Beiträge von Newb

    Na ja, die Förderquote ist soweit ich weiß bei 360 € Investition pro Jahr am höchsten. Das können sich viele noch leisten, möchte ich meinen. Dann eventuell noch eine Kinderzulage, das empfinde ich mehr als sinnvoll.

    Ich will garnicht widersprechen nur ergänzen. Das ist bei dem Betrag schon OK. Aber darüber hinaus greift dann irgendwann der persönliche Steuersatz. Und von der Kapitalertragsteuerfreiheit profitiert auch nur, wer den Pauschbetrag schon ausgeschöpft hat.

    Und ich finde es völlig legitim, wenn eine staatliche Förderung so ausgestaltet ist, dass nur Gering- und/oder Durchschnittsverdiener davon profitieren, oder jedenfalls so, dass diese Personengruppen davon überdurchschnittlich profitieren und Gutverdiener nur eingeschränkt oder gar nicht.

    Findest Du das AV Depot ist so ausgestaltet? Ich hätte ja das Gegenteil behauptet. Aber das liegt ja in der Natur der Sache. Alle Fördermaßnahmen, die durch Steuerreduktion funktionieren, haben üblicherweise den Effekt, dass Leute die viele Steuern zahlen natürlich auch absolut mehr profitieren.

    Es gibt einfach Menschen, die verzichten auf sämtliche Vorteile, wenn sie die eigene Souveränität in Gefahr sehen. Manche gründen ja sogar ihren eigenen Staat.

    Es ist wahrscheinlich auch irgendwie verständlich. Ich denke mir, dann zwacken wir halt einen Teil unserer Sparrate ab und schieben das ins AV Depot. Endlich mal wieder ein bisschen was zu gestalten neben den langweiligen ETf Sparplänen.

    Wenn die 150€/Monat pro Person einen Wesentlichen Teil meiner Sparrate ausmachen würden, würde ich mich evtl. auch scheuen, das Geld so fest anzulegen.

    Ich hab sowieso die Sorge, dass das AVDepot zu viele. Mitnahmeeffekten führt und an der Stelle wo es gebraucht wird, ggf. nicht zündet.

    Bei mir kommt noch 22 Jahren und der vollen Einzahlung knapp 7.000 Euro mehr raus (laut Rechner noch Finanztip). Wo ist da das riesen Geschenk? Da binde ich mir mit Sicherheit nicht so ein Klotz ans Bein!

    Musst Du wissen. Ich finde 7.000€ sind viel Geld. Und der Finanztip Rechner hat meine ich noch die Steuerrückzahlung nicht sauber mit eingerechnet.

    Aber wenn Du es so dicke hast, dann kannst Du ja drauf verzichten...

    Also ich finde mittlerweile wirklich, dass das ganze wieder ein absolutes Bürokratiemonster ist. Ich steige beim besten Willen nicht mehr durch. War ja nett gemeint aber nein danke. Es ist viel zu komplex.

    Ich verstehe nichts und kann für mich nicht bewerten ob es sich für mich ab nächstem Jahr lohnt ins AVD einzuzahlen.

    Ich hoffe einfach, dass Finanztip hier noch einen schlauen Einfall hat es verständlich zu machen.

    Ansonsten halte ich es so wie immer. Was ich nicht verstehe, kaufe ich nicht.

    Also die Diskussion, die wir gerade führen, ist eigentlich Haarspalterei - auch insbesondere von mir - das sollte Dich aber nicht vom AV Depot abhalten. Eigentlich kann man da soo viel nicht falsch machen. Einfach 1.800€ pro Jahr rein, Aktien etf und fertig.

    Ich hab jetzt nur leider immer noch nicht verstanden warum es damit rein auf die verbleibende Entnahmephase steuerlich günstiger ist, diese 100K / 70K real Aktien im AVD zu halten. In dem der künftig entstehende Wertzuwachs am Ende höher besteuert wird als im freien Depot.

    Die Alternative für eine 70/30 Aufteilung wäre:

    100 k geldmartetf im AV Depot - 70k real.

    101k Tagesgeld privat

    399k Aktien Etf privat

    Macht wieder ein reales Verhältnis von 70/30. Wenn Du jetzt mal Gewinne und Steuern rechnest, ist Aktien im AV Depot die bessere Variante. Das ist vom Handy etwas schwierig vorzurechnen.

    Alle drei Optionen hätten also dieselbe Gesamtallokation von 70/30. Sie unterscheiden sich nur darin, in welchem Depot der Aktienanteil bzw. der sichere Anteil gehalten wird.

    Das ist genau der Punkt alle 3 Optionen haben unterschiedliche Risikoallokationen. Das Geld im AV Depot mag numerisch gleich sein, aber der reale Wert für den Anleger ist unterschiedlich, da er es noch versteuern muss.

    Ich versuche es andersrum zu erklären:

    Wenn du in Privat Depot 100k hast und das um 50% abschmiert, hast Du 50k realen Verlust.

    Wenn Du im AV Depot 100k hast und das um 50% abschmiert, hast Du bei 30% Steuersatz, nur 35k realen Verlust.

    Weil, wenn Du dir 100k aus'm AV Depot holst, kriegst du 70k raus. Wenn Du Dir 50k aus'm AV Depot holst, kriegst 35k raus. Die Differenz ist 35k haben obwohl Deine Aktien 50% (numerisch 50k) abgeschmiert sind.

    Also wenn ich eine 70/30 Aufteilung will.

    Dann 100k AVDepot Aktien -> 70k real.

    171k Tagesgeld

    329k Aktien Privat Depot

    Macht insgesamt 570k real, wovon 30% in Tagesgeld angelegt sind.

    Ja, leider. Ganz besonders fällt das auf, wenn man sich angewöhnt der KI einfach mehrfach hintereinander zu widersprechen, das könne nicht stimmen, sie soll es nachrechnen.

    Das erinnert mich dann immer an den Witz „Fritzchen, hast du die Aufgabe auch zehnmal nachgerechnet? Ja, habe ich gemacht, hier sind die zehn Ergebnisse!“

    Das ist aber ein Anwenderthema.

    Schau Dir mal das Prinzip der nachgelargerten Besteuerung an. Genau das macht das AV Depot.

    Um auch niedrige Einkommen zu fördern, gibt es zusätzlich die Zulage und Günstigerprüfung.

    Was meinst Du wohl, warum man auch die Zulage von der Steuer absetzen kann.

    Und am Ende gilt: Bei Entnahme aus dem AV Depot muss das ganze Geld versteuert werden.

    In Szenario 1 investierst Du 10k in Aktien und 14k in Geldmarkt.
    In Szenario 2 investierst Du 14k in Aktien und 10k in Geldmarkt.
    Dass dann Szenario 2 "gewinnt", ist verständlich.

    Mein Beispiel habe ich daher bewusst so gewählt, dass in beiden Szenarien exakt die gleichen EUR-Beträge in die Aktien und Geldmarkt-ETFs fließen (und sich nur das Depot, auf dem die jeweils angelegt sind, unterscheidet).

    Aber wenn Du in beiden Szenarien nominal das gleiche anlegst, ist es halt nicht vergleichbar. 1 € der noch nicht versteuert wurde, ist einfach weniger wert als 1€ der schon versteuert ist.

    Und wenn Du Szenerien bildest, muss der Wert der Assets in den einzelnen Szenarien identisch sein und nicht bloß die numerische Zahl, sonst ist Dein Vergleich wertlos.


    PS: Ich verstehe zwar die Logik, warum Du 14k in das AVD einzahlen willst (da du die 30% Steuer, die Du im Alter draufzahlst direkt in der Ansparphase addierst), das hat aber nichts mit dem geschilderten Szenarien zu tun und ist auch insofern realitätsfern, als dass es ja Maximalbeträge für die (geförderte) Einzahlung ins AVD gibt (1800 EUR jährlich plus die 540 EUR Förderung). Die zusätzliche Steuererstattung kann man lediglich im Privatdepot (oder als ungeförderten Teil ins AVD) schieben

    Ich geht um die Rechenlogik. Das lässt sich beliebig auf andere Beträge übertragen.

    Was meinst du damit? Das Geld, das ich einzahle, habe ich doch vorher versteuert.

    Nein, was im AV Depot ist, muss ja bei Auszahlung noch zum Einkommenssteuersatz versteuert werden. Also ist es Brutto nicht netto.

    Ob das was drin ist jetzt gefördert ist oder ein Teil nach der Günstigerprüfung als Steuererstattung zurück kam, ist egal. Wichtig ist, der Gesamtbetrag muss noch versteuert werden -> brutto.