Beiträge von gb75

    Apropos: Warum gibst du bei Übertragung mittels ELSTER überhaupt noch in Papierform ab?

    Mach ich ja gar nicht. - Ich vermute, dass ich im Digitalisierungswunderland zwar meine Steuererklärung digital abgeben kann, diese dann aber im FA ausgedruckt und manuell übertragen wird 😜

    Seit ungefähr 20 Jahren nutze ich eine Software, um meine Steuererklärung zu erstellen. Zehn Jahre haben meine Steuerbescheide bei zwei verschiedenen Finanzämtern exakt zum von der Software errechneten Ergebnis gepasst.

    Nachdem ich vor rund 10 Jahren an meinen jetzigen Wohnort gezogen bin, kann ich mich nicht daran erinnern, im ersten Versuch einen korrekten Steuerbescheid erhalten zu haben.

    Also widerspreche ich jedes Jahr und im zweiten Versuch passt es dann. Häufig gehen anscheinend bei der Übermittlung einzelne Positionen verloren, was ich bei Einreichung via Elster schon sehr seltsam finde. Ich vermute, dass der oder die Finanzbeamte die Übertragung in Papierform erhält und diese dann manuell in sein/ihr Programm übernimmt. Wundern würde es mich nicht.

    Auch der Rückweg funktioniert nicht. Die digitalen Bescheiddaten, die ich dieses Jahr erhalten habe, waren unvollständig und wichen vom Bescheid in Papierform ab. - Der Datenabgleich mit der zentralen Zulagenstelle scheint auch immer mal wieder gestört zu sein. Daten zu unseren Riesterverträgen sind auch immer mal wieder verschwunden.

    Um ehrlich zu sein, bin ich angesichts einer solchen Leistung einigermaßen fassungslos. Vor allen Dingen, da eigentlich die Verantwortung für die Ermittlung der Steuer (in der korrekten Höhe) beim Finanzamt liegt und nicht bei mir. Der Bürger ist nur zur Mitwirkung verpflichtet.

    Hallo zusammen!

    Am 31.12.2017 sind meine Arero-Anteile fiktiv veräußert worden. Ich habe in dem Rahmen folgende Abrechnung erhalten.

    Offensichtlich handelt es sich um einen Altbestand, da vor dem 01.01.2009 angeschafft. Somit müssten die Kursgewinne steuerfrei sein. Aber was hat es mit dem akkumulierten ausschüttungsgleichen Ertrag auf sich. Muss der dann bei Veräußerung versteuert werden?

    Vielen Dank für Eure Hilfe

    Mein zweiter Gedanke war dann, das ich wieder von 0 starten muss mit dem ETF. Das heißt, ich brauche erst mal wieder einige Zeit, um den Zinseszins ausnutzen zu können.

    Ich halte den Unterschied am Ende ehrlich gesagt für marginal. Du startest ja nicht bei 0, sondern müsstest den Unterschied aus den angenommenen unterschiedlichen Renditen von Arero und der Alternative bei 10T€ Startkapital berechnen.

    Ich behalte den Arero und richte einen Sparplan mit 100€ ein. Gleichzeitig erstelle ich mir ein 70/30 Portfolio aus MSCI World und EM, mit einer Einmalzahlung von 10.000€ und einem Sparplan von monatlich 250€.

    Hört sich für mich nach drei Sparplänen an. Für mich wäre das mindestens einer zu viel.

    Ich hab vor Kurzem vor einer ähnlichen Fragestellung gestanden und habe mich dafür entschieden, meine Arero-Position bestehen zu lassen und stattdessen jetzt den Vanguard LifeStrategy 80% Equity zu besparen. In Summe komme ich so irgendwann bei einem Aktienanteil von 70% an und schmelze den Commodity-Anteil des Arero, von dessen Nutzen ich mittlerweile nicht mehr so besonders überzeugt bin, etwas ab.

    Was spricht denn dagegen, den angesparten Bestand an Arero bestehen zu lassen und einfach einen neuen Sparplan auf den jetzt favorisierten ETF (oder dann vielleicht sogar eine 80:20-Alternative, um sich im Laufe der nächsten 2-3 Jahre der 70:30 Aufteilung zu nähern) abzuschließen?

    Wenn Du noch genügend Sparerfreibetrag hast, kannst Du natürlich überlegen schon Mal einen Teil der Arero-Gewinne per Verkauf zu realisieren, aber da müsstest Du dann mal ausrechnen, wie teuer Verkauf und Wiederanlage in Relation zur Steuerersparnis sind.

    Auch wenn es sich in der Zwischenzeit vielleicht erledigt hat, marktübliche Zinssätze kann man der Zinsstatistik der Bundesbank entnehmen.

    MFI-Zinsstatistik (Bestände, Neugeschäft)
    Informationen über Wertpapieremissionen und -investments, Wertpapierbestände sowie Zinssätze und Renditen. Statistiken über den Bestand außerbörslich…
    www.bundesbank.de

    Im konkreten Fall würde ich bei Krediten an private Haushalte mit Ursprungslaufzeit über 1 Jahr nachsehen. Im Oktober waren das dann 2,78%

    Portfolio Performance liest PDFs offline aus und holt sich online nur die Kurse.

    Das hört sich nicht schlecht an. Werde ich mir bei Gelegenheit mal anschauen.

    LibreCalc

    Sehr schön 😊 👍

    Für jede Transaktion, die auf deinem Depot stattfindet, bekommst du doch einen entsprechenden Beleg in deinem Postfach bei der Bank. Warum lädst du die nicht einfach herunter?

    Weil ich mit den entsprechenden Banken keine Kontoverbindung mehr unterhalte...

    Wenn ein Papierordner abstürzt, raschelt es ein bißchen, aber der Ordner ist hinterher nicht kaputt, im Gegensatz zu einem Ordner im Computer.

    Ach so schlecht, wie es sich oben anhört, ist meine Buchführung eigentlich nicht. Ich habe eher das Problem, dass einer der beschworenen Papierordner aus der Zeit von 2015/2016 (vermutlich bei einem Umzug) verloren gegangen ist.

    Frag doch mal bei Deiner Bank an!

    Das habe ich tatsächlich am Wochenende gemacht und hatte direkt heute morgen schon die erste brauchbare Auskunft im Postfach. Damit hatte ich gar nicht gerechnet. :thumbup:

    Es fällt mir schwer, Deinen verschiedenen Threads zu folgen, bei denen Du regelmäßig ohne Einleitung mitten in der Sache anfängst.

    Das tut mir leid. Die Überschrift über allen Threads ist, dass ich versuche, mir einen besseren Überblick über meine Finanzen zu verschaffen. Dabei bin ich - auch wenn das noch einige Jahre in der Zukunft liegt - momentan mehr an Entnahme als an Zuführung interessiert.

    Hallo zusammen,

    ich habe das Wochenende genutzt und versucht, mir einen Überblick über meine handvoll Depotpositionen zu verschaffen.

    Insbesondere hätte ich gern eine Übersicht gehabt, aus der sich die steuerliche Belastung bei (Teil-)verkäufen ergibt. Dazu wäre es sinnvoll, den Einstandskurs, Teilverkäufe, Vorabpauschalen etc. zu kennen. Leider musste ich feststellen, dass meine Unterlagen Lücken aufweisen - sicherlich auch, weil ich eine Phase hatte, in der ich gern die Sonderzinsen aufs Tagesgeld mitgenommen habe, die es im Gegenzug für einen Depotübertrag gab. Dabei hat die ein oder andere Position mehrfach ihre Heimat gewechselt hat. - Jetzt muss ich feststellen, dass ich nicht mehr von jedem Umsatz eine Unterlage habe.

    Ich hoffe, dass mir meine Bank, die fehlenden Anschaffungsdaten zukommen lässt.

    Nichtsdestotrotz bin ich angefangen, mir in Excel ein Journal aufzubauen. Der Knaller sind dabei, von 2014 an laufende VL-ETF-Sparverträge, in die jeden Monat die VL eingezahlt wird. Da habe ich es bald mit 150 Umsätzen in einer Wertpapierposition zu tun.

    Nutzt ihr dafür was besseres als Excel?

    Vielen Dank für Euren Input

    Du schreibst, du seist „stolzer“ Besitzer dieser Positionen

    Das hast Du schon ganz richtig verstanden und die Anführungszeichen richtig gesetzt.

    Ich hinterfrage in den letzten Wochen erstmals Depotpositionen, die ich schon ewig im Bestand habe. Auslöser ist, dass ich mich erstmals mit Vermögensverzehr beschäftige. Ich fand die Position aufgrund ihrer Steuerfreiheit immer ganz charmant, aber wie Du richtig schreibst, sollte das allein kein Grund, den Fonds dauerhaft zu halten.

    Konkret handelt es sich um den Aktienfonds DWS Investa. Inklusive der Ausschüttungen hat der seit dem fiktiven Verkauf am 01.01.2018 rund 3,8% p.a. erwirtschaftet. Da brauche ich gar nicht auf den MSCI World zu schielen. Im gleichen Zeitraum hat bspw. ein Arero fast 6% p.a. geschafft.

    Insofern ist der Investa wohl zum Abschuss freigegeben.

    Die werden automatisch verkauft. Falls es irgendwo im Onlinebanking einen Ordermanager gibt, müssten die als offene Position drin stehen.

    Nachdem das Onlinebanking der DKB wieder erreichbar ist, konnte ich nachsehen. An der Position steht: Sperre bis 26.06.2026, Grund: offener Immobilienfonds

    Das ist so ein Fall, bei dem ich mich mit dem Begriff der "Rentenlücke" schwertue. Spontan hätte ich gesagt, die Dame ist doch gut versorgt, wenn sie tatsächlich bis 67 durchhält.

    Aber rechnen wir mal nach... Da wir die Zukunft nicht kennen, müssen wir ein paar Annahmen treffen. Um es etwas einfacher zu machen, gehe ich davon aus, dass unser Steuer- und Sozialversicherungssystem sich nicht grundsätzlich verändert (steuerliche Freibeträge/Pauschalen/Parameter zur Berechnung der Einkommenssteuer etc. werden nach und nach an die Inflation angepasst; der Arbeitnehmeranteil an den Sozialversicherungsbeiträgen für KV/PV wird bis dahin auf 12% ansteigen. Mit dem Sparvertrag erwirtschaftet die Dame eine Rendite von konservativen 2,5% oberhalb der Inflation. Das ermöglicht uns, das ganze grob in den Preisen von heute zu rechnen.

    Sie kann heute über 3.400€ frei verfügen (Nettoeinkommen abzgl. Sparrate)

    Mit 67 erhält sie 2.500 Rente brutto. Davon gehen 300€ (12%) Sozialversicherungsbeiträge ab. Von der Betriebsrente (600€) sind rund 200€ sozialabgabenfrei. Dafür gehen von den verbleibenden 400€ 24% Sozialabgaben ab (rund 100€).

    Außerdem werden Steuern fällig

    Altersrente30.00012 x 2.500
    Betriebsrente7.20012x600
    abzgl. Vorsorgeaufwendungen./. 4.800Beiträge zu KV/PV
    abzgl. Rentenfreibetrag (6% bei Renteneintritt in 2046)./. 1.8006% x 30.000
    zu versteuerndes Einkommen30.600
    Einkommenssteuer./. 4.474Laut Tarif 2025
    Grenzsteuer 28,62%

    Der Sparvertrag ist in 21 Jahren mit Überrendite von 2,5% auf rund 134.000€ angewachsen. Laut Entnahmerechner kann man damit (bei ebenfalls 2,5% Überrendite) die nächsten 33 Jahre (bis 100) monatlich knapp 500€ entnehmen. Der Einfachheit halber gehe ich mal davon aus, dass die Hälfte davon aus Kursgewinnen besteht, also der Abgeltungssteuer unterworfen ist. Aufs Jahr hochgerechnet, sind also noch 3.000€ daraus zu versteuern.

    Kapitalerträge3.000
    abzgl. Sparerpauschbetrag./. 1000
    zu versteuern mit AgSt2000
    Abgeltungssteuer./. 500

    Damit ergibt sich

    Altersrente30.000
    Betriebsrente7.200
    abzgl. Sozialabgaben./. 4.800
    abzgl. Steuer./. 4.474
    Sparplan6.000
    Abgeltungssteuer./. 500
    frei verfügbares Einkommen pro Jahr33.426
    frei verfügbares Einkommen pro Monat2.785

    ...wohlgemerkt in den Preisen von heute. Die vielbeschworenen 80% des Netto-Einkommens werden somit erreicht. Ob es 80% des *letzten* Nettoeinkommens sind, hängt davon ab, wie sich die erwarteten Gehaltssteigerungen in Relation zur Inflation der nächsten 21 Jahre entwickelt.

    Hallo zusammen,

    unser Sohn hat im Zuge der vorweggenommenen Erbfolge von seinen Großeltern Anteile an einem offenen Immobilienfonds übertragen bekommen. - Da er noch minderjährig ist, hatte ich den Fonds anschließend in seinem Namen gekündigt. Mitte nächsten Jahres müssten Halte- und Kündigungsfrist abgelaufen sein. Weiß dann jemand, wie das Prozedere dann weitergeht? - Werden die Anteile dann von seiner Bank automatisch verkauft oder muss ich mich innerhalb einer gewissen Frist dann nochmal in Erinnerung bringen?

    Viele Dank

    Hallo zusammen,

    ich bin stolzer Besitzer einer Depotposition (Aktienfonds), die ich meiner dunklen Erinnerung nach im wesentlichen in den 90ern aufgebaut haben muss.

    2015 habe ich geheiratet und mit meiner Frau ein Gemeinschaftsdepot eröffnet, in das ich die Position eingebracht habe.

    Kann ich davon ausgehen, dass bei Verkauf die Kursgewinne von vor 2018 weiterhin steuerfrei und die von nach 2017 unter Anrechnung des persönlichen Freibetrags von 100K pro Person ebenfalls steuerfrei sind? - Oder ist das nach dem "Eigentümerwechsel" in 2015 hinfällig?

    Zusatzfrage zum ähnlichen Sachverhalt: Unser Sohn hat von seinen Großeltern ebenfalls eine Altbestandposition (Immobilienfonds) von vor 2000 im Zuge der vorweggenommenen Erbschaft übertragen bekommen. Gilt dort auch die Altbestandsregelung? - Alle Kursgewinne bis 2017 steuerfrei und danach unter Anrechnung des 100K-Freibetrags unseres Sohnes?

    Vielen Dank für Eure Hinweise!

    Ich nehme an, dass es sich bei dem "Bauriestervertrag" um einen Bausparvertrag handelt?

    Zitat

    Was passiert, wenn Du den Vertrag nicht für die Immobilie nutzt?

    Wenn Du den Vertrag nicht für die Immobilie nutzt, kannst Du zwar bis zur Rente weiter Beiträge einzahlen. Allerdings musst Du das Guthaben dann zu Beginn der Auszahlungsphase in eine Rentenversicherung überführen. Der Riester-Bausparvertrag war dann aber nicht die passende Wahl, denn im Vergleich zu anderen Riester-Verträgen hat er hohe Abschlusskosten und eine niedrige Verzinsung.

    Quelle: Finanztip

    Insofern wüsste ich nicht, warum nicht auch eine Kleinbetragsrente in Frage kommen sollte. Das heißt, falls der sich ergebende monatliche Rentenbetrag unter 37,45€ (Stand: 2025) liegt, kann das Kapital in einer Summe (unter Abzug der Steuern) ausgezahlt werden.

    Ich würde daher nicht mehr zu viel Ehrgeiz bei der weiteren Besparung des Vertrags entwickeln. Sonst reißt Du womöglich noch bis dahin die Grenze von 37,45€.

    Zitat

    "Für bestehende, auch stillgelegte Riester-Verträge sollte die Möglichkeit eröffnet werden, sie in das Vorsorgedepot zu überführen, ohne dass dies im Hinblick auf bereits gewährte Zulagen schädlich ist. Eine solche Überführung würde zur Vereinfachung der Vorsorgelandschaft beitragen und die Akzeptanz der Reform bei den Versicherten erhöhen."

    Zitat

    Entscheidungen über die Auszahlungsmodalitäten
    erfolgen erst bei Renteneintritt. Eine hohe Flexibilität statt einer verpflichtenden Verrentung
    ermöglicht eine Kombination aus größeren Teilauszahlungen und monatlichen Zahlungen.
    Im Vorsorgedepot wird Vermögen mit individuellen Eigentumsansprüchen angespart, das, sofern nicht vollständig verrentet, auch vererbt werden kann.

    Quelle: Sachverständigenrat Wirtschaft https://share.google/T7JeMrd8Botuu2J0G

    Ich habe hier einen Riester-Banksparplan, an dem die Sparkasse wahrscheinlich nur noch was verdienen kann, wenn der in die Verrentung überführt wird.

    Vor dem Hintergrund glaube ich kaum, dass die hehren Ideen des Sachverständigenrats ausreichend Gehör finden werden.

    Vermutlich wird es so kommen, dass man die bestehenden Riesterverträge zu gleichen Konditionen ins "Vorsorgedepot" übernimmt, es einen anderen Namen bekommt und das wars dann. Jedwede Verbesserung für den Sparer wird die Finanzlobby zu verhindern wissen.

    Was denkt ihr?

    Ich hab mal eine Anfrage bei der Zulagenstelle gestellt. Bin mal gespannt, wie gut meine Aufzeichnungen sind.

    Ich komme auf:

    Steuererstattungen

    5.830,57

    Grundzulage

    1.467,67

    Kinderzulage

    178,48

    Die Auskunft von der Zulagenstelle ist da:

    Steuerstattungen

    4.791,53

    Zulagen

    1.646,15

    Für die Jahre 2010 und 2016 hat die Zulagenstelle interessanterweise keine Steuermäßigung gespeichert. Ich gehe zwar davon aus, dass das ein Fehler ist, da in meinen Steuerbescheiden aus den Jahren was anderes steht, aber ich werde mich nicht beschweren