Beiträge von T101

    wollts vorhin schon schreiben...als ich das gelesen hab von Walz dacht ich mir auch folgendes...

    Meine Tochter sitzt im Zimmer nebenan und lernt fürs Mathe Studium. Die streamt gerade Musik über Amazon Music auf Ihr IPhone und die Air Pods. Dazu arbeitet sie am Windwos PC und frägt am Tag bestimmt 50mal Chat GPT dazu so dass ich jetzt die Plus Version gekauft habe. Sie regelt alles für Studium online über Messangerdienste (WA..wieso darf man das hier nicht ausschreiben?) und Soziale Netzwerke....der Amazon Fahrer klingelt bestimmt 3mal die Woche bei uns. Das einzige was aus den Big7 bei uns nicht den Alltag bestimmt ist Tesla...und wird es so schnell auch nicht, wir haben schon ein E-Auto und unterstützen werde ich den Typ nicht auch noch durch direkte Käufe...

    Heißt: die 7 da oben stellen halt auch das dar was für viele zentral im Alltag ist...

    Auf der anderen Seite:

    Wo wird die Elektronik, um dass alles zu betreiben, hauptsächlich gefertigt?

    China, Südkorea und Taiwan machen dann gerade mal 5 % aus im All-World / ACWI. Passt irgendwie auch nicht so recht.

    Auto, die weltweit für Mobilität sorgen, kommen hauptsächlich aus Europa und Japan.

    Gerade nochmals auf Thalia geschaut wann das neue Buch von Charles D. Ellis heraus kommt. Und unter der Beschreibung stand folgendes Zitat:

    "Winning the Loser's Game“ geht zurück auf einen Zeitschriftenartikel,[...]."

    Ich bin gespannt. Besonders bezüglich Anleihen und Technologie/Big Data.

    Das ist dann aber "nur" die Übersetzung der aktuelle Ausgabe (2021) von "Winning the Loser's Game"?

    Da dürfte ja nix bahnbrechend neues drin stehen!?

    Ich habe heute von einem Schweizer Bekannten unserer Famile (Vermögensverwalter) erfahren, dass Todd Schlanger von Vanguard (ein leitender Investmentstratege) in der Financial Times die Umkehrung des 6040-Ansatzes zu 4060 bekräftigt hat. Genauer 3862.

    Grund dafür seien die stark gestiegenen Kurse und dass die US-Notenbank die Zinsen wohl kaum noch senken wird.

    Dürfte der Artikel sein:

    Asset managers turn to defensive positioning as equity prices soar
    Elevated level of stocks and prospect of higher for longer rates have some firms sending up caution flares
    www.ft.com

    Woran denkst Du hier?

    Wenn meinen Safe Asset Floor haben möchte, der wie in dem Artikel von Kommer 15 Jahre, 20 Jahre oder gar knapp 30 Jahre abdeckt, muss dieser entsprechend groß sein. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten dazu zu kommen. Im Lotto gewinnen, erben, ab 10 Jahre vor dem Entsparen genug sicher zurück legen, Aktien verkaufen. Evtl. kann man SAF gar nicht in der Form umsetzen oder risikobehaftete Anteil ist zu klein um bei unerwarteter Inflation einen Ausgleich zu schaffen.

    Bis auf den Kommer Artikel hab ich allerdings nichts zum SAF gefunden.

    SAF verleitet halt zur extrem hohen Aktienquote .

    Ein SAF kann meiner Auffassung nach in beide Richtungen zu einer nicht gut passenden Aktienquote führen. Allerdings wenn der SAF groß genug ist, kann die Aktienquote ja auch sehr groß werden. Ein Crash sollte einen ja dann auch nicht stören und belasten.

    Obwohl ich zu der Strategie mit dem Safe Asset Floor tendiere, sehe ich zwei Probleme:

    • Wie viele Jahre Kapitalbedarf in risikoarmen Assets? Nimmt man z.B. ,,nur" 5 Jahre, bedeutet das nicht die Prognose, dass die kommenden Krisen alle kurz sein werden? Wenn sie es einmal nicht ist, entnimmt man sehr wahrscheinlich über Jahre aus dem risikobehafteten Teil zu den ungünstigsten Kursen. Nimmt man 15 Jahre, hat man erhebliche Opportunitätskosten.
    • Wann befüllt man den risikoarmen Teil wieder, wenn man sich in einer Krise befindet? Beim nächsten ATH? Beim nächsten positiven Jahr? Das ist eine sehr schwammige Angelegenheit . . .

    Kommer schreibt in seinem Artikel zum Safe Asset Floor, dass er so groß sein sollte, dass er als Beispiel 15, 20 Jahre oder gar bis zum errechneten Lebensende Rentelücke abdeckt. Der SAF kann jedes Jahr kleiner werden. In dem guten Jahren entnimmt man statt aus dem Floor aus dem risikoreichen Anteil, wenn der SAF nur 15-20 Jahre abdeckt.

    Ich denke man sollte das Safe Asset Floor Modell nach Kommer, nicht mit einer Liquiditätsreserve, wie es Walz und andere nennen, gleichsetzen. Da können sich meines Erachtens ganz andere Strategien sowohl in der Ansparphase als auch der Entnahmephsse ergeben.

    Geht man nach diesem Prinzip vor, stellt sich allerdings irgendwann bei vielen die Frage, wie man mit Anschaffungen für die sogenannte "mittlere Frist" umgehen sollte. Also im Zeithorizont von 5-10 Jahren, der für den Aktienmarkt eigentlich zu kurz ist und für den man sich eigentlich doch etwas mehr Rendite als einfach nur den €STR o.ä. wünscht.

    Hier bin ich mir allerdings nicht sicher, ob das nicht vielleicht eine Art "Anfängerfrage" sein könnte (nicht despektierlich gemeint!).

    Angenommen man weiß, dass man in ca. 10 Jahren ein neues Auto kaufen möchte. Wenn man anfinge darauf zu sparen, wäre das bei einem Aktien-ETF mit einem ordentlichen Risiko verbunden (kurze Zeit im Aktienmarkt + SORR). Wäre man aber schon etwas länger dabei, enthielte das Depot bereits Beträge, die länger als 15 Jahre investiert wären und vielleicht auch hoch genug für ein Auto wären.

    Dann bräuchte man für so eine Anschaffung keine "mittlere Frist" mehr vorsehen, sondern müsste sich nur überlegen, ob man das SORR dadurch abmildern möchte, dass man in den z.B. 3-5 Jahren vor der größeren Anschaffung schon den Safe Asset Floor entsprechend aufstockt.

    Oder übersehe ich da etwas?

    Ich sehe das so: Man braucht eine Liquiditätsreserve für die kurze Frist und langfristig was zum Vermögensaufbau. Vereinfacht also riskikoarm-riskikoreich. Dazwischen gibt es eigentlich nichts, was ich nicht mit den aus den beiden mischen kann bzw. den beiden Positionen zuordnen kann. Wenn man Geld übrig hat investiert man es, wenn man was braucht nimmt man es sich wieder heraus. Man könnte man natürlich auch über einen Mischfonds( LS60/LS80/Arero) oder ein eigenes (Unter)Depot für eine unspezifische mittlere Frist nachdenken. Verschiedene Töpfe können zwar helfen, aber am Ende hat man nur ein Vermögen.

    Wenn man in 3 Jahren garantiert eine hohe Summe braucht und die bis dahin auch nicht mehr ansparen kann, würde ich die sicher anlegen. Unspezifisch in ca. 10 Jahren für ein Auto würde ich jetzt all-in Aktien gehen, gerade wenn das Depot eh schon recht groß ist. Dann ggf. 3-4 Jahre vorher was für den Autokauf statt in Aktien ansparen.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass sagen man nach 10 Jahren mit Aktien (deutlich) im Minus ist sehe als nicht soo groß an. Dann hat man vermutlich auch andere Sorgen.

    Wenn ich Bundesanleihen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr kaufe, muss ich jedes Jahr kaufen. Das bedeutet Transaktionskosten von mehr als 0,1%. Zumindest bei mir. Bei welchem broker kann man Bundesanleihen unter 0,1% kaufen? Gibt es die bei neobrokern überhaupt? :/

    Selbst bei den "teuren" Direktbrokern sind die Kosten gedeckelt. Irgendwo bei 30-70€. Daher kommt es auf die Beträge an, die man anlegen möchte. Flatex wäre glaube am günstigsten mit 5,90€.

    Für mich lohnt es sich daher auch nicht so recht. Außerdem möchte ich mich zukünftig weniger mit Geldanlage befassen.

    Auch im ETF Mantel kommen zusätzlich zur TER noch interne Transaktionskosten plus evtl. Kaufkosten dazu. Sieht man nur nicht direkt.

    Beim Vergleichen bei so kurzen Zeiträumen muss man etwas vorsichtig sein.

    Es gab auch Zeiten , in denen sehr kurzlaufende deutsche Bundesanleihen besser liefen als ein Overnight ETF. Waren damals der Overnight sicherer? Ich denke nicht.

    Zum anderen kommen im ETF Mantel noch Kosten ~ 0,1 % dazu. Gerade Bundesanleihen kann man auch so gut kaufen.

    Es sind schlicht völlig verschiedene Indizes die abgebildet werden.

    Ich habe mich für Ausschütter entschieden, da ich denke, dass mir das entsparten leichter fallen wird. Thes. habe ich aber auch.

    Die Vorabpauschle nervt auch. Wer weiß, ob es die in 20-30 Jahren noch gibt? Und ob ich daran denke, dass ich mal eine Steuer darauf bezahlt habe?

    Mal abgesehen davon, dass die Ertragsverwendung eines ETFs sich auch ändern kann. Mein alter EM ETF schüttet seit 2018 auch aus.

    Im Endeffekt spielt es aber keine Rolle, ob thes. oder auss.

    Verhaltensökonom Weber ist für thesaurierende ETFs/Fonds, Verhaltensökonum Walz eher für ausschüttende.

    Ich kenne Leute die konnten sich nicht entscheiden ob MK oder BIP und haben

    50% FTSE All-World

    50% ARERO

    genommen. Auf meine Frage warum wurde geantwortet, dass sie zu Beginn der Entnahmephase das Renditereihenfolgerisiko abmildern möchten. Ob es klappt? Keine Ahnung. Sie argumentieren damit dass wenn es platzt in den usa der ftse abstürzt. Der ARERO ist da stabiler da weit aus weniger USA.

    Dann wird aus dem ARERO im risikoreichen/risikoarm Modell entnommen oder vom Tagesgeld.

    Ich habe darüber auch mal nachgedacht. Erstmal nur in den Arero zu investieren. Bis ich bei 50/50 würde sicher ~ 10 Jahre dauern.

    Weber hat in einem Interview auch so was in die Richtung gesagt: Man braucht Geld für den aktuellen Konsum. Was übrig ist sollte man investieren und wenn man was braucht nimmt man es sich wieder aus dem Depot. Also nix mit (großen) Notgroschen und riskoarmen Anteil im Depot. Das macht man natürlich nicht mit 100 % Aktien im Depot.