Hi, ich bin 41 männlich (noch) glücklich verheiratet mit 2 kleinen Kinder (5, 9) und meine Frau steckte für die Familie beruflich zurück, aufgrund meines viel höheren Gehaltes.
Ich kann deinen Mann da nicht verstehen, es war immer unser Ziel während der Ehe schon etwas finanziell auszugleichen (z.B. durch Schenkung aus meinem Erbe an meine Frau, Geldausgleich auf das ETF-Depot), auch wenn das bei weitem nicht ausreichen dürfte um das "Zurückstecken" für die Familie finanziell zu entschädigen. Am fairsten wäre, wenn der Mann die Frau für die Care-Arbeit bezahlen würde, Kinder kriegen war ja auch eine gemeinsame Entscheidung.
Er hat viele Jahre die finanzielle Hauptlast getragen, mag sein, aber Du hast für die Familie finanziell zurückgeseteckt. Sofern er Deine Arbeitszeit für die Familie nicht vergütet hat (mit Bereitschaftsdiensten usw.
) sehe ich ihn da auch moralisch nicht vorne.
Ihr lebt in der Zugewinngemeinschaft, das dürfte eigentlich alles sagen. Eine Gemeinschaft in der der Zugewinn letztendlich geteilt wird, egal ob er super klug investiert hat oder nicht.
Meine männliche Sichtweise darauf ist, dass der Zugewinn hart sein kann, aber auch fair, vor dem Hintergrund wenn man auch finanziell weitgehend gemeinsam Entscheidungen getroffen hat (da gehe ich mal von mir aus). Mehr weh würde mir persönlich der Versorgungsausgleich, den würde ich veruschen bei einer Scheidung weg zu verhandeln durch z.B. eine Ausgleichtzahlung on Top (ohne meine zukünftige Exfrau übervorteilen zu wollen).
Ich würde an deiner Stelle grundsätzlich mal den gesetzlichen Zugewinn betrachten und ausrechnen:
Vorausgesetzt ihr hattet beide das gleiche Anfangsvermögen 0 € und in den 500.000 € deines Ehemannes ist die Wohnung nicht enhalten würde sich grob ein Zugewinnausgleich von 200.000 € ergeben (Differenz Vermögen 500k zu 100 k --> 400.000 € : 2).
Wenn die Wohnung in den 500.000 € drin ist, währen es tatsächlich so 100.000 € Zugewinnausgleich (Differenz Vermögen ohne Wohnung 300k zu 100k --> 200.000 : 2 ).