Sammelthread Fragen zum Altersvorsorgedepot

  • Hallo,

    ich habe folgende 2 Links die mir sehr geholfen haben.

    01. Fragen bzgl. Depotvarianten und Kosten

    Das freie Altersvorsorgedepot: Flexibel, individuell, selbstbestimmt

    Kosten: Kein gesetzlicher Deckel – aber Wettbewerb

    Für das freie Depot gibt es keinen gesetzlichen Kostendeckel von 1,0 Prozent. Das klingt erst mal nachteilig – ist es aber nicht. Warum? Weil du selbst die Kontrolle hast. Du kannst günstige ETFs mit sehr niedrigen Produktkosten wählen. Die günstigsten ETFs liegen bei 0,03% (z.B. SPDR S&P 500), viele Standard-ETFs bei 0,15-0,25% p.a.. Bei SMARTBROKER+ bleibt dein freies Altersvorsorgedepot dann also unter Umständen deutlich günstiger als das Standarddepot. Ein solcher Kostenvorteil summiert sich über Jahrzehnte enorm.

    Und wichtig: Depotführungsgebühren musst du bei SMARTBROKER+ natürlich auch für das Altersvorsorgedepot nicht befürchten.

    02. Rechnet sich das Überhaupt?

    Ich denke ein sehr guter und detaillierter Rechner.

    https://finanz.guide/tools/altersvo…7&inflation=2.5

    Vieleicht hilft es dem ein oder anderen.

    Gruß

  • Hey Leute,


    nachdem ja jetzt das AV Depot ab 2027 beschlossen wurde, viel hier im Forum einiges geschrieben und oder Diskutiert wird / wurde…man den Überblick verliert, stellt sich eine konkrete Frage an die Community hier.

    Meine Sparzeit liegt noch bei 12-13 Jahren…Single keine Kinder mehr zu Hause.


    Bespare den ACWI…indem am Jahresende ca.7500 Euro vorhanden sind.

    Jetzt die Fragen

    Liegen lassen, nicht weiter besparen?

    AV Depot eröffnen mit 150 € monatlich besparen zwecks volle Förderung?

    Oder je 75 € im ACWI und 75 € ins AV Depot um einen gewissen Anteil der Förderung mitzunehmen?


    Viele Grüße

  • Hängt u.a. ab von deinem persönlichen Grenzsteuersatz, und den Kosten der neuen Produkte, von denen es bislang kein einziges gibt. Im AVD hast du auch keine Flexibilität, sondern einen Auszahlplan bis mind. 85.

    Und das mit der Förderung: klingt erstmal gut, aber du musst es auch nachgelagert versteuern. Man muss immer Ansparphase und Auszahlphase zusammen betrachten.

    (Der ehemalige Mitforist Achim Weiss würde bei solchen Fragen zu Hochform auflaufen 😉)

  • Wie viel sparst du denn jetzt ? Auch schon 150€?

  • Hängt halt sehr von der individuellen Situation ab und dem Steuersatz als Rentner. Neben dem Zuschuss kriegst du auch eine Steuererstattung, die du in dein privates Depot schieben könntest. Aber bei so einer geringen Sparrate zahlst du wahrscheinlich kaum Steuern.

  • Der ehemalige Mitforist Achim Weiss würde bei solchen Fragen zu Hochform auflaufen 😉)

    Ja, weil er das Prinzip mit den Zulagen und der Versteuerung nie richtig begriffen hatte. Er hat sich auch immer daran abgearbeitet, dass die laufende steuerliche Erstattung die Zulagen ersetzen würde. Und lauter so ein Zeug.

  • Hast Du Deinen Sparerpausvhbetrag schon ausgeschöpft? Vermutlich nicht. Mein Gefühl sagt mir, erst in av Depot, wenn der Pausch Betrag ausgeschöpft ist und ein Sicherheitspuffer vorhanden ist Aber das müsste man im Einzelfall berechnen. Das hängt auch von deinem Einkommen, Steuern ab.

  • Ich denke ein sehr guter und detaillierter Rechner.

    https://finanz.guide/tools/altersvo…7&inflation=2.5

    Vieleicht hilft es dem ein oder anderen.

    Gruß

    Hast Du Deinen Sparerpausvhbetrag schon ausgeschöpft? Vermutlich nicht. Mein Gefühl sagt mir, erst in av Depot, wenn der Pausch Betrag ausgeschöpft ist und ein Sicherheitspuffer vorhanden ist Aber das müsste man im Einzelfall berechnen. Das hängt auch von deinem Einkommen, Steuern ab.

    Hey,


    Sparerpauschbetrag ist noch nicht ausgeschöpft, dafür ist zuwenig Kapital vorhanden.

  • Hallo


    habe mir den Rechner mal angeschaut, sehr hilfreich, sofern richtig verstanden .

    Bei mir ist die Phase des Sparens von 12 Jahren wohl zu gering, das sich das nicht mehr wirklich rechnet, mit dem AV Depot.

    Bei 150€ im Monat auf 12 Jahren ist die Differenz zum ACWI, der ja schon vorhanden ist am Ende gering.
    Aber werde mir das noch mal genauer anschauen zwecks der Steuern


    Gruß

  • Hey,


    Sparerpauschbetrag ist noch nicht ausgeschöpft, dafür ist zuwenig Kapital vorhanden.

    Dann ist es evtl. sinnvoller, erst so lange zu sparen, bis der Pauschbetrag voll ist. Detailliert lässt sich das anhand der Infos aber nicht beantworten.

    Wenn 7,5 k Deine einzigen Rücklagen sind, (sry falls das übergriffig klingt) solltest Du vielleicht eh erstmal einen vernünftigen Puffer für unvorhergesehenes schaffen.

    Evtl. macht es aber Sinn, nur 50€ im Monat ins AV Depot einzuzahlen. Die werden stärker gefördert.

    Bei 150€ im Monat auf 12 Jahren ist die Differenz zum ACWI, der ja schon vorhanden ist am Ende gering.
    Aber werde mir das noch mal genauer anschauen zwecks der Steuern

    Der Vergleich AV Depot vs. ACWI ist nicht sinnig. Du musst AV Depot mit einer Anlage außerhalb des AV Depots vergleichen. Ich gehe davon aus, dass man auch im AV Depot den ACWI besparen kann.

    Falls Du in 12 Jahren in Rente gehst, und 7,5k Deine einzigen Rücklagen sind, solltest Du auch einer Erhöhung der Sparquote prüfen. Das wird evtl. knapp zur Rente. (Nochmals sry falls das überhriffig klingt)

  • Dann ist es evtl. sinnvoller, erst so lange zu sparen, bis der Pauschbetrag voll ist. Detailliert lässt sich das anhand der Infos aber nicht beantworten.

    Wenn 7,5 k Deine einzigen Rücklagen sind, (sry falls das übergriffig klingt) solltest Du vielleicht eh erstmal einen vernünftigen Puffer für unvorhergesehenes schaffen.

    Evtl. macht es aber Sinn, nur 50€ im Monat ins AV Depot einzuzahlen. Die werden stärker gefördert.

    Sorry, ich formuliere es mal etwas konkreter, vielleicht ist das Sinnvoller.

    Habe ein bestehendes Depot Gesamtwert 22.000 indem sind bald 7500 K im ACWI…2000 K im Stoxx 600 Europe, 1,5K in Crypto… 10 K in Aktien wie Allianz/ Microsoft /SAP /Airbus…sowie Gesundheitsaktien , Öl und Tabak.

    Der Grundgedanke ist, ob sich das AV Depot für mich noch lohnt, zwecks der Förderung im Jahr, oder ich den ACWI weiter bespare und später umschichte , Anteile verkaufe, da es ja im Moment kein Auszahlungsplan gibt.


    Ja viele Gedanken ….evtl. unnötig, könnte ich wohl in fünf Jahren intensiver drüber nachdenken.


    Finde aber auch den konstruktiven Austausch mit Leuten ,die mehr Erfahrungen haben interessant.

    Vielleicht gibt es mal den Vorschlag,der mich überzeugt

  • Das AV Depot hat in erster Linie den Vorteil, dass Du Steuern sparst. Einen Standard ETf wirst Du auch hier besparen können.

    1. Abgeltungssteuer und 2. durch die nachgelagerte Besteuerung/ Förderung auch vermutlich Einkommenssteuer.

    Abgeltungssteuer kannst Du aber erst sparen, wenn Du welche zahlst. Und so lange der Sparerpausvhbetrag nicht ausgeschöpft ist, hast Du hier kein Einsparpotential.

    Das kommt mit 2 Nachteilen einher. 1. Das Geld ist lange mehr oder weniger fest gebunden. 2. Du wirst Gebühren auf das Depot zahlen müssen.

    Wie groß der Vorteil der Steuersparnis/ Förderung ist, hängt von Deinem Einkommen und Deiner Rente ab.

    Ich muss jetzt raten, aber ich denke, dass der steuerliche Vorteil durch die Gebühren so weit abgesenkt wird, dass man sich sehr gut überlegen muss, ob man dafür das Geld so lange parkt. Insbesondere, da es ein nicht unerheblicher Teil Deiner Rücklagen ist.

    Was Deine Anlagestruktur angeht, könntest Du die nochmal grundsätzlich überdenken und ggf. in einem anderen Faden diskutieren. Mir wäre das zu kleinteilig und erscheint mir mehr Hoffnung als durchdachte Anlage zu sein.

  • Was Deine Anlagestruktur angeht, könntest Du die nochmal grundsätzlich überdenken und ggf. in einem anderen Faden diskutieren. Mir wäre das zu kleinteilig und erscheint mir mehr Hoffnung als durchdachte Anlage zu sein.


    Mein Gedanke war die Anlange nicht nur Stumpf in den nächsten 12 Jahre über einen einzigen ETF Aufzubauen.


    2 ETFS wovon einer bespart wird…sowie 12 Aktien, wo die Dividenden wieder reinvestiert werden, empfinde ich jetzt nicht so kleinteilig.
    Eine gewisse Struktur ist da schon vorhanden 😉

    Hier kann man sich ja immer mal wieder Austauschen


    Danke für deine Rückmeldung und persönliche Einschätzung / Meinung

  • Hey Leute,


    nachdem ja jetzt das AV Depot ab 2027 beschlossen wurde, viel hier im Forum einiges geschrieben und oder Diskutiert wird / wurde…man den Überblick verliert, stellt sich eine konkrete Frage an die Community hier.

    Meine Sparzeit liegt noch bei 12-13 Jahren…Single keine Kinder mehr zu Hause.

    Willkommen im Club. ;)
    Das ist auch die Frage, die mich umtreibt. Natürlich wäre es lukrativ die Förderung mitzunehmen. Die Gefahr sehe ich jedoch in der verhältnismäßig kurzen Ansparzeit. Ein Sparplan ist was das Risiko angeht ja nochmal etwas kritischer zu sehen wie eine Einmalanlage.
    https://guidingdata.com/risiko-etf-sparplaene/

    Beim eigenen Depot kann mich niemand zwingen Geld zu entnehmen. Ich kann also ggf. eine längere Schwächephase erstmal aussitzen und Geld aus meinen 'sicheren' Ersparnissen entnehmen.
    Beim AV-Depot muss man AFAIK spätestens mit 70 mit einem Entnahmeplan beginnen (bis 85). Wenn es dann wirklich blöd läuft wäre man mit einem marktbreiten Aktien-ETF ggf. sogar im Minus. Und auch dann müsste AFAIK die Auszahlungen mit dem persönlichen Steuersatz versteuern. :/

    Fazit: Ich weiß auch noch nicht, was ich tun werde und warte jetzt erstmal ab wie die Angebote konkret aussehen werden (Kosten). Bei mir wäre es eh nur ein verhältnismäßig kleiner Vermögensanteil um den es gehen würde. Evtl. wäre es auch eine Option einen Multi-Asset-ETF wie den Vanguard LS 60 zu besparen um damit das Risiko (aber auch die Renditechancen) zu verringern.



  • Beim eigenen Depot kann mich niemand zwingen Geld zu entnehmen. Ich kann also ggf. eine längere Schwächephase erstmal aussitzen und Geld aus meinen 'sicheren' Ersparnissen entnehmen.
    Beim AV-Depot muss man AFAIK spätestens mit 70 mit einem Entnahmeplan beginnen (bis 85). Wenn es dann wirklich blöd läuft wäre man mit einem marktbreiten Aktien-ETF ggf. sogar im Minus. Und auch dann müsste AFAIK die Auszahlungen mit dem persönlichen Steuersatz versteuern. :/

    Es hindert Dich aber niemand, genau den gleichen Etf dann wieder in Deinem "privaten" Depot zu kaufen und da auf bessere Zeiten zu warten. Also eigentlich ist dein Einwand rechnerisch total egal.

    Einkommenssteuertechnisch hast Du trotzdem den Vorteil der nachgelargerten Besteuerung. Abgeltungssteuer sparst Du bei Verlusten natürlich keine und hast natürlich trotzdem Gebühren gezahlt.

  • Das ist auch die Frage, die mich umtreibt. Natürlich wäre es lukrativ die Förderung mitzunehmen. Die Gefahr sehe ich jedoch in der verhältnismäßig kurzen Ansparzeit. Ein Sparplan ist was das Risiko angeht ja nochmal etwas kritischer zu sehen wie eine Einmalanlage.

    Man könnte bei kürzerer Dauer auch auf eine Kleinbetragsrente hinarbeiten. Die höchste Förderquote gibt es glaube ich bei 360 Euro jährlicher Sparleistung. Umso mehr dann aber die Frage, ob sich der Aufwand lohnt

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