Beiträge von Micho

    Ich will ja nicht ketzerisch sein, aber ich würde diesen Berichten nicht zu viel Bedeutung beimessen.

    FinanzPanda hat meine Aussage bereits sauber widerlegt. Dein Beitrag bestätigt das. Echt stark! :thumbup:

    Habt ihr noch eine Quelle, die meine zweite Aussage widerlegen würde (s.u.)? :/

    Zitat von Micho

    Kennst du einen einzigen 10-Jahreszeitraum in der Kapitalmarktgeschichte, der nach einer Bewertung, die wir momentan in den USA haben, nicht deutlich unterdurchschnittlich war?

    Ich habe ja mit den EM, SC und dem MSCI World Momentum bereits Faktoren im Depot.

    Und werden die Kosten relativiert? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass ich die Kosten zahlen muss! :/

    Du hast dich aber bewusst für diese Kosten entschieden und nicht für kostenfreies Tagesgeld, weil du davon ausgehst, dass es eine Equity Prämie gibt.

    Zitat von monstermania

    Faktoren können auch jahrelang gegen einen laufen (siehe EM oder SC). Wir wissen eben erst irgendwann in der Zukunft, ob der ETF die höheren Kosten wieder einspielt.

    Das gilt auch für die Equity Prämie. Die gab es auch schon mal 14 Jahre nicht. Wenn man sie mit günstigeren Anleihen vergleicht, sogar schon mal 30 Jahre nicht. Trotzdem entscheidet man sich für Aktien und für höhere Kosten.

    Zitat von monstermania

    Aber ich will ja eigentlich nicht nur die höheren Kosten wieder einspielen, sondern ich will insgesamt eine höhere Rendite oder zumindest die gleiche Rendite bei geringerem Risiko (Volatilität). :/

    Die höheren Kosten der Faktorprämien wurden durch die Mehrrendite bisher immer erreicht. Genau wie die höheren Kosten von einem Aktieninvestment immer übertroffen wurden. Nicht in jedem 15-Jahreszeitraum und auch nicht in gleicher Höhe, aber langfristig immer.

    Ich habe das Gefühl, dass hier im Forum mit zweierlei Maß gemessen wird. Bei der Equity Prämie ist die langfristige Outperformance klar. 10-15 Jahre Underperormance ist normal. Obwohl wir sie nur in der Vergangenheit hatten, geht jeder davon aus, dass sie auch in Zukunft vorhanden sein wird. Eine Rückkehr zum Mittelwert gibt es nicht. Aktien werden langfristig immer besser laufen.

    Sobald es allerdings um Faktoren geht, werden all diese Argumente verwendet, um nicht in sie zu investieren. Warum eigentlich? Weil die Risikoprämien geringer sind?

    Was mich an dem ETF einzig stört sind die vergleichsweise hohen Kosten. Denn die Kosten habe ich 100%ig zu zahlen. Und damit habe ich gegenüber einer 'einfachen' 08/15 Lösung in Form eines 'All World ETF' wie MSCI ACWI oder FTSE All World einen handfesten messbaren Nachteil, der nichts mehr mit 'Glauben' zu tun hat.

    Aber werden diese Kosten durch den Faktor-tilt nicht relativiert? Faktoren sind Risikoprämien. Handfest und messbar. Wenn man das auch dem ,,Glauben" zuschreibt, müsste man dann nicht auch die ,,Equity Prämie" dem Glauben zuschreiben? Von der geht ja hier im Forum jeder aus, oder?

    Es gibt Themen, über die kann man sehr sinnvoll diskutieren. Und es gibt Themen, über die kann man nicht sinnvoll diskutieren weil die Frage in den Bereich des „glaubens“ fällt. Der ganze Thread hier scheint mir Kategorie 2.

    Ich kann glauben, dass BIP-Gewichtung oder Marktkapitalisierungs-Gewichtung oder der Kommer-ETF oder was-auch-immer „besser“ ist, aber durchschlagende Argumente sehe ich da weder in die eine oder die andere Richtung.

    Man glaubt aber immer dann wenn Wissen fehlt. Ich finde es schon erstaunlich, dass sich zwar die Ansätze der Profis unterscheiden, aber jeder ein ,,ausgleichendes Element" hat und niemand nach Marktkapitaliserung investiert (nicht nur in Deutschland).

    Die Studien von Weber haben zumindest wenig mit Glauben zu tun.

    https://madoc.bib.uni-mannheim.de/2280/1/JacobsMuellerWeber_worldportfolio_2008.pdf

    Noch eine Ergänzung zum Beck-Video: Er erwähnt im Video den Marktausblick von Vanguard und die sehr geringe zu erwartete Rendite in den kommenden 10 Jahren (Portfolios, die US-lastig sind). Ich vermute er meint diesen hier vom 23. Januar 2025. Nur die Aussage ,,80/20 wird besser laufen als 100/0" finde ich nicht. :/

    Grundsätzlich sind die Ausblicke von Vanguard ziemlich treffsicher.

    Mario Lochner ist eigentlich klar der Finanzporno-Ecke zuzuordnen. Seine Beck-Videos sind aber Klasse. Richtig gut war, dass er in seinem Interview direkt die Kritik von Gerd Kommer bzgl. ,,Buy the Dip" angesprochen hat. Die Antwort von Beck war überzeugend.

    "Buy the Dip" – Wie gut funktioniert diese Anlagestrategie?
    In diesem Beitrag analysieren wir die Buy the Dip-Anlagestrategie anhand historischer Zahlen.
    gerd-kommer.de

    Micho: Was ist denn, wenn man bei so einem UBS-Termin konkret nach breit gestreuten ETFs fragt? Die hat UBS ja nun auch im Angebot.

    ETFs werden auch im Wealth Management eingesetzt. Dort allerdings immer in einem Vermögensverwaltungsmantel mit zusätzlichen Kosten. Ein Produktverkäufer wird niemals einen breit gestreuten ETF als Lösung anbieten, weil es keine Bestandsprovision gibt.

    Gerd Kommer hat zum Beispiel einen ETF und eine analoge Vermögensverwaltung. In der analogen Verwaltung werden ETFs eingesetzt. Die Verwaltung kostet allerdings nochmal 0,8% und man kommt auf 1% p.a. Gebühr. Und Kommer ist einer der Günstigsten am Markt. Bei Banken wie der UBS geht das eigentlich immer Richtung 3% pro Jahr, wenn man richtig rechnet.

    Demnach liegt der MSCI ACWI vor dem MSCI World und dieser wiederum vor dem MSCI ACWI IMI.

    Die Renditeunterschiede gehen allerdings 'im Rauschen' unter. Wer in einen dieser Indexe investiert macht langfristig mehr richtig als falsch!

    Der Rest ist dann mehr oder minder Spielerei...

    Interessant wäre mal zu wissen wie sich ,,sehr aktive" Entscheidungen (BIP, Equal Weight, Unternehmensgewinne,...) im Vergleich zu den marktkapitalisierenden Ansätzen entwickelt haben. Vor allem risikoadjustiert und sehr langfristig. Weber, Kommer, Beck,.... alle haben ihre Fonds nach wissenschaftlichen Erkenntnissen aufgebaut. Und alle sehen völlig anders aus. ;)

    Ich finde Videos, die ein bisschen kritischer sind, ganz interessant:

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    Zitat von monstermania

    Der Rest ist dann mehr oder minder Spielerei...

    Das sehe ich genauso.

    So ganz kann ich dir nicht folgen. Der Vanguard FTSE All-World bildet nun mal den den FTSE All-World Index nach. Du „beschwerst“ dich, dass das eine aktive und daher nicht prognosefreie Entscheidung sei. Auf der anderen Seite „möchtest“ du, dass Vanguard aktiv vom Index abweicht oder den ETF auf den FTSE Global All-Cap umstellt. Das fände ich nicht so gut.

    Irgendwo hat die Fondsgesellschaft und man als Anleger aktive Entscheidungen zu treffen. Das hat aber man nichts mit „nicht prognosefrei“ zu tun.

    Ich verstehe auf was du hinaus willst. Ich sehe es so:

    Man kann heute als Anleger 99% des Aktienmarktes effizient und kostengünstig abbilden.

    Das sind ca. 8700 Aktien. Wer ,,nur" im FTSE All-World investiert ist, bildet ,,nur" 4200 Aktien ab. Die Kosten sind fast gleich.

    Das ist vermutlich in den meisten Fällen einfach Bequemlichkeit, weil man einmal mit dem ETF angefangen hat und jetzt einfach weiter spart. Wahrscheinlich sind die Renditeunterschiede auch nicht groß. Aber es ist und bleibt eine aktive Entscheidung nicht in 4500 relativ große, etablierte, global agierende Unternehmen zu investieren. Früher gab es dafür Argumente (z.B. Kosten). Heute gibt es die m.E. nicht mehr.

    Ist das nicht die Prognose, dass ein Portfolio ohne diese 4500 Unternehmen risikoadjustiert mindestens gleich oder besser rentiert als die doppelte Anzahl an Aktien? :/

    Ok, dann haben wir eine etwas unterschiedliche Definition.

    Einen 1-ETF-Anleger, der ausschließlich in den MSCI-World-Index investiert würde ich als "prognosefrei" betrachten. Auch wenn die Entscheidung zu dieser Strategie mal aktiv getroffen wurde.

    Das stimmt auch wieder. Selbst Andreas Beck und Gerd Kommer sprechen bei Ihren Fonds von ,,prognosefrei". Und die haben antizyklische Elemente, Obergrenzen, Ausschlüsse und Filter drin... :/

    Selbst aus "willkürlich" folgt doch nicht gleich "nicht prognosefrei".

    Das ist doch sicherlich aus praktischen Gründen so gemacht worden und nicht, weil jemand eine entsprechende Prognose verbreiten wollte.

    Mir ist schon klar, dass man damals die ETFs effizient auflegen wollte und es mit allen oder den meisten Aktien nicht möglich war. Aber das ist ja heute nicht mehr der Fall und der Anleger muss sich ja nicht für eine Begrenzung der Aktienanzahl entscheiden, weil der Fondsanbieter früher mal nicht in der Lage war etwas zu tun und aus geschäftspolitischen Gründen heute einfach so weiter macht.

    Die Entscheidung der Anbieter von damals wurde vielleicht nicht deshalb gefällt, weil man eine Prognose abgeben wollte. Aber die Entscheidung eines Anlegers, der sich heute dafür entscheidet in mehr als 50% der investierbaren Aktien nicht zu investieren, obwohl dies sehr effizient möglich ist, ist meines Erachtens nicht prognosefrei. Das ist eine sehr aktive Entscheidung viele Tausend Unternehmen nicht ins Portfolio zu nehmen. Ohne Not.

    PixelVoyager Deine strukturierte Vorgehensweise finde ich gut. Nur den Termin mit der UBS würde ich absagen. Du wirst von denen keine Beratung ohne Interessenskonflikt erhalten. Alles, wirklich alles, ist auf Produktverkauf ausgelegt. Das fängt beim Parkplatz an und hört bei der Kleidung der Dame auf, die dir den Kaffee bringt.

    Nur eine kleiner Ausschnitt aus der Welt der Produktverkäufer:

    Wenn du hier im Forum nach einem sinnvollen Asset für den risikobehafteten Teil fragst, werden dir erfahrene Foristen wie monstermania, @John Bogle oder @Amnesty zu einem günstigen, breiten ETF raten. Bei einer Bank wie der UBS kannst du das ansprechen und es wird mit 100%iger Wahrscheinlichkeit folgendes passieren: Man wird dir 3 oder 4 Fonds oder andere vermögensverwaltende Produkte zeigen, die über 5, 10, vielleicht 20 Jahre einen breiten ETF deutlich outperformed haben.

    ,,ETFs sind tolle Produkte, aber es geht besser, wenn man sich nur auf die guten Unternehmen konzentriert. ETFs müssen alle Unternehmen kaufen. Auch die mit schlechter Bilanz. Wir sind ganz nah dran. Gehen in die Unternehmen. Reden mit den CEOs. Wir überprüfen jede Bilanz und bewerten jedes Unternehmen einzeln".

    Und jetzt? Mal ganz ehrlich: Das was der Banker da sagt, macht Sinn, oder? Und die Daten, die er zeigt, sind belegen das. Sie sind auch nicht falsch.

    Das Problem ist, dass er zwar nicht lügt, aber nicht die ganze Wahrheit sagt. Er zeigt dir nämlich nicht die anderen 30 Fonds, die ETFs underperformen. Er zeigt dir auch nicht die 150 Produkte, die man in den letzten 30 Jahren geschlossen hat, weil sie nicht gelaufen sind. Suvivorship bias. Der älteste Trick der Branche, der heute noch so gut funktioniert wie vor 50 Jahren. Und das ist nur ein Trick von vielen.

    Die Wealth Management Truppen der großen Banken sind die Crème de la Crème der Produktverkäufer. Die haben jeden Tag die Besten, der Besten als Kunden vor sich sitzen. Menschen, die nicht 3 Millionen Vermögen haben, sondern 3 Mio. verdienen. Das sind keine dummen Menschen und ich würde mich von denen fern halten. Komplett.

    Der Vanguard zieht die small cap Grenze ja weiter als der ishares etf. Folglich sind dort ja viel mehr SC Unternehmen enthalten. Sollte es aber nicht so sein, dass bei einem Market Cap ETFs Unternehmen eine höhere Gewichtung bekommen je "erfolgreicher" diese sind ? Würde ein SC Unternehmen "to the moon" gehen so würde es im Index ja auch aufsteigen ? Ganz besonders wenn es sich vom SC zum MC Unternehmen entwickelt?

    Das wird zwar wieder ein nerd-Thema, das die langfristige Rendite kaum verändert, aber ich halte trotzdem mal dagegen. ^^

    Wenn man davon ausgeht, dass eine höhere Gewichtung bedeutet, dass die Unternehmen ,,erfolgreicher" geworden sind, warum dann 3600 Aktien im FTSE All-World-ETF (Index:4200) und nicht 2000? Oder nur 1000? Für mich ist die Grenze, die Vanguard hier zieht, ziemlich willkürlich und unnötig. Der Begriff ,,All-World" ist auf jeden Fall nicht richtig. ,,Part-of-the-World" wäre besser. Die Tatsache, dass man die Anzahl der Aktien mehr als halbiert, ist für mich nicht prognosefrei.

    Und es ist ja nicht so als ob Vanguard die Small-Caps nicht kennen oder können würde. Sie haben den Global Small-Cap Fonds, der unverständlicher Weise nur für Großanleger offen ist und einen All-Cap mit ESG haben sie ja auch.

    Ich finde einfach, dass man alle Unternehmen ins Portfolio holen sollte, die man einigermaßen effizient abbilden kann. Vom Gesamtmarkt fehlt ohnehin schon ziemlich viel, weil die meisten Unternehmen gar nicht gelistet sind.

    Zitat von John Bogle

    Ja SC sollten eine renditestärkere Entwicklung vor sich haben...zumindest eine zu erwartende...Aber wie wir wissen sind die Märkte effizient....sollte so eine Entwicklung nicht bereits eingepreist sein ?

    Könnte man das nicht auch über die Equity Prämie sagen? Ich denke nicht, weil es eine Risikoprämie ist. Genau wie bei den small caps. Ich denke Risikoprämien werden nicht eingepreist, sondern müssen zwangsläufig mehr rentieren, weil schlichtweg das Risiko höher ist.

    Anmerkung: Ich bin selbst hoch sechsstellig Vanguard FTSE All-World investiert und halte hier nur der Diskussion wegen dagegen.

    Wenn man es macht wie mein Kollege mit 50% Vanguard FTSE All-World und 50% ARERO kommt auch eine nette Verteilung heraus bei niedrigen Kosten. Vorallem weil der Vanguard wegen der TD ja nichts kostet.

    Das wäre auch eine Möglichkeit die Klumpen zu reduzieren. Für mich hätte es drei Nachteile:

    • Notwendiges Rebalancing
    • Keine Small-Caps
    • 7,5% Rohstoffe

    Vor allem die Small-Caps bieten eine gute Möglichkeit zur Diversifikation. Das sind viele Tausend Unternehmen mit etabliertem Geschäftsmodell (so klein sind die small caps gar nicht). Auf die möchte ich nicht verzichten.

    Apropos small-caps. Der MSCI World Small Cap hat über 3000 Unternehmen und keine Klumpen (Anteil größter Wert 0,25%). Langfristig müssen die kleinen Unternehmen besser rentieren, weil sie riskanter sind. Die letzten 100 Jahre waren sie auf jeden deutlich riskanter und rentabler. Vielleicht gibt es sogar ein paar Hartgesottene, die hauptsächlich oder nur auf solche Unternehmen (oder besser eine Auswahl solcher) setzen :/ . Breit diversifiziert und günstig wäre man unterwegs. Die letzten 10-15 Jahren waren halt nicht so prickelnd. . . . und Angst vor Vola sollte man auch nicht haben. Und . . .scheint auch nicht ganz so simpel zu sein, wie man meint . . .

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    Gerade mal bei extraetf die Zusammensetzung des Gerd Kommer ETFs angesehen. In den TOP 10 war mit SAP ein deutsches Unternehmen. Was für ein Anblick 😄 Kann mich gar nicht mehr daran erinnern wann das mal zuletzt so war 😅

    Stimmt. Das habe ich noch gar nicht gesehen. 8|

    Ich finde am Kommer-ETF die extrem breite Streuung super. Das ist wirklich Diversifikation wie man es sich vorstellt. Nicht nur die Titel-Anzahl, sondern die Aufteilung. Da kommt kein anderer ETF hin.

    https://fundcentres.lgim.com/srp/lit/7ZkAba/Quarterly-Index-Summary_LG-Gerd-Kommer-Multifactor-Equity-UCITS-ETF_04-02-2025.PDF

    Aber die Faktoren und das ESG hätten sie sich sparen können. Dafür nur 1/3 der Kosten.

    Aber hey . . . die wollen auch was verdienen. Sie wären dumm, wenn sie es nicht gemacht hätten.

    Der Herr Kommer hat einen ETF im Angebot der ein ziemlich guter Kompromiss ist. Verhältnismäßig teuer zwar, aber ein guter Kompromiss.

    Ich finde den Fonds auch sehr gelungen. Trotz höherer Kosten schlägt der sich bisher richtig gut. Ich weiß - viel zu kurzer Zeitraum. Aber die Underperformance seit Auflage vor fast 2 Jahren zum ACWI IMI beträgt nur etwas mehr als 2 Prozent. Das ist schon verwunderlich, wenn man bedenkt wie weit der vom Tech-Klumpen weg ist und was der kostet. Und sobald Tech ein bisschen strauchelt, zieht der sofort vorbei (seit Januar).

    Das wird natürlich erst interessant in 10-15 Jahren. Aber ich kann jemanden verstehen, der investiert. Auf jeden Fall besser als mit 6-7 ETFs selber was zu basteln.

    wieviel equal weights ETFs gibt es denn, die gegen den Mag7 Klumpen wirken?

    Und ja, ich finde die rasante Entwicklung von 0,8 Mrd auf 13 Mrd in den letzten 4 Jahren ist ein Signal dafür, dass man offenbar speziell dem Risiko der Mag7 entgegenwirken will.

    Die fünf größten ETFs in den USA sind alle marktkapitalisierend auf den US-Markt. Sie haben fast 2000 Mrd. Dollar Volumen. Deren Mittelzuflüsse übersteigen die Equal-Weights um ein Vielfaches. Allein der Vanguard auf den S&P500 hatte letztes Jahr Mittelzuflüsse von 117 Mrd. Dollar.

    Nur so als Vergleich: 13 Mrd. Dollar sind das Aktien-Handelsvolumen von ca. 15 Minuten an der US-Börse.