Beiträge von DerDenker

    Ach so, sprich doch Mal mit Deinem Vermieter. Vielleicht geht er darauf ein, dass auch wenn die Wohnung fristgerecht zum Monatsletzten gekündigt ist, er Dir die Hälfte der Miete erlaßläßt, wenn Du schon vor dem 15ten ausgezogen bist und er die Schlüssel wieder hat.

    Er könnte ja darin einen Vorteil sehen und darauf eingehen...

    Bitte, Leonardo.Frankfurt, wähle die Überschneidung nicht zu knapp - in meinen Augen mindestens zwei Wochen. Alles andere gibt nur Rennerei für alle und miese Gefühle!

    In Deinem Mietvertrag steht, auf welchen Termin Du kündigen kannst und wie viel Vorlauf das braucht. Meist ist der Kündigungstermin der letzte eines Monats.

    In Deinem Kaufvertrag, der i.d.R. auch der Bank vorliegt, steht, zu welchem Termin das Geld auf dem vereinbarten Konto liegen muss, damit die Wohnung Dir tatsächlich gehört. Da kann so ziemlich alles vereinbart werden, es könnte also auch zum zehnten eines Monats sein.

    Ich kenne es so, dass die Banken dafür sorgen, dass das Geld zwar rechtzeitig aber nicht wesentlich früher auf dem Zielkonto liegt.

    Zudem wird mit dem Verkäufer meist noch - und sei es in einer Nebenansprache - vereinbart, an welchem Termin die Schlüsselübergabe und Abnahme tatsächlich stattfindet. Oft einen Tag oder zwei nach dem vereinbarten Geldübergabetermin, weil der Verkäufer sich sicher sein will / muss, dass das Geld da ist. Der guckt in der Regel auf sein Konto oder läßt sich das per Telefon bestätigen. Ohne Geld keine Schlüsselübergabe lautet die Regel, die ich kenne. Andere dürfen mich gerne korrigieren.

    Und nun ein Schwank aus meinem Leben, als ich meine Wohnung verkauft habe und weshalb ich von "Gerenne für alle" rede:

    Ich hatte Ende August (Notartermin) einem Pärchen meine Wohnung mit "Geld da" und Bezugsfrei und Schlüsselübergabe 1. Dezember (Freitag) verkauft.

    Ich selber bin am vorletzten Wochenende im November ausgezogen und wusste, dass ich noch fast zwei Wochen einschließlich einem vollen Wochenende zum finalen Putzen und Gefrierschrank ausräumen und abtauen) haben werde.

    Mein neuer Gefrierschrank sollte erst am letzten Freitag im November geliefert werden, deshalb war das noch nicht erledigt.

    Beim Notartermin hatte ich erfahren, dass das Pärchen sein erstes Kind Anfang Januar erwartet.

    Und dann kam am Donnerstag nachdem ich ausgezogen war (also ca. eine Woche vor "Geld da") der Anruf, sie hätten ihre Wohnung auf den 30. November gekündigt und soeben von ihrem Vermieter erfahren, dass dieser schon einen neuen Mieter habe, der am 1. Dezember (Freitag) einziehen wolle!

    Ob sie nicht eine Woche früher einziehen könnten (also ca. vier Banktage, bevor das Geld auf meinem Konto ist!)?

    Super: wenn jeder auf sein Recht bestanden hätte, hätten die beiden mit ihrem ganzen Hausrat eine Nacht irgendwie überbrücken müssen!

    Weil ich Sorge vor Betrug hatte (sie ziehen ein, behalten das Geld und können mit Hinweis auf Säugling und anderen Ausreden nicht mehr ausziehen), habe ich darauf bestanden, dass ich von deren Bank eine schriftliche Finanzierungsbestätigung vorgelegt bekomme (Rennerei für die). Und ich war am Samstag um halb sechs Uhr morgens in der Wohnung, damit das mit meinem Gefriergut und "besenrein" noch vor 10:00 Uhr klappt. (Rennerei für mich). Bin bis heute hoch begeistert von der Aktion! :cursing: :thumbdown:

    Ja, ich kann es verstehen, wenn jemand eine Monatsmiete sparen will - aber das ist in meinen Augen sparen zu Lasten anderer!

    Bitte tue das nicht!

    Guten Morgen,

    Oh je, da kommt bei Euch ja so einiges zusammen. Kein Wunder, dass Du zu nachtschlafender Zeit um Rat suchst.

    Was ich persönlich in Eurer Situation machen würde:

    1. Die Kryptos verkaufen. Jetzt ,in dieser Situation braucht die Familie reales Geld!

    Die Kryptos haben einen ordentlichen Gewinn gebracht. Sie haben ihre Schuldigkeit getan und wenn es finanziell wieder besser aussieht kann nach Aufbau eines Notgroschens in Ruhe geguckt werden in was man dann investieren will.

    2. Gute Regenkleidung kaufen und die 25 km zu Arbeit mit dem Fahrrad fahren. Berlin und Umland sind flach. Mit einem normalen Fahrrad (ohne Motor) dürfte die Strecke in gut einer Stunde machbar sein - schneller und günstiger als die Öffis, und sehr viel günstiger als ein zweites Auto.

    3. Ein Geschirrspüler ist schön und gut und erleichtert ohne Frage die Arbeit. Wirklich notwendig ist er aber nicht - zumindest nicht, wenn es finanziell gerade sehr knapp ist.

    Deiner wachsenden Familie alles Gute und viel Kraft.

    Und jetzt bin ich gespannt auf die Lösungsvorschläge der anderen Foristen.

    Grüße,

    DerDenker

    Sovereign

    Vielen Dank für diese Beschreibung der anderen Sichtweise auf das Thema Gold.

    So habe ich das tatsächlich noch nicht betrachtet.

    Vielleicht, weil Münzen in meiner Familie in meiner Erinnerung nie als Wertanlage / Investition diskutiert wurden, sondern als Erinnerung.

    Wahrscheinlich dürfte beispielsweise die 10 DM Silbermünzen, die zur Olympiade 1972 geprägt wurden, in einigen Schlafzimmerschränken noch zu finden sein- gleich neben dem Euro-Starter-Kit! :P .

    Wenn Opa Willy für jeden seiner Enkel eine Goldmünze von König Wilhelm II von Württemberg schenkt - und für die Enkeltöchter fassen lässt - dann ärgert man sich, wenn die Münze der Schwester zur Verfügung steht (als Anhänger an deren Halskette) und man an die eigene nicht ran kommt (vergammelt im Schließfach)...

    Jetzt ärgere ich mich nicht mehr.

    Verkaufen kommt aber trotzdem nicht in Frage!

    Grüße

    DerDenker

    und reduziert gleichzeitig den Wiederverkaufswert auf Materialwert abzüglich Schmelzkosten.

    Ja, mag sein.

    Nur hat die Beschenkte in soweit "mehr" vom Geschenk, als dass es nicht im Kassenschrank oder Schließfach auf ewig verschwindet, sondern tatsächlich zumindest ab und zu getragen werden darf.

    Was habe ich denn sonst so wirklich von den Goldmünzen, so rein praktisch im Leben?

    Wenn ich Gold als Geldanlage / Vorsorge für echt miese Zeiten / Sicherheitsbaustein o.ä. haben will, dann fahre ich mit den deutlich weniger emotional besetzten genormten "Barren" doch besser.

    Die werden in Notzeiten leichter verkauft / eingetauscht und jeder kann leicht erkennen, welches Gewicht und welche Güte das gute Stück hat.

    Bei einer Münze ist das eben doch anders....

    Der Denker,

    Lieber Benjito,

    jetzt hast Du von so vielen Foristen schon sehr nüchterne Antworten, Empfehlungen und Argumente bekommen. Ich will nun auch noch die emotionale Seite beleuchten...

    Goldmünzen lösen seit jeher bei so ziemlich jedem starke Emotionen in Richtung Faszination aus.

    Da glänzt was, das ist wertvoll, da ist ein Bild aufgeprägt...

    Warum hat der Großvater wohl die Münze verschenkt? Es hätte ja auch das Geld in Bar sein können...

    Ich glaube, der Großvater wollte etwas Bleibendes mit Erinnerungswert verschenken. Etwas bei dem man das Gefühl haben darf, es geht mir gut, wenn ich es habe, anschaue, in der Hand halte, Eine Erinnerung an den Großvater. Und wenn es mir mal wirklich, wirklich schlecht gehen sollte, dann könnte ich es verkaufen (aber das werde ich als allerletztes tun, weil es ist der Notanker, den mir mein Großvater zur Geburt geschenkt hat!).

    Wie viel Besonderheit werden die nachfolgenden Münzen haben?

    Und um wie viel werden die darauffolgenden Münzen den Gefühls- bzw. Erinnerungswert der ersten Münze reduzieren?

    Goldmünzen sind toll. Meine Familie hat auch schon welche verschenkt und ich habe auch schon welche geschenkt bekommen. Zur Geburt, zur Taufe, zur Kommunion oder Konfirmation, zum 18ten....

    Das sind die Anlässe, bei denen eine Goldmünze manchmal verschenkt wird.

    Ob dann mit Bezug auf das Jahr, oder eine "alte" Münze, bei der es um den abgebildeten Herrscher bzw. seinen Namen geht, oder gleich als Anhänger gefasst (für Buben nicht ganz so geeignet) erhöht dann nochmals den eigentlichen Wert....

    DerDenker

    Die Startseite meines Browsers ist BING.

    Und ja, als Kind habe ich die bunten Zeitschriften (die Engländer würden "yellow press" dazu sagen) die meine Oma gekauft hat, mit Vergnügen gelesen.

    Die Meldungen, die mein Browser mir jetzt vorsetzt, haben ähnlichen Informationsgehalt und Unterhaltungswert.

    Vielleicht schalte ich den Aufruf der Seite deshalb nicht aus? :/

    Ach, Stefan Raab wird dafür auch herangezogen?

    Letzte Woche habe ich diese Werbung(?) fast wortgleich mit dem Namen Günther Jauch und gestern mit dem Namen Til Schweiger vorgesetzt bekommen...

    ... was sagt das jetzt über mein User-Verhalten im Netz?

    Und ja, ich gebe zu, ich habe den Text gelesen, dann nach der Quelle geguckt und mich anschließend gewundert, warum es mir angezeigt wird, weil es doch mindestens zwei Unterlassungsklagen geben sollte....

    Leider steht zu befürchten, dass einige nicht rechtzeitig ihr Hirn einschalten.

    Hallo zusammen,

    nachdem die Frage mit einigen Abschweifen mehr oder weniger behandelt wurde, möchte ich meine Überlegungen noch dazu geben....

    Für mein Kind habe ich ab dem ersten Tag eine Unfallversicherung (Erweiterung des Tarifs auf Familientarif) abgeschlossen und eine Invaliditätsversicherung (war, glaube ich erst mit 3 Monaten möglich).

    Als es dann vom Alter her möglich war, wurde die Invaliditätsversicherung um Invalidität durch Krankheit (Infektionen etc.) erweitert.

    Beide Versicherungen halten sich kostentechnisch im Rahmen und beruhigen mich aber sehr. Warum?

    Wenn ich wegen einer Behinderung meines Kindes meine Arbeitszeit deutlich reduzieren müsste, täte das finanziell ähnlich weh, als wenn mich selbst eine Berufsunfähigkeit träfe. Es ist also (auch) die Absicherung meiner Arbeitskraft.

    Die Invaliditätsversicherung kann mit Eintritt in den Beruf ohne weitere Gesundheitsprüfung zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung umgewandelt werden.

    Und ja, Unfälle und Erkrankungen mit gravierenden Folgeschäden passieren - in jedem Alter. Nur sollte das nicht die Familie zum Sozialfall werden lassen.

    Und wie mit Ausnahme der Rentenversicherung gilt auch hier: am besten ist die Versicherung, die man nicht braucht.

    Wenn man sie doch braucht, ist es gut, wenn man sie abgeschlossen hat.

    Grüße,

    DerDenker

    Hallo Zackardy,

    wenn ich es richtig verstanden habe, habt Ihr Euer konkretes Haus noch nicht gefunden.

    Das Gespräch zu den Finanzierungsmöglichkeiten endete dann mit mehr Verwirrung als Klarheit:

    Auf die Frage die monatliche Rate niedrieger zu halten sind die überhaupt nicht drauf eingegangen und sagten das wir das locker schaffen sollten.

    Die Damen und Herren, die bei den Geldinstituten angestellt sind, haben die Aufgabe Euch ein Darlehen zu verkaufen. Vorteilhaft für deren Arbeitgeber ist

    Hoher Zinssatz und hohe Darlehenssummen.

    Während beim Zinssatz jeder noch darauf kommt, dass weniger besser ist, durchschaut das Thema Darlehenshöhe nicht jeder.

    Im Gegenteil! Es gibt Leute, die sich geschmeichelt fühlen, wenn ihnen die Bewältigung eines hohen Betrags zugetraut wird - und planen/kaufen dann entsprechend größer.

    - Ziel (des Verkäufers) erreicht -

    Bei welcher Darlehensrate würdet Ihr Euch denn noch wohl fühlen?

    Wie geht ihr mit der Herausforderung um, eure finanziellen Ziele im Blick zu behalten, während das Leben ständig mit unerwarteten Ausgaben um die Ecke kommt?

    Jährliche Verpflichtungen (Zahlungen an eine Versicherung) sind nicht unerwartet.

    Die "kleinen" einmaligen unerwarteten Ausgaben (Auto lehnt sich an Lastwagen an; Spülmaschine kaputt; o.ä.) dafür gibt es den Notgroschen und der sollte auch rasch wieder aufgefüllt werden.

    Die regelmäßigen zusätzlichen Ausgaben, die halt manchmal auch nötig werden, weil sich das Leben weiter entwickelt, spucken mir bei meiner Planung für die Altersvorsorge viel mehr in die Suppe.

    Beispiel 1: "Ganztagsschule" bietet nur Betreuungszeiten, die mit 30 Stunden/Woche kaum, mit 40 Stunden/Woche überhaupt nicht vereinbar sind - Ferienbetreuung noch schlechter. ( Per Gesetz BW gilt als Ganztagsschule, wer an mindestens 3 Tagen die Woche mindestens 7 Stunden Betreuung bietet)

    Und ja, ich bin von unserem Kindergarten sehr verwöhnt (49 Stunden pro Woche und kaum Schließtage).

    Beispiel 2: Auflagen, was alles noch zu ändern / modernisieren ist, wenn man eigentlich doch nur ein Thema am Haus angehen wollte.

    Diese Themen gab es bei mir vor 10 Jahren noch nicht in der Planung. Jetzt sind sie trotzdem da - und nein, ich weiß noch nicht, wie ich das alles und dazu noch einen ausreichenden Vermögensaufbau hinbekommen soll. Und ja, meine Definition von ausreichendem Vermögen werden die meisten Menschen als vollkommen aus der Welt betrachten.

    Trotzdem will ich von meinem Ziel nicht abweichen.

    Haushaltsbuch, ja.

    Ziel / Planung verschriftlichen

    Einmal jährlich Bilanz, ob es auch den erhofften Zugewinn auf den Konten gab.

    Weiterbildung, um auf dem Arbeitsmarkt attraktiv zu bleiben.

    So versuche ich, doch noch hin zu kommen.

    Fragt mich in 20 Jahren nochmal, ob es auch geklappt hat

    Grüße,

    DerDenker

    Hallo ExSpeedy,

    leider habe ich die Adresse nicht greifbar, ich weiß aber von meiner Freundin, die in der Schweiz arbeitet (zwischenzeitlich dort auch lebt), dass es in Konstanz (und sicher auch in anderen grenznahen Kreisstädten) eine Beratungsstelle gibt, die von Steuer über Versicherungen bis Rente individuell beraten, welche Möglichkeiten es gibt, was anders ist, was wie angerechnet wird etc..

    Sicher wirst Du demnächst Mal in die Gegend reisen, um Umgebung, mögliche Wohnungen etc. anzusehen. Vielleicht bekommst du ja einen Beratungstermin und weißt dann mehr.

    Grüße

    DerDenker

    Hallo Schofseggel,

    ja, sieht wild aus, ist es aber nicht.

    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann investieren Geldmarktfonds in liquide Wertpapiere, also Termingelder oder Anleihen mit sehr kurzen Laufzeiten (kleiner 1 Jahr).

    Wenn die Zinsen, die die Zentralbank festlegt, steigen, wird dadurch auch der Kurs steigen (ab 2022 war es nach Null- und Negativzinsen soweit).

    Wenn Nullzins bleibt der Kurs stabil, bei Negativzinsen fällt der Kurs.

    Übrigens haben sich in der Negativzinsphase auch manche Banken bei höheren Einlagen im Tagesgeld und auf dem Girokonto von den Kontoinhabern dafür zahlen lassen, dass das Geld dort rumliegen durfte - prozentual in Abhängigkeit des Betrags auf dem Konto, tagesgenau abgerechnet, ähnlicher Höhe wie die Kursverluste des Geldmarktfonds.

    Die Geldmarktfonds werden jetzt wieder empfohlen, weil dort das Geld sich jetzt wieder vermehrt, wie auf gut verzinsten Tagesgeldkonten.

    Beim Geldmarktfond hat man zwar bei Kauf und Verkauf Gebühren, dafür braucht man nicht auf die Anlagewert achten, weil es Sondervermögen ist (Einlagensicherung ist hier also kein Thema).

    Beim Tagesgeldkonto kommt es auf die Angebote der Bank an. Manche Angebote gelten nur für Neukunden und nur zeitlich begrenzt. Da kann es tatsächlich bequemer sein, sein Geld auf einen Geldmarktfond zu packen...

    Grüße,

    DerDenker

    KaffeeOderTee

    Ich denke mal, die Standmeldung wird ziemlich gleich der letzten Standmeldung sein. An der Situation der Bewertungsreserven der Versicherer sollte sich in den letzten 12 Monaten nicht allzuviel geändert haben.

    PS: Die generelle Rendite eines Versicherungskonzerns hat nix mit der Entwicklung von klassischen Kapitalbildenden Lebens- und Rentenversicherungen zu tun.

    Warum sollte sich nicht viel geändert haben?

    Die Zinsen sind doch rauf.

    Die letzten Jahre haben doch alle unisono die Tatsache, dass sie unter dem prognostizierten Werten geblieben sind mit "die Zinsen sind so schlecht und wir müssen doch sicher anlegen" (Stichwort Beitragsgarantie) begründet.

    Genau aus diesem Grund hat der Gesetzgeber auch seit 2004 nach meiner Erinnerung 3 Mal den Garantiezins gesenkt.

    Mehr Zinsen - Grund weg - muss doch sichtbar werden!

    Oder nicht?

    Grüße,

    DerDenker

    Vielen herzlichen Dank für die gute Klarstellung des Sachverhalts.

    Ich werde es bleiben lassen...

    1. Ja, ich bin angestellt.

    2. Ich habe bereits den maximalen Arbeitgeberzuschuss ausgereizt, weil ich vor einigen Jahren schon Mal so einen Vertrag unterschrieben habe - es ging jetzt nur noch um die Aufstockung

    3. Auf die Idee kam ich, weil ich meine eine BaV-Vertrag (also auch ein Sicherheitsbaustein) wegen jährlichen Ärgers über die schlechte Performance ruhen lassen möchte.

    Es wird wohl auf eine Aufstockung meiner Sparrate auf den ETF hinaus laufen.

    Das tragische ist: selbst mit ganz konservativen Zahlen gerechnet 4% Zins und 45 Jahre Auszahlungsdauer bin ich voraussichtlich ordentlich aufgestellt.

    Und die Wahrscheinlichkeit, dass ich älter als 110 Jahre alt werde halte ich für gering. Und falls es dann doch passiert, wird sich hoffentlich jemand kümmern...

    Danke für Eure Hilfe.

    Hallo zusammen,

    je mehr man sich über ein Thema informiert, desto größer wird die Verwirrung - zumindest bei mir, wenn ich dann noch das Denken anfange ..

    Wer privat voll krankenversichert ist und in Rente geht, bleibt voll privat krankenversichert - soweit klar.

    Wenn man dann in Rente geht und man bei der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung ist, kann man zusätzlich zur Rente auch die Unterstützung zur Krankenversicherung beantragen.

    Nur wie hoch wird diese nach heutiger Gesetzgebung ausfallen?

    Die Hälfte des individuell zu zahlenden Beitrags bis zu einer Höchstgrenze? Also so, wie es der Arbeitgeber macht?

    Oder wie ein Kollege behauptet ca. 10% der monatlichen Rente, egal wie viel der Beitrag tatsächlich sein sollte? - also auch für den äußerst unwahrscheinlichen Fall, dass man es fertig bringen sollte, mehr Zuschuss zu erhalten, als dass Krankenversicherungsbeitrag fällig wird?

    Und zahlt man auf den Zuschuss zur Krankenversicherung Einkommenssteuer wie auf die Rente selbst?

    Um ehrlich zu sein, habe ich die Beschreibung auf der Website der Deutschen Rentenversicherung nicht ganz verstanden und gleichzeitig habe ich Werbung / ein Angebot erhalten, jetzt mehr in die private Krankenversicherung zu zahlen, damit diese mir dann im Alter einen schnon jetzt festgeschrieben Beitragsrabatt gewähren

    kann.

    Konkret: zahle jetzt 100€ und habe dafür im Alter 200€ weniger Kosten...

    Charm hat der Gedanke: von Kosten, die nicht entstehen, kann keiner Steuern verlangen - von Kapitalerträgen, die ich zur Deckung der Kosten brauche, schon...

    Grüße

    Der Denker

    Der Handwerker, der die letzten 30 Jahre vor der Rente freiwilliges Mitglied in der IKK war und Rente beantragt, der wird dem Grunde nach die Voraussetzungen für die KVdR erfüllen, jedoch solange er die Selbständigkeit während des Rentenbezuges fortführt, wird er weiterhin als freiwilliges Mitglied krankenversichert sein. Wenn die Selbständigkeit beendet wird, dann greift die Pflichtversicherung über die KVdR.

    Ah, jetzt wird es klarer....

    Da gab es noch eine "teilstillgelegte" Firma im Hintergrund.

    In jungen Jahren selbstständig, beschlossen Vollzeit in eine abhängige Beschäftigung zu gehen, laufendes Haupteinkommen (zumindest das gefühlte, liquide) über diese abhängige Beschäftigung bezogen...

    ABER: die Firma wurde nicht richtig aufgegeben bzw. abgewickelt.

    Vielleicht wurde deswegen eine Selbstständigkeit unterstellt?

    Na ja, ist Schnee von gestern, kann nicht mehr geändert werden und hat außer meinen Horrorvorstellungen wie blöd es einer Familie im Alter gehen kann, keine direkte Auswirkung auf die Zukunft meiner Familie.

    Ich habe durch Eure Antworten den Sachverhalt besser verstanden, bin beruhigt und danke Euch allen recht herzlich dafür.

    Liebe Grüße,

    DerDenker

    Hallo zusammen,

    je mehr ich lese, desto verwirrter werde ich.

    Mir geht es um das Thema der Krankenversicherung in der Rente.

    Für mich persönlich ist der Fall klar: ich bin privat Krankenversichert und werde es deswegen auch im Alter bleiben. Mit allen Vor- und Nachteilen...

    Für meinen Ehepartner ist es mir nicht ganz so klar.

    Auf der offiziellen Website der Deutschen Rentenversicherung steht:

    Sie müssen die sogenannte Vorversicherungszeit in der gesetzlichen Krankenversicherung erfüllen. Diese erreichen Sie, wenn Sie in der zweiten Hälfte Ihres Erwerbslebens mindestens neun Zehntel in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert waren. Ihr Erwerbsleben ist dabei der Zeitraum zwischen erstmaliger Aufnahme einer Erwerbstätigkeit und der Rentenantragstellung. Ob Sie dabei pflichtversichert, ein freiwilliges Mitglied oder durch die Familienversicherung an die gesetzliche Krankenversicherung gebunden waren, ist hier egal.

    Auf der selben Seite heißt es aber auch:

    Pflichtversicherte und freiwillig versicherte Mitglieder zahlen in der Regel nach der Höhe ihrer Einkommen monatlich Beiträge und erhalten im Krankheitsfall dafür alle erforderlichen Leistungen.

    Zur Situation:

    Er ist angestellt, verdient sehr gut, ist in einer gesetzlichen Krankenkasse freiwillig versichert. Voraussichtlich wird es auch so bleiben, Selbstständigkeit ist nicht geplant.

    Neben der gesetzlichen Rente wird er noch eine Betriebsrente und eine Riesterrente bekommen. Verschiedene Sparpläne in Aktien laufen. Auch gibt es Mieteinnahmen von einer Wohnung.

    Wie sieht die Welt nach aktueller Gesetzeslage für uns aus?

    - hat mein Partner die Chance später in der gesetzlichen Krankenkasse der Rentner versichert zu sein, bei der, soweit ich verstanden habe, nur Einkommen aus der GRV, Betriebsrente und Riester berücksichtigt werden?

    - wenn nein, würden dann die Ausschüttungen /Dividenden / Entnahmen vom Depot und Mieteinnahmen mit einberechnet?

    - Was zählt denn dann überhaupt als Einkommen?

    - hat mein Einkommen und haben die Quellen meines Einkommens Auswirkung auf die Beitragshöhe meines Mannes? Ich Frage, weil ich an einer Firma beteiligt bin.

    - macht es bei der Frage des Krankenversicherungsbeitrags im Alter einen Unterschied, ob wir steuerlich zusammen oder getrennt veranlagt sind?

    Sorry, in der Verwandtschaft wurde wegen einer seltsamen Konstellation, obwohl die letzten 30 Jahre vor der Rente durchgängig in die gesetzliche Krankenversicherung eingezahlt wurde, der Status zur gesetzlichen Krankenversicherung der Rentner nicht anerkannt und das wurde zum massiven Problem, weil die Krankenkasse ein anderes Einkommen errechnet hat, als das, was tatsächlich liquide auf dem Konto gelandet ist.

    Ich habe einfach nur Angst, dass sich die Situation wiederholen könnte!

    Grüße

    DerDenker

    Hallo Andy,

    "Schulden machen ist Sparen im Nachhinein!" habe ich als Kind erklärt bekommen.

    Deine Gedanken, was gehört zur Sparrate dazu, wenn ich ein Darlehen nutze und tilgen um irgendwann in einigen Jahren einen Vermögenswert namens Immobilie mein Eigen nennen zu können, kann ich gut nachvollziehen.

    Nur, was nützt es?

    Angenommen Du hast ein Anuitätendarlehen. Die Rate ist fest vereinbart, nur der Tilgungsanteil wird jeden Monat mehr und der Zinsanteil jeden Monat weniger. Wenn Du die Tilgung zur Sparrate rechnest, wirst Du rechnerisch jeden Monat die Sparrate erhöhen, ganz automatisch, ohne weitere Einschränkungen, einfach so!

    Wenn Du die Raten außen vor läßt, dann ist jeder Vergleich mit einer Empfehlung sehr frustrierend. Und glaube mir, mir ging es oft so, weil ich mein Darlehen Gedanklich immer raus genommen habe.

    Was steckt denn hinter den ganzen Empfehlungen, wieviel man zur Seite legen sollte - auch noch je nach Autor ganz pauschal ein Prozentsatz, altersabhängig unterschiedliche Prozentsätze, mal gut begründet, mal seltsam erklärt?

    Es geht schlicht darum , dass jeder um seinen Lebensstandard nach der Berufstätigkeit möglichst halten zu können, etwas zur Seite legen muss.

    Die Frage, ob Du Deine persönliche Sparrate mit oder ohne Tilgung, nur mit der anfänglichen Tilgung oder sonst wie berechnest, hat daher wahrscheinlich nur Auswirkung auf Dein persönliches Wohlbefinden, das gute Gefühl, etwas gut zu machen, vielleicht die Empfehlung sogar noch zu übertreffen.

    Sinnvoller dürfte es sein, wenn Du Deine persönliche Rentenlücke errechnest, gerne konservativ mit 3% Inflation und voraussichtlich notwendigen Rücklagen für Renovierungs / Modernisierungsarbeiten wie neues Bad nach 20 Jahren, neues Dach nach 50 Jahren (auch wenn viele Dächer länger durchhalten) und davon Dein Sparziel ableitest. Das kann ebenso motivierend wirken und kann besser auf die persönliche Situation angepasst werden.

    Aber bitte nicht vergessen: Ein Plan ersetzt lediglich den Zufall durch den Irrtum.

    Leider gilt dies auch für Finanzpläne.

    Ich wünsche Dir ein gutes Gefühl beim Sparen und beim Vermögensaufbau.

    Grüße,

    DerDenker