Beiträge von NeverRiester

    Weil du gar keinen Verlust hast.

    Wenn man nur den absoluten Betrag betrachtet vielleicht nicht. Nur ist es schon ein Unterschied ob man von 2006-2022 einzahlt und genau den Betrag dann bis 2072 zurück bekommt.
    Da gibt's eine gewisse Inflation. Die Einzahlung war ja viel mehr wert.

    Hat man dich gezwungen...?
    Nein - natürlich nicht. Ich habe an die staatlich Unterstützung einer privaten Altersvorsorge (leichtfertig) geglaubt. Das war damals das Standardangebot der Volksbank(UI). Es wurde eine (natürlich unverbindliche) Rendite von 7% im Aktienmarkt in Aussicht gestellt.
    Mein Vertrag fiel in die Zeit der "Lehman Brothers" Krise. Die UI hat die Krise voll genutzt!
    Das angesparte Kapital wurde vollständig vernichtet weil UI zum Tiefpunkt den Aktienfond umgeschichtet hat. Dabei wurde 98% des angesparten Kapitals vernichtet. Tatsächlich war die Vorgehensweise so im "Kleingedruckten" vorgesehen.
    Die Krise war damals schnell überwunden. D.h. die Kurse pendelten sich nach 2-3 Wochen wieder auf 9x% des Vorkrisenwerts ein.

    Diese 98% Kapitalvernichtung hat UI in den kommenden 12 Jahren nicht mehr ausgleichen können. Zum Auszahlzeitpunkt blieb ein Verlust von x-tausend €.

    Das hat aber nichts mit "Verluste geltend machen" zu tun.

    Meine Frage war nicht wie ich die armselige Rente auch noch korrekt versteuern kann.
    Ich empfinde diese Riesterrente als Totalverlust und frage nach der Absetzbarkeit.
    Das kann ich nicht anders werten. 16 Jahre lang Einzahlungen tätigen, die in 48 Jahren zurück gezahlt werden, empfinde ich als solchen. Verluste im Aktienhandel kann man ja auch absetzen.
    Warum soll das nicht bei der Riesterrente möglich sein.

    Eigentlich ist es ja unmöglich bei der Riester Rente einen Verlust zu machen. Eigene Beiträge und Zulagen stehen als Garantiesumme zur Verfügung. Die UI musste bei meinem Vertrag mehrere tausend € nachschießen um die Garantiesumme bei Beginn der Auszahlphase sicher zu stellen. So gut haben die Investment-Profis der UI in 18 Jahren gearbeitet.

    Letztendlich hat mir die Riesterrente einen monatliche Rente beschert die 1/3 meines 18J lang eingezahlten Monatsbetrag beträgt. Die Summe muss ich natürlich jetzt auch noch versteuern. Und ganz toll - mit 111 Jahren könnte ich in die Gewinnzone kommen. Dann wird die Summe der Rentenauszahlung höher als die Summe der Einzahlungen. Mit der staatlichen Prämie dauert es natürlich noch länger. Über die ganz unwesentliche Inflation in der Zeit darf man gar nicht nachdenken.

    Ich empfinde diese Rente irgendwo fast als Totalverlust. Hätte ich die Beiträge einfach mal "unter die Matratze" gelegt. Die "Verzinsung" wäre auch nicht schlechter ich könnte aber alles auf einmal abheben. Und muss nicht 48J auf die komplette Auszahlung warten.
    Die Steuervorteile in der Ansparphase lassen wir mal beiseite.

    Ich habe da etwas gelesen dass der Anbieter eine Bescheinigung nach §22 Nr.5 Satz 7 EStg ausstellen kann(muss?) Die soll man in der Steuererklärung verwenden können. Stimmt das?

    Mein Vertrag ist ein Standard Aktienfond - Vertrag der UI. Dieser ist wie vorgesehen in die Standard-Auszahlung gegangen.

    Also ich bin voll zufrieden mit Riester </zynisch>. Ich erhalte in der Auszahlungsphase genau 1/3 des zuvor 16 Jahre lang monatlich eingezahlten Betrags aus meinem Netto. Heisst ich habe die Chance mit (63+48) Jahren endlich MEINE Netto Einzahlung zurück zu bekommen.
    Von Prämien sehe ich "gar nichts" außer dass ich sie bei Auflösung auch noch zurück zahlen muss. Gelandet sind sie natürlich beim Anbieter Union Investment.
    Dafür hat UI in 16 Jahren immerhin einen Verlust von 2.000€ "erwirtschaftet" (das muss man erst einmal hinbekommen!). 111Jahre als durchschnittliche Lebenserwartung - ich denke die Versicherungswirtschaft wird ihre Sterbetafeln passend angepasst haben.
    Eine Anlage "unter der Matratze" wäre hier deutlich besser gewesen. Ich hätte die Option den 16 Jahre lang angesparten Betrag an einem Tag auszugeben. Dank Riester geht dies jetzt auch in 48 Jahren. Ach so - versteuern darf ich das auch noch.

    Ja, das Riestern ist einer der größten Versicherungs-scams der letzten 20 Jahre

    💯 % Übereinstimmung! 16 Jahre lang Maximalbetrag angespart. In der Zeit hat es Union-Investment geschafft eine Rendite von 0,00€ zu erwirtschaften (eigentlich waren es sogar -2.000€ => Garantie). Mein angespartes Kapital (ohne Prämie) reicht zur Deckung der Rentenzahlung bis zum Lebensalter 96. Da die Versicherer mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 120 kalkulieren, muss ich noch eine Lebensversicherung abschließen womit mein Nettokapital absichert wird. >5.000€ werden dazu aus dem Eigenkapital entnommen. Die Prämien sind bereits über Gebühren und Aufschläge vollständig an den Anbieter geflossen. So ist die Auszahlung des Minibetrag noch über das 120 Lebensjahr möglich. Die muss ich aber zurück zahlen wenn ich den 💩 auflösen will.

    Die Anlage auf dem Girokonto wäre dazu der "ganz heiße Tip" gewesen.

    Vor einem erneuten Versuch staatlicher Vorsorge kann man nur warnen. Spätestens die Nachfolgeregierung wird die Maßnahme vergessen und diese den Anbietern zur Profitmaximierung überlassen.

    Viel effektiver ist, wenn der Verbraucher selbst was macht.

    Die Frage ist "Was". Die vom Gesetzgeber vorgesehenen "Beschwerde Möglichkeiten" sind allesamt zahnlos. Was nutzt eine Schlichtungsstelle wenn der Gesetzgeber ihr keine Sanktionsmöglichkeit erteilt hat? Den Vorgang kann man einfach "aussitzen".
    Das Unternehmen wegen eines Streitwerts < 1.000€ verklagen? Finde mal einen Anwalt der sich dafür ins Zeug legt. Komisch umgekehrt geht das problemlos. Die Unternehmen können problemlos ein Inkassoverfahren wegen 5€ anstrengen. Die ganzen Aufwand zahlt zusätzlich der Schuldner.

    Mein Versorger E.ON verstößt gegen Alles. EnWG, EWPBG sind offensichtlich für E.ON ohne Belang. Die Jahresabrechnungen (und damit hohe Rückzahlungen) sollen lt. EnWG § 40c Abs. 2 spätestens nach 6 Wochen erfolgen. E.ON macht da auch schon einmal gerne 8 Monate raus.
    Info-Schreiben werden nicht erstellt. In der monatelang verspäteten Abrechnung werden dann die vollen 18ct/kWh beim Gas verrechnet. Die "Tenhagen-Verbrauchertipps" interessieren allesamt nicht (sorry). E.ON hat die Kommunikation zum Thema Gaspreis/Rechnungen/Abschläge komplett eingestellt. Ordentliche Anfragen an den Anbieter warum 18ct/kWh berechnet wurden bleiben unbeantwortet. Verbraucherbeschwerden §111a ENWG bleiben unbeantwortet. Die Schlichtungsstelle teilt mir mit:

    (Zitat) Leider antwortet dieses Versorgungsunternehmen auch uns nur noch sehr zögerlich. Der Gesetzgeber hat uns keine Sanktionsmöglichkeiten eingeräumt.
    Seit 5 Monaten gibt's hier keinen Fortschritt. Also kann man diesen Weg auch vergessen.
    Bundesnetzagentur/Verbraucherbeschwerde alles zahnlos. Der Syndikus meint "kann man aussitzen"


    E.ON empfiehlt aber mich auf die sichere Seite zu legen und den Abschlag anzupassen.
    Das ergibt 55.920€/a. Bei meinen 12.500kWh/a könnte ich mit einer Rückzahlung rechnen. Wenn E.ON die Jahresrechnung wieder um 8 Monate verschiebt... (Pisa Studie :/)

    Ich bin seit Mrz23 Tibber Kunde. Als BEV-Fahrer suche ich mir regelmäßig die günstigen Zeiten heraus. Das Technik hat bis dato eigentlich immer gut funktioniert.
    Die "Pulse" Einheit ist aber etwas "tricky". Die Positionierung des Sensors über den IR-Dioden ist recht kritisch. Die WLAN-Verbindung muss an der Empfangseinheit auch gut sein. Ist eher was für den geduldigen Techniker.
    Aber wenn's einmal stimmt läuft die Erfassung der augenblicklichen Leistung stabil. Dies ist bei mir der Fall.

    Wallboxen und BEVs lassen sich steuern wenn man passende Geräte hat.

    Ich habe die Tibber-API mit meiner Heim-Automatisierung (HomeAssistant) verbunden.
    Das läuft jetzt auch stabil. Ihre Anforderung könnte man ggf. erfüllen. Aber das ist sicherlich ein Sonderfall. NS-Anlagen sind mir jetzt nur noch von früher bekannt. Keine Ahnung ob das Verfahren aktuell geändert wurde. Da gab es mal einen Doppeltarifzähler der durch Rundsteuerimpulse zwischen NT+HT umgeschaltet wurde. Die Öfen haben nur zu NT-Zeiten geladen. Was nutzt dann ein günstiger Tibber-Preis zu HT-Zeiten. Die Öfen bekommen keine Spannung. Ob man die Ansteuerung der Öfen überhaupt umbauen darf sehe ich mal kritisch.

    Herzlichen Glückwunsch zu ihrem Erfolg. Ihr Anbieter hat in xx Jahren einen +Ertrag erwirtschaftet. Das geht auch anders. Mit Hilfe von 1.000€ Gebühren kann man auch einen Verlust "erwirtschaften". Die restlichen 1.200€ der staatlichen Prämie spende ich auch weiterhin der UI. Die haben den Auftrag angenommen und "erwirtschaften" auch in der Auszahlungsphase weitere Verluste. Besser - geht nicht :love:

    </Sarkasmus>
    Noch eine Frage als Ergänzung/Nachtrag zur Situation.
    Riester Verträge erfahren ja einige Jahre vor Auszahlung eine Umschichtung von Aktien auf Rentenfond. So war's auch bei mir. Wegen der drohenden Garantieleistung seitens UI sollte kurz vorher nochmal auf Aktienfond umgeschichtet werden. Dem habe ich widersprochen.

    Jetzt in der Auszahlungsphase findet monatlich eine Umschichtungsorgie statt. Es wurden 7 Zwischenfonds und ein Auszahlfond etabliert. Das Guthaben wurde in einen Aktienfond (UI: erhöhtes Risiko, 6 Jahre empf.Haltedauer) umgeschichtet. Jeden Monat wird zwischen all diesen Fonds umgeschichtet (Gebühren?).

    Vor Auszahlung gilt ja die Garantiezusage (Einzahlung+Prämie). Die gilt aber in der Auszahlungsphase nicht mehr! Natürlich wurden auch schon wieder einige 100€ Verlust realisiert.

    Warum investiert UI sehr kurzfristig in einen Fond den sie selbst als langfristig klassifizieren?

    Aus Sicht desjenigen, der auf der gepunkteten Linie unterschrieben hat.

    Man hat nichts erreicht! Anstelle einer neuen Rentensäule für zukünftige Rentner
    (Zitat: Damit ist eine der größten Sozialreformen der Nachkriegsgeschichte verwirklicht.)
    werden die Einlagen an die Anbieter ausgeschüttet. Am Ende geht die staatliche Prämie komplett an die Anbieter und der Sparer bekommt sein Erspartes in homöpatischen Dosen in 48J zurück. Dringend erforderlich ist die Erhöhung der Kleinbetragsrente (33,95€) damit der "Gelinkte" wenigstens den Mist unschädlich auflösen kann. Der kümmerliche Betrag ist jetzt schon nichts mehr Wert (es reicht nicht mal für eine halbe Tankfüllung). In 15J gibt's vielleicht noch ein Kaltgetränk dafür. UI lässt sich ihre grandiose Leistung (2.500€ Verlust in 16 Jahren) mit 2.000€ Gebühren belohnen. Gut dass UI erst einen Rentenfaktor (0,0025) vor der Auszahlung bekannt gibt.

    Mann ist also mit Union Investment (ein weiteres Mal) auf der Verliererseite.

    Da kann ich nur zustimmen! Hätte ich meine UI-Riesterbeträge in das sprichwörtliche "Kopfkissen" gesteckt, hätte ich heute noch etwas von meinem Geld. Nach 16 Jahren max. Einzahlung gibt es jetzt in der Auszahlphase nur 1/3 meiner monatlichen Beiträge. Heisst - nach 48 Jahren bin ich in der Gewinnzone (ohne Inflation). Aus rund 1.000€ Gebühren hat die UI bis dato einen Verlust von 2.500€ "erwirtschaftet". Das ist eine Rendite von 5% (ja gut Minus halt). Meine staatliche Prämie wird über die Laufzeit gesehen komplett an die UI gehen. Kündige ich den Sch.. darf ich noch die Prämie, die sonst an UI geht, zurück zahlen. Warum muss UI die nicht zurück zahlen?

    Da fällt mir doch wieder der folgende Beitrag ein:

    Die Angaben im Beitrag stimmen! 525€/m Rente angekündigt - 80€/m in der Realität (Bem: das ist noch viel!)
    Das Üble ist dass sich der Anbieter völlig aus der Verantwortung stehlen kann. Alles halt nur "vollkommen unverbindliche Angaben". Was ist besser - sich noch 20J über den Sch.. ärgern oder seine (zusätzliche) Altersversorgung abschreiben. Der UI-Fond DE000A1C81G1 sollte auf "ENTSORGE" umbenannt werden.

    von etwas über 50€.

    Das ist schon sehr bitter und tut mir leid.

    Gut gerechnet :thumbup:Ist leider die Realität! Gibt's eigentlich ein Spendenkonto von Schröder/Riester/Maschmeyer auf den man diesen Betrag überweisen kann?
    Würde ich tun - verdient haben sie es sich!

    Es besteht die Möglichkeit bei einer "Rente" (von aktuell) <33€/m die Sache schadlos ab 60J zu beenden. Cool dass sie jetzt mein Kapital von 1'em (sicheren/günstigen) Rentenfond - ohne Rückfrage(!) in >6 Aktienfonds überführen. Zuvor hatten sie noch gefragt ob sie das dürfen. Offensichtlich haben sie noch die Hoffnung die (mehrere T€) Verluste, im Hinblick auf die Garantiesumme, "aufhübschen" zu können. Wenn's nicht funktioniert, trägt der Anleger halt das Risiko. Der genannte "Rentenbetrag" ist nicht fix und kann noch reduziert werden.
    Hoffentlich läuft mir Herr Riester nicht einmal über den Weg...

    Was kommt wirklich raus am Ende?

    Mein Tipp aus pers. Erfahrung - stopft das Geld lieber in die Matratze! Nach 16 Jahren max. Einzahlung ist mein Vertrag jetzt in Zuteilung. Mein monatlich ausgezahlter Betrag entspricht 1/3 des 16 Jahr lang eingezahlten Betrages. Der Aktienfond hat mehrere T€ Verlust in den Jahren "erwirtschaftet". Mit der Summe der Kosten (Fondgebühren, Ausgabenaufschläge...) wurde doppelt soviel Verlust erzeugt. Über die Laufzeit wurde tatsächlich eine jährliche Verzinsung von (-)5% ermöglicht. Das wurde mir auch beim Abschluss in Aussicht gestellt (Von Minus war allerdings nicht die Rede). Es steht mir jetzt in der Zuteilung nur die Garantiesumme zur Verfügung. Davon gehen nochmal 1/3 in die Lebensversicherung (Gebühren:cursing:). Um mein bereits eingezahltes Geld zurück zu bekommen muss ich also über 100 werden. Die staatlichen Prämien die ich bekommen habe landen komplett beim Anbieter. Ich kann also noch entscheiden ob ich UI die Prämie schenke oder sie zurückzahlen muss.