Beiträge von Alex777

    Wieviel darf ein Staat auf pump investieren? 230% des BIP wie Japan? Sind die 125% der USA das Optimum? Oder ca. 63% wie Deutschland? Oder wie machst du das Ausgabenproblem fest?

    Mit investieren auf Pump habe ich garkein Problem. Es ist allerdings die Frage wofür. Wenn’s Investitionen sind in Infrastruktur, wenns vielleicht Inventionen sind die die Ansiedlung von Unternehmen ermöglichen, beispielsweise die 30 Mrd für Halbleiter, was dann ja leider nix geworden ist. Dann ist das gut und sinnvoll.

    Wenn es milliardensubventionen für gescheiterte Geschäftsmodelle sind, Stichwort Agrar, oder für das aufrechterhalten eines maroden Systems, Stichwort Sozialstaat, bei gleichzeitigem verschließen vor der Wirklichkeit, dann ist das was anderes.

    Die Leute sind alt und träge.

    Deutschland steht sich selbst im Weg, ja das sehe ich auch. Aber wir haben ein großes Glück, die disruption ist schon längst da. Neue Technologien wie bspw. KI erlauben es Tätigkeiten zu automatisieren, wo das vor 5 Jahren noch völlig unvorstellbar war. Nur leider rennen uns schon wieder alle davon. Wo in Deutschland das Faxgerät abgeschafft wird, laufen Anderswo schon die Roboter durch die Straßen.

    Man muss Zukunft auch wollen. Nicht jeder kann Hufschmied bleiben.

    Auch wenn’s keiner wahr haben will, der Staat hat ein Ausgabenproblem, kein Einnahmenproblem.


    Wenn das der SPD nicht ins Weltbild passt, kann ich’s zwar verstehen, ändert aber auch nix am Kurs auf den mittleren einstelligen Prozentbereich bei den Umfragen.

    Ich würde mich dagegen für Lösungen interessieren, die die Wirtschaftsleistung in Deutschland steigern, und nicht nur den Staatshaushalt. :)

    Leider kein Gold im Depot. Ein Kollege schwört seit Jahren auf den krügerrand, ich würde wohl eher Euwax 2 nehmen. Am Ende ist’s geschmackssache, solang man vorher mal die Preise vergleicht.

    Welchen Anbieter oder konkret 1-2 ETF würdest du empfehlen ?

    Ich finde Xtrackers (dws) durchaus gut, aber mein Geld liegt trotzdem aus komischen Gründen bei Amundi und iShares (blackrock). Wenn es einen ruhiger schlafen lässt, kann man das ruhig machen mit den heimischen Anbietern. Am Ende sind es aber dennoch alles UCITS konforme ETF mit allen Sicherheiten die die UCITS regeln eben so vorschreiben. Auch bei Vanguard, SPDR, Invesco und blackrock.

    Zur Abstimmungsrichtlinie der Vermögensverwalter gibts öfters mal kontroversen. Wenn du magst, kannst du bei der Suchmaschine oder KI deiner Wahl mal ein Thema wie proxy voting policy anfragen. Z.B. im Zusammenhang mit Blackrock.

    Du kannst bei comdirect den Kaufpreis in der depotübersicht manuell überschreiben. Da bietet es sich natürlich an, vorher mal in der steuersimulation zu schauen was es nun wirklich gekostet hat. Die Zahl trägst du dann ein und schwupp sind die Grünen oder roten Prozentzahlen wieder da.

    Ich hätte mir erhofft, dass du mit deiner fachlichen Expertise neue Sichtweisen aufzeigst, wie man das Instrument BSV zielführend einsetzen kann. So, dass man verglichen mit anderen Wegen der Immofinanzierung einen berechenbaren Vorteil hat.

    Das scheint eher schwierig zu gelingen. Tut mir leid, wenn das zu kritisch ist. Bei der Immofinanzierung möchte ich mich nicht auf Zufall und Willkür verlassen müssen.

    Dein Post wirkt auf mich auch befremdlich, du fragst etwas, ich relativiere/verdeutliche es und jetzt kommst du mir scam und beschiss?!?

    Ja sorry, dass BSV den schlechtesten Ruf überhaupt haben ist ja bekannt. Nun wollte ich der Sache gern mal eine Chance geben, denn es könnte ja sein, dass man einen total legitimen anwendungsfall übersehen hat, der dem Bausparen eine Existenzberechtigung bei der Immofinanzierung einräumt.

    Mir scheint aber: das ist bei einer informierten Entscheidung nicht gegen. Als Bausparer ist man gezwungen viele Jahre im Voraus entweder eine Wette auf die Zinsentwicklung einzugehen, die selbst Profis nicht verlässlich treffen können, oder man muss hoffen, dass der eigene Vertrag der Bausparkasse just im Rechten Moment als zuteilbar eingestuft wird. Währenddessen hat man ein real-negatives Anlageinstrument und soll auch noch abschlusskosten tragen.

    Absurd.

    dass er seinen Vertrag in die Zuteilung bringen kann, wenn er ihn auch wirklich benötigt - nicht früher und nicht später ...

    Darauf zielte meine Frage ja ab. Es scheint sich eher um eine Art Blackbox zu handeln. Zuteilbar ist der Vertrag dann, wenn die Opportunitätskosten alle Vorteile des BSV bereits aufgezehrt haben ..

    wo gibts denn sonst sowas, ein Vertrag wo man einseitig nicht über sein Geld verfügen kann und auf das Wohlwollen der Gegenseite angewiesen ist.

    Nein. Da gibt es keine Sicherheit.

    Ich hatte gehofft es gäbe irgend einen Kniff, wo rauskommt, dass bausparer doch kein kompletter scam sind. Aber wie man es dreht und wendet, es scheint kein Szenario vorstellbar zu sein, in dem der Kunde hier nicht krass verarscht benachteiligt wird.

    Fand es schon skurril, dass die Bausparkassen zwar von ihren Bewertungszahlen sprechen, aber nirgends verraten wie sie die bestimmen.

    Meine Theorie: es ist beschiss by design

    Mal ein Szenario: bisschen fiktive Zahlen, aber vielleicht auch nicht völlig ab vom Schuss.

    Angekommen ich möchte eine Immobilie kaufen. Die fangen vielleicht so bei 650t€ zzgl. Kaufnebenkosten an. Je nach Makler oder nicht liege ich dann so bei ~12% extra, also rd. 730t€ für den Erwerb.

    Jetzt kann oder will ich vielleicht maximal 180t€ EK einsetzen(*), hätte ich einen Beleihungsauslauf von ~85% (550/650). Blöd nur, ich muss mir auch die Rate leisten können: ich sag jetzt mal pauschal für 500€ im Monat bekomm ich als normales annuitätendarlehen etwa 100t€ finanziert.

    Nun wäre die Frage: schafft es ein BSV hier durch virtuelles EK aus dem Bauspardarlehen, meinen Beleihungsauslauf unter 80% zu drücken, damit ich vielleicht bisschen besseren Zins kriege? Ich würde also einen Teil des EK in den BSV schieben, und bei Zuteilung dann mein EK um das Bauspardarlehen erhöhen.

    Lässt sich so ein Szenario irgendwie per BSV sinnvoll umsetzen? 5% von den 650t€ müssten ja perfekt im Range liegen, damit das ohne Grundbuch geht. Oder fressen die Opportunitätskosten des BSV ohnehin hier alles auf?


    *) würde ich hier mehr EK einsetzen, liegt mein Beleihungsauslauf ohnehin im grünen Bereich.

    Edit: dein Beitrag eben hat sich mit diesem hier überschnitten.


    So wie es aussieht ist der entscheidende Faktor die Bewertungszahl. Allerdings scheint es keine einheitliche Berechnung zu geben, jeder Anbieter hat seine eigenen Kennzahlen bzw. Formeln:

    https://www.haus.de/immobilien/bau…-bedeutet-28222

    Da die aber an sich feststehen, müsste es doch möglich sein den Zeitpunkt der zuteilungsreife im Vorhinein zu bestimmen.

    Ich frage mich, ob es möglich ist ein BSV-Tarifszenario zu finden, was für den typischen Anwendungsfall eines ETF-Anlegers irgendwie positiv ausgeht.

    Also mir fällt es schwer, so ein Szenario zu skizzieren. Ziel muss es ja sein, die Ansparzeit zu minimieren um die Opportunitätskosten der geringen Verzinsung so klein wie möglich zu halten. Denn alles Geld was ich im Vorhinein in den BSV als Sparguthaben einbringe könnte ich ja genau so gut zu nullkosten auch zum regulären Einlagezins anlegen oder in meinem ETF belassen.

    Ich will mich hier einmal einklinken, um zu schauen ob meine basiskenntnisse zum Thema BSV noch halbwegs aktuell sind:

    - Ein bauspardarlehen zählt bei der Immofinanzierung in voller Höhe als Eigenkapital. Daher ist es möglich den Beleihungsauslauf faktisch zu reduzieren (Darlehensumme Hypothekendarlehen geteilt durch beleihungswert der Immo). Je geringer der Beleihungsauslauf, desto besser der Finanzierungszins.

    - Bis darlehenshöhe 50.000€ beansprucht ein BSV keinen Rang im Grundbuch. Daher BSV 100.000€ sinnvoll? (Zuteilung ab 50%).

    Meinem Verständnis nach ist ein BSV also vor allem eine Art kostenpflichtiges Eigenkapital.

    Die Frage ist nun, was muss man machen, um so einen BSV möglichst schnell zuteilungsreif zu bekommen? Ich nehme an, einfach 50.000€ einzahlen wird nicht gehen? Wie nutzt man den BSV kosteneffizient?