Beiträge von Micho

    Ich frage mich gerade ob ich das wirklich hören wollte 😄😉

    Strukturierst du um ??

    ^^ Nach diesem Thread denke ich mittlerweile, dass es nicht die schlechteste Option ist während der Entnahmephase sein gesamtes Vermögen in so einen Misch-ETF zu stecken und einen simplen Auszahlplan zu erstellen.

    Rob Berger hat da schon einen Punkt. Mehrere Töpfe und Fristen sehen auf den ersten Blick einfach aus und klingen logisch. Aber sind sie das? Wenn ich mir überlege was in den letzten 20-25 Jahren an der Böse los war. Wie oft hat es den Aktien-Topf zerfetzt? Und wie oft haben dann die ersten beiden Töpfe wirklich ,,gehalten"? Wann hat man dann umgeschichtet? Beim nächsten ATH? Oder früher? Man war eigentlich die ganze Zeit beschäftigt mit umschichten, überprüfen, sich fragen wie lange was reicht und wie hoch was gehen muss, . . . Und dann in 2022 hat es auch noch den Anleihen-Topf umgehauen. Für wie lange hält man Cash? 5 Jahre? 10 Jahre? 20 Jahre? Was wenn die Börse 50% crasht, sich dann erholt und kurz vorm ATH wieder nach unten geht. 20 Jahre lang. Irgendwann muss man vielleicht doch auf dem Tief verkaufen, weil das Geld im risikoarmen Teil nicht ausreicht.

    Der LS60 ist mit Sicherheit kein perfekter Produkt. Aber es ist ein Produkt. Nur eins. Das minimiert die Fehlerquellen schon deutlich und kann helfen den eigenen Gestaltungstrieb zu kontrollieren.

    Den Gedanken, die KI-Bearbeitung eines Textes "Optimierung" zu nennen, empfinde ich als befremdlich.

    So ähnlich werten in jedem Jahrzehnt die älteren Semester die aktuelle Musik. Vermutlich schon immer. ,,Das ist doch keine Musik. Früher mussten wir noch....und benötigten noch...aber heute ist doch alles...". Ich merke, dass auch bei mir langsam diese Denkweise hochkommt.

    Und wenn ich 2 Millionen habe und es um 50% crashed dann habe ich immer noch 1 Million und kann gut leben. Nur konnte er nicht verstehen dass das nicht jeder so bewerkstelligen kann mit den Nerven und Emotionen.

    Wenn man gar nicht auf das Geld angewiesen ist, sehr erfahren ist und die Kapitalmärkte verstanden hat, kann das funktionieren. Das dürfte allerdings auf die wenigsten Menschen zutreffen. Und wenn es dann zutrifft, stellt sich automatisch die Frage, warum man dann überhaupt so riskant anlegt. Man benötigt das Geld (und die Rendite) doch sowieso nicht.

    In den meisten Fällen wird das Depot im Alter entspart und das Renditereihenfolgerisiko wird relevant. Ich denke dann muss man runter mit der Aktienquote.

    Gerade ein schönes Video unter anderem zu dem Thema gesehen: Christian Fuchs im Interview bei Mario Lochner. Vorher nie von ihm gehört. Die Themen Asset Allocation und "was tue ich im Crash" kommen eher am Ende so ab Minute 27:30. Der Rest des Videos ist aber ebenfalls interessant. Der hat mir gut gefallen.

    Das Video hat mir auch gefallen. Meine ersten Gedanken waren ,,da hat aber einer die Kommer-Bücher gut gelesen" und ,,endlich mal ein rationaler Investor mit Haaren". :D Ich denke der Herr Fuchs macht eine gute Arbeit mit seinen Mandanten und ist eine Bereicherung. Schade, dass es nicht noch mehr von der Sorte gibt. Seine christlichen Überzeugungen, die er auf seiner Homepage erwähnt, hätte er sich allerdings sparen können . . . .das wirkt billig.

    ...100% Aktienportfolio...

    Das liest man momentan sehr viel in Foren und in den Kommentarspalten unter youtube-Videos. Meistens mit dem Hinweis ,,nur in den S&P500" oder ,,nur NASDAQ" oder sogar gehebelt. In diesem Forum ist es nicht so schlimm, aber man spürt auch hier wie sich viele plötzlich in den Aktienmarkt trauen und darüber nachdenken ihr Tagesgeldkonto aufzulösen und einen Aktien ETF zu kaufen. Das ist m.E. typisch nach einem langen Bullenmarkt. Die bisherigen Renditen sehen gut aus bzw. besser aus, als die Zinsen auf dem Tagesgeldkonto, also will man all-in.

    Ich denke die meisten haben keine Ahnung wie schmerzhaft ein (lange andauernder) Bärenmarkt sein kann und was das mit einem machen kann. 10-15 Jahre sind unglaublich lange. Auf jeden Fall viel Zeit nachzudenken und Fehler zu machen.

    Man könnte fast an die Inkarnation eines Thomas.Schreiber (oder so ähnlich) glauben ...

    Du meinst wohl Dr. Philipp Schreiber, den Partner von Prof. Martin Weber (Arero). :/

    https://www.behavioral-finance.de/wp-content/uploads/go-x/u/cf830ad9-b702-4725-ad30-ff52aacfa8f7/BF_BAND_01.pdf

    Die Beiträge des Behavioral Finance e.V. sind sehr interessant. Allerdings weichen sie etwas ab von anderen Portfoliomanagern. Auch Schreiber und Weber sagen, dass man breit und kostengünstig investieren und den Schwerpunkt auf Eigenkapital (Aktien) setzen sollte. Allerdings mischen sie noch 15% Rohstoffe bei. Das ist auf jeden Fall sehr interessant, weil sie sich dadurch weniger Schwankungen versprechen. Auch bei den beiden gilt, dass ich mir schwer vorstellen kann, dass die sich sowas aus dem Ärmel schütteln. Es muss dafür eine Basis geben.

    Weber geht mit seinen 3 Asset-Klassen im Fonds + Geldmarkt für kurzfristige Verpflichtungen deutlich weiter als Kommer/Walz/Beck...

    Kennt jemand die Daten auf die sich Prof. Weber beruft?

    klar, das mit der Übergewichtung USA sehe ich ja auch etwas kritisch, hier kann man ggf. Mal probieren ob man einen World Ex USA in die Berechnung nimmt. Doch einen Index mit 600 Firmen würde ich nun nicht mit einer n=1 cherry pick zocker Strategie gleichsetzen.

    Ich schon. Eine Fokussierung auf US-Aktien heute ist der recency bias schlechthin. Man wählt ein Land aus vielen aus. Warum die USA und nicht ein anderes Land? Das ist cherry picking, weil dieser besondere Markt in den letzten Jahrzehnten phänomenal gelaufen ist. Das war aber nicht immer so und ob es die kommenden 10 Jahre so sein wird, sollte mindestens angezweifelt werden.

    Zitat von Alex777

    Wenn du nun grade heraus sagst, was interessiert mich die Vergangenheit, die Zukunft kann man nicht voraussagen - da ist ja durchaus viel richtiges dran - dann wäre die Frage auf welche Kennzahlen darf ich mich denn nun überhaupt verlassen?

    Ich denke man sollte mit Kennzahlen grundsätzlich sehr vorsichtig sein. Prognosen sind meiner Meinung nach nicht möglich und verlässliche Kennzahlen, die Prognosen möglich machen, gibt es meines Wissens nicht. Mindestens sind die Analysen der besten Köpfe aus der Finanzindustrie öfters falsch als richtig.

    Ich würde mich auf die basics beschränken:

    • Eigenkapital muss langfristig besser rentieren als Fremdkapital, weil es riskanter ist.
    • Alle anderen Assets hängen direkt oder indirekt von der Wertschöpfung der Unternehmen (also Eigenkapital) ab.
    • Ein breites, globales Portfolio aus Aktien ist ausfallsicher
    • Anlagen in Eigenkapital (Aktien) schwanken kurz- und mittelfristig stark.

    Fazit:

    Kapitalbedarf, der kurzfristig zur Verfügung stehen muss, lege ich risikoarm an.

    Den Rest investiere ich so breit und so günstig wie möglich global gestreut in Aktien.

    Dadurch erübrigt sich jede Länderwette und die richtige Asset-Allokation ergibt sich automatisch.

    Alex777

    Das Problem mit Backtests ist, dass die vergangene Wertentwicklung keine Bedeutung hat für die Zukunft. Der heilige Amumbo hat deshalb super funktioniert, weil er einen der besten Aktienmärkte aller Zeiten in einem der größten Bullenmärkte aller Zeiten mit Hebel abgebildet hat.

    Das ist typisches Nachkarteln und cherry picking. Warum nicht Bitcoin? Oder Tesla? Oder die Lottozahlen von letztem Samstag? Wer mit einem Recency bias anlegt, verliert (fast) immer und es gibt nichts einfacheres als ein Portfolio zu bauen, dass bisher super funktioniert hat.

    Wir legen aber für die Zukunft an. Und die ist unsicher. Kein Mensch weiß, ob die USA die besten Jahre hinter sich haben oder es noch ein paar Jahre so weitergeht. Bisher sind alle Wirtschaftsmächte über kurz oder lang nach unten durchgereicht worden.

    Man kann nur eines machen: Diversifizierten und hoffen, dass die globale Weltwirtschaft weiterhin funktionieren wird. Von Sektorwetten und Länderwetten würde ich Abstand nehmen. Von Leverage auch.

    Gebühren sind das eine. Auch ich würde bis zu 5€ im Monat bezahlen, wenn ich dafür einigermaßen ordentliche Konditionen bekommen.

    Aber bei den meisten Filialbanken ist dies nicht der Fall. Die „Einstiegskonten“ sind meist so abgespeckt mit solch wahnwitzigen Gebühren je Transaktion auf dem Konto, Tagesgeldzinsen von nahezu 0% und auch solchen Späßchen, das man für so Kleinigkeiten wie Dispolimit oder Überweisungslimit ändern anrufen muss.

    Das sehe ich nicht mehr ein. Hinzu kommt, dass meine Dorfbank im Ort nur noch „zum Schein“ da ist. Ich hab das gesehen: die Berater sind zwar da machen aber alle Vorhänge zu, damit der Kunde Nix merkt, Alles mit „Beratung nach Terminvereinbarung“ nichts da mit irgendwelchen allgemeinen Zeiten ohne Termin. Die Kommunikation mit der Bank findet ausschließlich per Kontaktformular oder telefonisch statt.

    Und wenn der Berater anruft, dann nur um dir was anzudrehen.

    Ich sehe das genauso wie du. Die Volksbanken und Sparkassen haben sich diesbezüglich eindeutig disqualifiziert und den relativ hohen Kosten stehen m.E. keine ausreichenden Leistungen gegenüber. Zumindest wenn man einigermaßen mit einem Laptop und Smartphone umgehen kann.

    Aber: Wer sich dann für die Extreme wie N26, C24, TradeRepublic entscheidet, tut sich m.E. keinen Gefallen. Es ist offensichtlich, dass hier die Prozesse noch nicht rund laufen und/oder die günstigen Konditionen einen oder mehrere Haken haben.

    Ich denke, dass eine große Direktbank wie die ING, DKB oder comdirect oder, wenn man unbedingt eine Filiale benötigt bzw. als backup halten möchte, die teilweise sehr kompetitiven Angebote von Banken wie der Commerzbank, Santander usw. eine vernünftige Alternative sind. Insbesondere die ING bietet hier einen sehr guten Kompromiss aus sehr günstigen Konditionen, hervorragendem Service und einem System das rund läuft.

    Das muss natürlich jeder selbst wissen und wer auf den letzten Cent schaut, geht zu neobrokern und neo-Banken. Meine Erfahrung ist, dass es sich so lange lohnt bis es ein Problem gibt, das man abklären muss. Ich bezahlte gerne 2-3 Euro mehr und weiß, dass ich einen verlässlichen Partner habe. Insbesondere bei Bankgeschäften.

    Okay, hab mein Depot bei der ING..da sind die Bewertungen und Erfahrungen ja auch nicht wirklich besser als bei C24 (bezüglich Girokonto, Kundenservice, etc.)..und Zinsen auf Girokonto und die Unterkonten sind schon sehr attraktiv + wenn ich mir den Stress mit einem Girokontowechsel schon gebe, möchte ich halt das bestmöglichste Angebot..wollte sowieso mal in Richtung 3 Konten Modell gehen was sich bei und

    Das ist mir natürlich schon auch klar..wenn ich jedoch die Bequemlichkeit meiner Volksbank-Filiale die 3km vom Wohnort entfernt ist aufgebe und zu einer Bank gehe die gar keine oder kaum Filialen besitzt dann möchte ich das halt in Sachen Zinsen, Unterkonten, Kosten, usw. spüren.. :)

    Du scheinst dich ja schon entschieden zu haben. Warum fragst du dann hier im Forum? :/

    Bequemlichkeit der Volksbank? :/ Was bietet denn die Volksbank in 3km Entfernung, das z.B. die Ing nicht bietet? Regelmäßige Verkaufsgespräche?

    Wenn du denkst, dass die C24 für dich das Richtige ist, passt das schon. Es ist dein Geld. Ich würde es nicht machen und denke, dass man für seine Bankgeschäfte einen Partner haben sollte, der sich bewährt hat. Und dabei geht es nicht um Bewertungen im Internet (die sind meistens negativ, weil Menschen, die zufrieden sind wenig posten). Wenn du schon ein Depot bei der Ing hast, würde ich dort mein Girokonto eröffnen und gut ist. Je weniger Banken/Verträge/Dokumente/... desto besser.

    Für mich ist es immer wieder verwunderlich wie sich viele Privatanleger verbiegen, um die letzten 20 Cent zu sparen oder 3,50 Euro mehr Zinsen zu bekommen. Und wenn es dann wirklich mal ein größeres Problem gibt und keiner geht ans Telefon, ist das Gejammer groß.

    Oh okay, bin hin- und hergerissen...möchte unbedingt von der Volksbank weg, aber bin mir einfach noch unsicher..gibts hier jemand der sein Konto komplett umgezogen hat? Mit Girokonto etc? Oder soll ich ein neues Thema aufmachen? Danke für die Hilfe :D

    Wenn du von der Volksbank weg willst, kannst du auch zu einer ,,vernünftigen" Bank wechseln. Eine grosse Direktbank zum Beispiel, die ihre Prozesse im Griff hat. Das Gleiche gilt auch für das Depot. Man muss nicht immer gleich den absoluten Billigheimer nehmen. Auch die kochen nur mit Wasser und du bezahlst dann immer an anderer Stelle.

    Du solltest deine Asset-Allokation (risikoarm/risikobehaftet) nicht nach der Marktlage, sondern deinem konkreten Finanzbedarf ausrichten und dir Prognosen sparen.

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    Die C24-Bank gehört zu Check24, und dennoch ist sie mindestens ein getrennter Geschäftsbereich. Wieso sollte Check24 den Kontowechselservice machen? Das ist doch Sache der Bank - und die wiederum sieht die Buchungen auf Deinem Konto ohnehin.

    Ich sehe nicht, was dabei problematisch sein soll.

    Der Kontoumzug wird nicht von der Bank, sondern von CHECK24 durchgeführt. Oder sehe ich das falsch? :/

    Übrigens werden Kontoumzüge fast immer von externen Dienstleisten durchgeführt und so ganz ohne Probleme scheint das nicht zu funktionieren. Einfach mal ,,Kontoumzug Hack" googlen.

    Außerdem sollte man sich schon bewusst sein auf was man sich bei dieser ,,Bank" hier einlässt. Die günstigen Konditionen fallen nicht vom Himmel.

    Wie heißt es so schön:

    ,,If you are not paying for the product, you are the product."

    Ich würde bei so einem Institut gar nichts machen. Aber diesbezüglich hat vermutlich jeder andere Ansprüche.

    Selbst bei den "teuren" Direktbrokern sind die Kosten gedeckelt. Irgendwo bei 30-70€. Daher kommt es auf die Beträge an, die man anlegen möchte. Flatex wäre glaube am günstigsten mit 5,90€.

    Für mich lohnt es sich daher auch nicht so recht. Außerdem möchte ich mich zukünftig weniger mit Geldanlage befassen.

    Auch im ETF Mantel kommen zusätzlich zur TER noch interne Transaktionskosten plus evtl. Kaufkosten dazu. Sieht man nur nicht direkt.

    Da ist schon was dran. Wenn man z.B. 100k im risikoarmen Anteil hat, kostet das im ETF vermutlich 150 Euro im Jahr inkl. aller Kosten. Sparplan ist zwar (meistens) kostenfrei, aber der Verkauf kostet zusätzlich. Zumindest bei ,,vernünftigen" brokern. Bundesanleihen laufen kostenfrei aus. Ich bin einfach zu faul und nehme trotzdem den ETF.

    Es gab auch Zeiten , in denen sehr kurzlaufende deutsche Bundesanleihen besser liefen als ein Overnight ETF.

    Wann war das? :/

    Zum anderen kommen im ETF Mantel noch Kosten ~ 0,1 % dazu.

    Gerade Bundesanleihen kann man auch so gut kaufen.

    Wenn ich Bundesanleihen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr kaufe, muss ich jedes Jahr kaufen. Das bedeutet Transaktionskosten von mehr als 0,1%. Zumindest bei mir. Bei welchem broker kann man Bundesanleihen unter 0,1% kaufen? Gibt es die bei neobrokern überhaupt? :/

    Bei der Beurteilung der Risiken von langlaufenden Anleihen darf man die Inflation nicht vergessen.

    Bei Kursverlusten von 15-20 % wie im Jahr 2022 kommt die Inflation von 7% hinzu. Wir hatten also (vereinfacht gerechnet) 22-27% Verlust bei langlaufenden Anleihen in 2022. Auch beim Aggregate Bond. 2023 ging es zwar 5% nach oben, aber die Inflation lag bei 6%. Also nochmal 1% Minus. Dieses Jahr liegt die Umlaufrendite bei knapp 4% abzüglich Kosten für Hedge und Verwaltung und die Inflation bei 2-3%. Also maximal 1% im Plus. Vermutlich eher Plus Minus 0.

    Jetzt kann man natürlich auf Zinssenkungen bis auf 0% hoffen. Falls die nicht kommen, dürfte ein Anleger aus 2021/2022 mit langlaufenden Anleihen für viele Jahre real im Minus sein.

    Genau das meinen Walz und Kommer, wenn sie sagen, dass dem kleinen Renditeplus unverhältnismäßig hohe Risiken gegenüber stehen.

    Ich kann verstehen, dass man als Pflichtversicherter die GRV als einen Baustein von vielen sieht. Es bleibt einem ja nichts anderes übrig.

    Ich finde es allerdings schwierig sich z.B. als Selbständiger bewusst für die GRV zu entscheiden. Es ist ein Langfristinvestment mit einer Rendite von 3% vor Steuern und Abgaben. Wenn überhaupt ist es Inflationsausgleich.

    Man weiss natürlich nie was passiert. Aber ist es wahrscheinlich, dass ein ETF, der global Tausende von Unternehmen, also die Weltwirtschaft abbildet, langfristig schlechter rentiert als ein staatliches Rentenversicherungssystem, das von diesen Unternehmen und seinen Angestellten gespeist wird? Steuern und Abgaben sind ja keine Wertschöpfung. Mir fällt es schwer ein solches Szenario zu skizzieren.

    Ich dachte immer die GRV läge bei 5-6% p.a. In dem Fall wäre es akzeptabel, weil man sich mit der Minderrendite eine hohe Planbarkeit erkauft. Aber 3%? Das ist eine der schlechtesten Renditen, die es bei Assets gibt. Selbst wenn man die Aktienquote auf unter 30% senkt, kommt mehr raus.

    Habe ich da einen Denkfehler oder ist die Zahl falsch? Ich kann mir schwer vorstellen, dass so viele Menschen freiwillig Zahlungen leisten, wenn es sich nicht lohnen würde. :/