Zweitdepot vs. Depots bei zwei verschiedenen Brokern

  • Hallo zusammen,

    ich will für meine zwei Kinder jeweils ein Depot einrichten und jeweils einen Welt-ETF besparen. Bin absoluter Anfänger. Die Depots sollen aus verschiedenen Gründen auf meinen Namen und/oder den Namen meiner Frau laufen. Nun haben wir festgestellt, dass die meisten Neobroker meist kein Zweitdepot offerieren. Die wenigen, die das tun (z.B. Traders Place) scheinen eine etwas andere Zielgruppe zu haben, wenn ich was richtig aufgeschnappt habe.

    Was wäre also die praktikabelste Lösung?

    1. Ich richte auf meinen Namen jeweils ein Depot bei zwei verschiedenen Brokern ein (z.B. bei Trade Republic für Kind 1 und bei Scalable Capital für Kind 2) und bespare bei diesen den selben ETF.

    2. Ich richte zwei Depots bei bei Traders Place ein und bespare den selben ETF.

    3. Ich richte ein Depot für Kind 1 auf meinen Namen bei einem Neobroker ein und bei demselben Broker richtet meine Frau auf ihren Namen ein Depot für Kind 2 ein.

    Bei beiden Kids wird dieselbe Sparrate gespart werden. Und es soll auch von beiden der selbe ETF bespart werden, damit der eine am Ende durch unterschiedliche Wertentwicklung am Ende nicht doch etwas weniger Gewinn als der andere hat.


    Was ist Eurer Meinung nach die praktikabelste Lösung? Gibt es irgendwelche Fallstricke?
    - Wir sind Passiv-Sparer.
    - Verwalten würde ich das eher in unregelmäßigen Abständen am Laptop als täglich in einer App auf dem Handy.
    - Eine Lösung, bei der meine Frau wenig Verwaltungsaufwand hat, wäre von uns zu bevorzugen.

    Für alle konstruktiven Beiträge schon mal vielen Dank im Voraus!

  • Danke für diese Beschreibung. Du tust dir leichter, indem du einfach sagst: ich möchte einen Broker, wo ich zwei Depots einrichten kann.

    Was dann später mit den Depots passiert, ist ja jetzt völlig egal.

    Hast du denn selbst schon ein Depot ?

    Bei der ING kannst du bequem soviel Depots einrichten wie du willst.

  • Danke für diese Beschreibung. Du tust dir leichter, indem du einfach sagst: ich möchte einen Broker, wo ich zwei Depots einrichten kann.

    Was dann später mit den Depots passiert, ist ja jetzt völlig egal.

    Hast du denn selbst schon ein Depot ?

    Bei der ING kannst du bequem soviel Depots einrichten wie du willst.

    Ich selbst habe kein Depot. Bleibt vorläufig auch so.

    Dass es Broker gibt, die ein Zweitdepot anbieten, weiß ich ja bereits. Aber das sind meist nicht die Testsieger. Warum, kann ich mir als Laier noch nicht ganz erlesen. Daher ja die Frage an die Community.

    Warum genau tendieren die ersten zwei Antworten zur ING? Da scheinen laut dem Depotvergleich von Finanztip mehr Gebühren anzufallen. Ist es dort einsteigerfreundlicher aufgebaut?

  • Warum genau tendieren die ersten zwei Antworten zur ING? Da scheinen laut dem Depotvergleich von Finanztip mehr Gebühren anzufallen. Ist es dort einsteigerfreundlicher aufgebaut?

    Sparpläne auf Welt-ETF kosten dort gar nichts und verkaufen willst du ja nicht.

  • Bei beiden Kids wird dieselbe Sparrate gespart werden. Und es soll auch von beiden der selbe ETF bespart werden, damit der eine am Ende durch unterschiedliche Wertentwicklung am Ende nicht doch etwas weniger Gewinn als der andere hat.

    Dann wirst du nicht drum herum kommen, zwei Depots bei ein und demselben Anbieter zu eröffnen. Da die Broker ihre Sparpläne zu unterschiedlichen Uhrzeiten und an unterschiedlichen Börsen ausführen, kann das schnell für eines der Kinder "ungerecht" werden. Und solltet ihr zwischendurch zusätzlich Einmalbeträge einzahlen wollen, wird das bei verschiedenen Brokern unterschiedlich viel kosten.

    Die ING wurde ja schon genannt, die würde ich empfehlen, dann könnten beide Eltern als Erziehungsberechtigte walten und bei bei Sparplänen sind die Konditionen (zumindest bisher) einwandfrei.

    Traders Place ist sicherlich auch in Ordnung, wäre das denn zwei Gemeinschaftsdepots von euch beiden oder zwei Einzeldepots von dir oder deiner Frau?

  • wäre das denn zwei Gemeinschaftsdepots von euch beiden oder zwei Einzeldepots von dir oder deiner Frau?

    Hatte ich ja schon eingangs geschrieben. Beide Option liegen auf dem Tisch. Bevorzugen würden wir allerdings, wenn alles auf meinen Namen liefe. Aber genau, um Vor- und Nachteile abzuwägen, ja die Frage an die Community.

    Die ING wurde ja schon genannt, die würde ich empfehlen, dann könnten beide Eltern als Erziehungsberechtigte walten und bei bei Sparplänen sind die Konditionen (zumindest bisher) einwandfrei.

    Traders Place ist sicherlich auch in Ordnung...

    Ich bin als Anfänger jetzt relativ stumpf nach dem Depotvergleich von Finanztip gegangen. ING erhebt Gebühren bei Einzelinvestitionen und verzinst das nicht investierte Guthaben auf dem Verrechnungskonto geringer. Beide Konditionen könnten in unserem Fall interessant sein. Es wird ja nicht nur die Sparrate ausgeführt, sondern ggf. mal Geburtstagsgeld usw. auch investiert. Daher war ich zunächst bei Traders Place. Die schneiden von den Anbietern, die ein Zweitdepot anbieten, beim Depotvergleich von Finanztip am Besten ab. Bei Finanzwissen kommen die ebenfalls gut weg, haben bei den Kundenbewertungen i.S. ETF-Sparpläne aber nur eine positiv-Bewertungsrate von mageren 53%. Da muss ja irgendwo ein Wermutstropfen drin sein oder aber die ganze Plattform ist für meine Zwecke evtl. ungeeignet.

    Hat jemand denn konkrete Erfahrungswerte mit Traders Place i.S. ETF Besparung?

  • Ein Depot (evtl Gemeinschaftsdepot), ein ETF.

    Irgendwann dann einfach die Anteile 50/50 an die Kids übertragen.

    Funktioniert nicht. Die beiden starten ja mit etwas unterschiedlichen Startsummen (bisherige Ersparnisse), da sie ja unterschiedlich alt sind. Und der ältere wird seines wahrscheinlich auch früher bekommen als der jüngere. Zudem werden auch mal Einzelbeiträge einfließen (Geburtstagsgeld), das mal unterschiedlich hoch ausfallen kann. Außerdem ist ja nicht gesagt, dass das Geld am Ende in Gänze ausbezahlt wird. Wenn sie die Depots bekommen, sollen sie selbst entscheiden, ob sie nun das ganze Geld brauchen oder ob sie das Depot auf ihren Namen weiterlaufen lassen.

    Daher brauche ich da schon eine saubere Trennung.

    Einmal editiert, zuletzt von Branko (11. März 2026 um 06:42) aus folgendem Grund: Noch was eingefallen.

  • Ich würde auf jeden Fall eine etablierte Bank wie die ING bevorzugen. Da bin ich mir relativ sicher, das diese auch noch in vielen Jahren existiert. Bei einem Neo Broker habe ich da so meine Zweifel.

    Außerdem kann man dann später bei „richtigen“ Banken auch bei Bedarf die ETF-Anteile auf Depots der Kinder problemlos übertragen.

  • Ich würde EIN Depot eröffnen, zB bei der ING und dann 2 verschiedene ETFs auf den selben Index.

    Beispiel: Index MSCI World

    ETF1: IE00B4L5Y983

    ETF2: IE00BJ0KDQ92

    Das ist doch gerade bei der ING völlig unnötig. Wenn man da ein Depot hat, ist innerhalb von 30 Sekunden ein weiteres eröffnet.
    Dann gibt es eben 2 Depots und in denen kann dann jeweils der Sparplan isoliert laufen.

    Übrigens: der Papa kann dann in einem dritten Depot seinen eigenen Sparplan laufen lassen. Denn selbst macht er bisher mit ETFs ja nichts.

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