Beiträge von jona

    Nein?

    "Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf des Gesetzes zur Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge (Altersvorsorgereformgesetz) und die Eckpunkte zur Umsetzung der Frühstart-Rente beschlossen. Die Bundesregierung stärkt damit die dritte Säule - die freiwillige private Altersvorsorge."

    Das Gesetz wurde ja gestern erst vom Bundeskabinett beschlossen.

    Tomarcy sorry, hatte den anderen nicht gesehen. Vielleicht kann ein Mod das verschieben. Das Gesetz wurde ja gestern erst beschlossen, und danach gab es noch keine Diskussion hier.

    Nein?

    "Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf des Gesetzes zur Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge (Altersvorsorgereformgesetz) und die Eckpunkte zur Umsetzung der Frühstart-Rente beschlossen. Die Bundesregierung stärkt damit die dritte Säule - die freiwillige private Altersvorsorge."

    Darum geht es: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pre…rsvorsorge.html

    Frage:

    bitte recherche in gesetzestexten dazu. wird es mit förderung möglich sein, ab renteneintritt über das angesparte geld (ohne kapitalgarantie) sofort komplett zu verfügen, oder wird es immer eine verrentung bis mindestens zum 85 lebensjahr geben müssen.

    Antwort:

    Ich recherchiere die relevanten Gesetzestexte und Details zur geplanten Reform der privaten Altersvorsorge für dich.Basierend auf meiner Recherche zum aktuellen Gesetzentwurf kann ich dir folgendes zur Auszahlungsphase mitteilen:

    Kernpunkt: Keine sofortige Komplettauszahlung möglich

    Nach dem Altersvorsorgereformgesetz sind alternativ zur lebenslangen Leibrente künftig langlaufende Auszahlungspläne mit einer Laufzeit mindestens bis zur Vollendung des 85. Lebensjahres ohne Restkapitalverrentung zulässig. Das bedeutet konkret:

    Du kannst NICHT sofort über das komplette Kapital verfügen. Es gibt zwei Optionen:

    1. Lebenslange Leibrente (klassische Verrentung bis Lebensende)
    2. Auszahlungsplan bis mindestens zum 85. Lebensjahr - erst danach ist das Restkapital frei verfügbar oder vererbbar

    Ausnahme: Teilkapitalentnahme

    Bis zu 30 Prozent des Kapitals kann zu Beginn der Auszahlungsphase als Einmalzahlung entnommen werden. Diese Information findet sich in mehreren Quellen, ist aber im offiziellen Gesetzentwurf nicht explizit bestätigt.

    Wichtige Details zur Auszahlungsphase

    • Beginn: Die Auszahlungsphase kann zwischen 65 und 70 Jahren beginnen – abhängig von Vertrag und Wahl des Sparers
    • Flexibilität: Mit Ablauf des Auszahlungsplans ist das Vermögen verzehrt, es erfolgen keine weiteren Auszahlungen mehr. Noch nicht ausgezahltes Vermögen ist vererbbar
    • Anbieterwechsel: Altersvorsorgende können zum Beginn der Auszahlungsphase ihren Anbieter wechseln, zum Beispiel zu einem Anbieter, der ein reines Auszahlungsprodukt anbietet

    Kritische Perspektiven

    Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) kritisiert diese Regelung: Wenn Zahlungen bereits mit 85 enden, steht ein wachsender Teil der Bevölkerung im sehr hohen Alter ohne Einkommen aus der geförderten Altersvorsorge da. Etwa die Hälfte der heute 66-jährigen Männer und rund zwei Drittel der Frauen werden 85 Jahre oder älter.

    Fazit

    Nein, eine sofortige Komplettverfügung ab Renteneintritt ist nicht möglich. Es wird immer eine Verrentung oder einen Auszahlungsplan bis mindestens zum 85. Lebensjahr geben müssen. Nur eventuelles Restkapital nach dem 85. Lebensjahr kann dann frei verfügt oder vererbt werden. Die einzige Ausnahme ist eine mögliche Teilentnahme von bis zu 30% zu Beginn der Auszahlungsphase.

    Quelle für den Gesetzentwurf: Referentenentwurf des Bundesministeriums der Finanzen vom 1.12.2025 zum Altersvorsorgereformgesetz

    Nachfrage:

    bei durchschnittlichen lebenserwartungen werden menschen in deutschland keine 85 jahr alt. im schnitt sind dann die gebildeten kapitalerträge nicht vererbar und werden nicht aufgezehrt. das bietet den finanzinstituten hohe gewinnchancen, zusätzlich zu den voraussichtlich höheren kosten als bei etf anlage. wie wird das bewertet, und lohnt sich das invest mit förderung überhaupt ggü. reiner etf anlage ohne förderung?

    Antwort:

    Sehr gute Beobachtung. Lass mich die Faktenlage zu deinen Punkten zusammentragen:

    Deine Behauptung zur Lebenserwartung: Teilweise richtig, aber differenziert

    Lebenserwartung bei Geburt vs. im Rentenalter:

    Die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt liegt bei 78,5 Jahren für Männer und 83,2 Jahren für Frauen. Das stimmt - im Schnitt werden Männer keine 85.

    ABER: Entscheidend ist die fernere Lebenserwartung mit 65 Jahren:

    Die Restlebenserwartung im Alter von 65 Jahren beträgt 17,7 Jahre für Männer und 20,9 Jahre für Frauen. Das bedeutet:

    • 65-jährige Männer werden durchschnittlich 82,7 Jahre alt (65 + 17,7)
    • 65-jährige Frauen werden durchschnittlich 85,9 Jahre alt (65 + 20,9)

    Etwa die Hälfte der heute 66-jährigen Männer und rund zwei Drittel der Frauen werden 85 Jahre oder älter.

    Dein Kritikpunkt ist also für Männer berechtigt, für Frauen weniger.

    Bewertung der Reform durch Experten

    Kritik von Verbraucherschützern (sehr deutlich)

    Kosten im Vergleich zu ETFs:

    Selbstentscheider, die einen ETF-Sparplan abschließen, erzielen bei identischen Einzahlungen einen Vermögenszuwachs, der um mindestens 50 Prozent höher liegt als bei Sparern, die in ein Standarddepot investieren, das sich am Kostendeckel orientiert.

    Die Gebührenobergrenze von 1,5 Prozent pro Jahr wird kritisiert: Bei fünf Prozent Jahresrendite landen beim schwedischen Staatsfonds mit 0,05-0,07 Prozent Kosten 99 Prozent beim Sparer, in Deutschland nur etwas mehr als die Hälfte.

    Steuerliche Nachteile:

    Normale ungeförderte ETF-Sparpläne werden nur mit rund 20 Prozent Abgeltungsteuer belastet, während der Staat sich bei geförderten Depots die Förderung über Steuerabzüge teilweise wieder zurückholt.

    Verbraucherschützer-Position:

    Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg sagt: "Ich werde sicher kein Vorsorgedepot besparen".

    Kritik der Versicherungswirtschaft (GDV)

    Wenn Zahlungen bereits mit 85 enden, steht ein wachsender Teil der Bevölkerung im sehr hohen Alter ohne Einkommen aus der geförderten Altersvorsorge da.

    Kritisch bewertet wird die Möglichkeit, beim Anbieterwechsel erneut Abschlusskosten auf das bereits angesparte Kapital zu erheben, was zu doppelten Kosten führen würde.

    Für wen lohnt sich die Förderung?

    Lohnenswert: Familien mit mehreren Kindern durch die Kinderzulage von 25 Cent je Euro (maximal 300 Euro pro Kind).

    Eher nicht lohnenswert: Alle anderen sollten genau rechnen. Ein ungeförderter ETF-Sparplan bietet oft mehr Flexibilität und kann nach Steuern die bessere Rendite liefern.

    Zusätzliche Risiken

    Erlaubt sind nur Fonds bis Risikoklasse fünf. Bei einem Börsencrash steigt die Volatilität und damit die Risikoklasse - Sparer müssten dann verkaufen und verpassen die Erholung, was richtig Rendite kosten kann.

    Fazit

    Deine Einschätzung ist berechtigt: Die Regelung begünstigt Finanzinstitute durch die 1,5%-Kostendeckelung (30x höher als vergleichbare Staatsfonds), während das Langlebigkeitsrisiko vor allem bei Männern nicht abgedeckt wird. Für die meisten Sparer ohne mehrere Kinder dürfte ein ungeförderter ETF-Sparplan tatsächlich attraktiver sein - mehr Flexibilität, niedrigere Kosten, bessere Steuersituation.

    Quellen: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, VZBV-Stellungnahme Dez. 2025, GDV-Stellungnahmen, Statistisches Bundesamt Sterbetafel 2022/2024

    Der hat halt Fundamentaldaten als Gewichtungskriterium und diversifiziert darüber ausgewogener als reine MCAP Gewichtung. Im Ergebnis läuft er deswegen wie der Kommer, weil darüber eine sehr ähnliche Gewichtung der Regionen und Sektoren rauskommt.

    Ich würde so etwas ohnehin kaufen (weder Kommer, noch diesen). Aber die Kursentwicklungen sind deckungsgleich, und zwar exakt.

    Das ist genau der Punkt. Nutzer, die sich bereits ein Finanztip-Konto angelegt haben, möchten sich oftmals nicht erneut für das Forum registrieren müssen. Mit einem gekoppelten Login kann man das Forum etwas niederschwelliger gestalten.

    Ich weiß ich wiederhole mich, möchte aber gerne an dieser Stelle nochmal betonen, dass wir uns aktuell noch in einer ergebnisoffenen Analyse befinden. Am Ende des Tages seid Ihr der Kern dieser Community und wir berücksichtigen Eure Einschätzung zu diesem Thema!

    Wo gibt es denn mehr Registrierungen? Forum oder Finanztip Konto? Es ist doch auch einfach möglich, ein Single Sign On über die beiden Anwendungen zu legen, z.B Keycloak kann das, gibt aber auch kommerzielle Anbieter.

    Ich denke nicht, dass Dividend-Investing eine rationale Herangehensweise ist. Das Rendite-/Risikoprofil von Dividenden-Aktien ist schlechter als der breite Markt. Bei diesem Fonds würde mich außerdem das geringe Volumen und die geringe Anzahl der Werte stören.

    Ausschütter zu nehmen, finde ich persönlich okay. Aber dann auf breite Indizes.

    Ja, kann ich nachvollziehen. Im direkten Vergleich mit dem Vanguard High Dividend sieht er allerdings durchweg ganz gut aus.

    Diese "Renditeberechnungen" werden von denen gemacht, die PV verkaufen wollen. Mit einer betriebswirtschaftlichen ROI-Berechnung hat das nichts zu tun. Gerne wird dann auch noch das Argument gebracht: "Sie sind jetzt zu 73% autark." Das ist mindestens genau so sinnfrei wie "73% schwanger".

    Dein einfaches Beispiel zeigt auf, wie man grundsätzlich zu rechnen hätte. Allerdings sieht die Realität eher so aus, wie jona es gepostet hat. In dem Beispiel beträgt die Amortisationszeit ca. 20 Jahre. Und das ist optimistisch gerechnet, da hier keine laufenden Kosten wie Wartung beinhaltet sind. Zudem darf man davon ausgehen, dass es sich um sehr positive Annahmen handelt bzgl. Ertrag handelt, um das Ergebnis besser aussehen zu lassen. Auch hat man vergessen zu erwähnen, dass irgendwann die Einspeisevergütung wegfällt.

    Ich halte solche Berechnungen für eine bewusste Täuschung. Da wird mit einer vermeintlich hohen Rendite, z.B. 5% geworben, die so gar nicht existiert. Man hat einfach die Abschreibung für das Investitionsgut "vergessen". Kein Unternehmer wäre so dumm, in eine Anlage zu investieren, die sich erst nach 20 Jahren amortisiert.

    Die Rechnung habe ich selbst gemacht, die von Zolar sah noch weitaus optimistischer aus. Die sind übrigens zwischenzeitig gar nicht mehr im Geschäft <X

    ... dazu kommt, dass die Stromkosten auch schon wieder runter gekommen sind, derzeit 25 Cent/KWH. Der Strom bei uns in SH wird zudem ohnehin sehr überwiegend aus erneuerbaren produziert, was ist also mein Beitrag, wenn ich eine Solaranlage baue, deren Herstellung, Betrieb und Entsorgung selbst auch wieder CO2 emittiert; Hier sollten m.E. Größeneffekte genutzt werden.