Beiträge von taunide

    Jein.

    Der Index hat folgende Definition:

    The MSCI EMU Value Index (European Economic and Monetary Union) captures large and mid cap securities exhibiting overall value style

    characteristics across the 10 Developed Markets countries in the EMU*. The value investment style characteristics for index construction

    are defined using three variables: book value to price, 12-month forward earnings to price and dividend yield

    Hallo,

    bin gerade etwas überrascht, weil ich auf der Suche nach einem Euroland-Value-ETF einen ETF gefunden habe, der seit Jahren höhere Ausschüttungen hat als Dividendenaristocrats bezeichnete ETF.

    (Grund für die Suche war nicht das Thema Dividendenstrategie, sondern quasi die Suche Value ex-US).

    Heraus kam der UBS MSCI EMU Value.

    Ausschüttungen in den letzten Jahren:

    2025 1,99€ 4,27%

    2024 1,55€ 3,68%

    2023 1,63€ 4,13%

    2022 1,52€ 4,02%

    Jetzt ist wie gesagt die Dividendenstrategie überhaupt nicht mein Thema, möchte darüber auch gar nicht diskutieren, bin nur überrascht über die Höhe der Ausschüttung bei diesem Value-ETF.

    Habe ihn verglichen mit typischen Euroland-Dividenden-ETF. Die schütten weniger aus und haben sich schlechter entwickelt, bei ähnlicher Gewichtung der Länder, als Beispiel der SPDR Euro Dividend Aristocrats:

    2025 0,24€ 3,89%

    2024 0,87€ 3,65%

    2023 0,75€ 3,52%

    2022 0,72€ 3,62%

    Frage:

    Ist Value in Europa nahezu gleichzusetzen mit hohen Dividenden?

    Der Index dafür ist der MSCI EMU Value.

    Vielen Dank und schöne Grüße, Taunide

    Hallo,

    heute erschien in der FAZ ein Artikel zur demografischen Entwicklung in Thüringen, es gibt dort zur Zeit 2,1 Millionen Einwohner und jährlich sterben 18.600 Menschen mehr als geboren werden. Rein rechnerisch lebt also in 112 Jahren dort niemand mehr 😉

    Kurz gegoogelt, die Postbank/Deutsche Bank hat die Entwicklung bis 2035 für die bundesdeutschen Landkreise prognostiziert, siehe Grafik.

    Was denkt ihr über die Immobilienpreis-Entwicklung grundsätzlich jenseits der Eigennutzung in den nächsten, sagen wir: zehn Jahren?

    Differiert ja deutlich, je nach Lage, klar.

    Hallo,

    sehr gute Frage.

    Ich denke, für Kinder ist es ersteinmal wichtig, daß man mit ihnen überhaupt viel Zeit verbringt.

    Dass ihnen Interesse entgegengebracht wird und sie nicht nur "anwesend" sind.

    Fernreisen mit Kindern hatte ich nie unternommen, es bewegte sich zwischen Holland, Frankreich und Spanien. Das finde ich aus heutiger Sicht auch weiterhin in Ordnung, auch wenn sie selbst sich vielleicht mal USA gewünscht hätten, aber es muss insgesamt ja irgendwie stimmig sein, auch was das Alter der Kinder betrifft.

    Jetzt sind sie 14 und 21, ich habe finanziell mehr Luft, und wir unternehmen immer noch einiges zusammen (bin seit kurzem geschieden).

    Kleine Ausflüge und Essengehen gehörte für mich immer dazu, finde ich selbstverständlich.

    Schade wenn der Mann das anders sehen sollte.

    Ich bin einigermaßen Gutverdiener, kein Krösus. Bin sparsam, aber nicht geizig. Jeder hat seine eigene Prägung, ob durch Eltern oder Großeltern, manche können schwer aus der eigenen Haut, wenn zum Beispiel der Geiz einen begrenzt oder die Angst vor Armut.

    Ich habe Leute mit relativ viel Geld kennengelernt, die echte Verarmungsangst haben, daß kann ein Teufelskreis sein, was das alltägliche Leben angeht.

    Also, wie so oft, der Mittelweg sollte gefunden werden, ersteinmal diesen Weg definieren und dann feintunen, denke ich.

    Hi, Glückwunsch zum ersten Beitrag 😊

    Alles hat seine Gründe: eine niedrige Cashquote bei jungen Leuten, eine höhere bis hohe Cashquote bei Menschen kurz vor oder bereits während der Rente oder bei Intoleranz gegenüber größeren Kursrückgängen 😎

    Meine Quote beträgt in der Minute 45,40 Prozent.

    Cash meint in meinem Fall etwas Tagesgeld beim "neuen" Scalable, einen größeren Betrag in einem ETF für kurzlaufende Bundesanleihen 0-1 Jahr sowie der Anleihenanteil bei Vanguard Lifestrategy 60/40 und Arero.

    Ich spare aber nicht mehr, sondern überlege, entweder in diesem Herbst und erst wenn es wirklich gebraucht wird, mit einem Auszahlungsplan zu beginnen.

    Außerdem kenne ich meine Verlusttoleranz ganz gut, liegt bei 20-25%.

    Ich möchte mein Geld ja nicht erst in zehn oder fünfzehn Jahren ausgeben. Werde demnächst 62, da muß man auch mal schauen, daß die Kohle wieder unter die Menschen gebracht wird 😁

    Eine meiner unangenehmsten Investitionen war ein großer, amerikanischer Konzern:

    "Pan American World Airways, auch bekannt als Pan Am, ging 1991 bankrott und stellte den Betrieb ein. Die Fluggesellschaft, die einst als Pionierin der internationalen Luftfahrt galt, erlebte in den 1980er Jahren eine wirtschaftliche Krise, die durch verschiedene Faktoren wie den Anschlag von Lockerbie im Jahr 1988 verstärkt wurde.

    Hintergrund:

    Pan Am wurde 1927 gegründet und war eine der bekanntesten und angesehensten Fluggesellschaften der Welt. Sie war bekannt für ihre Innovationen, wie die Einführung von Düsenflugzeugen und computergestützten Buchungssystemen. In den 1970er und 1980er Jahren geriet die Fluggesellschaft jedoch in finanzielle Schwierigkeiten, auch aufgrund der Deregulierung des US-Luftfahrtmarktes und neuer Konkurrenz. "

    Totalverlust, keine Entschädigungen nach Übernahme des traurigen Rests durch Delta.

    Vielleicht gehört das ja auch in die Berechnung einer Depotrendite, nicht nur die überlebenden Werte 😎

    Siehe:

    "Der Survivorship Bias (Überlebensbias) ist eine systematische Verzerrung in der Datenanalyse, die auftritt, wenn nur erfolgreiche Fälle (z.B. Fonds, Unternehmen, Produkte) betrachtet werden, während gescheiterte oder nicht mehr existierende Fälle ignoriert werden. Dies führt zu einer Überschätzung der Erfolgswahrscheinlichkeit und einer falschen Darstellung der tatsächlichen Performance, da die "Überlebenden" nicht repräsentativ für das Gesamtbild sind."

    Ich teste aktuell auch noch eine andere Entnahmeformel unabhängig von der Inflationsrate. Wenn die Rendite im Depot im Vorjahr gleich oder größer 5%, dann wird der Entnahmebetrag pauschal um 5% gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Ist die Rendite im Vorjahr kleiner 5%, dann sinkt der Entnahmebetrag gegenüber dem Vorjahr um 2,5%.

    Vanguard Deutschland hatte diese oder eine sehr ähnliche Version vor einem halben Jahr vorgestellt, gefiel mir sehr gut:

    "Beispiel 3: Dynamischer ETF-Auszahlungsplan nach Vanguard-Modell

    Ausgangswert Depot: 400.000 €

    Initiale Entnahmerate: 5 % (20.000 € im ersten Jahr)

    Dynamik: Anpassung an realen Portfoliowert, mit

    Obergrenze: +5 %

    Untergrenze: –2,5 %

    Steigt das Portfolio im ersten Jahr z. B. um 8 % auf 432.000 €, beträgt die Entnahme im zweiten Jahr 21.600 €. Sinkt es auf 380.000 €, ergibt sich eine rechnerische Entnahme von 19.000 €. Fällt dieser Betrag unter die Untergrenze (–2,5 %), wird stattdessen der Mindestwert von 19.500 € entnommen.

    Fazit: Hohe Flexibilität, besserer Schutz bei schwankenden Märkten – ideal für eine langfristige Ruhestandsplanung."

    Eine kleine Ergänzung: Die originale Trinity-Studie geht von einer jährlichen Erhöhung um die reale Inflationsrate aus (also nicht fix 2%).
    Ich nutze in meinem eigenen Testszenario gern 2,5% Inflationsrate an (die langfristige Inflationsrate in Deutschland liegt so bei 2,6%). Praktisch kann man es ja eh erst wissen, wenn man nach dieser Regel eine Entnahme startet

    Welchen Rechner nutzt du dafür? Die meisten Online haben Inflation nicht berücksichtigt, deswegen ziehe ich die quasi direkt von der Verzinsung bzw Rendite ab, aber das erscheint mir nicht ganz Clean.

    Wichtig ist nicht wann und wieviel, wichtig ist wann brauchst du wieviel. Danach kann man seine Anlagen ausrichten. Alles was 10 oder besser 15 Jahre nicht gebraucht wird kann in Aktien ETFs, alles andere in Geldmarkt ETFs oder TG FG je nach dem was man für richtig hält. Alles was vererbt werden soll kann in Aktien ETFs , es sei denn man will es vorher verschenken.

    Das finde ich mal eine prägnante, knackige Auskunft, nach der sich hier vermutlich die meisten richten könnten.

    Man sollte zumindest damit planen, damit das Geld nicht vor dem Leben zu Ende ist…

    Und im Zweifelsfall kann davon die Beerdigung bezahlt werden.....

    Und eine Erbschaft bleibt auch noch übrig... falls man Erben hat, etwas vererben will, die Erben dann mit mittlerweile 60 Jahren noch etwas Gescheites anfangen können oder es ihrerseits sparen und dann später wahrscheinlich vererben, so sie Erben haben usw usw.