Beiträge von ArminL.

    versehentlich […] einen mehrfach gehebelten World ETF gekauft

    Es wurde schon erwähnt, dass die von Finanztip empfohlenen ETFs definitiv nicht gehebelt sind und ebenso definitiv vertrauenswürdig.

    Allerdings kann es immer passieren, dass man versehentlich irgendwas falsch macht. Um dieses Risiko zu minimieren, empfehle ich dir, beim Einrichten des Sparplans nicht nach dem Namen des ETFs zu suchen, sondern die ISIN bzw. die WKN, sprich die Nummern dieser ETFs ins Suchfeld einzugeben via Copy & Paste.

    Ich bin auch um die 40 Jahre alt und habe vor 2 Jahren begonnen. Könnte dir jetzt hier meine sämtlichen Erkenntnisse auflisten, aber das bringt wahrscheinlich wenig.

    Leg los! Das ist alles, was ich dir (genau wie die anderen hier) mitgeben kann.

    hat doch mit Trump bisher nichts gewonnen

    Demokratisch legitimiert, repräsentiert er die USA nach außen. Von daher würde ich sagen, dass er sehr wohl die USA "ist" (= repräsentiert) und ebenfalls umgekehrt.

    Wer nicht gerade sehr vermögend ist oder das Leid anderer Menschen für sein Weltbild braucht, hat doch mit Trump bisher nichts gewonnen.

    Das hat er aber ja immer nur rein rhetorisch versprochen (sein Gelaber halt), nie real belastbar. Leider springen zu viele Leute halt auf die Rhetorik, also völlig leere Versprechungen, auch wenn völlig andere Vorhaben belastbar niedergeschrieben sind. Wie bei uns bei diversen Parteien, ist vom Prinzip her genau dasselbe.

    Genau aus dem Grund bin ich von N26 weg, weil ich keine Lust hatte, dass mir das mal passiert. Kann ja sein, dass sie mein Verhalten auffällig finden, weil ich immer an Automaten Geld hole und damit dann Einkäufe bar bezahle. Weicht von der Norm ab, ist daher definitionsgemäß auffällig.

    Ich mochte die App sehr, die transparente Karte ist schick usw., aber nein, bei der mittelhessischen Raiffeisenbank (meinebank.de) fühle ich mich deutlich wohler!

    Was meinst Du, wie die USA das nennen würden, wenn ein ausländisches Militär den US-Präsidenten in Washington kidnappen würde?

    Könntest auch ein konkretes Beispiel bringen: den 11. September.

    Das war natürlich kein Angriff auf die USA, sondern nur die unmittelbare Zerstörung von drei Gebäuden in den USA … :thumbdown::rolleyes::thumbdown:

    Achtung es ist ein großer Unterschied, wenn man schreibt:

    US-Angriff auf Venezuela
    oder
    US-Angriff in Venezuela

    Ich bin immer gern dabei, wenn es darum geht, Sprache genauzunehmen, v.a. unsere deutsche Sprache, die unfassbar exakt sein kann, wenn man es denn kann und wenn man will. Das hier ist aber kein philosophischer Diskurs, wo die Sprache auf so einem Niveau verwendet wird.

    Ich sage es für mich immer so:

    Geld ist Teil des kapitalistischen Systems. Wenn man also mit Geld maximal gut umgehen will, muss man sich innerhalb dieses Systems bewegen und es sich zunutze machen.

    Ist natürlich grob vereinfacht, aber für mich wird es so greifbar.

    Wenn man in ETFs investiert, dann macht man sich zunutze, dass Leute an der Börse zocken. Schön, sollen sie tun, mir soll es recht sein, ich sahne aber die Pralinen ein mit meinem breit gestreuten Investment und mittels buy&hold.

    Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, wie dieses System mal anders aussehen könnte, also grundsätzlich gesehen. Auch wenn ich mir wünschen würde, dass der Kapitalismus weniger zerstörerisch wäre und stattdessen seine wirklich positiven Möglichkeiten mehr zum Vorschein kommen würden. Aber das liegt nicht am Kapitalismus als System, sondern an den Menschen, die dieses System ausgestaltet haben und am Laufen halten.

    Falls dieser Vergleich zutreffen sollte, dann träfe er auf alle Foren, facebookgruppen und Hobbyvereine dieser Welt gleichermaßen zu.

    Ich stimme zu und das war auch mein allererster Gedanke.

    Hier mal mein Versuch, zumindest meine persönlichen Erfahrungen in Foren (andere Gruppen habe ich online nicht dank Social-Media-Meidung):

    Letztlich geht es (für mich nach kurzem Überlegen) um drei Dinge in Foren, nämlich 1. das Aufbauen von Wissen durch Austausch mit Leuten, die bereits Erfahrung haben, 2. um die Selbstvergewisserung, ob man selbst auf dem rechten Weg ist und 3. um das Aktuellhalten von 1. und 2., also des eigenen Wissens bzw. des rechten Weges. Man könnte vielleicht noch das Helfen von Neulingen als 4. Punkt anfügen. Ab dem Punkt springen viele aber schon wieder ab.

    Der 2. Punkt mit dem rechten Weg hat schon etwas Religiöses. Den 1. Punkt könnte man auch noch so interpretieren, z.B. als Weg hinein in die Religion. Aber 3. sicher nicht, weil es in Religionen, zumindest Buchreligionen, nichts Neues mehr gibt.

    Spaß beiseite! In Religionen geht es um viel mehr, um viel Grundsätzlicheres als dieses reine Finanz-Ding oder worum es auch immer in anderen Foren oder Social-Media-Gruppen geht, in denen man so ist. Bin selbst kein religiöser Mensch, auch nicht gläubig, aber ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass wir alle religiös geprägt sind. Unsere Vorstellung davon, was gut und was böse ist, ist religiös geprägt usw.

    Oder kurz gefasst: Schaut euch im Christentum die 10 Gebote an. Dann verfasst mal die 10 Gebote der Finanzbildung. Auch wichtig, aber ein Witz gegen das Grundsätzliche, was die 10 Gebote der Bibel vermitteln!

    Heiliger Strohsack! Hätte er sein Misstrauen gegenüber der Bank (sonst hätte er es doch auf ein Konto geparkt) mal konsequent zu Ende gedacht!

    edit: "Für die Zinsen brauche ich das Geld nicht anlegen. Das macht nur die Bank reicher. Dann bin ich lieber frei“ (am Ende des Focus-Artikels) ist auch ein geiles Zitat. Na dann, lebe deine Freiheit!

    ein Beispiel. Nicht mehr.

    Ich würde sagen es ist noch ein kleines Bisschen mehr: ein sinnvoller Kompromiss. Und zwar ein Kompromiss aus zu aufwändig (im Extremen ein monatlicher ETF- bzw. Depotwechsel) und zu wenig Wirkung (im Extremen hier eben, dass man nur bei einem ETF in einem Depot bleibt).

    Ich persönlich werde alle 5 Jahre wechseln, passt für mich persönlich besser, aber Finanztip spricht ja ALLE Leute mit ihren allgemeingehaltenen Tipps an, daher ist hier 3x10 (oder eigentlich auch 4x10 bzw. sogar 5x10, wenn man schon mit 18 Jahren beginnt) schon ok.

    Das Wichtigste ist (wie fast immer im Leben), dass man das Prinzip verstanden hat. Dann kann man es auf die eigene Situation anpassen und steuerlich maximal profitieren bei gleichzeitigem Prinzip, das Verwalten des Gelds so einfach wie möglich zu halten.

    Habt ihr das mal gegengerechnet?

    Ja. Macht letztlich keinen Unterschied. Kater.Ka hat eine mögliche Erklärung bereits geliefert. Hier mal eine andere.

    Lass uns mal zwei einfache Beispiele anschauen: 1. mit einem ETF, 2. mit zwei ETFs. Der Einfachkeit halber wird in dem Beispiel nur 1x pro Jahr eingezahlt. Ich gehe von 6% Rendite aus.

    Fall 1

    1. Jahr: 100 € rein in den ETF. Wieviel hast dann am Ende des Jahres? 100 € * 1,06 = 106 €

    2. Jahr: 100 € rein in den ETF, dann hast Anfang des zweiten Jahres 206 € drin, macht am Ende des Jahres 206 € * 1,06 = 218,36 €

    Fall 2

    1. Jahr: 100 € in den ersten ETF, macht wieder 106 € am Ende des ersten Jahres.

    2. Jahr: 100 € in den zweiten ETF, der erste läuft einfach weiter. Macht im ersten ETF 106 € * 1,06 = 112,36 € und im zweiten ETF wieder 106 €, weil das ja sein erstes Jahr war. Macht ein Gesamtvermögen von 112,36 € + 106 € = 218,36 €. Also exakt dasselbe.


    Ist jetzt natürlich ein einfaches Beispiel, aber dieser Grundsatz gilt auch in realen Beispielen.


    Falls du ein intuitives Verständnis möchtest, dann nimm Kater.Kas Erklärung. Vielleicht zur Veranschaulichung: Stell dir vor, jeder Anteil, den du kaufst, ist irgendwas, was mit der Zeit zunimmt / sich aufbläht / …. Davon kaufst du ja mit der Zeit sehr viele einzelne kleine Dinger. Ob du diese einzelnen, sich aufblähenden Dinger nun in nur eine einzige Kiste packst (= 1 ETF) oder in zwei Kisten (= 2 ETFs) oder noch viele weitere, ist völlig egal, weil sich die kleinen Dinger ja unabhängig von ihrer Umgebung aufblähen.

    Argh, das ist natürlich immer so eine Sache mit Traditionen. Klar willst du Familienerbstücke nicht unbedingt zu Geld machen und das Geld dann anlegen usw. Da stecken ja hohe ideelle Werte dahinter.

    Und ein solcher Raub ist ja natürlich höchst selten, daher kann man die Risikoabschätzung schon so treffen!

    Wie gesagt, mir geht es um Bargeld in einem Bankschließfach. Das macht halt einfach null Komma null Sinn! Wird aber wohl eher die Ausnahme sein.

    Wo liegt mein Denkfehler?

    Meine liebste, weil aus meiner Sicht anschaulichste Erklärung dafür, warum das 3x10-Prinzip funktioniert:

    Wenn du ETF-Anteile verkaufst, willst du ja einen bestimmten Betrag auf dein Girokonto bewegen. Der Betrag ist grob gesagt der Wert der verkauften Anteile minus die Steuer. Du musst demnach mehr Anteile verkaufen, wenn darauf eine höhere Steuer anfällt. Dann sind also weniger Anteile, die Gewinn erwirtschaften können, im Depot übrig. Deshalb ist es immer am besten, wenn du Anteile verkaufst, die noch wenig Gewinn erwirtschaftet haben, worauf du also wenig Steuer abführen musst. Deshalb willst du am liebsten die jüngsten Anteile verkaufen. Wegen FIFO werden aber immer erst die ältesten Anteile verkauft. Das kannst du mit dem 3x10-Prinzip ein wenig umgehen.