Da muss jeder für sich den Weg finden, der passt. Ich habe selbst die Situation, dass in knapp 6 Jahren meine Festzinsvereinbarung ausläuft (1,4%) und mich dafür entschieden, während der Laufzeit keinen einzigen Cent Sonderzahlungen zu machen. Dafür habe ich eine feste Sparrate, die (in meinem Kopf) nur für dieses Darlehen reserviert ist und in einem weltweiten Aktien-ETFs läuft.
In 6 Jahren schaue ich mir die dann aktuelle Lage an. Heißt also: aktueller Gegenwert meines ETFs und aktuelle Zinsangebote für ein weiteres Darlehen.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit (außer wenn die Zinsen bis dahin nochmal deutlich ansteigen) werde ich einfach eine Anschlussfinanzierung wählen und parallel weiterhin den ETF besparen, weil er tendenziell mehr Rendite abwirft als das Darlehen kostet.
Ich verstehe den Ansatz, schnell schuldenfrei zu sein. Wenn ich auf der anderen Seite aber ein sattes Depot habe, das eine gute Wertentwicklung abwirft, schmerzt mich so ein Immobiliendarlehen da ziemlich wenig.
Aber wie gesagt; da muss jeder für sich den Weg finden, mit dem er sich wohl fühlt. Das ist entscheidender als der letzte Cent Performance-Optimierung.