60/40 Portfolio mit mehreren ETFs vs. Vanguard Lifestrategy 60

  • Wozu zählen denn Wohnimmobilien an einem A Standort in Deutschland? Und Rentenansprüche zählen vermutlich zu risikoarm?

    Ich finde es in der Praxis wenig praktikabel, andere Assets wie Immobilien/Rentenansprüche etc.in das Raster risikoarm:risikoreich zu pressen.

    Natürlich muss man die Gesamtsituation bewerten und dazu gehört auch, ob man Mieten berücksichtigen muss, Instandhaltungsrücklagen haben oder eine Pension.

    Das wäre für mich aber eher die Grundlage auf der man dann seine Risikotragfähigkeit und damit die Aktienquote im Depot schätzen kann.

    (Also ob man 80/20 oder lieber 60/40 wählt).

    Daher können solche Statistiken immer nur grobe Schätzungen sein.

    Die Frage wäre ja auch, welche Relevant sie haben.

    Den Heuhaufen zu kaufen, weil man die Nadel nicht findet, ist m.E. vor allem im Aktienmarkt wichtig - und selbst da reicht es aus, sich auf den MSCI WORLD zu beschränken, oder wenn man das political risk noch mitnehmen möchte den ACWI.

    Im Anleihenbereich kennt nan aber den YtM und durch das Rating die Ausfallwahrscheinlichkeit. Hier kann man sehr viel gezielter vorgehen, indem man sich bspw. auf ein AAA Rating und kurze Laufzeit beschränkt oder gezielt ins Junk Rating geht.

    Hier sehe ich nicht so viel Sinn darin, einfach alles zu kaufen, was es so gibt…

  • Sehr schön! Wie hast Du das umgesetzt? Eine Leiter mit 1-3jährigen?

    Es it sehr einfach.

    Habe gegenwärtig 2 Staatsanleihen:

    * Fälligkeit Juni 2025 link

    * Fälligkeit April 2025 link

    Die sind kurz laufende Staatsanleihen.

    Solange die Zinskurve inverse ist, interessiere ich mich nur für Anleihen mit einer Restlaufzeit < 9 Monate

    Das restliche „risikoarm“ Geld liegt auf Tagesgeldkonto.


    Ich muss ehrlich sagen, dass ich sehr lange gebraucht habe bis ich Anleihen verstanden habe.

    die Rendite ist nicht wichtig für das Risikoarm Teil des Depots.

    Es geht nur um Sicherheit……. und erholsame Schlaf 💤

  • In diesem Thread habe ich die Arbeit von Lars Kroijer entdeckt

    Für diejenigen die die Videos noch nicht kennen - hier der Link

    https://kroijer.com/

    Ich habe mir von ihm die letzten Tage reingezogen. Ich finde es sehr plausibel und rational was er von sich gibt. Er meint ja auch es bedarf nur 2 ETFs - das ist alles.

  • Die Overnight ETFs sind nicht schlecht. Bei den Zinsen ist nach wie vor unklar, wohin die Reise geht. Da könnte es auch weiter so sein, dass die längeren kurzen Laufzeiten keinen Renditevorteil bringen (oder auch nicht).

    Fairerweise muss man sagen, dass die Overnight ETFs für die 0,2% mehr Rendite auch etwas mehr ins Risiko gehen. Das ist ja eine Art Aggregate Bond ETF für die kurze Laufzeit.

    Er liegt ziemlich genau zwischen einem Ger Gov ETF und einem Corp Bond ETF bei gleicher Laufzeit.

  • Ich hätte eine Frage:

    Macht es Sinn bei den kurzlaufenden Staatsanleihen in Euro nur auf AAA Deutschland zusetzen oder sehr ihr Vorteile darin diese mittels den u.g. ETF auf Länder Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich und Finnland (alle mit Rating AAA bis AA) zu streuen?

    Amundi Euro Highest Rated Macro-Weighted Government Bond 1-3Y UCITS ETF Acc | LYX0Z6 | LU1829219556
    Key facts and comparisons for Amundi Euro Highest Rated Macro-Weighted Government Bond 1-3Y UCITS ETF Acc (LYS4 | LU1829219556) ➤ justETF – The ETF Screener
    www.justetf.com

    Danke euch!

  • Macht es Sinn bei den kurzlaufenden Staatsanleihen in Euro nur auf AAA Deutschland zusetzen oder sehr ihr Vorteile darin diese mittels den u.g. ETF auf Länder Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich und Finnland (alle mit Rating AAA bis AA) zu streuen?

    Ich bin immer fürs Streuen.

    Auf der einen Seite reduzierst Du das Risiko durch Streuung, auf der anderen Seite erhöhst Du das Risiko durch die schlechteren Ratings. Aber in welchem Ausmaß? Gerade bei kurzlaufenden Anleihen ist das Ausfallrisiko praktisch Null, egal ob AAA oder AA.

    Das ist ja eine Art Aggregate Bond ETF für die kurze Laufzeit.

    Das verstehe ich nicht. Der Geldmarkt-ETF bildet den €ster+8,5 Bps nach. Da erkenne ich kein Risiko, vergleichbar mit einem Aggregate Bond ETF.

  • Der LU1829219556 betreibt Wertpapierleihe und hat ein schlechteres durchschnittliches Rating (AA) als Bundesanleihen, ist aber trotzdem schlechter gelaufen.

    Ich sehe da keinen wirklichen Nutzen.

    Die Anleihen ETFs mit Duration um die 2 finde ich auch relativ teuer (ca 0,16%). Sobald der Anlagebtrag nur etwas größer wird, ist es deutlich günstiger, sich eine Anleihenleiter mit Laufzeiten 1,2,3J selbst zu bauen (Falls man doch mal Geld für eine mittelfristige Anschaffung zurücklegen will, wäre man auch so flexibel, bei normaler Zinskurve eine höhere Laufzeit zu nehmen.)

    Bei Einzelanleihen könnte man es auch einfach aussitzen, falls das Rating auf AA abgesenkt wird.

  • Das verstehe ich nicht. Der Geldmarkt-ETF bildet den €ster+8,5 Bps nach. Da erkenne ich kein Risiko, vergleichbar mit einem Aggregate Bond ETF.

    Aggregate Bond nur im Sinne, dass der Basket nicht nur Staatsanleihen enthält sondern eine Mischung aus Staats- und Unternehmensanleihen, weil sonst der €ster+8,5 nicht erreicht werden könnte.

    (Gemeint war nicht ein Global Aggregate Bond ETF mit einer Duration von 6,5J).

  • Der LU1829219556 betreibt Wertpapierleihe und hat ein schlechteres durchschnittliches Rating (AA) als Bundesanleihen, ist aber trotzdem schlechter gelaufen.

    Ich sehe da keinen wirklichen Nutzen.

    Die Anleihen ETFs mit Duration um die 2 finde ich auch relativ teuer (ca 0,16%). Sobald der Anlagebtrag nur etwas größer wird, ist es deutlich günstiger, sich eine Anleihenleiter mit Laufzeiten 1,2,3J selbst zu bauen (Falls man doch mal Geld für eine mittelfristige Anschaffung zurücklegen will, wäre man auch so flexibel, bei normaler Zinskurve eine höhere Laufzeit zu nehmen.)

    Bei Einzelanleihen könnte man es auch einfach aussitzen, falls das Rating auf AA abgesenkt wird.

    Der Gedanke wäre halt die Streuung über Emittenten...Mhhh

  • Sehe ich genauso und die GMFs würde ich, wie bisher auch, im risikoarmen Teil verorten.

    Meine These ist, dass die etwas höhere Rendite des Overnight ETF nicht gratis ist, sondern man auch ein etwas höheres Risiko eingeht.

    Im Vergleich:

    ETFRendite des letzten JahresZusammensetzung
    Ger Gov 0-13,55%AAA Staatsanleihen
    Overnight ETF+0,2% (zu Ger Gov)Staats- u. Unternehmensanleihen
    35% Sub A
    Ultrashort+ 0,5% (zu Ger Gov)Unternehmensanleihen
    40% Sub A
  • Beim Vergleichen bei so kurzen Zeiträumen muss man etwas vorsichtig sein.

    Es gab auch Zeiten , in denen sehr kurzlaufende deutsche Bundesanleihen besser liefen als ein Overnight ETF. Waren damals der Overnight sicherer? Ich denke nicht.

    Zum anderen kommen im ETF Mantel noch Kosten ~ 0,1 % dazu. Gerade Bundesanleihen kann man auch so gut kaufen.

    Es sind schlicht völlig verschiedene Indizes die abgebildet werden.

  • Meine These ist, dass die etwas höhere Rendite des Overnight ETF nicht gratis ist, sondern man auch ein etwas höheres Risiko eingeht.

    Auch wenn die Unterschiede marginal sind (insbesondere für Langfristanleger), so haben die Fonds doch etwas unterschiedliche Durationen.

    Beim Overnight ist die Duration 1 Tag, beim Ultrashort einige Monate.

    Zinssenkungen führen also beim Ultrashort zu (geringen) Kursgewinnen, beim Overnight nicht.

    Wenn man die Charts (fondsweb) vergleicht, sieht man im 1. Halbjahr 2024 einen Parallelverlauf und nur in 2. Halbjahr eine Outperformance beim Ultrashort. Das ist genau die Zeit der Zinssenkungen.

    Beim GerGov sieht man im Vergleich zum Overnight im 1. Hj eine schwächere Performance, die bonitätsbedingt sein sollte. Im 2. Hj ist fast ein Gleichlauf, d.h. Kursgewinne und Rating haben sich ausgeglichen.

    Also sollte eher das die unterschiedliche Performance erklären. Wenn in 2025 die Zinsen weiter fallen, sollte also weiter der Ultrashort leicht vor dem Overnight liegen. Wenn 2026 die Zinsen wieder steigen, sollte es umgekehrt sein. Der GerGov sollte immer schlechter als der Ultrashort rentieren.

  • Es gab auch Zeiten , in denen sehr kurzlaufende deutsche Bundesanleihen besser liefen als ein Overnight ETF.

    Wann war das? :/

    Zum anderen kommen im ETF Mantel noch Kosten ~ 0,1 % dazu.

    Gerade Bundesanleihen kann man auch so gut kaufen.

    Wenn ich Bundesanleihen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr kaufe, muss ich jedes Jahr kaufen. Das bedeutet Transaktionskosten von mehr als 0,1%. Zumindest bei mir. Bei welchem broker kann man Bundesanleihen unter 0,1% kaufen? Gibt es die bei neobrokern überhaupt? :/