Es gibt auch bittere Wahrheiten in Deutschland auf die man nicht wieder sofort reflexartig reagieren muss:
Ungefähr die Hälfte der Erwachsenen hat GAR NICHTS an Vermögen.
Ein weiterer bedeutender Teil der Erwachsenen lebt zumindest so in den Tag hinein, das so eine Art „Notgroschen“ da ist. Mehr bleibt aber aufgrund der Umstände und der Art der Lebensführung (ganz heikles Thema) nicht übrig.
Da läufts quasi nichts mit Altersvorsorge.
Mit etwas „Glück“ wird denen von der Finanzindustrie in Gestalt der Kreissparkassen, Volksbanken und Finanzvertriebe Geld aus der Tasche gezogen, das später Gebühren - und Inflationsgeschädigt zum Rentenbeginn als Nasenwasser wieder auftaucht.
Belastet werden durch alle Ideen immer nur die, die irgendwas haben.
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Sieht man auch schön am Weltweiten oder EU Vermögensvergleich. Die stärkste Wirtschaftskraft der EU liegt traurig weit hinten, was das pro Kopf-Vermögen betrifft.
Mir fehlen in der Politik die Diskussionen ums Sparen. Da gäbe es doch so einige Themen, wodurch sehr schnell sehr viel Geld gespart werden könnte, aber die Politik möchte sich ja selber nicht abschaffen 
In Deutschland gibt es keine offizielle Grenze für „reich“ oder „überreich“. „Reich“ wird in Studien oft ab etwa dem doppelten Medianeinkommen oder den obersten Vermögensprozenten angesetzt.
Es ist auch ein sehr subjektiver Begriff.
Wenn jemand in einem sehr hohen Vermögen aufgewachsen ist und der Privatjet zum alltäglichen Leben gehört, dann kann ich nachvollziehen, dass diese Person das als "normal" sieht und ich missgönne es auch nicht - im Gegenteil. Ich hoffe aber, dass derjenige versteht und weiß, dass dies nicht die Norm ist und alle anderen Gleich behandelt. Aus meiner Perspektive ist so jemand reich, ja. Und ich hoffe, dass er sehr viel konsumiert, weil das schafft viele Arbeitsplätze und Einnahmen für den Staat. 
Was soll schon überreich sein? Den Begriff finde ich Quatsch, weil es etwas negatives suggeriert (übertrieben). Und dabei geht es ja eher bei den ganzen Diskussionen, dass jemand ZU reich ist. Wenn jemand 100 Millionen im Jahr verdient, aber 99 davon verkonsumiert, dann mag das zwar ein opulentes Leben sein, aber was ist daran schlecht?
Falsch ist für mich, wenn jemand viel Geld hat und damit bewusst versucht außerhalb der Gesetze zu Leben. Da würde ich eine negative Bezeichnung von Reich ansetzen.
Dazu bedarf es aber auch nicht 500 Mio. auf dem Konto. Das können auch Kleinigkeiten sein (sieht man gerne in Großstädten): da parken dicke Autos gerne auf Behindertenparkplätzen, Zebrastreifen etc. frei nach dem Motto: "schlepp ihn doch ab, juckt mich nicht." Für solch ein Verhalten reichen auch 1 Mio (oder gar weniger, kommt aufs Auto an ;-)). Es ist also Individuell.
Und es macht für mich auch einen Unterschied, ob ein Unternehmen versucht bisschen Steuern zu sparen oder ob Konzerne/Familienunternehmen bewusst Grauzonen (oder legale Konstrukte) ausnutzen um GAR keine Steuer zu zahlen - in dieser Sphäre agieren halt weniger die KMU, welche aber meist die Leidtragenden der politischen Handlungen sind.
Das man dort einen Riegel vorschieben möchte, das unterstütze ich. Denn nur weil etwas möglich ist, sollte man es nicht umbedingt tun. Genau das gleiche bei Inhaber großer Vermögen, die dann per Midi-/Minijob sich günstig die GKV leisten.
Aber Hand aufs Herz, wieviele Leute füllen die Einkommenssteuererklärung zu 100% juristisch korrekt aus? Ist man deswegen ein Steuerhinterzieher? Juristisch ist die Sache eindeutig, gesellschaftlich würde da wahrscheinlich nicht so die große Moralkeule geschwungen werden.