Der Deutsche Staat überweist mehr als 500 Millionen € jährlich an die Kirche. Zusätzlich US allgemeinen Steuer Mitteln.
Andere Leistungen wie Kita un co. Sind in dieser Summe nicht enthalten.
Mit diesen Mitteln könnte man THW, DRK, Feuerwehr und co. Auch direkt unterstützen und wesentlich mehr in diesem Bereichen machen.
Der Grund für diese Zahlungen geht auf ein Geschenk von vor über 200 Jahren zurück. Genauer gesagt auf das Reichsdeputationshauptschluss von 1803.
Das dieses im Jahr 2026 noch so Bestand hat, ist für mich nicht nachvollziehbar insbesondere unter dem Hintergrund dass Staat und Kirche schon länger strikt getrennt sein sollten.
Es wäre hilfreich, wenn Ihr für Eure Falschbehauptungen, Vorurteile und Fehlannahmen auch einmal seriöse Quellen zitieren würdet.
Die Zahlungen aus dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 sind kein "Geschenk" irgendeiner Art, schon gar nicht an die Kirchen - sondern eine Entschädigung für die Enteignung von Kirchengütern.
Diese Güter könnte der Staat natürlich auch wieder zurückgeben. Er erzielt aus diesen ja auch laufende Einnahmen (Pacht, Miete).
Alternativ kann er die laufende Entschädigung durch eine Einmalsumme ablösen. Das ist seit der Weimarer Republik im Gespräch und auch im aktuellen Koalitionsvertrag wieder ein Thema, allerdings fraglich, ob eine solche Ablöse billiger wäre als eine geringe laufende Leistung:
https://www.dw.com/de/kirche-staa…-aus/a-65847714
und zwei Sekunden später stellst du es wieder so dar als würde mit Kirchensteuer irgendetwas soziales oder sonstwie sinnvolles finanziert...
Hier kannst Du nachlesen, was aus der Kirchensteuer finanziert wird:
https://www.bpb.de/shop/zeitschri…in-deutschland/
"Davon gingen knapp acht Milliarden Euro (64,3 Prozent) in die kirchlichen Arbeitsfelder wie die allgemeine Gemeindearbeit und die zielgruppenbezogene Arbeit, vor allem mit Kindern und Jugendlichen (zusammen rund 1,7 Milliarden Euro), den Pfarrdienst (1,9 Milliarden Euro), Kirchenmusik (0,2 Milliarden Euro), Kindertagesstätten (2,8 Milliarden Euro), Bildungsarbeit (0,7 Milliarden Euro), Unterstützung diakonischer Arbeit (0,4 Milliarden Euro) und Entwicklungshilfe (0,2 Milliarden Euro). Die Leitung und Verwaltung kostete 1,1 Milliarden Euro, die Gebäudeunterhaltung 1,2 Milliarden. Die übrigen Ausgaben verteilten sich vor allem auf die finanzielle Vorsorge, die Kosten der Kirchensteuerverwaltung und den Betrieb von Friedhöfen."
Das beste kommt noch:
Der größte Teil der Seelsorge wird in kirchlichen Einrichtungen durch Ehrenamtliche geleistet. Ganz umsonst, nur Kosten für die Infrastruktur. Natürlich kann man das alles durch teure kommerzielle oder gar staatliche Dienstleistungen ersetzen. Aber vermutlich nur in deutlich schlechterer Qualität.
Dort wo es keine Kirchen mehr gibt (zB auf dem Land in Ostdeutschland), gibt es meist auch sonst keine Infrastruktur mehr, die ihren Namen verdient. Auf den Staat oder kommerzielle Anbieter wird man dort genauso vergeblich warten müssen wie auf die notwenige Eigeninitiative (die es in den Kirchen immer gab). Die Radikalen von rechts und links haben da keinen Ersatz anzubieten, außer natürlich Motzen und gutwillige Menschen oder syrische Hausärzte, die evtl. noch Eigeninitiative mitbrächten, zu vergraulen...
Danke für die Aufmerksamkeit.