Beiträge von Bricoleuse

    Ja, das mache ich eh, den ausschüttenden etf besparen.


    Ansonsten noch mal vielen Dank für die vielen Rückmeldungen! Da ist einiges Bedenkenswertes dabei.


    Allerdings überrascht es mich, wie viele Mitschreiber sich doch recht weit von der Ausgangsfrage entfernen oder diese gar nicht gelesen haben und stur den Finanztip-etf-Stiefel durchziehen. Ja, ich weiß, was ein etf ist. Und auch wie ein Riester oder eine Versicherung funktioniert. Und ich habe auch erläutert, dass die GRV in meinem Fall keine fix vorgegebene Größe ist.

    Ich wollte einfach nur lesen, worauf andere bei der Aufteilung so achten. Besonderen Dank an die, die davon berichtet haben!

    Und klar weiß ich nicht, ob die Rente in 20 Jahren noch so tickt wie heute oder die Besteuerung von Kapitalerträgen sich nicht geändert hat. Da kann man nur mit Annahmen arbeiten.

    Mich wundern die Aussagen, man schaue sich die Anlage erst kurz vor der Rente wieder an. Ändert sich denn bei Euch zwischendurch nichts? Ich z.B. überlege aktuell, eine bestimmte Anlage doch wieder aufzulösen, die sich die letzten Jahre zwar gut geschlagen hat, aufgrund von sich ändernden steuerlichen Bedingungen aber jetzt nicht mehr rechnet. So etwas kann doch immer mal vorkommen?

    die Rentenlücke können Sie sehr schnell im ePaper sehen

    Wie gesagt, das habe ich mir schon angeschaut, halte ich jedoch für Käse, da mein momentanes Einkommen relativ unkorreliert zu meinen Ausgaben ist.

    monatlicher Kapitalbedarf: im Grunde der Zustand jetzt, abzüglich Sparen, Kredittilgung, Kinderbetreuung, ein paar Versicherungen

    So bin ich auch rangegangen. Wenn es danach geht, reicht schon der derzeit erworbene Rentenanspruch.

    Nur gehe ich davon aus, dass ich im Alter mehr ausgeben möchte (mehr Zeit, weniger Invest in Kinder, mehr in Bequemlichkeit). Wie das bestimmen?

    Und wenn du im Alter dein Depot in Richtung "risikoarm" verändern möchtest, verkaufe einfach einen Teil der Aktien-ETF und investiere den Erlös in Anleihe- oder Geldmarkt-ETF.

    Ich sehe halt gerade in der Verwandtschaft, dass Personen, die so etwas vor wenigen Jahren noch völlig selbstverständlich erledigt hätten, das sowohl von der Absicht (Risiko rausnehmen) als auch von der technischen Durchführung hee nicht mehr hinbekommen.

    Beim Rest sehe ich es ähnlich wie Du. Plan ist, das wartungsintensive Haus zu verkaufen und die vermietete ETW selbst zu nutzen.

    Wo verschenkst du damit Geld?

    Entgangene Rendite?

    Wie man die schließt, ob über den sicheren Kauf von Rentenpunkten oder das Investieren in ETFs ist dabei doch eigentlich egal?!

    Das finde ich nun nicht. So ein Rentenpunkt ist doch wesentlich einfacher in der Handhabung, kein zusätzlicher Aufwand, Inflation und Langlebigkeit abgedeckt. Ob ich mit 80 noch in der Lage bin, abzuschätzen, wieviel ich aus meinem etf Portfolio nehmen darf? Ob ich in dem Alter nicht bei einem Markteinbruch Dummheiten begehe? Vielleicht sitze ich das genauso ungerührt aus wie heute, kann aber auch sein, dass mich der Rentenpunkt dann ruhiger schlafen ließe.

    Ach so, das E Papier habe ich schon gelesen, da sind eigentlich nur Binsen drin. Hat mich nicht wirklich überzeugt.

    In etf bin ich seit Jahren investiert, das ist alles schon ausgeexcelt, und eine MC Simulation kann ich auch drüber laufen lassen. Aber das ist die Theorie, mich hat interessiert, wie ändere es in der Praxis lösen.

    Den Auszahlplan werde ich mir allerdings mal anschauen, wobei das ein Thema ist, dass ich tatsächlich erst kurz vor Rentenbeginn angehen werde.

    (Das einzig Schwierige an dem Thema ist, zu bestimmen, wieviel man im Alter überhaupt benötigt. Irgendwelche prozentualen Anteile vom Gehalt sind da nicht hilfreich, wenn man heute nur die Hälfte ausgibt. Aber im Alter vielleicht mehr ausgeben will.)

    Mit "Grundbedarf aus sicherem Anteil, alles drüber in etf" werde ich sicher nicht darben müssen. Aber optimal ist es halt nicht, ich verschenke dann Geld, welches ich sonst an meine Kinder oder Enkel vererben könnte.

    Vielen Dank für Eure Rückmeldungen!

    Du knauserst etwas mit Angaben: Alter, konkrete Summen bzw. prozentuale Aufteilung, Familienstand...

    Durchaus absichtlich, ich wollte ganz allgemein hören, welche Ansätze Ihr fahrt, nicht nur auf meinen finanziellen Zustand gemünzt.

    Bei mir sieht es ähnlich aus wie bei 12345 und Evelknevel, der Aktienanteil ist trotz ordentlichem etf Portfolio erschreckend klein, da Immo, GRV, Pension fix sind.

    Ich erlebe aber im Umfeld, dass es im Alter deutlich schwieriger wird, all die Kapitalanlagen zu pflegen. Und nicht immer Nachfahren da sind, die sich drum kümmern können. Möchte daher zum einen eine Langlebigkeitsabsicherung inkl. Inflationsschutz, zum anderen die Möglichkeit, in der Rente die Komplexität zu reduzieren.

    Ursprünglich hatte ich auch vor, das vor ein paar Jahren Aufgesetzte einfach bis zur Rente laufen zu lassen (habe noch 18 Jahre) und mich dann drum zu kümmern, merke aber, dass das nicht funktioniert. So hat sich z.B. meine steuerliche Situation inzwischen so entwickelt, dass vor ein paar Jahren getroffene Entscheidungen nicht mehr sinnvoll sind. Da ist Anpassung nötig.

    Ich leiste derzeit freiwillige Beiträge in die GRV um die Teilzeitlücken in der Pension auszugleichen. Habe da also durchaus Spielraum, diesen Anteil großer oder kleiner zu halten. Gleiches gilt für Riester und Co.

    Mir ist bewusst, dass die Antwort für jeden anders aussehen muss. Aber gerade das interessiert mich. Die Beweggründe für die jeweils gewählte Aufteilung.

    Guten Morgen!

    Aktuell schaue ich mir mal wieder meine Altersvorsorge an. Und denke darüber nach, wie groß der "sichere" Teil (GRV, Pension, Riester) und wie groß der unsichere Teil (mehrheitlich etfs) sein soll.

    GRV und Pension haben der Charme, dass sie im Alter unkompliziert sind und grob mit der Lohnentwicklung steigen. Und, genauso wie der Riester, eine Langlebigkeitsabsicherung bieten.

    Mein etf Portfolio rentiert natürlich wesentlich besser, aber ob man sich da im späten Alter noch drum kümmern mag? Und weiterhin so gelassen bei Schwankungen ist?

    Wie teilt Ihr das auf? Nach welchen Kriterien?

    Vielen Dank für die Diskussion hier (auch wenn sich der TE bisher leider nicht mehr gemeldet hat)!

    Genau diese Sorte Infos sind, ohne fähige Berater oder Vernetzung unter Unternehmern, kaum zu finden. Wir backen viel, viel kleinere Brötchen, haben aber als Familie generationenübergreifend schon einiges Lehrgeld durch schlechte Beratung von Notar und Steuerberater zahlen dürfen. Und die entsprechenden Informationen selbst aufzutun ist mühsam.

    Daher: Danke fürs Teilen!

    Wir haben eine ganze Zeit lang ungefähr gleich viel verdient, waren auch ähnlich lang in Elternzeit, das haben wir daher nicht ausgeglichen.

    Jetzt habe ich die Arbeitszeit reduziert, um gemeinsame Aufgaben bearbeiten zu können. Mein Mann gleicht mir 1/2 des entgangenen Gehaltes und 1/2 der zusätzlichen Einzahlungen in die RV, die nötig sind um auf das Vollzeitniveau zu kommen, aus.

    Was wir nicht ausgleichen, sind die entgangenen Karrierechancen, da wir da auch ungefähr gleich weit sind und sich eh nicht mehr viel tun wird. Das halte ich aber in vielen Beziehungen, in denen einer sehr früh, vor der Karriere, auf Teilzeit geht, für den wichtigeren Aspekt!

    Restlebenserwartung, also die durchschnittliche Anzahl der noch zu erwartenden Lebensjahre ab einem bereits erreichten Alter.

    Klar, davon war ich ausgegangen. Und ich finde, dass man sich das durchaus mal antun sollte, das auszurechnen. Die im Netz verfügbaren Rechner sind oft von Versicherern, die wollen natürlich auch ein Schreckensszenario an die Wand malen, trotzdem sehr instruktiv, damit herumzuspielen.

    Wenn dann rauskommt, dass man eine 50% ige Wahrscheinlich hat, älter als 95 zu werden, muss man seine Anlage- und Verzehrstrategien vielleicht noch einmal überdenken.

    Ich sehe die Ausgangsfrage unabhängig von KI als durchaus auch im Einzelfall relevant an. Es gibt ja nun diverse Rechner, die einem abhängig vom Alter, Stellung, Gesundheit, etc eine weitere Lebenserwartung ausrechnen. Natürlich sind das statistische Mittel, die nicht berücksichtigen können, dass ich auch morgen vor den Bus laufen kann. Aber dass man als rauchender, übergewichtiger Mann mit niedrigem sozioökonomischen Status in schlechter Wohngegend, mit Eltern, die mir Mitte 60 verstorben sind, seine Altersvorsorge anders aufstellen muss als eine fitte Frau aus langlebiger Familie, die stressfrei eine Regierungsdirektoren Pension bezieht, dürfte klar sein. Zwischen den beiden liegen ggf ein paar Jahrzehnte, das sollte man einplanen. Auch wenn der Einzelfall anders kommen kann.

    Ah! Wunderbar! Danke für den Hinweis!

    Ich dachte schon, die Formel in meinem Excel-Blatt sei falsch, die 11,9% Soli ergeben hat.

    Genau, 11,9%, das ist richtig.

    Ich muss sagen, ich habe auch erst im zweiten Anlauf begriffen, dass der Soli da so einen Buckel macht. Das ist schon ziemlich heftig, dieser Sprung im Grenzsteuersatz.

    Der Soli setzt bei etwa 84 T€ ein (dann 44,3% Grenzsteuersatz) . Kirchensteuer ist (nach Bundesland unterschiedlich) etwa 3,5%, zusammen etwa 48%. Damit ist man als Lediger mit seinem Einkommen etwa bei der 90%-Perzentile (10% der Bevölkerung verdient mehr), als Paar (doppelte Beträge!) bei der 97%-Perzentile (3% der Bevölkerung verdient mehr).

    Nene, Soli bei 84 T ist nur die halbe Wahrheit. Die Milderungs- oder Gleitzone setzt bei 65K zvEk (Stand 2023, das aktuelle Jahr finde ich gerade nicht) an, das sind Deine 84K Einkommen, richtig. Aber innerhalb dieser Zone wird der drunter nicht bezahlte Soli erst einmal aufgeholt. D.h. es werden knapp 12% Soli erhoben. Der Grenzsteuersatz ist dort also so lange tatsächlich bei 50%, bis alles aufgeholt wurde, dann fällt der Soli wieder auf die 5,5%.

    Siehe hier:

    Solibuckel im Grenzsteuersatz

    Da ich gemeinsam mit meinem besserverdienenden Mann veranlagt werde, komme ich auch in den Genuss dieses Grenzsteuersatzes, ohne die 84 K zu überschreiten.

    Wenn Du mich von meiner Überzeugung abbringen willst, daß sich die allermeisten Riesterverträge nicht lohnen, dann müssen Zahlen auf den Tisch.

    Das habe ich überhaupt nicht vor! Da stimme ich Dir nämlich vollauf zu.

    Nur heißt das eben nicht, dass man pauschal zu Stilllegung oder gar Kündigung raten kann, da sowohl die Bandbreite der Verträge als auch die der Voraussetzungen der einzelnen Kunden unglaublich groß ist. Um eine Einzelfallbetrachtung kommt man da nicht herum. Aber ja, in sehr vielen, vermutlich den meisten, Fällen ist Riester ein Verlustgeschäft, definitiv.

    Man könnte Riester ja neben jeder anderen Form der geförderten Altersvorsorge oder Vermögensbildung einfach innerhalb der Rentenversicherung abbilden.

    ja, das wäre kurz, schmerzlos, sinnvoll, einfach zu implementieren.

    Aber ich befürchte, dass das damals einfach nicht hätte kommuniziert werden können: "wir nehmen Euch einen Teil der GRV weg, aber, hurra, Ihr dürft den freiwillig unter Gewährung von Steuererstattung, Zulagen, usw selbst wieder einzahlen." Die GRV hatte damals eh keinen guten Ruf, ich kann mich erinnern, dass viele froh um jeden Euro waren, den sie nicht dorthineingaben und anderweitig investieren konnten. Da klang es halt besser, zu schreiben, dass man privat vorsorgen dürfe, ein jeder nach seiner Risikoneigung, mit tollen Renditeerwartungen und gefühlt 7000 möglichen Sonderwegen (Entnahme, Wohnriester, Teilauzahlung, Kündbarkeit, Garantie, Übertragbarkeit, ....) die nur dummerweise alle an der Rendite nagten.

    Du verdienst offensichtlich deutlich mehr als ich (was Dir gegönnt sei, kein Neid!).

    Täusch Dich da mal nicht, das geht bei knapp über 60K zu versteuerndem EK los, wenn man halt noch Kirchensteuer zahlt.

    Wenn Du auf auf ein proportional vergleichbares Altersversorgungsniveau hinsparst, mußt Du mindestens das weglegen, eventuell noch mehr, was wiederum heißt, daß der Riestervertrag von seiner Wertentwicklung für Dein Vermögen nachgeordnet ist.

    Das ist er sicherlich (auch wenn ich ein proportional vergleichbares Niveau im Alter vermutlich nicht benötigen werde). Der Punkt ist aber, dass man das ja üblicherweise abschließt, wenn man deutlich jünger ist. Und zu dem Zeitpunkt auch deutlich weniger verdient. Da war das schon ein relevanter Baustein. Damals war die Erwägung halt: wenn ich weiter so (schlecht) verdiene, wie jetzt, lohnt es sich über die Zulagen, die Steuer wird dann im Alter auch gering ausfallen. Und wenn sich der Verdienst deutlich steigern sollte, tut der Vertrag auch nicht weh. So ist es dann auch.