Beiträge von blayfex

    Ich denke bei diesem Vorschlag ist auch viel Parteitaktik dabei und deswegen denke ich nicht dass das so kommt. Selbst ich als Laie sehe schon dass so eine Änderung nicht so problemlos und einfach umgesetzt werden kann. Da gibt es z.B. jene die Privatversichert sind, d.h. hier ist schon fraglich ob diese Personen eine zusätzliche Abgabe für die gesetzliche KV zahlen müssen. Wenn nicht, dann sind die Gutverdiener schon mal außen vor, oder es wird mehr Leute geben die in die PKV wechseln. Und damit fällt dann schon ein sehr großer Teil der Leute weg, die wirklich in nennenswerten Umfang Kapitalanlegen haben. Übrig bleibt dann nur der angestellte Arbeiter, Ingenieur, ... der mit fleißigem Sparen etwas Geld auf die Seite gelegt hat.

    Man darf nur nicht vergessen, dass die PKV Mitglieder für Ihre Kinder auch Beiträge zahlen und damit in Summe meist mehr, als in die GKV.

    Sollte man darüber auch diskutieren?

    Heißt das, dass du gegen eine Verbeitragung von allen Einkunftsarten bist? Oder nur gegen die Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze?

    Indem man beides einführt, wie von mir vorgeschlagen, könnte man erreichen, dass die Beitragssätze ein ganzes Stück niedriger ausfallen werden. Beim Geringverdiener oder Klein-Rentner bleibt dann mehr netto übrig und dem Gutverdiener mit hohen Nebeneinkünften tut es nicht sonderlich weh.

    Ich sehe keinen Grund für weitere Verbeitragungen, da dann juristische Personen bzw. deren Gesellschafter noch mehr bestraft werden.

    Ich würde an dem bestehenden System erst einmal nichts ändern (außer Schlupflöcher stopfen).

    Das hat für mich aber eine ganzheitliche Betrachtung mit allen Steuern.

    Um es zu konkretisieren (aber nur um ein paar Beispiele zu nennen):

    Ich würde das Land umfassend reformieren, dass es eine einheitliche Gesetzeslage gibt, Länderübergreifend. Das würde wahrscheinlich schon richtig Geld in die Kasse bringen, da unnötige Bürokratie entfällt und entsprechende Personen dann nicht von uns gefüttert sondern in der Realwirtschaft tätig sein müssten (= mehr Beiträge).

    Es ist doch inzwischen absurd, dass wir "ein Deutschland" sein wollen, aber jedes Land sein eigenes Süppchen kocht. Und unser juristisches System ist hemmungslos überfordert.

    Die Mehrwertsteuer gehört vereinheitlicht. Es ist unnötige Bürokratie mit verschiedenen MwSt.-Sätzen zu arbeiten. Und der Endverbraucher bekommt davon eh nichts mit. Das würde Betrug vermeiden und auch wieder viele Fake-Arbeitsplätze sparen.

    Alleine meine genannten Punkte würden mit Sicherheit einen solchen Überschuss produzieren, dass wir die KV-Beiträge senken könnten (d.h. natürlich nicht, dass man nicht parallel über weitere Verbesserungen der KV diskutieren sollte).

    Ich lass es an dieser Stelle mit Beispielen, ich wollte nur nochmal deutlich aufzeigen, dass ich kein Einnahmenproblem sehe, sondern ein Bürokratie- und Ausgabenproblem. Und durch unsere unnötig komplexe Strukturen stehen Korruption Tür und Angel offen. Frag jeden Juristen, der in diesem Bereich tiefer tätig ist: Es gibt kaum ein Land, was so attraktiv für (intelligente) Kriminelle ist wie Deutschland, weil wir so dermaßen komplex und träge sind.

    Die Grundidee der Vereinheitlichen/Grundversorung finde ich auch richtig und viele Deiner genannten Punkte (Kassengestell etc.). Auch die Pension gehört abgeschafft. Für diese gibt es absolut kein einziges Argument - erst Recht nicht in dieser Höhe - aber gut, darum ging es jetzt nicht.

    Schlupflöcher wie MidiJob als Privatier gehören abgeschafft, aber das ist was Anderes (das ist ein Gestaltungsmissbrauch und nicht Sinn der Sache).

    Aber an der Beitragsbemessung sehe ich keinen großen Änderungsbedarf. Es ist ja nicht so, dass der Krankenkasse "viel" fehlt. Und wenn mal alle Beamten brav einzahlen würden, dann ist wahrscheinlich gar nichts notwendig auf der Einnahmenseite, erst Recht nicht, wenn man den Arbeitsmarkt stärken würde.

    D.h., wenn es Deutschland schaffen würde, mehr qualifizierte Menschen in den Arbeitsmarkt zu bringen (Thema Bildung) und Unternehmen attraktivere Dasseinberechtigung geben würde (Thema Bürokratie / Steuern) und diese nicht zum Aufgeben/Wegziehen bewegt. Dann gebe es automatisch mehr Menschen die Beiträge zahlen und auch mehr davon die im mittleren/oberen Bereich einzahlen.

    Ich verstehe nicht, warum Du das so negativ darstellst. sam51 hat doch den Großteil des Beitrags sachlich und nachvollziehbar argumentiert. Argumentiere Du doch sachliche dagegen, wenn er Deiner Meinung nach falsch liegt. Das würde mich nämlich interessieren.

    In der Tat gibt es genug solcher (auf den ersten Blick wirkende) Projekt, wo man sich fragt, ob diese Geldern im Land nicht besser angelegt werden.

    Analogie:

    Mit meinem Gehalt (Steuerneinnahmen) bezahle ich meine Miete (Bedienstete, Schulden), Versicherungen (Krankenkasse, Rente etc.), Essen, Trinken, Urlaub, Kleidung etc (letztere genannten, welche teilweise oder ganz Konsum darstellen, da kann ich jederzeit variieren).

    Erst wenn ich weiß, dass ich überlebe, dann kann ich etwas Spenden. Beim Konsum, kann ich auch mal verzichten, um etwas Gutes zu tun (Gemeinnützige Projekte im Ausland z.B.).

    Aber ich kenne keinen Menschen, welcher seine fixen Ausgaben für Kreditrate / Miete / Beiträge absichtlich gefährdet nur um zu Spenden und erst Recht nicht in der Art (wie es fast nur der Bund kann) sich trotz rückständiger Raten/Mieten/Beiträge weitere Schulden produziert. Da gehört doch Peter Zwegat eingeschaltet ^^

    Und wenn diese Person sogar jeden Tag rumjammert auf höchsten Niveau, dass kein Geld für die Miete und Essen da ist, aber gleichzeitig jede verdienten Euro spendet, dann passt das einfach nicht.

    Heißt: Wenn das Thema Altersarmut etc. nicht existieren würde bzw. die Politik nicht jeden Tag darüber disktutieren würde, dass das Land finanzielle Probleme hat (was aber nicht an den Einnahmen liegt), dann würden solche Projekte doch gar nicht (so) negativ aufstoßen, oder?

    Und auch wenn hier und da ein Millönchen, gemessen am Haushalt, nicht viel sind: Kleinvieh macht auch Mist (1h länger Arbeiten sollen wir ja schließlich auch mit großer Wirkung :thumbup:) . Wobei ich so spannende Projekte wie das Gorch Fock Desaster nicht als klein bezeichnen würde.

    Das geht eazy über Tabak, Alkoholsteuer und co. Gerade wurde die Mehrwertsteuer für kleine Familienunternehmen wie Mcdonalds und co gesenkt hmmmm

    Easy weiß ich nicht. Ich kenne genug, sehr vitale sportliche Menschen, die auch rauchen oder gerne mal einen Trinken.

    Daneben dann den nichtrauchenden nur Energydrinks schlürfenden 120 kg Chips-/Gummibärchenpanzer als gesünder hinzustellen halte ich für den falschen Weg.

    Wenn jemand jeden Tag Morgens und Abends Rohkost ist und sich dafür Mittags das BigMc Menü reinzieht, kann das fernab von ungesund sein. Ich kenne sogar so jemanden, allerdings nicht BigMc sondern überwiegend Döner. Da würde keiner gesundheitliche / krankenkassenbeitragsschädliche Feststellungen machen.

    Deinen Ansatz kann ich aber nachvollziehen.

    Mit genug Kontrolle ginge das, aber wie gesagt, eben jene würde in einer unendlichen Bürokratie ausufern.

    Und nein, eine Alternative habe ich auch nicht außer höhere Steuereinnahmen des Staates und zu versuchen die Kosten im Gesundheitssystem zu senken/begrenzen.

    Es muss auf jeden Fall erlaubt sein darüber zu diskutieren. Leider ist aber unsere Gesprächskultur derart verkommen, dass man sofort in eine radikale Ecke gestellt wird, insbesondere wenn es um moralisch/ethische Themen geht.

    Wie ich das Gesundheitssystem entlasten würde:

    Ganz oben: Der Bund könnte endlich mal die vollen Beiträge für die Bürgergeldempfänger zahlen und nicht nur 1/3 oder was es war.

    Aktuell werden Leute bestraft, welche ihre Angehörigen zu Hause pflegen, anstatt Sie ins Heim zu geben (Pflegegeld z.B.). Das Pflegegeld zu erhöhen würde die Kassen mehr belasten, aber es könnte ein Anreiz geschaffen werden, um dieses Ungleichgewicht auszugleichen oder sogar zu belohnen. Dazu könnte die Einkommensteuer für den Pflegezeitraum stark gesenkt werden oder der Steuerfreibetrag auf 40k hochgesetzt oder, oder. Möglichst einfach.

    Es sollte eine ernsthafte Debatte darüber geführt werden dürfen, ob die Krankenkasse nicht zu verstaatlichen und in einer einzigen Kasse zusammengeführt werden sollten (private fallen damit natürlich weg) - ein Wettbewerb findet nämlich aktuell nicht wirklich statt - alleine schon aufgrund der Wartezeiten. Ich habe da noch keine abschließende Meinung, könnte mir hier aber ein Einsparpotential vorstellen.

    Auch die Preise für Medikamente und Pflegeprodukte sind dermaßen überzogen. Gerne mal die Preise der Pflegehilfstmittel mit den tatsächlichen EK Preisen vergleichen. Bei den Pharmazeutika ist das schon schwieriger, da bekommt man Informationen nur über Vitamin B.

    Es gab schon anfängliche Debatten darüber, ob ungesund lebende Menschen mehr zahlen müssen als gesunde. Es scheitert schon alleine an der Überprüfung (Bürokratie pur) und den Kriterien, wer gesund lebt und wer nicht - das kann nur schwer bestimmen. Aber im Grundsatz find ich den Gedanken nicht verkehrt und aufbauend darauf vielleicht Maßnahmen zu ergreifen wäre ein Ansatz.

    Es widerspricht zwar irgendwie meinem Gedanken einer Solidargemeinschaft, aber vielleicht müsste auch darüber geredet werden, ob Unfälle aus bestimmten Hobbys nicht privat gezahlt werden müssen (bzw. über Sonderversicherungen laufen, die dann halt teuer sind). Schwierig wird da natürlich die Abgrenzung, was über ein "normales" Maß hinausgeht - aber mal darüber zu reden, warum z.B. manche Sportarten/Hobbys über die normale GKV abgedeckt sind, sollte zumindest erlaubt sein. Auch hier habe ich persönlich keine abschließende Meinung und tendiere auch eher zum Solidaritätsprinzip, aber vielleicht sind doch Änderungen notwendig.

    Ich hab noch einige Gedanken mehr, aber lasse es an dieser Stelle mal gut sein.

    Das ist eine Aussage, die ich auch immer wieder im Kopf habe. Warum schaut man nicht mal "über den Tellerrand", also in andere Länder, was die gut machen und was bei uns schlecht läuft. Und die Politiker sollten dann auch wirklich mal ihre Worte in Taten umsetzen, also nicht nur sagen, dass es "keine Denkverbote" geben darf. Sie sollten dann auch mal Ideen auf den Tisch legen, die zeigen, dass man keine Denkverbote hat. Also richtige Reformvorschläge!

    Das ist vollkommen richtig. Man muss es aber natürlich immer im Gesamten betrachten. Manche Dinge funktionieren in andern Ländern schlicht besser, weil sie z.B. Bodenschätze haben oder auch andere Besteuerung.

    Ungarn hat z.B. einer der einfachen Steuersysteme der EU. Was alleine der einheitliche Steuersatz auf die Einkommenssteuer für eine Vereinfachung darstellt, das wäre eine Gefahr für die deutschen Beamten und auch Steuerberater. Die Debatte über den Vorteil eines progressiven Steuersystems möchte ich hier nicht führen, mir ging es bei dem Beispiel nur um ein schlankes System (was aber natürlich auch seine Nachteile mit sich bringt).

    Aber das Leitbild sollte eigentlich immer sein, dass ein halbwegs gebildeter Bürger in der Lage sein sollte, sich selber vor Gericht zu vertreten und seine Steuererklärung zu machen (und zu verstehen). Beides schaffen inzwischen nicht mal mehr die Spezialisten bzw. benötigt es sogar oft schon deren Weiterentwicklung: die spezialisierten Spezialisten :D

    Auch das ausfüllen des Rentenbescheids schafft kein normaler Rentner mehr. Das kann doch nicht sein.

    Meiner Meinung nach sollten auf beiden Seiten Verbesserungen eingeführt werden: auf der Eingaben- und Ausgabenseite.

    Verbesserungen auf jeden Fall. Leuten egal mit bisschen, mittel oder sehr reich noch mehr wegzunehmen finde ich grotest in Anbetracht der deutschen Steuereinnahmen.

    Es klingt immer so leicht. Aber warum nicht den anstrengenden Weg bestreiten und das Land attraktiver für die Unternehmen und damit auch Mitarbeitern Menschen, die einen echten Mehrwert liefern, gestalten? Oft ist der leichte Weg nicht der richtige...

    Es ist doch absolut irre, dass ein Unternehmer, selbst bei der kleinsten GmbH, kaum in der Lage ist, seine eigene Buchhaltung korrekt zu führen. Buch z.B. mal Baulohn, das verweigern inzwischen selbst viele externe Dienstleister, weil es sehr komplex ist.

    Für mich gehören Entbürokratisierung für alle und Entlastung der KMU ganz nach oben, um dieses Land zu retten. Dann würden viele Jobs im öffentlchen Dienst entfallen und diese Menschen müssten in der Realwirtschaft arbeiten und würden zu aktiven Steuerzahlern werden.

    Denn ein attraktives Land, dass Leistung belohnt und Innovation nicht verhindert, lockt auch fähige Menschen an.

    Eine Verstaatlichung und/oder Vereinheitlichung der Krankenkasse finde ich grundsätzlich zwar gut (genau wie die andere kritische Bereiche wie z.B. Energie), aber natürlich müsste eine Vorkehrung getroffen werden, um den (nicht falschen) Gegenargumenten wie das Thema Wettwerb z.B. gerecht zu werden. Beispielsweise dadurch, dass nur Unternehmer aus der Realwirtschaft mit 25+ Jahren Erfahrung in den Führungsetagen einzug finden können.

    Natürlich müssen aber auch noch einige Schlupflöcher gestopft werden, wie ich auch schon in #116 exemplarisch aufgezeigt habe.

    Sowas wie Home BIAS oder Recency BIAS

    Ich habe nirgends geschrieben, dass dies meine einzige Quelle der Überzeugung ist. Ich bilde mir meine Meinung sicherlich nicht auf Grundlager einer einzelnen Aussage. Aber er ist ein gutes Beispiel, wie Sachverhalte Laienfreundlich dargestellt werden können - ob sie falsch oder richtig sind, sei dahingestellt, wie Du schon sagst, bei manchen Thematiken ist die Datenlage einfach nicht ausreichend. Aber Herr Ganteför argumentiert zumindest vernünftig und deswegen hat der Mann meinen Respekt.

    Aber problematisch wird es dann, wenn dann Unwissenheit als Wahrheit verkauft wird (bzw. die eigentlich Wahrheit nur in Nebensätzen knapp verpackt wird, damit man sich rausreden kann im Zweifel). Z.B. wurde die Thematik Golfstrom gerne genutzt, um politisch Stimmung zu machen für die Umweltpolitk. Zumindest konnten die reißerischen Titelzeilen der Vergangenheit so aufgefasst werden, dass es eindeutig sei...hier sogar ziemlich aktuell:

    Studie: Die Atlantikströmung wankt, kippt und kollabiert
    In den nächsten Jahrzehnten kippt laut einer Studie das Meeresströmungssystem im Atlantik, zu dem der Golfstrom gehört. Einige Jahrzehnte darauf kollabiert es.
    klimareporter.de

    Es mag sich bewahrheiten, aber wie Du auch schon sagtest: Wissenschaftlich belegt ist es nicht. Aber der Titel und der Anreißer im Link vermitteln doch ein eindeutiges Bild.

    Das lächerliche Totschlagargument in solchen Situationen ist dann immer: "Aber was ist, wenn das Risiko doch real ist? Wir müssen alles tun um die Umwelt zu retten" Wer aktuell etwas dagegen sagt, wird sofort in die Ecke gestellt und ist politisch nicht wählbar. So weit sind wir leider gekommen.

    Wer mit so einer pessimistischen Einstellung durchs Leben schreitet, der sollte auch immer nach oben gucken, wenn er sich im Freien befindet, ob er nicht von einem Meteoriten erschlagen wird. Statistisch nicht unmöglich und sogar wahrscheinlicher, als vom Blitz getroffen zu werden.

    Sieht man auch schön am Weltweiten oder EU Vermögensvergleich. Die stärkste Wirtschaftskraft der EU liegt traurig weit hinten, was das pro Kopf-Vermögen betrifft.

    Mir fehlen in der Politik die Diskussionen ums Sparen. Da gäbe es doch so einige Themen, wodurch sehr schnell sehr viel Geld gespart werden könnte, aber die Politik möchte sich ja selber nicht abschaffen ;)

    In Deutschland gibt es keine offizielle Grenze für „reich“ oder „überreich“. „Reich“ wird in Studien oft ab etwa dem doppelten Medianeinkommen oder den obersten Vermögensprozenten angesetzt.

    Es ist auch ein sehr subjektiver Begriff.

    Wenn jemand in einem sehr hohen Vermögen aufgewachsen ist und der Privatjet zum alltäglichen Leben gehört, dann kann ich nachvollziehen, dass diese Person das als "normal" sieht und ich missgönne es auch nicht - im Gegenteil. Ich hoffe aber, dass derjenige versteht und weiß, dass dies nicht die Norm ist und alle anderen Gleich behandelt. Aus meiner Perspektive ist so jemand reich, ja. Und ich hoffe, dass er sehr viel konsumiert, weil das schafft viele Arbeitsplätze und Einnahmen für den Staat. :thumbup:

    Was soll schon überreich sein? Den Begriff finde ich Quatsch, weil es etwas negatives suggeriert (übertrieben). Und dabei geht es ja eher bei den ganzen Diskussionen, dass jemand ZU reich ist. Wenn jemand 100 Millionen im Jahr verdient, aber 99 davon verkonsumiert, dann mag das zwar ein opulentes Leben sein, aber was ist daran schlecht?

    Falsch ist für mich, wenn jemand viel Geld hat und damit bewusst versucht außerhalb der Gesetze zu Leben. Da würde ich eine negative Bezeichnung von Reich ansetzen.

    Dazu bedarf es aber auch nicht 500 Mio. auf dem Konto. Das können auch Kleinigkeiten sein (sieht man gerne in Großstädten): da parken dicke Autos gerne auf Behindertenparkplätzen, Zebrastreifen etc. frei nach dem Motto: "schlepp ihn doch ab, juckt mich nicht." Für solch ein Verhalten reichen auch 1 Mio (oder gar weniger, kommt aufs Auto an ;-)). Es ist also Individuell.

    Und es macht für mich auch einen Unterschied, ob ein Unternehmen versucht bisschen Steuern zu sparen oder ob Konzerne/Familienunternehmen bewusst Grauzonen (oder legale Konstrukte) ausnutzen um GAR keine Steuer zu zahlen - in dieser Sphäre agieren halt weniger die KMU, welche aber meist die Leidtragenden der politischen Handlungen sind.

    Das man dort einen Riegel vorschieben möchte, das unterstütze ich. Denn nur weil etwas möglich ist, sollte man es nicht umbedingt tun. Genau das gleiche bei Inhaber großer Vermögen, die dann per Midi-/Minijob sich günstig die GKV leisten.

    Aber Hand aufs Herz, wieviele Leute füllen die Einkommenssteuererklärung zu 100% juristisch korrekt aus? Ist man deswegen ein Steuerhinterzieher? Juristisch ist die Sache eindeutig, gesellschaftlich würde da wahrscheinlich nicht so die große Moralkeule geschwungen werden.

    Und das klang jetzt richtiger, was der Prof. dir erzählt hat?

    Für mich persönlich ja.

    Dazu mag aber auch beitragen, dass ich mich mit seiner Person beschäftigt habe und finde, dass er sachlich nachvollziehbar (auch für Laien), interessant und mit einem gewissen Humor argumentiert, aber vor allem mit Respekt (er betreibt kein lächerliches "Bashing", was andere gerne machen). Dabei rede ich explizit nicht nur von diesem Video, sondern aufgrund aller Videos, welche ich von Ihm gesehen habe und die meisten behandeln das Thema Physik und nicht Politik/Klima.

    Das muss nicht heißen, dass ich in allen Punkten mit ihm übereinstimme, jedoch schätze ich sehr, dass er ein Sprachkultur wahrt, welche in der neuen Generation und auch vielen anderen gänzlich verloren gegangen ist.

    Sieh Dir doch das ganze Video in Ruhe an und verschaff Dir einen Überblick über seine Person. Ob Du mich dann besser nachvollziehen kannst, weiß ich natürlich nicht. Eine verschwendete Lebenszeit sind seine Videos sicherlich nicht.

    Bitcoin ist immer noch sehr jung, was man bspw. an der Marktkapitalisierung von Bitcoin vs. Gold schön ablesen kann:

    Es ist immer alles möglich, aber glaubst Du persönlich, dass BTC nochmals Sprünge von 300%+/a hinlegt wie in der Vergangenheit? Oder siehst Du inzwischen eher ein jährliches Wachstum von beispielsweise 10-20% als das mögliche Optimum - sprich, das größte Wachstum hat BTC hinter sich und jetzt geht es "nur" noch langsam/normal bergauf?

    Es wäre im Einzelfall noch die Frage, ob und ab wann in einer umwelttechnischen Gesamtbilanz ein solches neues Monster-SUV mit einem Leergewicht von ca. 2,5 Tonnen aufwärts einen durchschnittlichen am Leben gehaltenen Gebrauchtwagen schlägt sprich die "Umwelt schont".

    Dazu z.B.:

    Haben E-Autos eine bessere CO2-Bilanz als Verbrenner?
    Was ist sauberer: Diese/Benziner lange fahren oder E-Auto kaufen? Eine neue Studie liefert die Antwort. Berechnungen zur CO2-Bilanz von E-Autos!
    www.autobild.de

    Das Problem sehe ich in der Datenlage - traue keiner Studie, welche Du nicht selber gefälscht hast.

    Bei solchen Berechnungen gibt es unzählige Variablen zu denen dann großteilig (sinnvolle) Annahmen getroffen werden müssen. Dies sieht man auch in den Gesamtbilanzberechnungen von Erneuerbaren vs. Atomkraft, wo seit einiger Zeit klar dargestellt wird, dass Atomstrom viel teurer sei als Windkraft/PV. Ich will nicht sagen, dass diese falsch sind, nur fällt es mir schwer, diese "stumpf" zu glauben, da diese Beiträge auch zum Großteil von Seiten stammen, welche pro Erneuerbare sind. Da schwimmt immer ein Geschmäckle mit.

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    Es ist sehr lange (aber sehenswert) und ich erinner mich nicht mehr, an welcher Stelle Herr Ganteför genau darüber spricht, aber er zeigt auf, wo eine Modellrechnung (es geht um den Golfstrom) schlichtweg falsch ist und dies von einem Laien nicht prüfbar ist - es klingt halt richtig, weil die Studie von Fachleuten erstellt wurde.

    Ich teile aber Deine Meinung, auch wenn ich es zugegeben nicht hinreichend begründen kann außer mit gesundem Menschenverstand bzw. Bauchgefühl.

    Sorry für den Off-Topic Beitrag.

    Da der Gesamthaushalt von dem gesamten öffentlichen Dienst rund zur Hälfte aufgefressen wird, wüsste ich, wo ich ansetzen würde es zu holen…

    Aber wo kämen wir denn hin, wenn die Deutschen durchschnittlich nur bis August für den Staat arbeiten….da sind noch ein paar Monate Puffer :).

    Immerhin war der Bund so nett, und lässt den Steuerzahler der Realwirtschaft noch 2/3 der KV-Beiträge der Bürgergeldempfänger dazuerwirtschaften in Form von höherer KV-Beiträge, damit sie nicht noch mehr Abgaben fordern müssen.

    Ich kann so gar nicht nachvollziehen, wie ein Steuerzahler weitere Abgaben auch nur ansatzweise gut heißen kann…

    Es gibt wenige Konstrukte, welche ausgehebelt gehören z.B. Hohe Einkünfte über Aktiendepots beziehen, sich aber dann per Mini-/Midi Job billig in die GKV einkaufen - aber die Anzahl solcher duerfte nicht wirklich ins Gewicht fallen. Sehr beliebt bei Frugalisten (bescheuertes Wort) - ich finde es eher Parasitär..

    Vielleicht eine Monarchie mit einem KI-König?

    Der deutsche Haushalt hätte von heute auf morgen 500 Milliarden mehr Budget.

    Rente? Check. Krankenkasse? Check.

    Werden wir von Robotern alle entsorgt? Möglich, aber viel schlimmer als jetzt kann’s kaum werden :D

    Mitreden wollen, ohne verstanden zu haben, dass er das Auto ohne Kredit bezahlen kann ... kannst du schon machen blayfex , dann stehst du aber genau so schlau da wie der TE... :)

    Irgendwie scheinst Du nicht begriffen zu haben, worum es überhaupt geht.

    Der TE kann das Auto aber bar bezahlen. Er will den Kredit für nichts aufnehmen.

    Den Beitrag #115 von EgonO und Schwachzocker Antwort drauf reichen als Hinweis für meinen Beitrag.

    Der Ursprungsbeitrag wurde doch hinreichend diskutiert mit vielen sachdienlichen Hinweisen und auch objektiv betrachteten Tatsachen, was die günstigste Lösung ist. Das ist dem TE sicher auch bewusst (geworden). Er scheint sich aber damit nicht umbedingt wohl zu fühlen. Ist er damit „unintelligent“? Wer das nur bejahen kann, sollte imho dringend mal Abstand zu Exceltabellen, Wirtschaftsnachrichten und dem Internet gewinnen und mehr Zeit mit der Familie und Freuden verbringen sich generell mehr sozial Engagieren - die Kirche wäre hier auch ein gute Anlaufstelle.

    Die menschlichen Komponente scheinen manchen ein Fremdwort zu sein. Und nur weil etwas wirtschaftlich schlechter sein mag, heißt das noch lange nicht, dass es für den Betroffenen nicht die Beste Lösung ist. Das verstehen manchen einfach nur nicht, weil Ihnen die notwendige emotionale Intelligenz fehlt.

    Und auch in einem Finanzforum sind Menschen, weswegen emotionale Komponenten bei einer Gesamtlösung nie außer Acht gelassen werden sollten.

    Intelligenz!

    Der wichtigere Part der Intelligenz ist bei Dir scheinbar leider bei Null. Eine KI kannst Du auch nicht sein, selbst die zeigt mehr EI. Bist Du ein binäre Finanzidentität :D?

    Wir sind hier nun einmal in einem Finanzforum.

    Es ist zu erwarten, dass die überwiegende Mehrheit Ratschläge gibt wie man es aus finanzieller Sicht besser machen sollte.


    Aber auch hier macht der Ton die Musik. Es ist ein Unterschied neutral aufzuzeigen, dass es wirtschaftlich bessere Wege gibt, als oberlehrerhaft zu behaupten, was richtig und falsch ist.

    Sich ein Auto zu finanzieren, auch wenn man es nicht bar bezahlen kann, mag risikoreicher sein, aber sicher nicht dumm. Sich der möglichen Konsequenzen bewusst zu sein, darum geht’s.
    Sonst wäre jeder Hauskäufer, der das Haus nicht bar bezahlen kann, auch dumm.

    Ein paar Fragen fallen mir da ein:


    1) Gehört das Grundstück dem Vater privat?

    2) Wer hat das Gebäude gebaut?

    3) Wie ist der zeitliche Horizont der Schenkung? Wie alt sind Vater und Kinder?

    4) Warum unbedingt Teilung?

    5) Was ist der Wert des Grundstücks (einschl. Gebäude)?

    6) Wie ist das Verhältnis der Kinder zueinander?

    7) ist das ein „normaler“ Steuerberater oder einer der spezialisiert ist auf Erbschafts- und Schenkungssteuer?

    8) Wurden in den letzten 10 Jahren schon Freibeträge genutzt?

    9) Was ist mit der Ehefrau? Bleibt außen vor oder kann diese nicht mit eingebunden werde bei einer 10+ jährigen Überlegung?