Beiträge von oxident

    Nun hat mich die Antwort des FA heute erreicht und ich dachte zunächst, dass das zwei Tage vor Weihnachten nicht deren Ernst sein kann...

    Aber, weit gefehlt. Meine Stellungnahme hat den Prüfer überzeugt und die Zuflussbesterung wird beibehalten!

    Da bin ich in der Tat sprachlos.

    Also vielen vielen Dank an all Eure hilfreichen und aufmunternden Beiträge. Letzten Endes ist der Schlüssel zum Erfolg wohl (wie immer) eine sachliche Diskussion auf Augenhöhe. Auch gegenüber dem Finanzamt ;)

    Du bist Dir ja vermutlich sicher, daß das ganze Hin und Her im Verlauf des Jahres 2022 stattgefunden hat und nicht etwa in den Folgejahren versucht worden ist, das Geld einzutreiben.

    Exakt so ist es. Es existiert keine Rechnung und es wurden auch keine weiteren Vereinbarungen getroffen.

    Du schaust in froher Erwartung auf das kommende Neujahrsfest, denn mit dem Ploppen der Sektkorken um Mitternacht ist die Verjährung von Leistungen aus dem Jahr 2022 eingetreten.

    Das war auch meine Vermutung. In einem gut organisierten Betrieb hätten eigentlich schon früher die Alarmglocken läuten müssen.

    Wenn der Händler jetzt noch mit einer neuen Rechnung ankommen sollte, mußt Du Dich übrigens ausdrücklich auf den Eintritt der Verjährung berufen.

    Das ist der Punkt, an dem ich spätestens einen Anwalt hinzuziehen werde.

    Danke für die Einschätzung!

    Hallo!

    Was ist Eure Meinung zu folgender Situation?

    In 2022 wurde eine PV-Anlage inkl. Speicher und Montage beauftragt und installiert. Rechnungsbetrag für das Komplettpaket war 50T EUR und es wurden während des Baufortschritts Abschlagszahlungen von 25T EUR geleistet.

    Kurz nach Inbetriebnahme gab es bundesweit Probleme mit dem Speicher (Senec) und er wurde deaktiviert.

    Ich behielt daraufhin ca. 80% der Restsumme (= ausgewiesene Kosten des Speichers) ein und forderte schriftlich eine Nachbesserung mit Frist, inkl. Ankündigung des Rücktritts vom Vertrag.

    Das Spiel wiederholte ich und erhielt dann einige Monate später eine Gutschrift über die einbehaltene Summe (20T EUR) mit dem Hinweis, man werde nach Lösung des Problems eine neue Rechnung stellen.

    Der Speicher verblieb bei mir und wurde vom Hersteller auch wieder teilweise in Betrieb genommen.

    Vpm Händler/Verkäufer hörte ich seitdem nichts mehr und nun frage ich mich, wie jetzt die rechtliche Situation ist.

    Bin ich nun nicht de-facto Eigentümer, da die Leistung auch drei Jahre nach Lieferung nicht in Rechnung gestellt wurde? Stichwort "Verjährung".

    Ich würde den (teildefekten) Speicher für die damalige Summe von 20T selbstverständlich heutzutage keinesfalls mehr haben wollen. Andererseits tät ich ihn "geschenkt" natürlich nicht vom Hof jagen.

    Danke für Eure hilfreichen Antworten. Mir scheint, als müsste ich nur ein wenig interessierter nachfragen um ggf. "Abzocke" zu erkennen.

    Das mit dem MRT wurde wohl sogar doch in etwa so begründet, wie ihr hier schon vermutet habt. Da meine Tochter als Heranwachsende gilt ist es wohl nochmals kritischer.

    Ich werde also wohl meinen gesunden Menschenverstand etwas schärfen und versuchen, nicht jeden Arzt erstmal als Verbrecher zu sehen.

    Obwohl es bei besagtem Dermatologen wohl in der Tat zutreffend war...

    Kurzer Zwischenstand: Habe mich dann doch entschieden, sachlich und umfangreich Stellung zu beziehen. Dabei immer wieder die Versorgungsfunktion sowie das Ausfallrisiko der Zahlungen hervorgehoben. Auch habe ich durchblicken lassen, dass eine Sofortbesteuerung den finanziellen Ruin bedeuten würde und ich keine gesicherte Rechtsgrundlage erkenne.

    Der StB hat parallel auch eine Stellungnahme geschickt.

    Nun ja, jetzt ist seit acht Wochen Funkstille.

    Ich frage mich, ob da nicht langsam auch mal Fristen ablaufe. Es geht ja immerhin um 2019 bzw. eine Steuererklärung aus 2020...

    Exakt das meine ich. Die einen mögen es Luxus nennen, dass zwischen Unfall, Röntgen und MRT nichtmal drei Wochen liegen.

    Aber, wie gesagt, seit dem Hautarzt-Desaster ist mein Vertrauen in ärztliche Entscheidungen arg gesunken.

    Und ja, prinzipiell beneide ich Dich sogar um die GKV. Leider können wir uns die als Kleinunternehmer nicht leisten.

    Hallo,

    parallel wird hier im Forum ja schon über einen spezifischen Verdacht von unnötigen Arztbehandlungen in der PKV diskutiert.

    Da meine Frau im vergangenen Jahr ganz heftig auf einen (augenscheinlich) sehr geschäftstüchtigen Dermatologen hereingefallen ist und aus Hautbeschwerden an der Hand schnell eine Thrombose mit operativer Krampfaderentfernung inkl. Komplikationen wurde ... was uns letzten Endes 15k aus eigener Tasche gekostet hat (PKV hat abgelehnt), frage ich mich nun, wie man sich als Laie vor so etwas schützen kann.

    Meine Tochter hat sich vor zwei Wochen beim Eislaufen hingepackt und über Schmerzen im Handgelenk geklagt. Hausarzt hat Röntgen empfohlen und obwohl nichts zu sehen war und sie mittlerweile keine Schmerzen mehr hat soll es nächste Woche zum MRT gehen.

    Wird da wieder versucht, die PKV zu melken? Darf ich mich da wiedet auf endlose Diskussionen mit dem Sachbearbeiter einlassen?

    Ich meine, wie handhabt ihr das? Ärzten generell misstrauen und bei jedem Behandlungsschritt wochenlang auf "Erlaubnis" der KV warten kann es doch auch nicht sein...

    Sieh es mal positiv. Die hätten auch dein Konto sperren können und du hättest bis zur Klärung keinen Zugriff auf das Geld gehabt. War im Nachhinein betrachtet das eine Prozent Zinsen mehr den ganzen Stress wert?

    Exakt so bei mir passiert (Bison/Solaris). Und wer weiß, vielleicht ist das aber auch des "Pudel's Kern"?

    Letzten Endes könnten sich die Anbieter auch genau dahinter verstecken und damit unliebsame Zins-Hopper schnell loswerden. Da die Banken sich ja in den AGBs auch das Recht herausnehmen, Dir ohne Angabe von Gründen zu kündigen wirst Du nie erfahren, was der wahre Grund war.

    Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, wenn jemand ein Depot eröffnet, dort 100k ablegt und vollständig in Geldmarkt-ETFs legt, dann wird der Herkunftsnachweis stattfinden und auch unerwartet schwierig werden.

    Packt man das Geld hingegen in schicke Marketing-Fonds, Krypto, Robos oder neuerdings sogar ELTIFs, dann dürfte man recht entspannt unterwegs sein. Erst Recht, wenn man "aktiv" handelt.

    Ich kann hierzu noch beitragen, dass ich beide Fälle (Einkommensnachweis und gescheiterter Übertrag Baader Bank) völlig unabhängig voneinander hatte.

    Den Einkommensnachweis wollte seinerzeit Bison (Solaris-Bank) haben. Haben sie bekommen, Konto wurde trotzdem sechs Wochen gesperrt. Der oben verlinkte Anwalt wollte knapp 10% der Summe haben (10T bei 120T Kapital). Nein danke. Bafin und böse Schreiben haben auch geholfen. Dann aber sofort weg da!

    Die Übertragung war dann viel später und zwar von Zero zu TR. Habe dann mal nachgehakt und beide Parteien haben es dem jeweils anderen vorgeworfen. Mein Eindruck ist aber, die Baader Bank hat nie irgendwas gestartet.

    Dem sollte man sich bewusst sein, wenn man einen "derer Broker" nutzt.

    Ich habe nur meine Erfahrung aus 50 Jahren Aktivitäten in Finanzgeschäften, Immoblien, Notaren, Nachlassverwaltungen, Scheidungen und Vertagsauslegungen mitgeteilt.

    ... das Leben ist die wertvollste Erfahrung. Danke, dass Du das mit uns geteilt hast!

    Genau daher suche ich jetzt auch erstmal das Gespräch mit StB und Sachbearbeiter. Vielleicht findet sich eine Lösung oder ich geh halt All-In. Hab ja bisher gut gelebt von den Einnahmen. Dann geht es halt wieder zurück zum alten Leben :|

    Die Justiz motiviert einen schon, nicht so schnell wiederzukommen.

    Der normale Weg sollte ja auch erstmal die direkte Verständigung sein. Siehe Nachbarschaftsstreit. Ich fände das auch besser so.

    Jedoch wird einem ja hier vom Amt gleich ein solcher Batzen vorgeknallt der im Prinzip nur "Basta" sagt. Da hab ich als Steuerzahler sofort Muffensausen und traue mich nicht, den Dialog zu suchen.

    Ironischerweise meinte damals der Käufer sogar zu mir, ich solle daran denken, "Berater beraten nur - entscheiden tust Du ganz alleine"

    Thebat Ok, weniger als ich dachte (zumal ich schon allein seit 5 Monaten auf meinen 2023er Bescheid warte).

    Die Tatsache, dass ich ja jetzt den krassen Progressionsvorteil verliere (hatte ja in den Folgejahren 0 anderweitige Einnahmen) und dadurch auch ohne Zinsen deutlich mehr zahle interessiert das FA/FG ja vermutlich nicht die Bohne, oder?

    Das sind sehr wertvolle Hinweise, danke!

    Aermelschoner In der Tat meinte ich mit der "Finanzdienstleistung" genau das, was Thebat meinte: Die jetzigen 1,8%.

    Genau diese Zeitspanne möchte ich natürlich ausnutzen, um weiter anzusparen, Steuern abzutragen und Bankfinanzierungen zu prüfen.

    Habt ihr Vermutungen, wie lange dieser Prozess jetzt noch dauern kann?

    - BP abschließen

    - gesonderte Feststellung

    - Meldung an mein FA (anderes Bundesland)

    - Korrektur und Zustellung des geänderten Bescheids

    Ja logo. Habe den Vertrag ja mit dem Käufer persönlich gemacht inkl. direktem Durchgriff in das Privatvermögen, Zinsen, usw.

    Den Teil haben die Anwälte ja hoffentlich ordentlich gemacht.

    Dennoch würde ich diesen Teil schon als "wagnisbehaftet" sehen. Aber das dürfte das FA ja nicht wirklich interessieren.

    Thebat Ja, die gewieften Formulierungen können sicherlich überzeugen. Die acht Seiten, die ich schon geschrieben habe (aber jetzt wohl nicht abschicken werde) lesen sich zwar auch nett, jedoch habe ich mich da nicht an KI getraut. Wollte Lachkrämpfe beim Sachbearbeiter vermeiden :D

    Auch wenn es verpönt ist, ich habe die Antwort mittels KI für einen Laien verständlich aufbereiten lassen

    Wow, vielen Dank. Für eine erste Schadensübersicht ist das absolut hilfreich (und äußerst deprimierend).

    Wer weiß, vielleicht finde ich sogar eine Bank, aber vermutlich muss in letzter Instanz das FA Finanzdienstleister spielen.

    Wo meist Du, würde ein angemessenes Honorar liegen bei einem so hohen Gegenstandswert oder besser: hohem Haftungsrisiko?

    Also mit dem Anwalt wurden stolze 12T vereinbart. Der StB hat für die Steuererklärung unter 1T bekommen.

    Aber das lag nicht an mir. Hätte mehr bezahlt, aber er betreut mich unter die Firmen von mir und meiner Frau schon seit Jahrzehnten...

    Fast jeder Anwalt verkackt so etwas.

    Na supi ;(