Beiträge von Fred_

    So bekomme ich von meinem Arzt immer noch Papierrezepte ausgehändigt.

    Das haben unsere Ärzte zum Glück jetzt alles elektronisch.
    in der ePA sieht man die Rezepte, wann wie wo verschrieben, aber Download einer Liste nur für max 365 Tage. Also mitte Januar die Liste für das Vorjahr komplett herunterzuladen geht nicht mehr.
    Die e-Rezept-App der Gematik auf dem Handy funktioniert. Einmal eingerichtet mit Vertretungen, kann ich für mich und meine Frau alle e-Rezepte vorab zur Apotheke schicken, damit die die auch vorrätig haben. Das klappte bisher immer.

    Tatsächliche Befunde, Ultraschall-, Röntgen-, CT- und MRT-Bilder oder auch Blutanalysen fehlen,

    Das stimmt. da scheint kein Arzt Zeit zu haben und die Praxissysteme haben wohl keine funktionsfähigen Automatiken.

    Das Problem bei der ePA ist aus meiner Sicht, dass Versicherte weder vom BMG noch von ihren Krankenkassen je umfassend über die ePA aufgeklärt wurden. Man muss sich als Interessierter selbst kümmern und sich Informationen aus seriösen Quellen besorgen

    Die ePA wurde einem nur so "vor den Latz" geklatscht, und dann soll alles funktionieren. So kompliziert wie bisher aufgebaut wird das nur wenige Freunde haben.

    Ich hab mich mal bei meiner TK beschwert, dass da in der ePA nur einige wenige Grundfunktionalitäten verfügbar sind. ! Ich hab die ePA NUR auf dem Desktop !
    Da meinten die von der TK, ja dann müssen sie TK-Safe auf dem Handy installieren, da haben wir viele Zusatzfunktionen mit drin. In der Desktop-Version der ePA finden sie NUR die Basisfunktionen.
    Ich will aber auf meinem Handy nicht die ePA haben.
    Also bleibt erst einmal alles bruckstückhaft.

    Anwenderfreundlich, benutzerfreundlich oder so kann man die ePA NICHT nennen.

    noch ein kleiner Vergleich dazu für meine Situation, zum Stand 31.12.2025:
    "Einkaufswert" GRV: 431.000 €
    "Barwert" GRV: 203.000 € (Rente ab 67 für 13 Jahre, Diskontierungszinssatz: 3%)

    Meine Lebenserwartung habe ich aus dieser Quelle:
    Bewertung einer lebenslänglichen Nutzung oder Leistung; Vervielfältiger für Bewertungsstichtage ab 1. Januar 2026

    Ich hab jetzt mal ein paar Annahmen bei der Barwert-Methode geändert (Rentenbezug ab 01.01.2026, mit dem Renteneintrittsalter 67, Rentenbezugsdauer 16,3 Jahre, Rente steigt nominell jedes Jahr zum 01.07. um 1,5% Diskontierungszinssatz 2,0 %)
    Barwert: 347.000 €

    Einkaufswert: 431.000 €

    Selbst wenn ich den Zinssatz von 0,0% wähle, erreicht der Barwert nur den Wert von 413.000 €

    Irgendwie schaffst du das mit der Rentenberechnung nicht.
    Bei deinen statistischen Mittelwerten der Rentenbezugsdauer bist du immer erst zu 50% Tot. Rentenwerte und Rentenberechnungen haben auch sehr viel mit Wahrscheinlichkeiten zu tun.
    Die einfache Rechnung von monstermania erscheint mir am ehesten zu passen.
    Außer natürlich, du hast eine definitive Verfallszeit und weißt wann das Ende ist. 8)

    Man versteuert immer doppelt. Einmal die Ausschüttung oder alternativ die Vorabpauschale und beim Verkauf von Anteilen die noch unversteuerten Kursgewinne.

    Das ist mißverständlich geschrieben.
    Man versteuert nie doppelt.
    Ertrag besteht aus Kursanstieg (Thesaurier) oder Ausschüttung & Kursanstieg (Ausschütter)

    Beim Thesaurier zahlst du die Steuer auf einen fiktiven Gewinn (Vorabpauschale)
    Beim Ausschütter zahlst du die Steuer auf die Ausschüttung und wenn diese prozentual gering ist ggf. auch noch zusätzlich einen kleineren Steuerbetrag auf einen fiktiven Gewinn (Vorabpauschale)

    Bei Entnahme von Beträgen wird die schon bezahlte Steuer auf die Vorabpauschale gegengerechnet und damit die zu zahlende Steuer verringert.

    Jeder Euro Gewinn wird immer nur einmal versteuert.

    Im Verlauf der Anlage wird immer ein Teil versteuert und der Rest dann beim endgültigen Entnehmen.

    ich beschäftige mich aktuell mit der Entnahmephase im Alter, ist gerade ein Thema bei Bekannten, und stolpere dabei immer wieder über das Thema Transaktionsgebühren.

    Irgendwie verstehe ich hier die ganze Sache nicht wie das diskutiert wird.

    Erst einmal kommt es darauf an wie das Depot zum Entsparen aussieht.

    Bei 100% Aktien und nix weiter im Depot passt eine monatliche Entnahme.

    Wenn man ein 80/20 oder 60/40 Depot hat ( Aktien/Anleihen), dann wird eine Entnahme ganz anders aussehen.
    Denn monatlich entnehmen vom Aktienteil und einmal jährlich das Rebalancing das passt irgendwie nicht.

    Was spricht denn dagegen, bei einer geplanten Entnahmedauer von 30 Jahren erst 1/30 zu entnehmen, nach einem Jahr 1/29 vom Depotwert usw.?

    Wenn Du mit den hohen Schwankungen klar kommst, spricht wenig dagegen. Kann auch sein, dass nach ein paar schlechten Börsenjahren nur noch ziemlich magere Entnahmen denkbar sind, während Du in den Anfangsjahren unnötig Deinen Reichtum verprasst hast.

    Also verprassen wird man da zu Anfang nicht viel. 1/30 ist eine Entnahme von 3,33%, nicht viel.
    Du wirst weit unter deinen möglichen Verhältnissen leben.

    Wenn das Depot wie eigentlich geplant ist, weiter wächst mit ca. 7% (oder auch nur 5%), dann wächst zu Anfang dein Depot trotz deiner Entnahmen. Du könntest doppelt soviel, teils sogar noch mehr zur Verfügung haben und verbrauchen, also entnehmen.

    Wenn man mit der Annuitätenformel rechnet (zu Anfang ist man ja noch nicht senil), dann sind bei 30 Jahren Entnahme und einem erwarteten Zuwachs beim Depot von 5% eine Anfangsentnahme von 6,2% drin, dann sachte jedes Jahr steigend (die Prozentzahl!)
    Nach 10 Jahren dann 7,64% Entnahme, nach 20 Jahren 12,33% und im 30.Jahr dann 100%. Und weg ist das Depot.

    Und welchen Effekt hätte das? Keinen merkbaren. Dann müsste also der Staat für alle ab diesem Zeitpunkt neu eingestellten Beamten Rentenbeiträge zahlen. Das wären dann also vielleicht einige Tausend Neuzugänge pro Jahr, für die zusätzlich Geld in die Rentenkasse kommt. Für die Neuzugänge würde sich das Netto auf dem Gehaltszettel nicht von dem der Alt-Beamten unterscheiden. Der einzige Unterschied wäre, das sie bei Renteneintritt nur die mickrige GRV-Rente anstatt einer guten Pension bekämen.

    eine "mickrige" GRV-Rente plus eine "großzügigere" bAV durch den Arbeitgeber, hier den Staat.
    Denn das mit der Alimentation der Beamten darf man nicht vergessen.

    Das würde alles sehr einfach gehen. Ab 1. Januar 2028 erfolgen alle Neueinstellungen nur noch rentenversicherungspflichtig.

    Genau und dazu eine gute bAV, die dann die "Ungerechtigkeiten" begradigt.

    auch nicht gerade einleuchtend, wenn ich die Obergrenze frei definieren kann. Zumal ich dann auch keine Inflation berücksichtige.
    Klar, Weber geht davon aus, dass in einem Depot die Inflation langfristig auseglichen wird.
    Ich werde mal versuchen Webers Modell in meine Excel-Simulation einzubauen. Erstmal ohne Obergrenze und dann mal schauen was dabei herauskommt.

    Die Obergrenze ist eine Spielerei, mit der man auch soweit runter gehen kann um dann in der statischen ENtnahme zu landen. (z.B. 3% oder 4% oder so) und dann sieht was noch übrig bleiben kann.

    Ich muss aber sagen, dass mich das Vanguard-Modell der dynamischen Entnahme bisher noch mehr überzeugt.

    Ich hatte vor rund 3 Jahren angefangen zu suchen und da gab es wohl das Vanguard-Modell noch nicht. Ich hab es mir jetzt auch noch nicht durchgerechnet mit dem Vanguard-Modell, kommt vielleicht noch mal später.

    Mir ging es darum in Rente nicht variabler zu sein und nicht einen festen Betrag zu entsparen und ggf am Ende ein vielfaches vom Anfangswert im Depot zu haben.

    Copperplate Es ist immer einfach zu sagen "verkaufen" "verhackstückeln ohne Rücksicht auf Verluste", wenn man nicht vom eigenen Geld spricht.
    2,75% Garantieverzinsung bedeutet Werterhalt trotz Inflation.
    Ich würde die RV-Verträge u.U. erhalten und später bei Rentenbeginn zumindest einen auszahlen lassen, evtl beide, kommt aber dann auf den Rentenfaktor und deine Lebenserwartung an.

    Parallel würde ich bis zum Rentenbeginn alles außer einem guten Notgroschen in welt-Aktien-Etfs anlegen. Falls die Aktienmärkte mal länger danieder liegen hast du deine Sicher-Anteil in den bestehen und die nichts mehr kostenden Rentenversicherungen.

    Diversifizieren heißt für mich: nicht nur weltweite ETF sondern auch sicherere Anlagen.

    Das alles ist natürlich noch ohne Steuern - hier gibt es ein weiteres Argument für die Rentenversicherung: Laut meinem Bankberater Bank-Finanzprodukteverkäufer muss nur 50% des Gewinns versteuert werden - der Rest wie bei Aktien 25% + 5,5% Soli.

    Da liegste aber falsch: Beim sogenannten „Halbeinkünfteverfahren“ wird "nur" der hälftige Ertrag versteuert, aber nicht über die Kapitalertragssteuer (Abgeltungssteuer: (25% + 5.5% Soli davon)) sondern mit deinem persönlichen Einkommenssteuersatz!!

    Bei ETFs sind ja nur 30% Steuerfrei (wenn ich mich nicht irre).

    Aktien-ETF mit mehr als 50% Aktienanteil werden um 30% "teilfreigestellt". Der Rest unterliegt der Kapitalertragssteuer und Soli (26,375%) plus ggf Kirchensteuer.

    Es wird im Moment „günstiger“…

    Wobei der Witz ist, dass das „Klumpenrisiko“ USA mit den Mag7 jetzt kurioserweise stabilisierend wirkt.

    Wer „nur“ den MSCi World hat, verbucht weniger Rückgänge. So manchen hoch-gehypten Emerging-Markets-Titel wird gerade der Chart glattgebügelt…

    Früher war nicht alles schlecht oder falsch. (Auch wenn es hier nur um ein paar Jahre geht)8)

    Fred_
    Ich habe mir das Papier von Prof. Weber mal angesehen.
    Es sind ja Beispiele zur Annuitätenformel enthalten. Dazu habe ich mal eine Frage. Wie kommt Weber in seinem Beispiel 3 auf die Obergrenze von 12.800€ für die jährliche Entnahme?:/

    Es ist eine frei festlegbare Entnahme-Obergrenze um die Entnahmeschwankungen reduzieren zu können.
    In seinem Entsparsimulator geht dynamische Entnahme erstmal ohne Obergrenze. Wenn man da dann Angst bezüglich der Schwankungen bekommt, kann man mit einer frei definierbaren Obergrenze neu berechnen und schauen was dann da raus kommt.
    Auf jeden Fall ist die Wahrscheinlichkeit dass das Depot nicht leer wird dann gegeben.

    Um den Effekt der Obergrenze zu testen hab ich das mehrfach durchgerechnet. Bin aber zu dem Punkt gekommen das ganze legerer anzugehen: Ich rechne meine Entnahmerate jährlich aus und schaue dann im Folgejahr succesive wieviel ich davon verbrauchen werde, da ich nichts fix davon benötige. Bin ich am Limit, dann ist gut, brauche ich nicht soviel habe ich dann in den Folgejahren mehr. :)8)

    Wahrscheinlich kommt es doch gelegentlich immer mal zu versehentlichen Überschreitungen der zulässigen Freigrenzen.

    Dass dies nicht auffällt, darf als unwahrscheinlich gelten. Untätigkeit wird sicher nicht folgenlos bleiben.

    Solange die gegebenen Freigrenzen von Banken nicht ausgenutzt werden (Weniger Erträge als erwartet) merkt es evtl. Keiner. Da Freistellungsanträge nur Sache zwischen dem Kunden und der Bank sind.
    Die von den Banken freigestellten Beträge werden dem Finanzamt gemeldet. Dort wird zusammengerechnet. Da wird es auf jeden Fall bemerkt, wenn mehr freigestellt wurde als erlaubt.

    Kann etwa eine geringfügige versehentliche Überschreitung der Freigrenze durch anschließende Erklärung der Kapitalerträge im Rahmen der Steuererklärung im darauf folgenden Jahr quasi geräuschlos korrigiert werden?

    Haste mehr freistellen lassen als lt. Freibeträgen erlaubt, dann musst du eine Steuererklärung machen. Dann bekommt man vom FA einen Rüffel und zahlt die KAP & Soli wieder zurück.

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    Kernaussage: Mehr als 75% Aktienanteil in der Entnahmephase ist zu riskant.:/

    Bei der 4% Regel, das kann schon sein. Diese statische Entnahmeregel, 4%, steigend mit Inflationsrate ist ja sowieso mit einem gewissen Pleiterisiko behaftet.
    Bei einer dynamischen Entnahmeregel, also einem schwankenden Zusatzrenteneinkommen sollte eine Aktienrate von über 75% auch noch gut handhabbar sein.

    Dann ist die Rentenzeit wie das Leben zuvor. Einkünfte können kurzfristig einbrechen. Statt Firmenpleite, Rezession und/oder Arbeitlosigkeit gibt es dann den schwankenden Kapitalmarkt in Sachen Aktien. Der sich bisher aber immer noch gefangen hat und dann ging es ins Plus.:)

    Neben persönlichen/familiären Gesundheitsaspekten ist es wohl generell sinnvoll, nicht von der mittleren statistischen Restlebenserwartung auszugehen, diese erreicht man mit 50% Wahrscheinlichkeit, sondern wenigstens von der mit 10% Wahrscheinlichkeit.

    Darum habe ich bei mir die pauschal 10 Jahre draufgelegt. Ich glaube in unserer Familie (ich selbst kenne nur einen Teil:() hat außer einer Oma keiner ein 90er Alter erreicht.

    Ist ein „Problem“ der Annuitätenformel nicht auch, dass in der Praxis die Entnahmen zu Beginn vergleichsweise niedrig sind und gegen Ende sehr hoch (bei hypothetischer gleichmäßiger Marktentwicklung).

    Ne, so nicht. Bei hypothetisch gleichmäßiger Marktentwicklung und guter Schätzung derselben in der Formel, sind die Entnahmen über alle Jahre genau gleich. (Wie bei einem Kredit)
    Da die Inflation nicht mit eingerechnet wird, fällt der reale Wert der Entnahme kontinuierlich.

    Für mich könnte ich mir aktuell ein Mischung verschiedener Strategien vorstellen:

    Wird dann auch u.U. immer komplizierter.
    Ich habe da meinen Sicher-Topf, aus dem entnommen wird, wenn was gebraucht wird. Wenn ich mehr brauchen sollte als die Annuitätenrechnung vorgibt, dann weiß ich, dass ich in den Folgejahren, wenn sich der Markt nicht besser entwickelt als gedacht, kürzer treten muss.
    Mein Sicher-Topf reicht voraussichtlich für 3-5 Jahre je nachdem was für Extras ich mir/uns gönne.
    Bei schlechter Marktentwicklung kann ich mir vorstellen bei den Goodies auch etwas kürzer zu treten und so die Entnahme hinaus zu ziehen.

    Wie bist Du auf die 30 Jahre gekommen? Wie alt bist Du jetzt?

    Es gibt da Tabellen "Lebenswahrscheinlichkeit bei Alter 65"
    [Blockierte Grafik: https://www.bib.bund.de/DE/Fakten/Fakt/Bilder/S36-Lebenserwartung-Alter-65-Geschlecht-Bundeslaender.png?__blob=poster&v=2]
    Dann mit 63 hab ich mir gesagt: rund 20,6 Jahre ist diemeine mittlere Lebens-Wahrscheinlichkeit.
    Ich lege 10 Jahre drauf und habe eine Zahl für mich.

    Dank der Annuitätenformel kann ich die Restjahre bis zum Ende jederzeit ändern.
    Stelle ich also morgen fest, dass ich nur noch 10 Jahre hätte, könnte ich die Restjahre entsprechend reduzieren.

    Geht alles soweit glatt, und ich merke dass ich mit 87 immer noch nicht alt/halbtot bin, erhöhe ich die Restjahre entsprechend.

    Damit war neben allen Unwägbarkeiten mein erreichbares Alter "eingetütet".

    Wie ermittelt das Tool den besten Handelsplatz und die beste Uhrzeit?

    Eigentlich garnichts in Sachen Uhrzeit.
    Wenn dein Auftrag zur Abarbeitung kommt, dann wird sich für den besten Handelsplatz entschieden.

    Da die Uhrzeit nicht von dir vorgegeben wurde, nimmt TR den dafür als Standard vorgegebenen Termin. (5 min nach Börsenstart (wie anscheinend ING), oder nachmittags, wenn auch die Amerikaner arbeiten (wie Finanzen.netZero), oder wie sonst festgelegt.)

    Entsparstrategien, das sind so komplizierte Sachen.

    Statische Entsparstategien mit 3,5% oder 4% jährlicher Entnahme, da waren mir die Entnahmeraten, gerade zu Anfang zu niedrig, und es ist ungewiß wieviel am Ende übrig bleibt. Je nach Marktentwicklung bleibt ein Depot zwischen 0€ oder mehreren Millionen übrig.)

    Dann, vor 2 Jahren, ist mir "Behavioral Finance" von Prof. Martin Weber und Prof. Philipp Schreiber in die Finger gekommen und die dort beschriebenen Methoden konnte ich auch verstehen und nachvollziehen.
    Das Entsparen nach der Annuitätenformel (Am Ende ist das Depot leer.) ist für mich ein gangbarer Weg. Also keine feste Entnahmerate, sondern dynamische Entnahme nach jeweiligem DepotStand.

    Für die Annuitätenformel habe ich mal 30 Jahre zum Entsparen zugrunde gelegt.
    Ich rechne jetzt Ende jeden Jahres aus, was ich nach dann aktuellem Depotstand in dem Folgejahr dann verbrauchen darf. Im ersten Jahr waren es 6,2% Entnahme (Annahme Aktienmarktentwicklung: 5% nach Inflation.)

    Alle normalen Ausgaben werden momentan durch die DRV-Rente & kleine Zusätze voll abgedeckt, so dass Erträge aus dem Depot für die "schönen Sachen des Lebens" verwendet werden können.

    Ich bin 2022 mit 85/15 Aktienfonds/Tagesgeld (Risiko/Sicher) angefangen. Da ich vermutete, dass die Aktienmärkte weiterhin gut laufen werden, habe ich zu Anfang nicht auf Startkonfiguration 75/25 Risiko/Sicher umgeschichtet sondern mir vorgenommen die Sicher-Komponente in Schritten bis max 25% aufzubauen. Bei ausgeglichenem oder negativem Markt sollten u.U. garkeine Verlagerungen auf die Sicher-Komponente getätigt.
    Ein Mindeststand der Sicher-Komponente ist festgelegt, da dies meinen "Notgroschen" darstellt.

    Wie oben genannt, Ich rechne Ende jeden Jahres aus, was ich nach aktuellem Depotstand im Folgejahr verbrauchen darf. Dieses Geld wird, erst wenn es benötigt wird aus dem sicheren Teil entnommen, so dass die Aktienfonds über das Jahr unberührt bleiben.
    Im letzten Jahr habe ich weniger entnommen als verfügbar gewesen wäre, also für die Zukunft mehr zur Verfügung.
    Wenn ich auf Grund der Inponderabilien des Lebens mal mehr als vorab berechnet wurde, benötigt wird, dann ist das ohne Probleme machbar. Die Annuitätenrechnung im nächsten Dezember wird mir sagen was im nächsten Jahr noch zur Entnahme möglich sein wird.

    Aller Voraussicht nach werde ich den Sicher-Anteil dieses Jahr auf max. (25%) gefüllt haben. Dann wird dieser nach der Annuitätenformel in den Folgejahren nur noch aus diesem Sicher-Anteil gelebt, bis das Limit "Notgroschen" erreicht ist.
    Ab dann wird voraussichtlich Ende jeden Jahres nur noch der Verbrauchsanteil nach der Annuitätenformel in den Sicher-Bereich übertragen und im Folgejahr verbraucht.

    Fertig bin ich mit meiner Entsparstrategie noch lange nicht, aber die Richtung stimmt, meine ich (vom Bauch heraus).:)
    Auch lasse ich die auftretenden Steuern unbeachtet. Da einige Fonds bei 300% und mehr Gewinn liegen, sind das Beträge die man nicht unter den Tisch fallen lassen sollte. Ich weiß bisher aber auch noch nicht wie ich das berücksichtigen sollte.