Mit 2000€ Monatsbudget leben

  • Ich würde mit den 1-2 Restaurantbesuchen anfangen.

    Für meinen Teil würde ich statt mit "Restaurantbesuchen anzufangen" - viel eher mit dem Humankapital und der (Aus)Nutzung desselben beginnen.

    Neben der Bereitschaft und Disziplin, relevante Teile des Einkommens nicht zu konsumieren sondern sozusagen zu "thesaurieren" (um diese "anzulegen" oder noch besser zu "investieren") und der "Compliance" den eigenen - hoffentlich vorhandenen - Finanzplan betreffend, die - nach meinen Erfahrungen - spielentscheidenden Hebel.

    Jedenfalls um Längen relevanter - den finanziellen Impact betreffend - als auf der untersten Ebene einer (hoffentlich) strukturierten Vorgehensweise - sich intensiv und feinst ziseliert um ein oder mehrere konkrete Finanz-Vehikel sprich Finanzprodukte zu kümmern ...


    Kommt mir manchmal fast so vor, als wenn sich ein Ärzte-Team in einer Uni-Klinik bei einem Notfallpatienten intensiv über ein zufällig entdecktes Hühnerauge beugt und ebenso intensiv kümmert - anstatt eine lebensbedrohliche Herzrhythmus-Störung oder einen Herzstillstand intensiv zu behandeln.

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  • Wenn es notwendig ist, dann muss man das wohl.
    Beim Strom etc. achte ich schon auf einen Anbieter mit 100% Ökostrom, ohne Strom-Mix, auch wenn das evtl. ein paar € mehr kostet.

    Kommt halt immer drauf an, Ich hab meine Finanzen gern gut im Griff und die Fixkosten perfekt optimiert. Auch wenn ich es nicht nötig habe. Bei mir geht über die Hälfte meines Nettos ins Depot.

    So bleibt halt mehr Geld für die wichtigen Dinge, wie eben mein Depot oder Freizeitaktivitäten und Urlaub.

  • In meinem Fall ist der größte Hebel der PKW. Ich habe einen alten sehr günstigen gebrauchten. Keine Ahnung wo derzeit die Gebrauchtwagenpreise liegen, kann mir aber nicht vorstellen das meiner mehr als 2k bringt. Habe jährliche Reparatur und Wartung, die nicht günstig ist, aber weit unter deinem Finanzierungspreis. Ich würde persönlich hier ansetzen, auch wenn es in Deutschland wohl den meisten Leute zuwider ist.

    315€ pro Monat ohne einen Meter gefahren zu sein empfinde ich als sehr hoch. Wie oben beschrieben habe ich keine ahnung von Gebrauchtwagen, aber kann mir Preise über 5k eigentlich nicht gut vorstellen, wenn man Abstriche macht. Wäre knapp 150% von meinen bisherigen gebrauchten entfernt, auch wenn die ne zeit zurückliegen.

    Nur um Spekulationen vorzubeugen ich fahre nen passat bj 2006 als Benziner. Verbraucht bei 120km/h über 8.5 Liter, die ich auf dem Arbeitsweg (25km, davon 20km autobahn) mit selbstdrosselung auf 100km/h auf 7.2l reduziert habe. Der Wagen ist mMn massiv durstig, aber ein umstieg lohnt bisher nicht. Ca. 1800€ (11k km) Spritkosten sind fix für die Fahrt zur Arbeit. Dazu kommen noch locker 300-400€ (4k km) sonstige nutzung. Glaub 1.5k Steuer und Versicherung sind zu zahlen.

    Für meine Verhältnisse ist dein Wagen einfach zu teuer und ich würde den in der Form definitiv nicht fahren. Das wäre mir eine zu große Einschränkung in den restlichen Lebensbereichen. Fast 4k€ davon habe ich mit der Familie 3 Wochen Urlaub in Spanien gemacht, ohne Abstriche.

  • Kommt halt immer drauf an, Ich hab meine Finanzen gern gut im Griff und die Fixkosten perfekt optimiert. Auch wenn ich es nicht nötig habe. Bei mir geht über die Hälfte meines Nettos ins Depot.

    So bleibt halt mehr Geld für die wichtigen Dinge, wie eben mein Depot oder Freizeitaktivitäten und Urlaub.

    Habe meine Finanzen/Fixkosten auch gerne im Griff und kenne sie genau... alleine schon, um zumindest zu versuchen meiner behinderten Frau sie zu erklären - aber das ist ein anderes Thema.

    Perfekt optimiert haben wir sie allerdings nicht, da wir sehr viel Wert auf Bio Produkte, Naturkosmtik, Nachhaltigkeit etc. setzen, und das kostet halt meistens etwas mehr... auch bei Urlauben, sei es der 4-wöchige Haupturlaub (in Asien, der Heimat meiner Frau) plus ein bis zwei Kurzaufenthalte müssen wir schauen, dass sie sich zurechtfinden kann.

    Aber das ist ein persönliches Thema und betrifft wahrscheinlich die wenigsten hier im Forum.

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • In meinem Fall ist der größte Hebel der PKW. Ich habe einen alten sehr günstigen gebrauchten. Keine Ahnung wo derzeit die Gebrauchtwagenpreise liegen, kann mir aber nicht vorstellen das meiner mehr als 2k bringt. Habe jährliche Reparatur und Wartung, die nicht günstig ist, aber weit unter deinem Finanzierungspreis. Ich würde persönlich hier ansetzen, auch wenn es in Deutschland wohl den meisten Leute zuwider ist.

    315€ pro Monat ohne einen Meter gefahren zu sein empfinde ich als sehr hoch. Wie oben beschrieben habe ich keine ahnung von Gebrauchtwagen, aber kann mir Preise über 5k eigentlich nicht gut vorstellen, wenn man Abstriche macht. Wäre knapp 150% von meinen bisherigen gebrauchten entfernt, auch wenn die ne zeit zurückliegen.

    Nur um Spekulationen vorzubeugen ich fahre nen passat bj 2006 als Benziner. Verbraucht bei 120km/h über 8.5 Liter, die ich auf dem Arbeitsweg (25km, davon 20km autobahn) mit selbstdrosselung auf 100km/h auf 7.2l reduziert habe. Der Wagen ist mMn massiv durstig, aber ein umstieg lohnt bisher nicht. Ca. 1800€ (11k km) Spritkosten sind fix für die Fahrt zur Arbeit. Dazu kommen noch locker 300-400€ (4k km) sonstige nutzung. Glaub 1.5k Steuer und Versicherung sind zu zahlen.

    Für meine Verhältnisse ist dein Wagen einfach zu teuer und ich würde den in der Form definitiv nicht fahren. Das wäre mir eine zu große Einschränkung in den restlichen Lebensbereichen. Fast 4k€ davon habe ich mit der Familie 3 Wochen Urlaub in Spanien gemacht, ohne Abstriche.

    Danke! Meiner hat aktuell noch so ca. Wert von 4k. Normalerweise würde ich jetzt bald verkaufen um eine solide Anzahlung für den nächsten zu haben anstatt ihn komplett herunter zu wirtschaften und Gefahr zu laufen dass große Reparaturen anfallen und er dann trotzdem nach etlichen Reparaturkosten irgendwann schlapp macht. Dann stehe ich halt da ohne vernünftige Anzahlung und muss einen höheren Betrag finanzieren was automatisch mehr Zinszahlungen bedeutet.

    Aber vielleicht hat man auch mal Glück und er stellt sich als Reparaturarm und langlebig heraus. Muss mir da echt nochmal Gedanken machen. Wieviel KM hat dein Passat schon auf der Uhr?

  • Du nennst dich Haus&Hund, Haus ist dann eher das Mietobjekt, was ist mit dem Hund, habe ich nicht in deiner Kostenaufstellung gelesen, das kann im Monat teurer werden als ein KFZ.

    Hallo zusammen,

    Haus&Hund ist nach seinen eigenen Angaben ein 41-jähriger Arbeitnehmer mit relativ durchschnittlichem Einkommen, einem fast vollständig abbezahlten Eigenheim von ca. 250.000 €, wenig sonstigem Vermögen und einer monatlichen Kreditrate von 850 €. Interessant ist vor allem, dass er nach der Entschuldung über einen relativ aggressiven Vermögensaufbau mittels Aktien/ETFs und gegebenenfalls Fremdkapital nachdachte.

    Ein Hundy erwähnte er bisher nicht. Somit kann über eventuelle Kosten eine Hundy eher nicht sinnvoll spekuliert werden.
    Diese sind jedoch nicht zu unterschätzen.

    LG

  • Hallo zusammen,

    Haus&Hund ist nach seinen eigenen Angaben ein 41-jähriger Arbeitnehmer mit relativ durchschnittlichem Einkommen, einem fast vollständig abbezahlten Eigenheim von ca. 250.000 €, wenig sonstigem Vermögen und einer monatlichen Kreditrate von 850 €. Interessant ist vor allem, dass er nach der Entschuldung über einen relativ aggressiven Vermögensaufbau mittels Aktien/ETFs und gegebenenfalls Fremdkapital nachdachte.

    Ein Hundy erwähnte er bisher nicht. Somit kann über eventuelle Kosten eine Hundy eher nicht sinnvoll spekuliert werden.
    Diese sind jedoch nicht zu unterschätzen.

    LG

    Ich hätte nicht gedacht dass man sich hier rechtfertigen muss wenn sich die Lebenssituation verändert. Dies passiert übrigens im Leben eines jeden Menschen sehr oft und ist völlig normal. Das was du glaubst über meine Situation zu wissen ist veraltet denn ich bin 43 und dadurch dass mein Hund leider verstorben ist war das Haus mit Garten mehr oder weniger überflüssig und ich wohne jetzt auf Miete. Und bevor jetzt zweideutige Kommentare kommen zum Gesamtvermögen ist das hier nicht das Thema gewesen worum es gehen sollte. Ich versuche mit dem zu wirtschaften was mtl. an Einkommen reinkommt und nicht über meine Verhältnisse zu leben indem ich mich für größere Anschaffungen an meiner laufenden Altersvorsorge bediene.

  • Als bei mir in jungen Jahren das Geld eine zeitlang knapp war, habe ich als erstes an den Fixkosten angesetzt.

    Welche Versicherung ist unnötig oder gibt es woanders günstiger. Manchmal bringt umstellen auf jährliche Zahlung einen kleinen Rabatt.

    Stromvertrag prüfen. Dito Internet und Handy. Es gibt Jahrestarif zu einem Preis den andere im Monat zahlen.

    Einkaufen mit Einkaufzettel, erst beim Discounter, nur was man da nicht bekommt bei Edeka oder so.

    Alle Abos auf den Prüfstand. Kündigen kann so oder so nicht schaden, meist gibt es deutlich günstiger Angebote zur Verlängerung.

    Damit kannst du ohne Einschränkungen einiges sparen.

  • Es ist tatsächlich einfach eine Einstellungssache. Wie gesagt für Lebensmittel gebe ich deutlich weniger aus. Man muss es nur wollen. Will nicht jeder verstehe ich.

    Wiederum beim Auto sind es bei mir auch 400-500 monatlich und da möchte ich nicht weiter sparen. Wohnen kostet mich 500 warm. Das könnte unterschiedlicher nicht sein. Es kommt total auf die Region und den persönlichen Lebensstil an.

    Wenn man bereit ist in eine günstige Region umzuziehen laßen sich die Kosten bis auf Bürgergeld Niveau reduzieren. Wenn man es dann schafft gleichzeitig gut zu verdienen kann man entsprechend viel zur Seite legen.

    Mit 2k pro Monat komme ich persönlich gut aus.

  • Wie gesagt für Lebensmittel gebe ich deutlich weniger aus. Man muss es nur wollen. Will nicht jeder verstehe ich.

    Wiederum beim Auto sind es bei mir auch 400-500 monatlich und da möchte ich nicht weiter sparen.

    Bei Lebensmitteln zu sparen, um sich beim Auto zu gönnen ist meiner Meinung nach unklug, aber jedem das Seine.

  • u

    Hallo zusammen,

    Haus&Hund ist nach seinen eigenen Angaben ein 41-jähriger Arbeitnehmer mit relativ durchschnittlichem Einkommen, einem fast vollständig abbezahlten Eigenheim von ca. 250.000 €, wenig sonstigem Vermögen und einer monatlichen Kreditrate von 850 €. Interessant ist vor allem, dass er nach der Entschuldung über einen relativ aggressiven Vermögensaufbau mittels Aktien/ETFs und gegebenenfalls Fremdkapital nachdachte.

    Ein Hundy erwähnte er bisher nicht. Somit kann über eventuelle Kosten eine Hundy eher nicht sinnvoll spekuliert werden.
    Diese sind jedoch nicht zu unterschätzen.

    LG

    Nun ja, wieder dazugelernt. Wenn einer so tut als es gäbe nur das Einkommen?( Irreführend. Unfair sowas.

    Wen es interessiert:

    Lumo: Kosten + Hund

    KostenpunktMonatliche Schätzung
    Futter (je nach Größe)40–80 €
    Tierversicherung (Krankenversicherung)20–40 €
    Hundesteuer (kommunal unterschiedlich)2–15 €
    Tierarztrücklage (Impfungen, Vorsorge)30–50 €
    Spielzeug, Zubehör, Pflege10–20 €
    Summe100–205 €/
  • Danke! Meiner hat aktuell noch so ca. Wert von 4k. Normalerweise würde ich jetzt bald verkaufen um eine solide Anzahlung für den nächsten zu haben anstatt ihn komplett herunter zu wirtschaften und Gefahr zu laufen dass große Reparaturen anfallen und er dann trotzdem nach etlichen Reparaturkosten irgendwann schlapp macht. Dann stehe ich halt da ohne vernünftige Anzahlung und muss einen höheren Betrag finanzieren was automatisch mehr Zinszahlungen bedeutet.

    Aber vielleicht hat man auch mal Glück und er stellt sich als Reparaturarm und langlebig heraus. Muss mir da echt nochmal Gedanken machen. Wieviel KM hat dein Passat schon auf der Uhr?

    Passat hat jetzt ca. 200k km. Ich schätze wenn es keine gravierenden Probleme gibt ist die Reparatur immer günstiger als ein neuer Wagen. Der Restwert fällt ab einem bestimmten Zeitpunkt auch nicht mehr, bzw. Ist so marginal das man in außen vor lassen kann. Ob das Auto jetzt 100€, 200€ oder 1500€ wert ist macht kaum einen Unterschied.

    Wir haben dafür einen Notgroschen, bei dem im Notfall ein neuer günstiger Gebrauchter gekauft werden kann. Ohne derzeit einen Plan vom Markt zu haben, glaube ich nicht das wir mehr als 5-6k ausgeben würden. Würden uns also sehr weit unten im Regal versuchen zu bedienen. Neuwagen würde ich nicht fahren, da es für mich Geldverschwendung ist.

  • Bei Lebensmitteln zu sparen, um sich beim Auto zu gönnen ist meiner Meinung nach unklug

    Es ist immer die Frage, was Sparen überhaupt heißt. Der eine will jeden Tag frisch kochen, der nächste kocht, bei gleicher Qualität der Lebensmittel und Zubereitung, für 1-2 Tage vor und kombinert die übrig gebliebenen Sachen zu einem neuen, genauso gesunden und guten Essen.

    Nun ja, wieder dazugelernt. Wenn einer so tut als es gäbe nur das Einkommen. Irreführend. Unfair sowas.

    Warum irreführend? Nur, weil mein Einkommen weit oberhalb der 2000€ im Monat lag, muss ich dies nicht für die Lebenshaltungskosten ausgeben ohne auch nur entfernt in die Nähe eines frugalen Lebensstils zu kommen.

    In der Fall käme ich aber nie auf die Idee, einen Konsumkredit für ein Auto aufzunehmen, wenn das nicht zufällig eine nahezu kostenneutrale Finanzierung sein sollte.

    Ich versuche mit dem zu wirtschaften was mtl. an Einkommen reinkommt

    Selbst dann zählt eine Steuererstattung zum Einkommen. Bei 35km Arbeitsweg sollte das als AN dabei locker 600-1000€ im Jahr Rückerstattung geben. Also 50-100€ zusätzlich jeden Monat ob den 2. Kalenderjahr.

    Sollte dieses Geld schon in das monatlich Einkommen eingerechnet sein (genauso wie ggf. Weihnachts- oder Urlaubsgeld), dann frage ich mich schon, ob ich so einen Vollzeit-Job dauerhaft machen würde.

    Meiner hat aktuell noch so ca. Wert von 4k. Normalerweise würde ich jetzt bald verkaufen

    Wie kannst Du einen PKW verkaufen, für den noch eine Finanzierung läuft?

    Oder sind die 200€, die als Finanzierung genannt sind, mittlerweile 200€ Rücklage für den nächsten PKW?

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