispiel zu nennen), schlicht und einfach höhere Zinsen bieten sprich zahlen (deutlich höhere als ohnehin schon) und wäre via der Märkte so motiviert (gezwungen) für wenigstens wieder etwas solidere Staatsfinanzen zu sorgen (höhere Einnahmen/mehr wirtschaftliches Wachstum und/oder weniger Ausgaben/Reformen).

    Der Versuch, den heilsamen Druck der Märkte durch ein Vertragswerk zu ersetzen, muß jedenfalls die Eurozone betreffend als komplett gescheitert angesehen werden.

    „Überreichens Angst“ sagt mir gerade Jutta dazu

    (nachträglich gefettet von mir)

    Ist Jutta als Finanz-Analystin unterwegs ... ? Der Name sagt mir in dem Kontext nichts ... ?

    Nur am Rande:

    Nochmal: Ab welchem Vermögen ist jemand "abartig" reich oder "überreich" ... ?

    In meinen drei Studiengängen (VWL, BWL, Jura) sind mir sehr viele Begrifflichkeiten und Fachtermini begegnet - "überreich" und/oder "absurd reich" aber niemals ... Was ist das und wo beginnt das ... ?


    Habe noch keine Idee, was ich Dir oder anderen zukünftig noch wünschen darf, ohne "verwarnt" zu werden (eine Antwort der Moderation habe ich bislang nicht erhalten). Daher verzichte ich an der Stelle auf meine stets gut gemeinte Schlußformel ...

    Es ging nicht darum, die Welt zu erklären, es ging darum, wer gerade auf den Straßen randaliert. - Die ursprünglichen Schülerproteste wurden von linksradikalen und migrantischen Gruppierungen instrumentalisiert und übernommen.

    Bitte die Political Correctness beachten !

    Es könnte oder dürfte sich dabei um "politische Aktivisten" gehandelt haben ...

    Siehe schon hier:

    Die jüngsten Ereignisse ("Proteste" - vermutlich auch durch politische "Aktivisten" -; Vermummung, Eisenstangen, Plünderungen, Brandstiftungen usw. sprechen dafür ...)

    Einundzwanzig, nur am Rande aber im Kontext mit der Überschrift

    "Frankreich: Rückkehr der Eurokrise ?"

    (nachträglich gefettet von mir)

    Die Eurokrise war niemals weg und kann daher auch schwerlich zurückkehren - sondern höchstens wieder (mehr oder weniger stark) hochpoppen bzw. aufflackern oder aufbrechen. Hoffentlich nicht ausbrechen - mit Blick auf Frankreich und die dort schon bald (Frühjahr 2027) anstehenden Präsidentschaftswahlen ...

    Zum Hintergrund und Realitätsbezug:

    Die strukturellen Konstruktionsmängel der europäischen Einheitswährung (Euro) sind nämlich nie behoben worden - (eine Währung ohne Staat sprich zentralisierte Geldpolitik (EZB) bei parallel aber weiter dezentraler Fiskalpolitik (21 unterschiedliche Nationalstaaten) - um nur den gravierendsten Konstruktionsmangel zu erwähnen. Erschwerend - und zwar substantiell - kommt (leider) hinzu, daß bezüglich des vertraglichen Regelwerks (EU-Verträge) - auf den der Euro basieren sollte (Euro-Architektur) - die einzige Konstante von Anbeginn die Mißachtung und der Bruch der eigenen EU-Verträge war (was auch 2010 dann mir der Causa "Griechenland" die akute Eurokrise ausgelöst hatte). Frankreich hat die EU-Verträge so gut wie fast immer gebrochen (EU-Vertrag von Maastricht und Maastricht-Kriterien) - bei der Staatschuldenquote liegt Frankreich praktisch beim Doppelten (!) dessen, was gemäß dem EU-Vertrag von Maastricht erlaubt ist und bei dem jährlichen Defizit nähert sich der Wert ebenfalls dem Doppelten dessen an, was der EU-Vertrag normiert). An der permanenten Mißachtung samt dem Bruch der eigenen EU-Verträge (vieler Euro-Mitgliedsländer) hat übrigens auch die EU-Kommission - die sich als "Hüterin der EU-Verträge" geriert und explizit selbst so bezeichnet - nie etwas ändern können ...

    Ganz generell oder auch "Nichts Neues unter der Sonne":

    Ansonsten könnte der Weg - schon auf mittlere Sicht - Richtung Frankreich führen als Paradebeispiel für Reformunfähigkeit, Stagnation und - als typische Folge - eine Erosion der politische Mitte bei parallel immer stärkeren rechten und linken Ränder.

    Wie erst jüngst hier erwähnt:

    Als ich letztens mal auf den diesbezüglichen Spread geblickt hatte im Vergleich zu deutschen Bundesanleihen betrug dieser rund 100 Basispunkte ... und die neuen Präsidentschaftswahlen in Frankreich stehen noch aus (April 2027) ...

    In der gestrigen TV-Sendung "Wirtschaft vor acht" (Das Erste; ARD) - zugegebenermaßen zielgruppen- und zeitbedingt meist auf sehr bis äußerst "überschaubarem" fachlichen Niveau angesiedelt aber die Redaktion ist zumindest stets um korrekte Zahlen bemüht - wird dieser Spread (siehe oben) zu Deutschland bereits mit 143 Basispunkten angegeben.

    Nur am Rande: Frankreich kann sich demnach (4,85%) immer noch günstiger verschulden als die USA (5,07%). Referenzwert 10-jährige Gov.-Bonds. Was ich beim Blick auf die Rahmendaten für mehr als erstaunlich halte (Wirtschaftskraft insgesamt (BIP), wirtschaftliches Wachstum, wirtschaftliche Dynamik, Dollar immer noch Weltleitwährung, militärische Power, wirtschaftliche Verfasstheit "zentralistisch-dirigistisch mit sozialistischen Tendenzen und aktueller Staatsquote über 57%" vs eher "dezentrale und marktwirtschaftliche Ausrichtung mit einer Staatsquote von lediglich um die knapp 38%). Anteil der USA beispielsweise am MSCI dürfte bei knapp 72 Prozent liegen - der von Frankreich dagegen bei verschwindenden um die 2,5 Prozent. Vermutlich läge der von Frankreich zu zahlenden Zins (deutlich) höher, wenn die Märkte nicht den Gedanken von Herrn Draghi ("Whatever it takes" ...) einpreisen würden ... Samt dem Gedanken, daß auch seitens der EU vermutlich alles nur Denkbare (oder auch bislang Undenkbare) unternommen würde, um das Experiment der europäischen Einheitswährung irgendwie weiter am Leben zu halten ... Kollateralschäden wie üblich inklusive. Es scheint mir gut vorstellbar, daß die Märkte auch mal testen wollen, wie weit die EZB zu gehen bereit ist ...

    So einiges bis eher viel dürfte in dem ganzen Kontext vom Ausgang der Präsidentschaftswahlen in Frankreich (April 2027) abhängen.

    Die jüngsten Ereignisse ("Proteste" - vermutlich auch durch politische "Aktivisten" -; Vermummung, Eisenstangen, Plünderungen, Brandstiftungen usw. sprechen dafür ...) dürften eher die politische Polarisierung in Frankreich noch weiter befördert, die politischen Ränder gestärkt (Instrumentalisierung) und die politische Mitte weiter geschwächt haben (Kontrollverlust/Staatsversagen).


    Währenddessen soll (angeblich) ein möglicher Dreiergipfel "Trump, Putin und Xi" über das Ende des Ukraine-Krieges, der seit Jahren mitten in Europa tobt, zustande kommen. Laut ZDF habe das Wall Street Journal berichtet, daß Putin ein solches Gespräch mit Trump und Xi ins Gespräch gebracht habe. um "über das Ende des Ukraine-Krieges zu verhandeln". Trump habe sich offen gezeigt für ein solches Treffen im November (bei dem Treffen der Apec-Staaten im November in China). Von einer Teilnahme der EU und/oder der Ukraine war dabei nichts zu vernehmen ...

    Oder:

    27 Zwerge ergeben per se noch keinen Riesen.


    Dir weiter gute Gedanken ... !

    @Moderation Referat Janders AlinG : Kann hier mal jemand aufräumen und ein paar Verwarnungen aussprechen? Solche Kommentare dienen lediglich der Provokation und haben mit dem Thema in meinen Augen nichts zu tun:

    :thumbup:

    Apropos Verwarnung: Ist meinerseits bereits jüngst erfolgt, bezüglich einem Beitrag an anderer Stelle u. a. mit der ausdrücklichen Begründung "mein abschließender Wunsch zu den privaten Finanzen" (in dem Fall war das "Viel Glück") sei "herabsetzend" ... Warum dann nicht folgerichtig das "Viel Glück" seitens der Moderation "deaktiviert/gelöscht" wurde - blieb ohne Erklärung.

    Das entfaltet aus meiner Sicht und insbesondere vor dem Hintergrund, was sich hier so manch andere erlauben und herausnehmen, einen ganz "speziellen Charme".


    Ob ich eine Antwort auf meine Replik zu der Verwarnung erhalten werde ... ? Oder ob meine Replik überhaupt gelesen wird ... ? Mal sehen. In der Zwischenzeit werde ich prüfen, welche von meinen diversen Wünsche ich hier ggf. noch verwenden darf ...

    Von einer Moderation, {durch Mod editiert s. #153}

    Zu dieser - nach meinem Dafürhalten - in dem Kontext deplatzierten von Referat Janders gewählten Begrifflichkeit, hatte ich mir bereits eine Anmerkung erlaubt (siehe Nr. 140).

    Bei dem Gedanken und der Erinnerung an meine Verwandten und Bekannten in der ehemaligen DDR: Befürchte, die hätten in dem Fall eher von einer verbalen "Entgleisung" gesprochen, als nur von "deplatziert", so wie meine Wenigkeit ...

    Wie Du an den diversen Smileys ("Haha"-Symbol) unter dem betreffenden Beitrag von Referat Janders siehst und erkennen kannst - finden das so manche hier auch noch lustig ... :rolleyes:

    postet, darf man m. E. nichts erwarten.

    So wie mir Orwell und sein im Werk "1984" dargestellter "Neusprech" bei der semantischen Transformation von "neuen Schulden" zu "Sondervermögen" in den Sinn kam - drängte sich mir hier die Assoziation zu seinem Roman "Farm der Tiere auf":

    Alle sind gleich, aber manche sind gleicher

    Wäre auch "anspruchsvoll", wenn ein "Moderator/Moderatorin" seine/ihre eigenen Beiträge moderieren und/oder deaktivieren müßte ...

    Yosemite , vorab der guten Ordnung halber: Bin nur Finanz-Laie, wenn auch ein an solchen Themen sehr Interessierter mit zudem ein bißchen eigenen Erfahrungen (in Aktien und Immobilien investiere ich seit über 50 Jahren als Direktanleger). Bin selbst schon im Seniorenalter.


    Anbei nur ein paar Anmerkungen und Gedanken aus meiner Sicht

    Relativ häufig hört man Tipps zu prozentualen Verteilungen. Also beispielsweise Aktienanteil 100 - Alter oder max. 80 % Aktien etc.

    Von derartigen pauschalen Formeln halte ich wenig. Dafür sind die objektiven und subjektiven Voraussetzungen des Einzelfalls (meistens) zu unterschiedlich. Solche Regeln taugen (bestenfalls) als eine erste Orientierungshilfe.

    Kenne beispielsweise Leute, die mit Null Prozent Aktien in den Ruhestand starten und andere, die das mit 80% Aktien tun - beiden Gruppen haben nichtsdestotrotz einen sehr auskömmlichen Ruhestand (und auch einen sehr finanziell risikoarmen).

    Nun mache ich mir Gedanken, welche Verteilung Aktien-sichere Anlage sinnvoll ist. Immobilien, Auto und andere Vermögensgegenstände möchte ich bei der Betrachtung außen vor lassen.

    (nachträglich gefettet von mir)

    Kann so gesehen werden. Einerseits. Ob das aber ein sinnvoller Ansatz ist, wäre eine andere Frage. Andererseits.

    Warum sollte beispielsweise ich so verfahren und meine Immobilien, Gold, Tangible Assets sowie andere Wertgegenstände bei einem solchen Thema komplett außen vor lassen ... ?

    In dem Kontext:

    Im Falle eines Crashs, der sich erst nach 15 Jahren erholt

    Zum einen: Das ist eine reine Rückspiegelbetrachtung. Das könnte (Konjunktiv) auch mal anders kommen.

    Siehe hier:

    "Junger Freund, die Zukunft ist per se nicht beschränkt auf Daten der Vergangenheit"

    (kluge Anmerkung eines erfolgreichen Investors, diesen Hinweis hatte ich Ende der 70er aufgeschnappt und mir gemerkt.

    Zum anderen: Vermute (befürchte), daß sich diese Aussage (bezüglich einem weltweit gestreutes Investment in Aktien via einem Welt-ETF) auf eine nur rein nominale Betrachtung bezieht und nicht auf eine reale (sprich solche nach Inflation) ... Bei einer solchen Betrachtung könnte das ein oder andere Jahr zu den besagten 15 Jahren hinzukommen.

    Wenn ich 90.000 Euro besitze, kann ich mir mit meiner Logik kaum Aktien leisten, wenn ich hingegen 1 MIO besitze, kann ich ja quasi 90 % in Aktien belassen, oder?

    Mache ich da einen Denkfehler?

    Auf den ersten Blick eher nicht.

    Bei der (speziellen) Thematik sollte neben der objektiven Risikotragfähigkeit aber auch die subjektive Risikobereitschaft (persönliche Risikotoleranz) adäquat berücksichtigt werden. Zumal sich Crashs am Aktienmarkt bei einem Humankapital von Null (oder gen Null tendierend) anders anfühlen können (Konjunktiv - also nicht müssen), als mit 30, 40, 50 oder 55 Jahren.


    Dir weiter gute Gedanken und danach ebensolche Entscheidungen ... !

    Lumix , vorab der guten Ordnung halber: Bin nur Finanz-Laie, wenn auch ein an solchen Themen sehr Interessierter mit zudem ein bißchen eigenen Erfahrungen (in Aktien und Immobilien investiere ich seit über 50 Jahren als Direktanleger; aktuell habe ich knapp 90 Einheiten in der Vermietung). Überflogen habe ich zudem nur Deinen Beitrag Nr. 1.


    Nach summarischer Prüfung würde ich Dir - ganz persönlich - davon abraten das weiter zu verfolgen.

    Für meinen Teil habe ich mich von solchen Mikro- und Makrolagen stets ferngehalten (eher strukturschwache Regionen) und so gut wie ausnahmslos in Großstädten, Landeshauptstädten und Universitäts- bzw. Schwarmstädten in einem attraktiven Ballungsgebiet investiert. Damit bin ich über die Jahrzehnte hinweg recht ordentlich zurechtgekommen.


    Nur am Rande:

    Gefragte Immobilien (Preis/Leistung) verkaufen sich in der Regel ohne Mietgarantien

    Fast 13,00 € pro qm scheint mir ein sehr "sportiver" Mietpreis (Standort, Baujahr usw.)

    Haltedauer 10 Jahre, anschließender steuerfreier Verkauf zur Tilgung der Restschuld.

    Das ist die aktuelle Rechtslage ...

    Hatte selbst und live erlebt, wie die Politik mal die sog. Spekulationsfrist für Immobilien damals schlankerhand von zwei auf 10 Jahre verfünffacht hatte ... Der Staat hierzulande ist ziemlich klamm, vielleicht klammer denn je (siehe die historisch hohe Rekord-Neuverschuldung).

    Ich bitte daher um Dein Verständnis, daß ich in die Details nicht näher einsteigen will.

    Eine eventuell andere Einschätzung könnte sich nur ergeben, wenn Du Dir für die Wohnung perspektivisch eine Eigennutzung vorstellen könntest. Dein Plan sieht aber zum einen (ganz) anders aus (siehe oben) und zum anderen würde mich - persönlich - dann der Standort erst recht stören.


    Dir wünsche ich gute Gedanken und danach ebensolche Entscheidungen ... !

    Nur am Rande in dem Kontext:

    Wer gern Einzelaktien auswählt und damit zufrieden ist, hat dafür gute Gründe.

    So ist es. Einerseits. :)

    Andererseits: Fast schade in dem Kontext, daß hier der "Schwachzocker" nicht mehr zugange ist ... seinen "vernichtenden" Kommentar kann ich mir gut ausmalen ... =O


    Werter McProfit bleib möglichst wohlgemut, gelassen und vor allen Dingen gesund ... !!!

    Ggf. kann man dann hinterher belegen, {durch Mod editiert s. #153}. ;)

    (nachträglich gefettet von mir)

    Unabhängig von der Tatsache, daß mir denknotwendig verschlossen bleiben muß , was "man" hinterher ggf. "belegen" oder nicht "belegen kann (oder will) und ich selbstverständlich nur für mich sprechen kann ...

    Vermutlich ist diese - in dem Kontext meines Erachtens mehr als seltsame - Begrifflichkeit (Widerstand) bewußt von Dir gewählt ... ? Nach meinem Dafürhalten eine deplatzierte Wortwahl.

    Diese Begrifflichkeit (Widerstand) weckt bei mir dagegen Assoziationen an ganz andere Um- und Zustände, beispielsweise an meine Verwandtschaft und Bekanntschaft "drüben", deren Verhalten und den staatlichen Repressionen, denen sie dann ausgesetzt waren ... Auch wenn das hier natürlich nicht ansatzweise die DDR ist - so einige durchaus Aufmerksame, Kritische und Kundige meinten schon vor vielen Jahren - zumindest manche Teilbereiche betreffend - eine leichte bis gewisse Tendenz zu einer Art "DDR 2.0" auszumachen (ähnliche Tendenzen sehen übrigens so manche auch bezüglich der real existierenden EU (Stichwort: "EUdSSR"). Eine Meinung, die ich mir zwar nicht gänzlich zu eigen mache - gewisse Bedenken und Zweifel inkl. valider Kritikpunkte haben mich aber schon lange beschlichen.

    Um zu den treffenderen - und dem Kontext angemessenen - Begrifflichkeiten zurückzukehren: Für meinen Teil war mir eine möglichst "solide" finanzielle Aufstellung schon immer wichtig. Ende der 90er (Währungsexperiment Einheitswährung Euro) wurde daraus eine möglichst "solide und robuste" finanzielle Aufstellung, um dies schließlich - u. a. beim Blick auf den Umgang der EU mit den eigenen !) diesbezüglichen EU-Verträgen - in das Ziel einer möglichst "soliden, robusten und resilienten" finanziellen Aufstellung zu überführen. Terminologien wie "persönliche Kautelen" (im Sinne von finanziellen Sicherheitsvorkehrungen), "finanzielle Selbstverteidigung" und - beispielsweise alternativ-optionale Standorte betreffend - "finanzielle und persönliche Notwehr" treffen den Kern der Sache um Längen besser (mich und meinen Fall betreffend jedenfalls)

    Manchmal sind die Wiederholungen etwas ermüdend.

    Für meinen Teil beispielsweise - das Folgende gehörte schon immer zu meinen Usancen und später zu meiner Berufsbeschreibung - thematisiere ich Um-, Miss- und Zustände so lange und damit immer wieder, so lange diese bestehen. Wiederholungen meinerseits sind damit kein Zufall sondern den Bedingungen geschuldet und beabsichtigt.


    Euch weiter ganz viel Glück mit Euren privaten Finanzen ... !