Beiträge von Wanderslust

    Offensichtlich hat Einundzwanzig hier mit Cathwisperer seit Kurzem eine Art Doppelgänger oder KI-Bot zur Unterstützung, der Daumen-runter likes verteilt.

    Einziger Beitrag von Cathwisperer, ausgerechnet in diesem Thread, am 27.6.: STRC super spannendes Modell, Einundzwanzig hat es ganz toll erklärt….

    Referat Janders/ Moderation: gibt es eine Möglichkeit, Doppelanmeldungen und Bots zu überprüfen?

    Natürlich, das sage ich ja auch die ganze Zeit, aber zwischen Kritik am Geschäftsmodell und dem Vorwurf der Korruption und Legalität besteht halt ein Unterschied.

    Du behauptest die ganze Zeit das Gegenteil - dass es sich hier um normale Geschäftsvorfälle handele, die ein Beweis für "Relevanz" und wirtschaftliche Tragfähigkeit seien.

    Sorgen über offensichtliche Interessenkonflikte, Korruption und Bevorzugung einzelner (einfluss)reicher Verkäufer zum Schaden von Kleinanlegern bei den jüngsten Regeländerungen äußere nicht nur ich.

    Belege für so etwas zu fordern, das jedem sofort ins Auge springt und unmittelbar auf der Hand liegt, ist auch unaufrichtig.

    Aber da andere hier mitlesen ein paar Beispiele, weshalb sich Menschen über diese fehlende und offensichtlich versagende Regulierung Sorgen machen sollten (es geht um ihr Geld):

    https://comptroller.nyc.gov/reports/letter…sell-re-spacex/

    https://www.banking.senate.gov/imo/media/doc/…po_rulespdf.pdf

    https://www.heise.de/en/background/…O-11308935.html

    Sogenannte "Vorzugsaktien" in einen Index aufzunehmen, deren Kapital mangels Gewinnen und Geschäftsmodellen sogleich als angebliche "Dividenden" ausgeschüttet wird, spottet jeder Beschreibung.

    Offensichtlich begnügen sich manche damit, die Selbstdeklaration der Firma als "bare Münze" zu nehmen, solange sie nur mit kassieren können (Gebühren).

    Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

    Für ein Fahrrad lohnt sich in der Regel keine Versicherung, da

    - der Verlust nicht existenzbedrohend, aber sehr wahrscheinlich ist

    - und die Versicherung zudem viele Betrugsfälle gemeldet bekommt, wo Versicherungsnehmer einfach nur ein neues Fahrrad kaufen wollen.

    Bei Deinen Optionen solltest Du ganz genau das Kleingedruckte lesen.

    Option 1 - Jobrad: Lassen die Bedingungen überhaupt einen Vertrag zu, bei dem das Fahrrad gar nicht als Jobrad von der Arbeitnehmerin, sondern von Dritten genutzt wird? Ist die Versicherung dann überhaupt gültig und zahlt sie auch bei Überlassung an Dritte?

    Alle Optionen:

    - zahlt die Versicherung überhaupt, wenn das Fahrrad außerhalb der Wohnung abgestellt wird? Unter welchen Bedingungen und Sicherheitsvorkehrungen? Auch über Nacht? Nachweise? Entschädigungshöhe (nur Zeitwert?)?

    - eine Hausratsversicherung dürfte weniger betrugsanfällig (= billiger und bessere Bedingungen) als eine reine Radversicherung sein. Aber auch da muss das Fahrrad vermutlich in einem vernünftigen Verhältnis zum Gesamtwert des Hausrats (häufig zB 1 oder 2%) stehen.

    Wenn die Wohnung so klein ist, dass nicht mal ein Fahrrad hineinpasst, bezweifle ich, dass sich eine Hausratsversicherung findet, die ein 4.000-Euro-Rad mal eben so „mitversichert“. Jedenfalls nicht zu einem günstigen Preis.

    Das sind erst einmal eine ganze Reihe von Behauptungen, für die du keine Belege lieferst. Unabhängig davon entscheidet nicht die Bezeichnung eines Wertpapiers über die Aufnahme, sondern ob die Kriterien des jeweiligen Index erfüllt werden. Dass dir das Geschäftsmodell nicht gefällt, ist legitim, daraus folgt aber nicht automatisch, dass hier Regulierung versagt oder Regeln manipuliert wurden.

    Die Belege lieferst Du ja selbst am laufenden Band.

    Hier einfach nochmal der Hinweis, was die allgemeine Definition einer „Dividende“ ist:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Dividend

    „A dividend is the distribution of profits by a corporation to its shareholders. When a corporation earns a profit or surplus, it is able to pay a portion of the profit as a dividend to shareholders. Any amount not distributed is taken to be re-invested in the business (retained earnings).“

    Jetzt kann jeder selbst überlegen, ob es korrupt ist, wenn ein Dividenden-Index eine Firma aufnimmt, die gar keine Gewinne macht und ihre sog. exorbitant hohen „Dividenden“ dadurch bezahlt, dass sie einfach das Kapital ihrer Aktionäre als „Dividende“ durchreicht.

    Wenn das legal ist, als was es ja offenbar behandelt wird - ist diese Regulierung dann so OK und ausreichend?

    Dass institutionelle Investoren da mitmachen, sagt erst mal gar nichts. Sie tragen ja null Risiko und kassieren völlig risikofrei nur die Gebühren von denen, denen sie das als Produkt andrehen.

    Bei einem ETF steht ein Index dahinter und der Index gewichtet nach vorher festgelegten Regeln. Diese Regeln kann ein neuartiges Produkt geschickt ausnutzen.

    Mit Analysten hat das nichts zu tun.

    Hinzu kommt, dass es auch korrupte Indexanbieter gibt, die ihre Regeln sogar auf Geheiß einzelner ändern, die bestimmte Papiere pushen (= verkaufen) mõchten.

    Das ist genau, was ich schlechte Regulierung nenne.

    Es ist schockierend zu hõren, dass man ein beliebiges Papier nur „Vorzugsaktie“ nennen und eine durchlaufende Zahlung als „Dividende“ bezeichnen muss, um in einen Index oder ETF aufgenommen zu werden.

    Ohne Geschãftstätigkeit oder gar Gewinne daraus.

    Michael Saylor hat heute bekannt gegeben, dass STRC inzwischen die größte Position in drei führenden US-Vorzugsaktien-ETFs ist. Zusammen halten BlackRocks PFF, Virtus InfraCaps PFFA und VanEcks PFXF mittlerweile STRC im Wert von rund 756 Mio. US-Dollar.

    Das zeigt ganz gut, worauf Strategy mit STRC abzielt.

    Das zeigt nur die Risiken schlechter Regulierung und des Kaufs beliebiger ETFs/Indizes, ohne sich über den Inhalt zu informieren.

    Der Werbelink beinhaltet nicht die von Dir behaupteten Empfehlungen, einen bestimmten Prozentsatz ausgerechnet in Bitcoin zu investieren.

    Im Gegenteil werden lediglich einige “alternative investments” vorgestellt und in diesem Zusammenhang u.a. die hauseigenen “Ishares Trust ETFs” für Gold oder Bitcoin beworben. Dazu auch gleich der Risikohinweis:

    “The iShares Trusts are not investment companies registered under the Investment Company Act of 1940, and therefore are not subject to the same regulatory requirements as mutual funds or ETFs registered under the Investment Company Act of 1940.”

    Da geht es allein um Produktabsatz, nicht um eine Beratung oder gar wissenschaftliche Analyse.

    Das habe ich nicht geschrieben, ich habe die Beschreibung der Dokumentation zitiert, daher auch in kursiver Schrift.

    Und ich habe diesem russischen Propagandanarrativ zwei Links von Forbes und der Welt zum tatsächlichen Zustand der russischen Wirtschaft und Energiekrise gegenüber gestellt.

    Daraufhin hast Du Dich unwissend gestellt. Interessant , wie häufig Du hier ausgerechnet Erzählungen zu Russland oder dem Iran teilst…

    Du hast geschrieben

    - von überschüssigen russischen Energieressourcen, während die Russen sich an Tankstellen um das knappe Benzin prügeln müssen, die Inflation steigt, die Wirtschaft abschmiert und die Banken immer mehr faule Kredite anhäufen.

    - Ausweitung des geopolitischen russischen Einflusses durch Bitcoin, während Russland seine “Verbündeten” in Venezuela, Kuba, Iran, Syrien, Afrika etc. im Stich lässt bzw. verloren hat.

    Mag sein, dass Russland mit Kryptos seine Sabotagehandlungen und Desinformation finanziert und extremistische Parteien in Europa und Nordamerika unterstützt.

    Aber das als Empfehlung für Zukunftsfähigkeit dieser Kryptos zu präsentieren, naja…

    Ich würde ja von allem die Finger lassen, was irgendwie mit Russland (oder Iran) zu tun hat oder haben könnte - ob es fossile Energien oder andere Geschäfte, Gelder, Firmen oder Verbindungen sind. Das hat im Zweifel keine Zukunft.

    Die Kompensationen hat bereits heute einen mehrfachen wert überschritten. In meinem Augen also ein Geschenk zumal die Zahlungen ausschließlich eine Richtung keine und zwar immer mehr wird. Anstatt weniger, ein grundlegender design Fehler.

    Mal davon ab unsere jetziger Staat hat so ziemlich Nix mehr mit dem aus dem 18jhr. Zu tun. Allein schon dass nach Bürgerkrieg, und mehrfacher Änderung des grundlegenden Staates an sich überhaupt noch eine Verpflichtung bestehen soll, ist bereits fraglich.

    Das ist Deine persönliche Meinung, die ich natürlich respektiere.

    Allerdings leben wir in einem Rechtsstaat, wo nicht Meinungen, sondern Regeln und Gerichte über die angemessene Höhe von Entschädigungen entscheiden (vgl. Art. 14, 15 GG).

    Seit 100 Jahren haben verschiedene Akteure auszurechnen versucht, ob es nicht billiger wäre, die laufenden Entschädigungen (wirtschaftlich ähnlich Miete/Pacht) einfach durch eine einmalige Ablösesumme zu beenden (“Kauf”).

    Mal schauen, was herauskommt.

    Aber eine Entschädigung ist halt kein Geschenk, sondern am Ende einklagbar.

    Der Deutsche Staat überweist mehr als 500 Millionen € jährlich an die Kirche. Zusätzlich US allgemeinen Steuer Mitteln.

    Andere Leistungen wie Kita un co. Sind in dieser Summe nicht enthalten.

    Mit diesen Mitteln könnte man THW, DRK, Feuerwehr und co. Auch direkt unterstützen und wesentlich mehr in diesem Bereichen machen.

    Der Grund für diese Zahlungen geht auf ein Geschenk von vor über 200 Jahren zurück. Genauer gesagt auf das Reichsdeputationshauptschluss von 1803.


    Das dieses im Jahr 2026 noch so Bestand hat, ist für mich nicht nachvollziehbar insbesondere unter dem Hintergrund dass Staat und Kirche schon länger strikt getrennt sein sollten.

    Es wäre hilfreich, wenn Ihr für Eure Falschbehauptungen, Vorurteile und Fehlannahmen auch einmal seriöse Quellen zitieren würdet.

    Die Zahlungen aus dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 sind kein "Geschenk" irgendeiner Art, schon gar nicht an die Kirchen - sondern eine Entschädigung für die Enteignung von Kirchengütern.

    Diese Güter könnte der Staat natürlich auch wieder zurückgeben. Er erzielt aus diesen ja auch laufende Einnahmen (Pacht, Miete).

    Alternativ kann er die laufende Entschädigung durch eine Einmalsumme ablösen. Das ist seit der Weimarer Republik im Gespräch und auch im aktuellen Koalitionsvertrag wieder ein Thema, allerdings fraglich, ob eine solche Ablöse billiger wäre als eine geringe laufende Leistung:
    https://www.dw.com/de/kirche-staa…-aus/a-65847714

    und zwei Sekunden später stellst du es wieder so dar als würde mit Kirchensteuer irgendetwas soziales oder sonstwie sinnvolles finanziert...

    Hier kannst Du nachlesen, was aus der Kirchensteuer finanziert wird:
    https://www.bpb.de/shop/zeitschri…in-deutschland/

    "Davon gingen knapp acht Milliarden Euro (64,3 Prozent) in die kirchlichen Arbeitsfelder wie die allgemeine Gemeindearbeit und die zielgruppenbezogene Arbeit, vor allem mit Kindern und Jugendlichen (zusammen rund 1,7 Milliarden Euro), den Pfarrdienst (1,9 Milliarden Euro), Kirchenmusik (0,2 Milliarden Euro), Kindertagesstätten (2,8 Milliarden Euro), Bildungsarbeit (0,7 Milliarden Euro), Unterstützung diakonischer Arbeit (0,4 Milliarden Euro) und Entwicklungshilfe (0,2 Milliarden Euro). Die Leitung und Verwaltung kostete 1,1 Milliarden Euro, die Gebäudeunterhaltung 1,2 Milliarden. Die übrigen Ausgaben verteilten sich vor allem auf die finanzielle Vorsorge, die Kosten der Kirchensteuerverwaltung und den Betrieb von Friedhöfen."

    Das beste kommt noch:

    Der größte Teil der Seelsorge wird in kirchlichen Einrichtungen durch Ehrenamtliche geleistet. Ganz umsonst, nur Kosten für die Infrastruktur. Natürlich kann man das alles durch teure kommerzielle oder gar staatliche Dienstleistungen ersetzen. Aber vermutlich nur in deutlich schlechterer Qualität.

    Dort wo es keine Kirchen mehr gibt (zB auf dem Land in Ostdeutschland), gibt es meist auch sonst keine Infrastruktur mehr, die ihren Namen verdient. Auf den Staat oder kommerzielle Anbieter wird man dort genauso vergeblich warten müssen wie auf die notwenige Eigeninitiative (die es in den Kirchen immer gab). Die Radikalen von rechts und links haben da keinen Ersatz anzubieten, außer natürlich Motzen und gutwillige Menschen oder syrische Hausärzte, die evtl. noch Eigeninitiative mitbrächten, zu vergraulen...

    Danke für die Aufmerksamkeit.

    nen Kreuz drauf malen kann ich auch, entscheidend ist doch wers finanziert und das ist trotz kirchlichem Image i.d.R. der böse Staat mit seinen nervigen Steuern. die Kirchensteuer geht wo anders hin...

    Wieder ein völlig kenntnisfreier Kommentar - Ehrenamt und Seelsorge werden gar nicht finanziert, schon gar nicht von Krankenkassen oder dem Staat.

    Ich verstehe ja, dass man sich seinen eigenen Geiz schön reden mǒchte, um guten Gewissens noch in den Spiegel zu sehen.

    Auch Spenden an NGOs aufzurechnen, impliziert irgendwie, dass man nicht spenden würde, wenn man in der Kirche wäre.

    Kirchenmitglieder spenden mindestens genausoviel an NGOs wie Nichtmitglieder.

    Sie zahlen auch die staatlichen Steuern, aud die sich einige hier gerne zurückziehen. Und unterstützen zusãtzlich noch die Kirche/n.

    Das wichtige Wort heißt “zusätzlich”…

    Interessant, was hier für defensive und zT kenntnisfreie Kommentare kommen.

    Ich habe weder behauptet, dass alle Kirchenmitglieder im Widerstand waren, noch dass es keine Nazis unter ihnen gegeben hätte.

    Stattdessen lese ich, dass alle doch gleich schlimm gewesen wären, was objektiv unwahr ist. Die Wahlkreiskarten sind bekannt - sowohl von 1932 als auch von heute.

    Natürlich haben auch die Kirchen im 3. Reich schwere Schuld auf sich geladen, aber es lohnt sich doch, genauer hinzuschauen:

    1. Welche Organisationen waren überhaupt im 3. Reich ähnlich zerrissen und gespalten und konnten trotz Drohungen nie gleichgeschaltet oder aufgelöst werden? Handwerkskammern? Unternehmerverbände? Gewerkschaften? Geldanlegerclubs?

    2. Welche Gruppen haben im 3. Reich überhaupt gewagt, ihren Protest - selbst wenn er zu schwach war - öffentlch vorzutragen?

    3. Wie war es in der DDR? Wo waren die Dissidenten? In den Blockflötenparteien? Bei den “Massenorganisationen”?

    4. Welche Deutschen haben überhaupt 1945 eine Mitschuld anerkannt? Alle waren doch angeblich im Widerstand oder auf keinen Fall Nazis…. höchstens völlig unwissende und Mitläufer…

    5. Was bedeutet es angesichts dieser Lüge, wenn beide Kirchen ihre Schuld schon 1945 ausdrücklich anerkannt haben? Ist das dann ein Zeichen besonders schwerer oder gar hauptsächlicher Schuld, wo doch alle anderen Deutschen ihre Schuld abstritten? Oder ist es eher ein Zeichen der ehrlichen Reue über das eigene Versagen und zu schwachen Widerstand? Ein bewusster Kontrapunkt gegen das allgemeine Wegsehen und Schulterzucken?

    Hier mal die differenzierte Betrachtung des Deutschen Historischen Museums:

    https://www.dhm.de/lemo/kapitel/n…en-im-ns-regime

    Offensichtlich fũhlen sich einige gleich angegriffen, wenn man auf historische Fakten und auch heute noch gültige Tendenzen hinweist.

    Oder es wagt, Plattitüden zu widersprechen, dass Glaube an Gott oder einen Führer die gleiche autoritäre Logik sei…

    Bitte einmal die Bergpredigt lesen und eine Hitlerrede daneben legen.

    Gerne ChatGPT nach den Unterschieden fragen, falls man nicht selbst drauf kommt.

    Und noch als Ergänzung, zum Nachdenken. Hitler selber hat wohl kaum einen Menschen persönlich umgebracht, hatte aber Heerscharen an willigen Helfern, von denen sicher nicht wenige (gläubige) Christen waren.

    Ich kann micht nicht erinnern, dass es in den KZs, die ich besucht habe, eine Kirche oder Seelsorger für die Wärter der SS gegeben hätte.

    Oder dass Himmler, Röhm, Heydrich, Göbbels oder Eichmann sich auf Gott bezogen oder gebetet hätten. Im Gegenteil wurde Kirche in der Regel verächtlich gemacht. Undeutsch. Nicht hart genug. Nicht soldatisch.

    Gläubige Christen der bekennenden Kirche sind sogar hingerichtet worden. Zahlreiche Bischöfe und Pfarrer haben die Euthanasie auch von der Kanzel verurteilt.

    Du kennst bestimmt wissenschaftliche Studien, nach denen vor allem gläubige Christen Nazis oder Mörder waren….

    Interessanterweise war aber die NSDAP in stark katholisch geprägten Gegenden in Deutschland besonders schwach. SA und SS hatten eine andere Kultur und Ideologie.

    Auch heute sehen wir dieses Muster wieder in den Wahlkreisen.

    Ich fände es gar nicht schlecht, wenn es kirchliche Feiertage nur für Kirchenmitglieder gäbe (und andere religiöse Feiertage für Muslime, Buddhisten, Juden etc.).

    Konfessionslose könnten dann ja gerne am “Tag des Lehrers” freinehmen, am “Tag des Buches” oder am “Weltgesundheitstag” oder ihren freien Sonntag gegen einen Mittwoch tauschen…

    Ich fände es auch gut, wenn Tarifverträge - wie früher - nur noch für Gewerkschaftsmitglieder gelten würden.

    Wir haben uns viel zu lange ans Trittbrettfahren gewöhnt und daran, ohne eigenen Beitrag von den Errungenschaften anderer zu profitieren.

    Dankbarkeit oder Anerkennung sind dabei zu oft auf der Strecke geblieben.

    Mehr Ehrlichkeit in diesen Dingen könnte sogar die Demokratie und Selbstverantwortung der Menschen fördern.

    Die ganze Geschichte des Christentums (inkl. der Bibel) und vor allem der Kirchen, von den Anfängen bis heute, basiert sehr stark auf vielerlei Arten von Gewalt. Ein paar bekannte Heilsbringer herauszustellen, bringt da gar nichts.

    Ich bezweifle, dass Hitler oder Stalin gläubige Christen waren oder mit Kirche etwas am Hut hatten.

    Interessanterweise waren Kirchen in der DDR, Polen und auch im Nationalsozialismus oft Freiräume für Dissidenten oder Schutzsuchende.

    Ich glaube, auch heute wählen in Deutschland kirchlich gebundene Menschen überdurchschnittlich häufig demokratische Parteien.

    Die Radikalen von links und rechts haben ihre Hochburgen dort, wo die Menschen nur noch sich selbst sehen.

    Auch in Gefängnissen dürfte der Anteil von Kirchenmitgliedern recht gering sein.

    Dafür zahlen sie wahrscheinlich im Durchschnitt mehr Steuern, spenden mehr und engagieren sich vor Ort.

    Meine Vermutung ist sogar, dass Kirchenmitglieder toleranter gegenüber anderen Religionen und Konfessionslosen sind als umgekehrt.

    Sie haben auch weniger Bedürfnis, andere Menschen zu bestrafen oder zu verurteilen, weil sie an die Möglichkeit der Umkehr und eine höhere Macht als sie selbst oder die Obrigkeit glauben.

    Nur mal so zum Nachdenken…

    EiEiEi,
    war das jetzt Satiere?
    Ansonsten beschäftige Dich bitte nochmal eingehend mit der Kirchengeschichte. Oft war es ja eine Gemeinschaft in Form von Fürst und Klerus der eng zusammen gearbeitet hat. Natürlich nur aus reiner Nächstenliebe.;)

    Ich glaube, die Geschichte des Christentums ist etwas komplexer als nur Hexenverfolgung, Inquisition und Kriege.

    Ja, es gab auch Fürsten und Klerus und Ablassbriefe und Missbrauch.

    Aber das war und ist nicht der Kern.

    Stellvertretend für viele:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_von_Assisi

    https://de.wikipedia.org/wiki/Dominikaner

    https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther

    https://de.wikipedia.org/wiki/Mutter_Teresa

    Da kann man sich natürlich schon fragen wie die katholische Kirche überhaupt zum größten Grundbesitzer in Deutschland werden konnte. Wäre es rein aus Nächstenliebe und Fürsorge nicht richtig gewesen den Grundbesitz unter den Armen Menschen zu verteilen? :/

    Ich glaube, da geht einiges durcheinander.

    Viele der schönsten Kirchen sind in einer Zeit gebaut worden, als außer dem Fürsten fast alle Menschen arm waren. Es war den Menschen wichtig.

    Den Grundbesitz haben zum großen Teil die Ordensgemeinschaften der katholischen Kirche mit ihrer Hände Arbeit erwirtschaftet, indem sie ihr ganzes Leben und ihre Arbeit in den Dienst Gottes gestellt, Klöster gebaut und zB Weinberge, Brauereien, Schulen und Betriebe gegründet, in Kräutergärten und Heilkunde tätig waren und Bücher geschrieben haben.

    Interessant, dass heute, wo die meisten Menschen im Wohlstand leben, viele nur noch fragen, was die Kirche “an die Armen” verteilen könnte - das ist aber Deine eigene persönliche kirchliche und ethische Pflicht, Dich um Deine Mitmenschen zu sorgen.

    Deswegen spenden die meisten Christen neben ihren Steuern und Kirchensteuern auch noch für wohltätige Zwecke. Viele arbeiten auch ehrenamtlich - das ist kein Ersatz für Steuern, sondern im Gegenteil ein zusätzliches Engagement und Aufgabe aller Menschen.

    Nicht abgreifen oder andere zum Verteilen aufrufen, sondern sich selbst einbringen und helfen - und diese Gemeinschaft gerne auch feiern und zelebrieren, sei es mit Weihrauch, Orgelmusik oder gutem Essen in Gemeinschaft.