Beiträge von Anon_H

    Ich hab wegen der aktuellen Krise und den damit verbundenen Kurseinbrüchen tatsächlich mein Depot auch von der DKB in Scalable verfrachtet. Ich nutze es aber nur für thesaurierende Sparpläne kein aktives Trading, wo regelmäßig Geld auf dem nicht verzinsten Verrechnungskonto landet. Im gleichen Zug hab ich meinen Notgroschen vom DKB Tagesgeld (1% p.A.) auf Scalable gelegt (2,5% p.A.).

    Mir war es immer wichtig alles in einer Bank zu haben; auch wenn mir dann Zinsen durch die Lappen gehen. War für mich halt einfacher. Mittlerweile hab ich aber so viel Geld in dem Depot liegen, dass mir der kleine Crash zur Zeit etwas Unbehagen verschafft hat. Jedes Mal, wenn ich ins Onlinebanking musste, wieder ein paar tausender Weg :| Ich dachte immer das macht mir nichts aus, weil ich verstanden habe, dass das auch wieder zurück kommt aber die Psyche ist ein doch recht relevantes Thema beim investieren.

    Also Depot und Notgroschen zu Scalable übertragen, aus den Augen aus dem Sinn.

    Ich muss aber auch sagen, dass ich die Website und App von Scalable wirklich nicht gut finde. Ziemlich überladen, "unlogisch" in der Darstellung und alles ist irgendwie versteckt oder hinter etlichen Links versteckt. Das kann DKB deutlich besser. Da ich die Plattform aber nur passiv nutze, ist das kein Weltuntergang.

    Ebenfalls kritisiere ich den langsamen Sparplan. Bei der DKB wurde am Tag der Sparplanausführung das Geld vom Girokonto ausgebucht, der Depotwert war an dem Tag nicht verfügbar und am nächsten Tag waren die Anteile im Depot und die Darstellung korrekt. Ich habe das als selbstverständlich angesehen. Bei Sparplänen in Scalable muss das Geld bis zu 7 Tage vorher schon auf dem Verrechnungskonto sein. So hatte ich eine Sparplanausführung am 07.04. und nicht schlecht gestaunt, als Scalable das Geld schon am 30.03. von der DKB eingezogen hat. Damit hatte ich nicht gerechnet und war kurz im Minus. Vor Allem weiß man nie, wann genau abgebucht wird. Ich umgehe das indem ich den Sparplan vom Verrechnungskonto ausführe und direkt am 01. via Dauerauftrag von der DKB auf das Scalable Verrechnungskonto überweise. Dann zieht sich Scalable den Sparplanbetrag aus dem Verrechnungskonto und bucht nicht Tage vorher von der DKB ab. Damit hab ich die Kontrolle hier zurück erlangt und das Geld ist am 01. direkt "aus dem Sinn". Dass es dann noch 4-5 Tage auf dem unverzinsten Verrechnungskonto rumliegt ist ärgerlich, aber auch kein Beinbruch.

    Insbesondere mit dem Broker+ und Trading Flatrate ist Scalable ja vllt. trotzdem eine Alternative, falls du wirklich viel tradest. Ansonsten reicht der Broker FREE allemal.

    Ich bin aber erst letzten Monat umgestiegen, hab also noch keine großen Erfahrungen gemacht.

    Ich hab jetzt nur die erste Seite gelesen aber finde es absolut spannend, dass der Mehrwert von PayPal angezweifelt wird :D Gibt einen Grund, warum die so ein großer Player geworden sind.

    Ich nutze PayPal regelmäßig, wenn ich z.B. auf der Arbeit für einen Geburtstag sammle (schickt mir euren Beitrag via Paypal bis dann und dann) und mit einer Freundesgruppe von früher. Wir treffen uns immer noch alle 1-2 Monate und gehen gut Essen, Rechnung meistens so 200-300 EUR. Dann zückt immer einer seine Karte, zahlt und man teilt den Betrag hinterher durch 5; Geld wird dann schnell via PayPal zugeschickt. Dann hat jeder seinen Beitrag geleistet, die Kellner freut es auch, weil sie nicht 5x 40 EUR abrechnen muss.

    Das würde ich persönlich nicht mehr missen wollen, zumal ich Bargeld nicht ausstehen kann.

    Zum Thema: sobald DKB Wero anbietet, werde ich es definitiv nutzen und auch versuchen es anstatt PayPal einzusetzen. Ich fürchte aber in den nächsten 1-2 Jahren kommt man um PayPal nicht herum, weil es einfach zu etabliert ist. Langfristig gerne mehr europäische Lösungen :)

    Die m.E. sehr gute DKB würde ich aber deswegen nicht wechseln. Zweitkonto ist mir die Sache dann auch nicht wert.

    Und ich glaube, Du bist es, der zwar verstehen möchte, es aber nicht schafft.

    Du hast echt ne ganz ätzende Art am Balg.

    ich habe nie irgendwo geschrieben, dass man auf die Ausschüttung angewiesen sei. Du willst es wirklich nicht verstehen, weil es nicht deiner Auffassung von Sinn & Zweck der Geldanlage entspricht.

    Es geht nicht allen um Renditemaximierung. Das kann man auch einfach mal akzeptieren. Oder man wird halt herablassend, deine Entscheidung.

    Meine Eingangsfrage wurde eh beantwortet, ich melde mich wieder ab :)
    Schönes Weiteres noch!

    Ich denke du meinst den Cashflow Vorteil der Ausschütter, nicht Thesaurierer :)

    Das denke ich auch. Insbesondere, wenn man die Ausschüttungen wieder reinvesiert. Ein Vorteil von Ausschüttern ist m.E. einfach dass man auch flexibler ist, was man mit den Ausschüttungen macht. Wenn man gerade etwas Geld braucht, kann man es verwenden, wenn nicht, kann man es wieder neu anlegen.

    Wenn man bei den Erträgen über den Freistellungsauftrag hinausgeht, finde ich es übrigens psychologisch besser die Ausschüttungen direkt zu versteuern statt via Vorabpauschale auf das gesparte Geld noch extra bezahlen zu müssen. Das fühlt sich dann glaube ich nochmal doofer an, auch wenn es unterm Strich egal ist oder der thesaurierer langfristig mehr Rendite macht.

    Mir ging es ja auch nicht darum die Ausschüttungen zu verprassen, nur um sie zu verprassen. Aber ich möchte in meiner Situation einfach die Wahl haben. Es gibt ja nicht nur "Alle Ausschüttungen werden verprasst vs. alle Ausschüttungen werden reinvestiert". Es gibt auch noch was dazwischen.
    Ich glaube einige hier wollten mich da diesbezüglich auch einfach missverstehen.

    Ich sehe es nicht negativ, das kam dann wohl falsch rüber. Aber in dieser Finanzbubble, in der wir alle sind, sonst wären wir nicht in so einem Forum, geht es genau um diese drei Dinge. Und wenn man von der Spar- auf die Entsparphase wechselt, drehen sich diese drei Dinge ins Gegenteilige. Ich kann mir halt vorstellen, dass das für viele nicht so einfach ist wie jetzt behauptet und dann halt auch im Alter weiter sparsam gelebt wird.

    Das sieht man schon an der Reaktion einiger gegenüber meinem Plan Gewinne auch mal mitzunehmen (und Dividenden zu verkonsumieren). "Kann doch nicht sein, dass du deine Rendite schmälerst" :O Doch kann es :) Genau deswegen sag ich ja auch: man kann sparen und leben. Wenn ich jeden Monat auf 20-30% meines Gehalts verzichte, kann man sich einen kleinen Teil (1,5% p.A.) doch auch wieder rausnehmen.

    Ich bin eigentlich der Typ "Vor- und Nachteile mit persönlicher Präferenz". Hat beides für und wieder :)

    Quasi meine ganze Familie kommt aus dem unteren Mittelstand und alle haben ein Eigenheim. Einige kommen aus dem oberen Mittelstand, die haben dann ein größeres Eigenheim und teurere Hobbys. Bei jeder Familienfeier geht es nur um Politik und wie alles teurer wird. Und um die Kredite die als nächstes aufgenommen werden müssen für Renovierung, Dach, Heizung etc.

    Deswegen bin ich nicht an einem Eigenheim interessiert, zumal das in der Stadt, in der ich mich am wohlsten fühle, heutzutage nahezu unbezahlbar ist. Ich finde meine fixe Mietzahlung "all-inclusive" ganz angenehm :) Auch da: Am Ende des Tages hat es Vor- und Nachteile. Ich bin weder extrem Anti noch extrem Pro einer Seite. Ich hab nur meine eigene Präferenz.

    Ich verstehe nicht warum man zu dem Thema so schnippisch sein muss. Die Frage ist erstens individuell und zweitens am Ende des Tages nicht so kriegsentscheidend, wie es immer dargestellt wird.

    Mit "üben" meint er natürlich nicht das Geld ausgeben sondern die psychologische dekonditionierung von "Maximal-Sparen" auf "Maximal-Entsparen".

    Man verbringt sein Leben damit die möglichst hohe Sparrate zu erzielen, dabei die möglichst höchste Rendite zu erwirtschaften und dann das Geld zu möglichst geringen Steuernachteilen abzukassieren.

    Und über Nacht soll man dann aufhören irgendeine Sparrate zu erzielen, die Rendite durch aktive Entnahme reduzieren und regelmäßig Steuernachteile realisieren.

    Das wird den meisten nicht ohne psychologischen Stress, schlechtes Gewissen oder Pfennigfuchserei gelingen.

    Irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass manche Menschen nur 2 Zustande kennen. Sparen oder Verprassen. :/
    Einfach nur lebenslanges, gleichmäßiges Konsumverhalten scheint machen Menschen kein erstrebenswerter Zustand zu sein. Mir würde es genau so reichen. ;)

    Mir ja auch :) Deswegen brauche weder die maximal mögliche Rendite noch verprasse ich alles. Es muss halt nur reichen. Aber wenn man plant, was wir ja offensichtlich tun, sollte man den Plan so gestalten, dass er zum Lebensumstand passt. Und sein leben lang 10-20% zur Seite zu legen, was man dann nie verwendet oder weitergibt ist ein schlechter Plan :)

    Wir jonglieren mit Wahrscheinlichkeiten aber am Ende küt et wie et küt.

    Das finde ich auch sehr sinnvoll aber noch nicht mit 35. :)
    Kommers Ansatz wirkt mir aber sehr aufwändig bzw. kompliziert. Mit 60 noch kein Problem; mit 80 vielleicht dann schon. Da wäre es doch besser, wenn es "automatischer" läuft.

    Ich habe mal ein Video über eine 3-Töpfe Entnahmestrategie gesehen. Demnach zahlt man sein Jahresbedarf (monatliche Rentenlücke*12 + evtl. Zuschläge, wenn man genügend Geld hat) auf sein Tagesgeldkonto und zahlt via Dauerauftrag die Rentenlücke ans Girokonto und füllt 1x pro Jahr mit 2% Inflationszuschlag wieder auf.

    Auf dem Geldmarkt liegen 2 jährliche Rentenlücken, der Rest bleibt im Aktiendepot (Welt-ETF). Das TG wird dann entweder aus dem Geldmarkt oder aus dem Aktien-Depot aufgefüllt. Je nachdem, wie die Börse zum Aufstockungszeitpunkt steht.

    Das fand ich immer am sinnvollsten. Bzw. sinnvoller als irgendwelche 4- oder 3-% Regeln. Zumal ich in meinem Fall ja mit 0€ ins Gras beißen möchte. Also in 65 Jahren :D

    Aber ob ich den an der Stelle empfehlen würde, als mutmaßlich einziger bzw. einziger gefütterter und depot-prägender ETF? Da würde ich lieber mal warten, bis man da mal die Ausschüttungsrendite und den Chartverlauf von mind. einem Jahr anschauen kann.

    So sehe ich den auch. Ich hab ihn aber nicht hier aus dem Forum :P Er ist in meine YT Bubble gehüpft. Ich habe ihn wie gesagt mit 100€ ins Depot gelegt, einfach damit ich ihn auf dem Radar habe. Ich hatte überlegt monatlich die "Überbleibsel" hierein zu investieren aber das wird zu teuer (DKB Depot :( ).

    Ich verfolge keine "Passive Einkommen" Strategie; also geht es mir nicht darum die Dividenden zu maximieren. Ich sehe es daher genauso wie du: wenn ausschüttend, dann ein Welt-ETF. Ich bleibe meinem SPDR MSCI ACWI IMI treu; bespare ihn also jetzt als Ausschütter und lasse den Thesaurierer liegen. Wie hier empfohlen.

    Die Ausschüttungen gehen in meinen herkömmlichen Geldfluss ein, den ich kurz angerissen hatte.

    • Giro/Debit = Monatsausgaben, was übrig bleibt wandert ins Jahresbudget.
      • Das Girokonto wird am letzten Tag vor der Gehaltszahlung auf 0 gesetzt.
    • Tagesgeld = Jahresbudget, was übrig bleibt wird investiert.
      • Das Tagesgeldkonto wird im Dezember auf den berechneten Jahresbedarf zzgl. Puffer gesetzt. Also alle jährlichen Ausgaben, ein Urlaubsbudget und ein (kleiner) Notgroschen.
      • Wenn ich mir darüber hinaus nichts gönne, habe ich im Dezember noch die gesamte Sparquote ins TG zum investieren über. So kommt es aber nie, weil man sich halt eben doch was gönnt und das ist auch gut so :)
    • Depot = ca. 90% MSCI ACWI IMI, 10% Geldmarkt
      • Als Beamter trau ich mir die 90% Aktienquote zu. Insbesondere bei 15K Depotwert geht mir da noch keiner Flattern wenn es mal wieder crasht. Kann mir aber gut vorstellen, das ab 100k dann auf 80% zu reduzieren.

    Zusätzlich natürlich die monatlichen Sparraten auf TG und ins Depot.
    Was nicht verkonsumiert wird, wird also nach einem Jahr wieder investiert. So verliere ich auch "nur" das Jahr Rendite, wo es auf dem TG nur 1% macht. Oder ich konsumiere es; und hab anderweitig was davon.

    Das Geld ist für den Verzehr in meinem Unruhestand gedacht. Der Unruhestand soll möglichst auf vor dem 67 Lebensjahr erreicht werden. Und im Unruhestand wird sich dann schon etwas finden wie ich das Geld dann ausgebe. Schließlich müssen 9-10 Stunden des Tages mit Aktivitäten gefüllt werden. Und die Landkarte hält noch einige weiße Flecken für mich breit.

    Dazu möchte ich dann aber doch mal eins anmerken.

    Du hast, wie du selbst sagst, noch nie Geld aus dem Depot genommen. Ich denke daher ist die Hürde ziemlich hoch daran zu gehen. Woher weist du, dass du im Alter dann munter einfach alles daraus verkonsumierst?

    Ich glaube für viele ist die Hürde zu hoch und am Ende möchte man es nicht veräußern; genauso wie man in der "Ansparphase" nichts veräußern wollte. Ich glaube diese Hürde verschwindet dann nicht einfach und man dreht jeden Cent, den man aus dem Pott nehmen würde 3x um.

    Die Entscheidung ist ja irgendwie nur ob man das Geld heute ausgeben möchte oder das Geld zurückhält um es im Alter auszugeben. Aber wann genau kommt dieser Moment, wo man ohne schlechtes Gewissen und ohne Stress (das ist ja auch wichtig) einfach Geld aus dem Depot verkonsumiert? Ich glaube diesen psychologischen Aspekt vergessen viele. Ich zumindest vermeide tunlichst, Geld aus dem Depot zu nehmen, weil es sich für mich wie Rückschritt anfühlt aus meinen zarten 15k 14k zu machen. Ich glaube das ist im Alter halt nicht anders. Ehe man die Renditen reduziert, verzichte ich doch lieber noch ein bisschen. Und ehe man sich versieht, ist man zu alt um das Geld auch sinnvoll zu nutzen. WENN das nicht der Fall ist, um man wirklich mit 50 einfach sein ganzes Erspartes (inkl. des verringerten Zinseszinseffekts, den man sonst unbedingt maximieren möchte, der Steuereignisse, die man heute ja tunlichst vermeidet) verkonsumiert dann ist das natürlich gut.

    Und: Woher weißt du, dass die Politik sich nicht vielleicht in die ganz andere Richtung bewegt? Viele Jobs werden doch eh obsolet, durch KI; irgendwann braucht man soviel Produktivität gar nicht mehr. Das ist Glaskugelleserei. Man kann der Zukunft pessimistisch oder optimistisch entgegen blicken.

    Zu den ETFs: auch ein ausschüttender ETF vermehrt sich ja. Wenn ich den SPDR MSCI ACWI IMI in D und A vergleiche, dürften die um ca. 1,5% unterschiedlich sein, weil der A 1,5% ausschüttet. Also wächst auch im A, mit verkonsumierten Ausschüttungen, der angesparte Teil weiter; nur halt weniger stark. Also lässt sich auch damit Altersvorsorge betreiben.

    Und was man am Ende des Jahres dann doch nicht verkonsumiert hat, kann man ja wieder anlegen, im jährlichen Rebalancing (Allokation Tagesgeld, Geldmarkt und Aktien-ETF). Somit sind Ausschütter gewisser Weise auch flexibler (ja, ich weiß man kann auch einfach Thesaurierer verkaufen aber macht man das dann wirklich oder verzichtet man eher?).

    Am Ende ist es auch nur Renditenmaximierung.

    Kürzlich las ich hier von einem relativ neuem Ausschütter, der quasi nur auf Dividendenjagd geht. Das wäre dann der. Vielleicht findest du die ja auch gut.

    Den kenne ich. Der schüttet sogar monatlich aus. Aber monatliche Dividenden wären bei meiner Anlagesumme im Cent-Bereich und selbst wenn es 1-2 stellige Eurobeträge wären, bringt mir das nicht viel. Das Thema "finanzielle Freiheit" hab ich wohl verpasst. Ist aber auch nicht schlimm, ich mag meinen Job :)

    Ich hab aber trotzdem mal 100 EUR investiert, nur damit er im Depot ist und ich ihn mal eine Zeit beobachten kann.

    Ich hab aktuell noch einen Dauerauftrag von 1000 aufs Tagesgeld. :/ das ist für geplante Rechnungen, Notfälle, Urlaube. Am Jahresende bleibt da meistens noch 3-4k übrig, das investiere ich dann.

    An sich verpufft die Ausschüttung da dann auch wieder. Ich glaube ich hab ein Ausgabenproblem :/

    Transparent:

    3- Konten Modell:
    Monatlich habe ich nach Abzug aller Rechnungen 800€. Was übrig bleibt geht aufs Tagesgeld.
    1K pro Monat geht aufs Tagesgeld. Was zum Jahresende übrig bleibt wird investiert.
    660 pro Monat wird fix investiert.

    Ich brauche da an sich auch nicht die Ausschüttung.

    Moin,

    keine Sorge, das ist (hoffentlich) nicht der drölfte "Was ist besser? Ausschütter oder Thesaurierter" Thread.
    Die Vor- und Nachteile und das Pro und Contra habe ich mittlerweile glaube ich verstanden.

    Ich habe vor 2 Jahren angefangen zu investieren, hatte davor mit Finanzen eigentlich nix am Hut. Ich habe jetzt ca. 10k auf der thesaurierenden Variante des SPDR MSCI ACWI IMI und 5K auf einem Geldmarkt ETF, als sicherere Anlage, bzw. erweiterten Notgroschen.

    Den Geldmarkt ETF bespare ich aktiv nicht mehr; in den MSCI gehen z.Zt. 660 EUR / Monat.


    Nun bin ich verbeamtet und habe mich mal mit meiner (voraussichtlichen) Pension auseinandergesetzt. Wenn ich die 40 Jahre voll kriege habe ich eine wirklich sehr kleine Rentenlücke. Ohne Steuern einfach mal grob ~30% weniger Gehalt, abzgl. der Sparrate von 600 EUR, das sind "nur" ca. 300-400 EUR pro Monat. Wofür also jetzt so viel Geld jeden Monat in den Thesaurierer einzahlen, damit der maximal wächst um im Alter dann so viel Kohle zu haben; wenn mir 400 EUR / Monat doch eigentlich reichen. Das wären bei Vollverkauf ohne Renditen ~130k Gesamtvermögen... in 32 Jahren.

    Von daher habe ich mich umentschieden nun doch auf Ausschütter zu gehen, allerdings mit der klaren (unwirtschaftlichen) Intention die Dividenden zu verkonsumieren und nicht neu anzulegen. Da ich keine Kinder habe, und voraussichtlich auch keine kriege, ist das Thema Erbe auch egal. Immobilienkauf spielt für mich aktuell auch keine Rolle. Da kann ich auch eine monatliche Dividende von 300 EUR zusammenackern und mit 85 oder 90 alles veräußern und von dem Geld in einem Altenheim chillen. Oder so; soweit will ich noch nicht planen .)

    Als erstes kam der Gedanke: klar, ich kann auch einfach die Sparrate reduzieren aber ich brauche das Geld nicht von Monat zu Monat. Von jährlicher Dividende könnte man anfangs aber mal bewusst schick essen; später evtl. mal ein Wochenende wegfahren oder im nächsten Urlaub statt Campingplatz in einem Hotel pennen :)


    Jetzt zur eigentlichen Frage:

    Sollte ich jetzt die Anteile im MSCI ACWI IMI verkaufen und in die ausschüttenden Variante neu anlegen oder die 10K einfach weiter arbeiten lassen und ab jetzt die 660€ in den Ausschütter investieren? Jetzt wieder "von 0" anzufangen ist für mich irgendwie demotivierend.

    Was meint ihr? (Ich weiß, bei der Depotsumme von ~15k mache ich mir vermutlich viel zu viele Gedanken).
    Um diese Optimierungsthemen wie Freibetrag optimal ausnutzen geht es mir nicht. Ich habe nur gerade die Sorge, dass ich mit 70 dann denke..."was mach ich denn jetzt mit der ganzen Kohle". Luxusproblem.

    Danke für die Inputs. Ich habe mich dazu entschlossen mein TR Depot zu schließen, sobald die gezockten Aktien einigermaßen ausgeglichen sind (aktuell wären es aber auch nur -4 EUR zzgl. Ordergebühren) und mich auf eine Bank zu konzentrieren. Einfach der Bequemlichkeit halber. Das Rechenbeispiel von monstermania hat mich etwas wach gerüttelt... das sind so marginale Unterschiede, dass es am Ende wohl fast egal ist bzw. den Aufwand nicht wert.

    Ich bin Verfechter des Pareto-Prinzips. Wenn ich also mit 20% Aufwand 80% des optimalen Ergebnisses erziele, muss die Karotte schon besonders fett sein, um den Aufwand diese Karotte zu schnappen zu rechtfertigen.

    Halte ich auch für sehr vernünftig.

    Und bitte nicht falsch verstehen. Auch das ist Geld. Aber erst, wenn ich mein Kostenoptimierungspotential voll ausgeschöpft hätte, würde ich mir darüber überhaupt Gedanken machen. Also, wie sieht es mit Versicherungen aus (KfZ, Krankenversicherung, Privathaftpflicht)? Stromanbieter? Unnötige Abos, die nicht/kaum genutzt werden (z.B. Streaminganbieter, Zeitschriften).

    Ich habe z.B. vor einiger Zeit die GKV gewechselt und spare nur damit > 200€ p.a. War ein Aufwand von ca. 30 Minuten.

    Das Thema habe ich durch, bzw. nur so ist es mir überhaupt möglich eine Sparrate von über 800 EUR hinzubekommen. Mehr sehe ich gerade nicht, ich habe ca. 50% Fixkosten...in einer deutschen Großstadt geht allein für Miete leider 35% drauf.

    50% Fix, 25% "Leben" und 25% gehen in die Altersvorsorge (also wie eingangs beschrieben 70/30). Ich könnte das Lebensbudget noch reduzieren, habe für mich aber entschlossen das nicht zu tun. Ich reise viel und möchte das nicht aufgeben/einschränken, nur um noch mehr Geld pro Monat in meine Rente zu investieren.

    Hallo :)
    Ich bin nun seit ca. einem Jahr auch dabei meine Finanzen in den Griff zu kriegen bzw. zu optimieren. Nach einigem hin- und her bin ich jetzt bei 70% MSCI ACW ETF und 30% Tagesgeld für meinen "Vermögensaufbau" gestrandet, wobei aktuell noch jeweils 5.000 EUR im ETF und im Tagesgeld liegen (also 50/50). Im Februar wollte ich das erste mal Rebalancen (also in meinem Fall von Tagesgeld auf ETF umschichten). Die Sparaufträge laufen bereits seit letztem Monat entsprechend. Die ersten 10.000 EUR habe ich also indirekt schon zusammen, aber bei 1,25% Zinsen auf dem Tagesgeld ist das natürlich nicht optimal verteilt. Ich investiere aktuell 25% meines Nettos, was ca. 850 EUR entspricht. Mehr ist nicht drin.

    Das ist aber gar nicht meine Frage :/

    Ich habe aktuell noch ALLES bei der DKB. Ich folge nicht ganz dem Drei-Töpfe-Prinzip sondern habe das Debitkonto für Rechnungen, Alltagszahlungen und Gehaltseingang, das "persönliche" Tagesgeldkonto als Sparschwein und ein weiteres Tagesgeld Konto aus dem Gemeinschaftskonto (welches auch noch dran hängt), welches ich für die Altersvorsorge (siehe oben) nutze. Ebenfalls das DKB Depot. Als Aktivkunde ist das an sich auch alles kostenlos (der ETF läuft im Aktionssparplan).

    Jetzt habe ich mir zum Spaß Trade Republic heruntergeladen um mit 200 EUR "Spielgeld" etwas zu zocken. Wenn ich mir das Konstrukt so anschaue, finde ich das aber sehr interessant. Daher überlege ich meine Finanzen wie folgt umzuverteilen:

    - Gehaltseingang und Rechnungen via DKB-Konto (Aktivstatus).
    - Depotführung und Persönliches Tagesgeldkonto bei DKB.

    - Monatliches Budget und Sparschwein zusammenlegen und monatlich via Dauerauftrag auf das Trade Republic Konto überweisen. Das Gemeinschaftstagesgeld könnte ich dann kündigen (weniger Töpfe).

    - Trade Republic für allgemeinen Zahlungsverkehr und sparen (leider in einem Topf) nutzen (2,5 % Zinsen, 1% Cashback).

    Macht das Sinn? Meint ihr, das lohnt den Aufwand (umschichten, 2. Bankkonto dauerhaft, weitere Karte (physisch und Virtuell)?