Bei einigen der Kriterien eines Bewertungsscores geht es um eine grunsätzliche Frage: Keine Ahnung zu haben oder lieber das Ziel nicht zu 100% zu erreichen. Einfaches Beispiel: Jemand hat noch nie Fußball gespielt. Ist er somit ein guter oder ein schlechter Fußballer? Ein Profi-Fußballer, selbst der beste hat wohl nur eine Torquote von 99%. Also wen nehme ich lieber als Kunden? Das unbeschriebene Blatt oder jemand, der zu 99% ein guter Kunde wird?
Beiträge von ThomasPfister
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Wir brauchen aber doch sicher keinen neuen Thread, wie man Geld im Alltag spart, das gab es doch bereits seitenweise.... 🙄
ThemaAlltagsfinanzen
Welche Sparmöglichkeiten gibt es im täglichen Alltag:
- Sonderangebote, Großpackungen, reduzierte Artikel wegen MHD, Brot, Gebäck, Obst und Gemüse vom Vortag
- Regelmäßig, jährlich Versicherungen überprüfen
- Konten- und Depotverträge überprüfen
- Strom-, Telefon- und Kabel-/Streamingverträge etc. nach Kosten und Umfang regelmäßig überprüfen
- Rabatt-, Punktesysteme etc. prüfen
- Pfandflaschen sammeln, auch mal in Mülltonnen (rechtlichen Rahmen beachten) schauen
Bitte um weitere Vorschläge. DankeThomasPfister6. Februar 2025 um 15:47 Vielen Dank für Deinen Verweis auf meinen Thread. Ich fühle mich zutiefst geehrt. Danke, Danke, Danke
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Hallo zusammen,
ich finde es grundsätzlich gut, wenn Prozesse vereinfacht werden und digitale Lösungen den Zugang erleichtern - wer nicht. Gleichzeitig möchte ich einen Gedanken ergänzen, der mir wichtig ist:
Bürokratie hat – richtig verstanden – nicht nur die Funktion zu verwalten, sondern auch, Ansprüche transparent und nachvollziehbar zugänglich zu machen. Sie schafft Verlässlichkeit und Gleichbehandlung. Ohne klare Verfahren sind aus meiner Sicht gerade die vulnerablen Gruppen besonders betroffen, weil sie dann auf individuelle Durchsetzungskraft oder Zufälle angewiesen wären.
Deshalb sehe ich Vereinfachung nicht als Abbau von Bürokratie, sondern eher als deren Weiterentwicklung.
ELSTER ist für mich dabei vielleicht nicht das vordringlichste Beispiel für „zu viel Bürokratie“. Viele Menschen, die gar nicht verpflichtet sind, eine Steuererklärung abzugeben, könnten mit einer freiwilligen Erklärung eine Erstattung bekommen.
Für diese Gruppe ist der Zugang oft entscheidend.Ich frage mich daher, ob es sinnvoll wäre, ELSTER stärker von einem rein formulargestützten System zu einer nutzergeführten Anwendung weiterzuentwickeln – also mehr wie klassische Steuersoftware, die Schritt für Schritt durch die relevanten Themen führt, statt primär Formulare digital abzubilden. Vielleicht wäre „interviewbasiertes System“ oder „dialoggestützte Benutzerführung“ die passendere Formulierung als der Vergleich mit einer CD-Software.
Mich würde interessieren, wie andere das sehen:
Brauchen wir weniger Bürokratie – oder verständlichere und zugänglichere Bürokratie? Was bedeutet das für Elster? Besteht da noch Hoffnung - oder Rechen die vorhandenen Alternativen?LG
Hallo, vielen Dank für Ihren Gedankenanstoß.
Kurz zu meiner Person: Ich bin ehrenamtlich in einer Schuldnerberatung tätig und habe damit regelmäßig Kontakt zu bildungsfernen Menschen und behaupte, deren Sorgen und Nöte zu kennen. Bildungsfern heißt nach meiner Erfahrung, "Wie lese ich den Strom ab?". Beruflich habe ich ca. 30 Jahre in verschiedenen Leitungspositionen in Service - Centern gearbeitet und auch dort Kontakt zu bildungsfernen Menschen gehabt.
Grundsätzlich halte ich eine dialoggestütze Benutzerführung für effektiver, vorausgesetzt die Fragen sind einfach formuliert und entsprechen der Lebenswirklichkeit. Beispiel: Hatten Sie Ausgaben nach § XX EStG? - versteht kein Mensch. Fragen wie, hatten Sie Handwerkerkosten, ist auch wieder nur bedingt hilfreich, denn an die Mietnebenkosten, die auch Handwerkerkosten enthalten, denkt dabei keiner. Sinnvoller wäre dafür gezielt nach den Handwerkerkosten in den Mietnebenkosten zu fragen.
Hilfreich wäre es sicher, bildungsfernen Menschen bei der Bearbeitung ihrer Steuererklärung mal über die Schulter zu schauen, denn wenn wir hier im Finanzforum ehrlich zu uns selbst sind, sind wir alle total betriebsblind.
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Ich verweise mal auf die ähnliche Diskussion: Umgang mit Freunden/Verwandten
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Aber Forderungen von wegen "ich muss bei Stelle A auch die Themen von Stelle B erledigen können" sind hier fehl am Platz. Wenn ich im Supermarkt an der Wursttheke sage "und dann hätte ich gerne noch 800g Tomaten", werde ich logischerweise in die Gemüseabteilung geschickt.
Mit dem Vergleich haben Sie mein Interesse geweckt. Ich sehe das so: Ich gehe mit meinem Einkaufszettel/Antrag in den Supermarkt/Behörde und kann dort Äpfel/Pflegegeld oder Tiefkühlpommes/Behindertenausweis bis zum Landespflegegeld/Duschgel kaufen/erledigen. Eben alles unter einem Dach. Die Steigerung wären solche Verkaufsinseln wie Pasta, Tomatensauce und Parmesan in einem dekorativen Korb mit Kochanleitung, sprich ich will Pflegegeld beantragen und werde aktiv angesprochen "Denken Sie auch an den Behindertenausweis und das Landespflegegeld".
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Nein, das ist nicht das Behördenverständnis. Vielleicht ist das eine Phrase in internen Dokumenten, das alltägliche Handeln sieht anders aus.
Dienstleistung fängt z.B. damit an, dass ich einer Behörde eine Anfrage schicken kann und sie mir darauf eine konkrete Auskunft erteilt, was ich zu tun habe. Versuch mal, dem Finanzamt eine Anfrage per E-Mail zu schicken, mit der Bitte, zu einem konkret dargestellten Sachverhalt erläutert zu bekommen, was die korrekte Vorgehensweise ist.
Lustig sind auch Vorgänge, in denen einer Behörde alle relevanten Informationen vorliegen, sie aber erst auf Antrag tätig wird und als allererstes die intern bereits vorliegenden Infos nochmal anfordert. Vermutlich liegen die intern in einem streng geheimen anderen Aktenordner, den der Sachbearbeiterkollege so unübersichtlich pflegt, dass man lieber den Bürger nochmal fragt.
Ich denke das nennt man dann Eigen- und Fremdbild.
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Schließlich kann man einen Behindertenausweis bekommen, wenn man kein Pflegegeld bekommt und nur weil man Pflegegeld bekommt, bekommt man nicht unbedingt auch einen Behindertenausweis.
Natürlich muß jeder einzelne Antrag geprüft werden, doch nach meiner Erfahrung ist es so, daß fast jeder Pflegefall auch Anspruch auf einen Behindertenausweis hat. Andersherum sicher seltener.
Zu dem Thema noch eine Ergänzung. Bei uns in Bayern gibt es noch das Landespflegegeld. Die Beantragung knüpft an das normale Pflegegeld bzw. die Einstufung in einen Pflegegrad, sprich das Landespflegegeld baut auf dem Pflegegeld auf. Das halte ich für eine clevere Lösung. Es gibt nur eine Prüfstelle.
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Es gibt keine parallelen Zuständigkeiten hierzu in Deutschland.
Ein Beispiel dazu, nicht zu 100% Finanzen: Pflegegeld und Behindertenausweis. Dafür sind zwei Stellen zuständig, obwohl die Angaben fast zu 100% identisch sind. In der Realität könnte man auf dem Antrag für Pflegegeld einen zusätzlichen Haken setzen und damit würde der Antrag an die Stelle für den Behindertenausweis weitergeleitet.
Ich habe sogar zu diesem Thema ein Petition an den Deutschen Bundestag gerichtet. Wurde abgelehnt, eben wegen unterschiedlichen Zuständigkeiten.
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Wenn denn nun einmal ein Thread ausartete, kein Ding, weil genau dafür gab es Moderatoren.
Die Foren von früher sind nicht mit den Social-Media-Plattformen von heute vergleichbar. Das liegt aber nicht unbedingt an den Inhalten und Nutzern, sondern schlichtweg an den kommerziellen Betreibern, welche ihre Plattform nicht im Griff haben.
So wie in der "Guten Alten Zeit": Da haben Zeitungen Leserbriefe per Post bekommen, die zumindest Porto gekostet haben, und diese wurden dann eben selektiv veröffentlicht.
Deshalb mein, vielleicht etwas unorthodoxer Wunsch, für jeden Post eine Art Schutzgebühr von 50 Cent verlangen - 99% davon gehen als Spende an eine Hilfsorganisation. Damit würden sich diese ganzen Hass- und Hetze-Poster sicher zweimal überlegen, ob sie dafür Geld ausgeben.
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Ich gehe nur in Clubs, wo es grundsätzlich keinen Ärger gibt und ich wurde an der Tür tatsächlich noch nie nach meinem Namen gefragt (auch wenn den die meisten dort kennen).
Ich gehe sogar auf Familienfeste, wo ich nicht von jedem den Namen kenne oder mich daran erinnern kann
. Aber ich verstehe natürlich, wenn sich Leute nicht in derlei krasse Gefahren begeben möchten oder nimmer ihre vier Wände verlassen, weil alle da draußen Messerstecher und Bombenleger sind. Klarnamen reißen das natürlich.In diesen Situationen sind Sie aber jederzeit griffbereit und stehen quasi mit Ihrem Gesicht dafür ein.
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Das wäre eine ganz andere Steuerberechnung, darüber sprechen wir ja gar nicht. Und nur weil es etwas zu vereinfachen gibt, muss es ja nicht gezielt kompliziert gemacht worden sein.
Vereinfachen bedeutet erstens die rein technische Abwicklung und zweitens die inhaltliche Seite. Also wenn wir schon die Büchse der Vereinfachungs-Pandora öffnen, warum nicht in die Tiefe greifen.
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Ist das nicht eher eine Demokratisierung, wenn diese "Armen und zumeist Bildungsfernen" leichter von einer Steuererklärung profitieren können?
Ist das wirklich Demokratisierung?
Mich erinnert die Diskussion an die versuchte Antragsvereinfachung beim Kindergeldzuschlag während der Ampel-Regierung. Kurz gesagt, man hat damals festgestellt, daß nur ca. 30% der Antragsberechtigten tatsächlich einen Antrag auf Kindergeldzuschlag stellen. Erklärung: Der Antrag sei zu umständlich. Also wollte man dies vereinfachen, hat aber festgestellt, daß dann zuviele den Kindergeldzuschlag bekommen und es damit zu teuer kommt. Also hat man das Projekt wieder schnell beerdigt. Übertragen auf unsere Steuerdiskussion heißt, daß wir, die Reichen und Gebildeten wollen eine möglichst komplizierte Steuererklärung, damit die Armen und Bildungsfernen davon fern gehalten werden. Wollten wir tatsächlich eine Demokratisierung der Steuererklärung, wäre es das einfachste sämtliche Mini-Beträge, sagen wir unter 1.000,- Euro, wie Spenden, Handwerkerkosten etc., zusammenzufassen und in den Tarif oder einen allgemeinen Freibetrag zu berücksichtigen. Einfach, sprich fair, sozial etc., für die Bürger und auch für die Bürokratie.
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Zurück zum ursprünglichen Thema "Steuererklärung mit wenigen Klicks": Ich sehe darin eine weitere Verschärfung zwischen "Denen da Oben" und "Denen da Unten". Die Reichen und zumeist die besser Gebildeten haben die besseren Grundlagen mehr aus der Steuer rauszuholen, als die Armen und zumeist Bildungsfernen.
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Ich habe als Neuling in der Firma einen Gehaltsschein offen daliegen gesehen und traute meinen Augen nicht. Bin daraufhin zum Chef gegangen. Im nächsten Monat hatte ich mehrere 100er mehr brutto.
So etwas habe ich auch mal erlebt. Doch dem Kollegen wurde Spionage unterstellt und damit war seine Karriere hinüber.
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Eigentlich einfach - folgende Regel sollte für jeden, der im Internet postet, gelten: Würde ich dies auch gegenüber Freunden, Verwandten oder Arbeitskollegen zeigen oder sagen?
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Ich hatte bis vor kurzem ca. 100.000,- brutto im Jahr. Dann Abfindung und nun arbeitslos, wahrscheinlich bis zur Rente.
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Dafür reicht sogar rein deine Banking-App. 😉
Welche Banking-App? Meinst Du die, die die Broker zur Verfügung stellen? Bei Aktiensplits, Spin-Offs oder ähnlichen Spezialfällen hatte ich bisher immer Probleme. Deswegen benutze ich lieber Excel.
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Die wichtigste Frage ist doch: Was will ich auswerten?
Mir persönlich reicht die Wertentwicklung einer Anlage, Wertpapieres etc. und des gesamten Vermögens pro Jahr. Dafür genügt mir Excel.
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Komisch, ich wurde noch nie in einem Forum gesperrt. Bin ich zu weich? Zu friedlich? Zu nett? Was muß ich eigenlich tun, um gesperrt zu werden? Das stimmt mich schon nachdenklich: Mache ich was falsch, oder vielleicht die anderen? Oder mache ich was richtig und die anderen nicht?