Oder ist das höchstens prognosefrei?
soll er gerne weiter machen, steh ich drüber...
Sieht aber – bei allem Respekt – nicht danach aus.
Oder ist das höchstens prognosefrei?
soll er gerne weiter machen, steh ich drüber...
Sieht aber – bei allem Respekt – nicht danach aus.
Genau das habe ich ja gemeint.
Wenn Du das so siehst, dann solltest Du Dein Geld eben so investieren wie Du es siehst!
Du kannst Dir hunderte von Meinungen anhören. Wir können tagelange Diskussionen führen. Es sind eben Alles nur Meinungen. Und ja, irgendjemand wird mit seiner Meinung genau richtig liegen! Der Eine für die nächsten 5 Jahre. Die Andere für die nächsten 10 Jahren und wieder Jemand für die nächsten 20 Jahre.
Nach der nächsten Dekade weißt Du dann ja ob Du für diese Dekade richtig lagst.
ja natürlich, aber so ist es doch mit JEDER Diskussion hier...dann kann man das Forum auch zumachen wenn jeder es einfach das machen soll...
Natürlich treffe ich meine Entscheidung selber, aber für die Entscheidungsfindung sind andere Sichtweisen und Meinungen für mich durchaus auch sinnvoll (neben anderen Faktoren...ich werde sicher nicht nur wegen "der Forenmeinung" etwas machen). Habe z.B. auch gelernt, dass equal weights ETFs (gerade auf die "Welt") höhere innere Transaktionskosten haben als Welt ETFs nach MCAP und dass die eben nicht in der TER enthalten sind. Ist ein Argument gegen equal weight das ich aus einem Forum mitgenommen habe....es geht auch nicht darum den Markt zu schlagen, sondern wie man "den Markt" ggf mit geringerem Risiko abbilden kann
Mario Lochner ist eigentlich klar der Finanzporno-Ecke zuzuordnen. Seine Beck-Videos sind aber Klasse. Richtig gut war, dass er in seinem Interview direkt die Kritik von Gerd Kommer bzgl. ,,Buy the Dip" angesprochen hat. Die Antwort von Beck war überzeugend.
Sieht aber – bei allem Respekt – nicht danach aus.
das stimmt schon, sonst würde ich Ihn auch nicht blockieren. Inhaltlich/fachlich steh ich drüber, emotional gehts mir natürlich auf den Keks...
Genau das habe ich ja gemeint.
Wenn Du das so siehst, dann solltest Du Dein Geld eben so investieren wie Du es siehst!
Du kannst Dir hunderte von Meinungen anhören. Wir können tagelange Diskussionen führen. Es sind eben Alles nur Meinungen. Und ja, irgendjemand wird mit seiner Meinung genau richtig liegen! Der Eine für die nächsten 5 Jahre. Die Andere für die nächsten 10 Jahren und wieder Jemand für die nächsten 20 Jahre.
Nach der nächsten Dekade weißt Du dann ja ob Du für diese Dekade richtig lagst.
Es ist wohl generell, aber besonders auch bei der Geldanlage, für den Menschen nicht leicht zu akzeptieren, dass es die Wahrheit nicht gibt. Der Konstruktivismus hat schon recht, wenn er die Frage stellt: Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Beziehungsweise und bezogen auf die Geldanlage: Wie bilden wir die Wirklichkeit am wirklichsten ab?
Eines dieser Rezepte war in den letzten X Jahren das beste, und eines wird in den nächsten X Jahren das beste sein. Nur welches, das weiß man halt nicht im Voraus.
Auch deshalb finde ich den Kommer-ETF, den ich anfangs für ziemlichen Marketing-Quark gehalten habe, zunehmend besser, da er alle diese Rezepte teils berücksichtigt und deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht das beste, aber ebenfalls mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht das schlechteste Ergebnis liefern wird.
Noch eine Ergänzung zum Beck-Video: Er erwähnt im Video den Marktausblick von Vanguard und die sehr geringe zu erwartete Rendite in den kommenden 10 Jahren (Portfolios, die US-lastig sind). Ich vermute er meint diesen hier vom 23. Januar 2025. Nur die Aussage ,,80/20 wird besser laufen als 100/0" finde ich nicht.
Grundsätzlich sind die Ausblicke von Vanguard ziemlich treffsicher.
Es gibt Themen, über die kann man sehr sinnvoll diskutieren. Und es gibt Themen, über die kann man nicht sinnvoll diskutieren weil die Frage in den Bereich des „glaubens“ fällt. Der ganze Thread hier scheint mir Kategorie 2.
Ich kann glauben, dass BIP-Gewichtung oder Marktkapitalisierungs-Gewichtung oder der Kommer-ETF oder was-auch-immer „besser“ ist, aber durchschlagende Argumente sehe ich da weder in die eine oder die andere Richtung.
Grundsätzlich sind die Ausblicke von Vanguard ziemlich treffsicher.
Das wäre in der Geschichte der Menschheit das erste mal, dass eine funktionierende Glaskugel für Börsenkurse entwickelt wurde.
Es gibt Themen, über die kann man sehr sinnvoll diskutieren. Und es gibt Themen, über die kann man nicht sinnvoll diskutieren weil die Frage in den Bereich des „glaubens“ fällt. Der ganze Thread hier scheint mir Kategorie 2.
Ich kann glauben, dass BIP-Gewichtung oder Marktkapitalisierungs-Gewichtung oder der Kommer-ETF oder was-auch-immer „besser“ ist, aber durchschlagende Argumente sehe ich da weder in die eine oder die andere Richtung.
Grundsätzlich volle Zustimmung, ich würde nur an einer Stelle etwas anders akzentuieren wollen:
Man findet schon durchschlagende Argumente, warum das eine Portfolio besser als die beiden anderen performen muss. Das Problem ist nur: Man findet das für jede der Varianten, und ebenfalls für jede der Varianten findet man durchschlagende Argumente, warum es nicht besser wird performen können.
Es gibt Themen, über die kann man sehr sinnvoll diskutieren. Und es gibt Themen, über die kann man nicht sinnvoll diskutieren weil die Frage in den Bereich des „glaubens“ fällt. Der ganze Thread hier scheint mir Kategorie 2.
Ich kann glauben, dass BIP-Gewichtung oder Marktkapitalisierungs-Gewichtung oder der Kommer-ETF oder was-auch-immer „besser“ ist, aber durchschlagende Argumente sehe ich da weder in die eine oder die andere Richtung.
Man glaubt aber immer dann wenn Wissen fehlt. Ich finde es schon erstaunlich, dass sich zwar die Ansätze der Profis unterscheiden, aber jeder ein ,,ausgleichendes Element" hat und niemand nach Marktkapitaliserung investiert (nicht nur in Deutschland).
Die Studien von Weber haben zumindest wenig mit Glauben zu tun.
https://madoc.bib.uni-mannheim.de/2280/1/JacobsMuellerWeber_worldportfolio_2008.pdf
Das wäre in der Geschichte der Menschheit das erste mal, dass eine funktionierende Glaskugel für Börsenkurse entwickelt wurde.
Kennst du einen einzigen 10-Jahreszeitraum in der Kapitalmarktgeschichte, der nach einer Bewertung, die wir momentan in den USA haben, nicht deutlich unterdurchschnittlich war?
Oder einen Vanguard-Ausblick, der nicht zutraf?
Kennst du einen einzigen 10-Jahreszeitraum in der Kapitalmarktgeschichte, der nach einer Bewertung, die wir momentan in den USA haben, nicht deutlich unterdurchschnittlich war?
Die Antwort auf diese Frage ist absolut irrelevant, weil Renditenverläufe der Vergangenheit nichts über Renditenverläufe der Zukunft sagen.
Ich kann glauben, dass BIP-Gewichtung oder Marktkapitalisierungs-Gewichtung oder der Kommer-ETF oder was-auch-immer „besser“ ist, aber durchschlagende Argumente sehe ich da weder in die eine oder die andere Richtung.
Das sehe ich nicht (ganz) so.
Der Kommer ETF ist halt eine 'All World Kompromisslösung' aus Allem.
Demnach ist es sehr sehr unwahrscheinlich, dass dieser ETF zukünftig wirklich das 'bestmögliche' Ergebnis abliefern wird, aber eben auch sehr sehr unwahrscheinlich das der ETF das 'schlechtmöglichste' Ergebnis liefern wird.
Was mich an dem ETF einzig stört sind die vergleichsweise hohen Kosten. Denn die Kosten habe ich 100%ig zu zahlen. Und damit habe ich gegenüber einer 'einfachen' 08/15 Lösung in Form eines 'All World ETF' wie MSCI ACWI oder FTSE All World einen handfesten messbaren Nachteil, der nichts mehr mit 'Glauben' zu tun hat.
Was mich an dem ETF einzig stört sind die vergleichsweise hohen Kosten. Denn die Kosten habe ich 100%ig zu zahlen. Und damit habe ich gegenüber einer 'einfachen' 08/15 Lösung in Form eines 'All World ETF' wie MSCI ACWI oder FTSE All World einen handfesten messbaren Nachteil, der nichts mehr mit 'Glauben' zu tun hat.
Aber werden diese Kosten durch den Faktor-tilt nicht relativiert? Faktoren sind Risikoprämien. Handfest und messbar. Wenn man das auch dem ,,Glauben" zuschreibt, müsste man dann nicht auch die ,,Equity Prämie" dem Glauben zuschreiben? Von der geht ja hier im Forum jeder aus, oder?
Aber werden diese Kosten durch den Faktor-tilt nicht relativiert? Faktoren sind Risikoprämien. Handfest und messbar.
Ich habe ja mit den EM, SC und dem MSCI World Momentum bereits Faktoren im Depot.
Und werden die Kosten relativiert? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass ich die Kosten zahlen muss!
Faktoren können auch jahrelang gegen einen laufen (siehe EM oder SC). Wir wissen eben erst irgendwann in der Zukunft, ob der ETF die höheren Kosten wieder einspielt.
Aber ich will ja eigentlich nicht nur die höheren Kosten wieder einspielen, sondern ich will insgesamt eine höhere Rendite oder zumindest die gleiche Rendite bei geringerem Risiko (Volatilität).
Kennst du einen einzigen 10-Jahreszeitraum in der Kapitalmarktgeschichte, der nach einer Bewertung, die wir momentan in den USA haben, nicht deutlich unterdurchschnittlich war?
Oder einen Vanguard-Ausblick, der nicht zutraf?
Wenn das denn so ist, wieso hat Vanguard dann nicht schon längst einen aktiv gemanagten Welt-Fonds aufgelegt, der genau auf diese Ausblicke wettet? Der müsste doch dann alles outperformen und die reinste Goldgrube sein?
Aber aus Interesse hab ich dann tatsächlich mal geschaut, und da Vanguard ja den 10 Jahres-Ausblick gibt bin ich 10 Jahre zurück gegangen:
https://www.independentvanguardadviser.com/content/files/2024/10/VanguardOUTLOOK20141208.pdf
Relevant ist Figure III-8
Demnach hätte man damals schon USA ggü. Rest-of-World untergewichten sollen. Im Rückspiegel wäre das jetzt gar nicht so gut gewesen. Das ist Vanguard dann auch aufgefallen:
Ich habe ja mit den EM, SC und dem MSCI World Momentum bereits Faktoren im Depot.
Und werden die Kosten relativiert? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass ich die Kosten zahlen muss!
Du hast dich aber bewusst für diese Kosten entschieden und nicht für kostenfreies Tagesgeld, weil du davon ausgehst, dass es eine Equity Prämie gibt.
Zitat von monstermaniaFaktoren können auch jahrelang gegen einen laufen (siehe EM oder SC). Wir wissen eben erst irgendwann in der Zukunft, ob der ETF die höheren Kosten wieder einspielt.
Das gilt auch für die Equity Prämie. Die gab es auch schon mal 14 Jahre nicht. Wenn man sie mit günstigeren Anleihen vergleicht, sogar schon mal 30 Jahre nicht. Trotzdem entscheidet man sich für Aktien und für höhere Kosten.
Zitat von monstermaniaAber ich will ja eigentlich nicht nur die höheren Kosten wieder einspielen, sondern ich will insgesamt eine höhere Rendite oder zumindest die gleiche Rendite bei geringerem Risiko (Volatilität).
Die höheren Kosten der Faktorprämien wurden durch die Mehrrendite bisher immer erreicht. Genau wie die höheren Kosten von einem Aktieninvestment immer übertroffen wurden. Nicht in jedem 15-Jahreszeitraum und auch nicht in gleicher Höhe, aber langfristig immer.
Ich habe das Gefühl, dass hier im Forum mit zweierlei Maß gemessen wird. Bei der Equity Prämie ist die langfristige Outperformance klar. 10-15 Jahre Underperormance ist normal. Obwohl wir sie nur in der Vergangenheit hatten, geht jeder davon aus, dass sie auch in Zukunft vorhanden sein wird. Eine Rückkehr zum Mittelwert gibt es nicht. Aktien werden langfristig immer besser laufen.
Sobald es allerdings um Faktoren geht, werden all diese Argumente verwendet, um nicht in sie zu investieren. Warum eigentlich? Weil die Risikoprämien geringer sind?
Grundsätzlich sind die Ausblicke von Vanguard ziemlich treffsicher.
Ich will ja nicht ketzerisch sein, aber ich würde diesen Berichten nicht zu viel Bedeutung beimessen.
Oder einen Vanguard-Ausblick, der nicht zutraf?
Beispiele sind ganz leicht zu finden, z.B: der Vanguard’s 2015 economic and investment outlook. Dort heißt es:
ZitatGlobal economic growth is likely to remain frustratingly fragile for some time. As in Vanguard’s past economic outlooks, we see a world not in secular stagnation but in the midst of structural deceleration.
[...]
Although not bearish, Vanguard’s outlook for global stocks and bonds is the most guarded since 2006, given compressed risk premiums and the low-rate environment.
Wie sich die Börsen stattdessen in den letzten 10 Jahren entwickelt haben sollte jedem bekannt sein.
edit: FinanzPanda war schneller und hat auch schon ein Beispiel von 2014 rausgesucht
Ich will ja nicht ketzerisch sein, aber ich würde diesen Berichten nicht zu viel Bedeutung beimessen.
FinanzPanda hat meine Aussage bereits sauber widerlegt. Dein Beitrag bestätigt das. Echt stark!
Habt ihr noch eine Quelle, die meine zweite Aussage widerlegen würde (s.u.)?
Zitat von MichoKennst du einen einzigen 10-Jahreszeitraum in der Kapitalmarktgeschichte, der nach einer Bewertung, die wir momentan in den USA haben, nicht deutlich unterdurchschnittlich war?
FinanzPanda hat meine Aussage bereits sauber widerlegt. Dein Beitrag bestätigt das. Echt stark!
Ich finde das eine eine sehr merkwürdige Art der Gesprächsführung, im Brustton der Überzeugung irgendeinen Quatsch rauszuhauen, der sich beim ersten intensiven Blick darauf leicht widerlegen lässt. Danke, FinanzPanda und gfusdt5 dafür!
Vorschlag: künftig nachdenken, bevor man schreibt; eigene Thesen zumindest oberflächlich auf Plausibilität prüfen, bevor man sie in die Welt setzt.