Beiträge von meckelfelder_68

    Zum elektronischen Fahrzeugschein - bin gespannt, wann da die HU-Fälligkeit aktualisiert wird. Knapp eine Woche nach der HU ist sie immer noch „demnächst überfällig“.

    Ich hatte am 04.12. die Hauptuntersuchung. Am nächsten Tag war es noch nicht eingetragen. Inzwischen ist es aber eingetragen. Ich weiß aber nicht, wann es eingetragen war. Notfalls habe ich ja bei der Verkehrskontrolle die neue Plakette am Kennzeichen kleben;)

    Nein. Auch wenn es interessant wäre, deren Höhe mal zu erfahren (wenn es denn welche gäbe).

    Nachdem ich am Abend des 18.12. die für den 19.12. vorgemerkte Belastung gesehen habe, habe ich einen ziemlichen Schreck bekommen. Mein erster Gedanke: Mist - ist mir etwa durchgerutscht, dass die HUK neuerdings bereits Mitte Dezember abbucht? Blick auf die Beitragsrechnungen: "Ankündigung der Abbuchung unserer Forderung gemäß SEPA-Lastschriftmandat frühestens ab 01.01.2026".

    Nächster Gedanke: ich werde beiden Lastschriften am 19.12. widersprechen.

    Dann habe ich Tante Google gefragt und in irgendeinem Automobilforum die Diskussion gelesen, dass die HUK ihren Fehler halbwegs eingeräumt hat (sie schrieben von einigen Fällen...) und mindestens valutarisch die Belastung wieder gutschreiben will. Ich habe denen da - in meinem Fall zu Recht - vertraut, dass sie das hinbekommen.

    In meinem Fall wäre das 1 Euro Dispozins gewesen - gewiss ein Schiss. Aber ich habe seit Jahren keine Dispozinsen mehr gezahlt und mir ging es ums Prinzip. Hätte ich es zu vertreten gehabt: mein Pech. Aber hatte ich nicht.

    Insgeheim "verachte" (eindeutig ein zu starkes Wort, aber mir fällt gerade kein besseres Wort ein) ich die Menschen, die fünfstellige Guthaben für 0% auf ihrem Girokonto rumschimmeln haben. Die hätte so eine verfrühte Belastung natürlich nicht gejuckt. Und die kommen jetzt hier aus der Ecke gekrochen und meinen, über die Leute urteilen zu müssen, die vielleicht nur wenige Kröten auf ihrem Girokonto rumliegen haben.

    Außerhalb dieses Tellerrandes scheinen einige ihre Finanzplanung nicht im Griff sehr stark auf Kante gestrickt zu haben. Das wusste man vor diesem Thema hier, und wird wohl auch immer so sein.

    Wenn dann aber mit den Überziehungszinsen und Zinsverlusten argumentiert wird, ist das in einem Finanzforum keine Befindlichkeit, sondern schlicht Unsinn, den man auch mal als solchen bezeichnen darf.

    Fakt ist, dass die HUK-Coburg da richtig Mist gebaut hat. Mich haben die auch auf dem falschen Fuß erwischt. Und meine Finanzplanung ist garantiert nicht auf Kante gestrickt, sondern zinsoptimiert. Auf meinem Girokonto habe ich maximal 500 €. Alles, was darüber geht, hatte ich bisher auf dem Tagesgeldkonto, wo ich auch mein Girokonto habe. Für aktuell 0,4% p.a. Seitdem mir jemand erzählt hat, dass man sein Geld von Trade Republic mittels Echtzeitüberweisung innerhalb von Sekunden auf seinem Girokonto hat, lege ich solche Liquiditätsüberschüsse bei Trade Republic an. Aber auch nicht übertrieben viel. Wenn mir das zu viel wird, packe ich das über Scalable in einen Geldmarkt-ETF (iShares € Ultrashort Bond UCITS ETF EUR (Acc)). Nun hatte ich gerade 0 € Tagesgeld bei Trade Republic und ca. 100 € auf meinem Girokonto, als mir HUK über 1.000 € für zwei Autos abgebucht hat. Bemerkt habe ich das am Abend des 18.12. Am Abend den Geldmarkt-ETF flüssig zu machen, kommt wegen der üblen Spreads nicht in Frage. Und hätte mir auch erst am 22.12. das Geld auf mein überzogenes Girokonto gebracht.

    Ich hätte also definitiv Dispozinsen für den 19. bis 23.12. zu zahlen gehabt. Nicht, weil meine Finanzplanung auf Kante gestrickt ist. Sondern weil eine Belastung unerwartet und nicht vertragsgemäß kam.

    Ich finde es einigermaßen arrogant, den Leuten zu unterstellen, sie hätten ihre Finanzen nicht im Griff.

    Das taugt aber kaum für statistische Überlegungen. Die, sie schon tot sind, sind ja (hoffentlich) nicht in dem Pflegeheim.

    Und die noch einigermaßen fitten zu Hause-Lebenden mit 85 haben es ja noch nicht ins Heim geschafft.

    Insgesamt wage ich mal die steile These, dass die Lebenserwartung nicht weiter steigen sondern eher rückläufig sein wird.

    In der medizinischen Versorgung werden wir zu dramatischen Einschränkungen kommen, deren Ausmaß wir uns heute noch gar nicht vorstellen können. Und Sterbehilfe wird soweit legalisiert werden, dass jeder, der mal eine schlechte Phase und zwei Wochen Langeweile hat, ganz legal an die Mittel kommen wird, die seine schlechte Phase und Langeweile für immer beenden.

    Die Rentenauskunft ist ganz nett, aber sicher optimierbar und das Papier bekommt man sowieso.

    Die Rentenauskunft war für mich der Grund, dass ich schon vor vielen Jahren aktiv die Onlineausweisfunktion genutzt habe (damals noch über Lesegerät, weil es die App für das Smartphone noch nicht gab). Da haben die in der Ortsverwaltung bei der Beantragung noch zu mir gesagt, dass das kein Mensch benötigt. Ich wollte die Pin trotzdem haben. Und von der Rentenversicherung bekomme ich inzwischen 0,0 Papier. Man kann da irgendwo einstellen, dass man auf die Jährliche Auskunft in Papierform verzichtet und bekommt das dort ins elektronische Postfach.

    i-Kfz mit dem elektronischen Fahrzeugschein finden wir hier super. Wir nutzen unsere beiden Autos zu Dritt (Eltern und Sohn). Und müssen nicht mehr den Fahrzeugschein einpacken.

    Was ich hier aber für ein Gefühl bekomme, ist folgendes:

    Wir haben die Digitalisierung, die wir verdienen. Weil wir leider in Masse ein rückständiges technikfeindliches Völkchen sind. Und mit solchen Bedenkenträgern Tomarcy sind wir ohnehin verloren.

    Meine persönliche Einstellung ist, nur Risiken abzusichern, die meine finanzielle Existenz bedrohen.

    Wenn mögliche Krankheitskosten meines Hundes meine finanzielle Existenz bedrohen, schaffe ich mir keinen Hund an. Aber da sind Menschen wohl unterschiedlich.

    Und wenn so eine Versicherung mal richtig viel zahlen muss und der Hund die Krankheit überlebt hat, würde die Versicherung den Vertrag wohl ohnehin kündigen, nachdem sie gezahlt hat. Und den Hund habe ich dann immer noch.

    Von daher bin ich auch der Ansicht, dass das "Elternhaus" eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielt.

    Deine Ansicht triggert mich etwas.

    Das "Elternhaus" sieht bei uns so aus:

    Meine Frau hat nach der mittleren Reife direkt ihre Ausbildung begonnen.

    Ich habe einige Monate vor dem Abitur die Bundeswehr förmlich angebettelt, dass sie mich schon zum 1. Juli und nicht erst zum 1. Oktober zum Wehrdienst einziehen mögen, was auch geklappt hat. Ich wollte nicht bis 31.12. des Folgejahres meinen Wehrdienst leisten sondern nur bis 30.09., damit ich evtl. im Herbst eine Ausbildung beginnen kann. Urlaub habe ich während meines Wehrdienstes bewusst nicht genommen und ich habe dann schon zum 01.08. einen Ausbildungsplatz bekommen. Ich hatte mich zum 01.02. des Folgejahres beworben und im Vorstellungsgespräch wohl einen guten Eindruck gemacht, so dass man mich schon zum 01.08. einstellen wollte.

    Ich hatte also nach dem Abitur quasi keine Sommerferien und auch während meines dann 13monatigen Wehrdienstes keinen Urlaub.

    37 Jahre später musste ich meine Tochter, die ihr Abi im zweiten Anlauf gemacht hat, quasi mit komplettem (Taschen-)Geldentzug dazu zwingen, dass sie zum 01.09. zumindest ein FSJ beginnt.

    Hätte ich es laufen gelassen, hätte sie sich vermutlich noch ein einjähriges "Sabbatical" gegönnt. Und bei allem Respekt: das Abiturjahr ist ja quasi schon ein "Sabbatical" - eines, das meine Tochter zweimal erleben durfte. Wenn ich das aber im Gespräch erwähne, wird die Gesprächstemperatur gleich mal 10 Grad kälter.

    Was ich damit schreiben will: die heutige Generation ist einfach viel "chilliger" unterwegs. Unser größter Fehler war, dass wir unsere Tochter zu "satt" gemacht haben. Könnte man die Zeit um 5 Jahre zurückdrehen, würden wir es komplett anders machen. Weil es bei unserer Tochter eben nicht gereicht hat, "Werte" vorzuleben.

    Bei unserem Sohn hat es gereicht.

    Abi im ersten Anlauf, sofort Ausbildung begonnen und ein Jahr gemacht, dann aber die Ausbildung gewechselt. Bei der "alten" Ausbildung ein besonderes Kompliment bekommen, weil er bis zum letzten Tag Vollgas gegeben hat. Die zweite Ausbildung dann beendet. Jetzt arbeitet er halbtags in dem gelernten Job und studiert parallel in Vollzeit.

    Also die gleichen Gene reingegeben (bilde ich mir jedenfalls ein; vielleicht war es bei unserer Tochter aber auch der arbeitsscheue Latinolover mit viel Tagesfreizeit), aber komplett unterschiedliche Resultate bekommen.

    Ich befürchte, dass da Social Media viel an der Misere ihren Anteil hat. Da hat sich die eine (mit dem eigenen Fernseher in ihrem Zimmer) ablenken und negativ beeinflussen lassen und der andere (der auf den eigenen Fernseher verzichtet hat) ist von diesen Ablenkungen und Beeinflussungen verschont geblieben.

    Nach meiner Einschätzung sind Tiktok und Twitch Mittel hybrider Kriegsführung, die unseren Kindern die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft rauben sollen. Mit Erfolg.

    Später mal der Reichste auf dem Friedhof zu sein ist auch eine Form von Zielsetzung.

    Man muss das unter Risikogesichtspunkten sehen.

    Das Risiko ist die Langlebigkeit und in dieser Langlebigkeit nicht genug finanzielle Mittel für ein "Gutes" Leben zu haben.

    Wenn man dann mit einem gut gefüllten Depot vorzeitig den Löffel abgibt - wo ist das Problem?

    Aber wenn das Risiko schlagend wird, hat man eben vorgesorgt.

    Was ist mit den Männern los? Warum hängen sie in jedem Land länger an Muttis Rockzipfel als Töchter?

    Es ist vermutlich so, dass Töchter im elterlichen Haushalt eher zu Tätigkeiten herangezogen werden, die man benötigt, wenn man einen eigenen Haushalt führt. Und die trauen sich dann eben den Auszug eher zu, als ihre Brüder, die das Hotel Mama gerne noch ausdehnen.

    Und ist es nicht so, dass in heteronormativen Paarbeziehungen der Mann gewöhnlich etwas älter ist, als seine Partnerin? Vielleicht findet man auch hier einfach genau den Altersabstand wieder, den man beim Ausziehen von zu Hause feststellen kann.

    Geht aber am Inhalt der Eingangsdiskussion auch wieder einen Tick vorbei.

    Großartiges Statement.:thumbup::thumbup::thumbup:

    🤣

    Nur zu deiner Info, ich bekomme ein Durchschnitts Brutto und hab als alleinlebender Single volle Abzüge und Niemanden der sich an meiner Miete beteiligt. Hab aber meine Ausgaben optimiert und werfe das Geld nicht zum Fenster raus. Also hab ich von meinem gerade mal durchschnittlichen Netto gut 50% Sparquote.

    Finde ich gut und meinen Respekt für deine Sparquote. Meine Frau würde dich als Geizkragen bezeichnen, aber ich teile nicht immer die Meinung meiner Frau 🤣

    Ich spar auch nicht für meine Rente. Ich spare um mir bereits weit davor ein Vermögen aufzubauen um besser leben zu können. Um sehr viel früher in Rente gehen zu können oder sehr viel weniger arbeiten zu können, mehr Freiheiten und Möglichkeiten zu haben.

    Mein Ziel ist nicht die Rentenlücke zu schließen sondern weit davor besser und freier leben zu können. Finanzielle Freiheit eben.

    Aus Sicht der "Linken" ist das natürlich sehr verwerflich. Du willst dich aufgrund eines "leistungslosen" Einkommens (so nennen die es glaube ich) "aus der Produktion" davon stehlen. Da haben die "Linken" dann versagt, weil sie deine starken Schultern nicht genug zur Finanzierung des "Gemeinwohls" herangezogen haben. Wenn du aktuell so viel sparen kannst, dass du womöglich sogar vor der Rente Privatier werden kannst, hat man dir zu viel Nettogehalt gelassen.

    Zum Glück ist das nur eine Faustregel. 😎

    Erst der Kauf einer eigenen Immobilie hat mich finanziell umerzogen.

    Leider hat nicht jeder finanziell die Möglichkeit, die eigene Rentenlücke zu schließen.

    Es gibt sehr viele Variablen in der Rechnung. Wann will man aufhören mit der Arbeit bzw. in "Altersteilzeit" wechseln?

    Wie sind die Ansprüche an den Lebensstandard als Rentner?

    Wie ist die Rendite aus meiner Vorsorge?

    15% (man liest auch 10%, muss aber aufpassen, dass dann nicht das Bruttoeinkommen gemeint ist) soll zeigen, dass man mit 10 € monatlich nicht weit kommt aber auch nicht entmutigen, es zu tun.

    In der Tat ist der Kauf einer Immobilie bei vielen Menschen der Einstieg in den Konsumverzicht. Auch wenn die eigene Immobile nicht unbedingt die beste Altersvorsorge ist, erzieht sie doch zum Sparen, weil so eine Baufinanzierung ja gewöhnlich auch eine Tilgung beinhaltet.

    Die Möglichkeit, die Rentenlücke zu schließen, wird leider sehr häufig unterpriorisiert. Dann gehen die Leute kurz vor dem Ende des Arbeitslebens zur Rentenberatung oder lesen die Rentenauskunft genauer und fallen dann in Ohnmacht und heulen rum, dass sie als Rentner nicht mal mehr ins Café gehen können... Mein Mitleid ist in solchen Fällen sehr überschaubar. Diese Menschen haben dann eben darauf verzichtet, ihre Konsummöglichkeit zu verschieben.

    Dass ein Bürgergeldbezieher keine Möglichkeit für die Altersvorsorge hat ist klar. Aber der hat auch keine Rentenlücke. Der bekommt dann die Grundsicherung und kann seinen - wenn auch bescheidenen - Lebensstandard halten.

    Von der Linkspartei kommt zum Thema Aktienrente:

    "Arbeitsminister Hubertus Heil sollte sich nicht der Illusion der FDP hingeben, die Rentenfinanzen könnten in den kommenden Jahrzehnten über kreditfinanzierte, staatliche Zockerei mit vielen Milliarden Euro in Ordnung gebracht werden."

    Aber wenn dann jemand mit dieser "Zockerei" tatsächlich eine gute Rendite erzielt, soll er natürlich etwas von seinem "leistungslosen Einkommen" an die Bedürftigen abgeben...

    Immer so, wie es passt.