Aktuelle Pläne zu Sozialabgaben vs. ETF Sparen

  • gab schon anfängliche Debatten darüber, ob ungesund lebende Menschen mehr zahlen müssen als gesunde. Es scheitert schon alleine an der Überprüfung (Bürokratie pur) und den Kriterien, wer gesund lebt und wer nicht - das kann nur schwer bestimmen. Aber im Grundsatz find ich den Gedanken nicht verkehrt und aufbauend darauf vielleicht Maßnahmen zu ergreifen wäre ein Ansatz

    Das geht eazy über Tabak, Alkoholsteuer und co. Gerade wurde die Mehrwertsteuer für kleine Familienunternehmen wie Mcdonalds und co gesenkt hmmmm

  • Es gab schon anfängliche Debatten darüber, ob ungesund lebende Menschen mehr zahlen müssen als gesunde. Es scheitert schon alleine an der Überprüfung (Bürokratie pur) und den Kriterien, wer gesund lebt und wer nicht - das kann nur schwer bestimmen.

    An sich ist das kein Problem, man nimmt halt einen Proxy. Die meisten Versicherungen kennen Selbstbehalte und Schadenfreiheitsrabatt. In der KV gibt es das in diversen Nachbarländern und auch hierzulande in der PKV. Ist nicht perfekt für die Frage, ob jemand gesund oder ungesund lebt. Aber sicherlich besser als eine Checkliste mit tausend Punkten, die irgendwie verwurstet werden. Und sehr viel unbürokratischer umzusetzen.

  • Wer blockt sollte bitte grundsätzlich immer Alternativen bennen um die steigenden Kosten der Gesundheitsversorgung zu decken. Also z.B. Leistungskürzungen (Elend und Tod für ärmere), realistische Einsparungen durch Effizienzsteigerungen (sinnvoll aber wird nicht reichen) oder alternative Einnahmequellen

    Wenn die Kosten aus dem Ruder laufen, analysiert man eben die Kostenarten und stellt, welche Posten am meisten zu Buche schlagen. Denn mit Einsparungen bei diesen kann man schnell effektiv die Kosten senken. Solche Analysen werden den verantwortlichen Politikern mit Sicherheit vorliegen. Da aber immer irgendwo eine Wahl stattfindet, scheut man sich, hier konsequent vorzugehen.

    Gleichzeitig kann man natürlich überlegen, die Ausgaben, hier insbesondere von Steuermitteln neu zu organisieren. Aktuell drückt der Bund der GKV ein Großteil der Behandlungskosten der Bürgergeldempfänger auf, so ca. 10 Mrd. jährlich. Vielleicht wäre es ja mal ein Anfang, den Raumfahrt- und Nuklearmächten China und Indien keine Entwicklungshilfe mehr zu zahlen. Oder solche Absurditäten wie Förderung von Radwegen in Peru oder Kühlschränken für Kolumbien zu unterlassen.

  • Gleichzeitig kann man natürlich überlegen, die Ausgaben, hier insbesondere von Steuermitteln neu zu organisieren. Aktuell drückt der Bund der GKV ein Großteil der Behandlungskosten der Bürgergeldempfänger auf, so ca. 10 Mrd. jährlich. Vielleicht wäre es ja mal ein Anfang, den Raumfahrt- und Nuklearmächten China und Indien keine Entwicklungshilfe mehr zu zahlen. Oder solche Absurditäten wie Förderung von Radwegen in Peru oder Kühlschränken für Kolumbien zu unterlassen

    Auch hier passt der Prompt "rechte Rethorik am Beispiel von Entwicklungshilfe und den Fahrradwegen in Peru":

    Der Fingerzeig aufs Ausland (Beispiel Peru-Radwege)

    Symbolpolitik: Komplexität wird auf ein absurdes Bild reduziert (Radwege).

    Konstruktion von Neid: „Geld fürs Ausland vs. Armut im Inland“.

    Externalisierung: Sündenbock-Prinzip für hausgemachte Probleme.

    Cherry Picking: Einzelne Kleinstprojekte werden als repräsentativ für den Staatsbankrott verkauft.

  • Da hat mein Honeypot "Radwege in Peru" ja wunderbar funktioniert. Zeigt deine Antwort doch, in welcher Weise politisch links Positionierte typischerweise argumentieren. Da man nur schwerlich Gegenargumente findet, sucht man sich einen eher wenig relevanten Punkt, hier die "Radwege" und unterstellt dem Gegenüber erst einmal "rechte Rhetorik". Zur Sache sagt man nichts, weil man eben nichts zu sagen hat.

  • Wer blockt sollte bitte grundsätzlich immer Alternativen bennen um die steigenden Kosten der Gesundheitsversorgung zu decken.

    Ich weiß ja nicht, ob das unter "Elend und Tod für ärmere" fällt, aber man könnte mal bei der Anzahl der Krankenkassen schauen. Und bei der Anzahl derer Vorstandsvorsitzenden, die tlw. mehr Grundgehalt als der Kanzler bekommen. Ok, letzteres könnte vielleicht auch Hardcorefans des Begriffs "leistungslos" gefallen.

  • Zusammen haben wir doch einige spannende Potenziale gefunden um Kosten einzusparen. Ob das reicht die steigenden kosten durch Demografie, technologischen Fortschritt etc zu decken werden wir sehen. Heute ist prompt day: gebt mal ein "welche großen Pharmakonzerne geben mehr für Dividenden&Aktienrückkäufe aus als für Forschung und Entwicklung"

  • Hier geht es ja auch darum ob leistungsloses Einkommen ...

    Dazu fällt mir nur noch ein

    Keine Ahnung wie oft Du diese These als Phrase ("leistungsloses Einkommen") hier noch raushauen willst ... ?

    Versuche doch einfach mal das Folgende zu lesen und zu verstehen - so komplex ist das doch nicht.


    Dir nichtsdestotrotz weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen !

  • Heute ist prompt day: gebt mal ein "welche großen Pharmakonzerne geben mehr für Dividenden&Aktienrückkäufe aus als für Forschung und Entwicklung"

    Cooles Spiel. Ich hab das jetzt mal mit "Welche Fortschritte im Gesundheitswesen wurden durch Börsengänge der Unternehmen maßgeblich gefördert?" probiert. Klappt auch.

  • Ein Gespenst geht um, in Europa .......wie wäre es mit dem staatlich einheitlichen Realitätsbezug ? :)

    Selbst wenn damit nicht so wirklich viel zu holen ist, könnte man die Globuli und ähnlich gern mal abräumen, auch die Reduzierung der Vielfalt der GKVs ist eine tief hängende Frucht.

    Ob Sozialkosten einzig die Einkunft aus Arbeit belasten sollten, halte ich durchaus für diskussionswürdig, auch wenn die Umsetzung bei anderern Einkünften eher schwierig ist.

    Hier im Forum kann man ja durchaus lesen, wie man aus 5 Mio 20 machen möchte und dabei mit einem Teilzeitjob in der GKV ist. Dass man sich im Falle der Belastung Auswege wüsste, wurde gleich mit geliefert. Das kann man beklagen oder bewundern, je nach Standpunkt.

  • Ich stelle mal einen Vorschlag als Gesundheitssystem zur Diskussion:

    Identische Grundversorgung für alle (also auch für Beamte, Politiker, Unternehmer & Co.) über staatliche oder private Krankenversicherungen. Also kein Wettbewerb, denn den halte ich für nicht notwendig. Die Grundversorgung umfasst auch Leistungen, die aktuell in der GKV ausgeschlossen sind (z. B. Kostenübernahme für das "Kassengestell" als Sehhilfe und für den einfachen Zahnersatz wie Brücke und Krone). Beiträge sind einkommensabhängig und nach oben hin nicht gedeckelt. Zu den beitragspflichtigen Einnahmen gehören alle Einnahmequellen (Lohn/Gehalt, Renten, Gewinne aus allen Kapitalanlagen, Mieteinnahmen, Spekulationsgewinne für irgendwelche Veräußerungen innerhalb gewisser Zeiträume). Für Personen ohne Einkommen wird eine Kopfpauschale fällig, d. h. es gibt keine kostenlose Familienversicherung.

    So kann sich z. B. der Privatier mit sehr hohen Kapitaleinkünften und einem Midi-Job nicht mehr "für einen Appel und ein Ei" krankenversichern.

    Für soziale Härtefälle wird über Steuereinnahmen eine Pauschale ins Gesundheitssystem gezahlt.

    Demographische Effekte werden über den Beitragssatz justiert.

    Die Infrastruktur wird über Steuereinnahmen (und nicht über die Beiträge) finanziert. Gewisse Standards sind gesetzlich festzulegen.

    Der direkte Gang zum Facharzt ist nicht möglich, sondern nur über den Hausarzt oder ein lokales Gesundheitszentrum. So werden unnötige und doppelte Untersuchungen vermieden. Bonuszahlungen werden angeboten bei Nachweis von irgendwelchen Präventionsmaßnahmen.

    Denkbar wäre eine Selbstbeteiligungslösung bei irgendwelchen individuellen Wünschen.

    Eine weitergehende, individuelle Versorgung kann jeder über Zusatztarife (Risikotarife und Tarife mit Altersrückstellungen) bei den privaten Krankenversicherern abschließen. Hier ist jeder denkbare Luxus versicherbar, also auch das 1-Bettzimmer mit Gourmetmenü und mit Wahlarzt in einer Privatklinik oder anderweitige privatärztliche Versorgungen). Hier kann ein Wettbewerb zwischen den Versicherungen stattfinden.

    Bei diesem System wäre der ländliche Raum auch wieder für Ärzte attraktiv und nicht nur die Großstadt mit einer hohen Dichte an PKV-Versicherten. Eine Verbreitung von medizinischen Versorgungszentren halte ich auch für sinnvoll.

    Na? Kritik? Gegenvorschläge?

  • Das geht eazy über Tabak, Alkoholsteuer und co. Gerade wurde die Mehrwertsteuer für kleine Familienunternehmen wie Mcdonalds und co gesenkt hmmmm

    Easy weiß ich nicht. Ich kenne genug, sehr vitale sportliche Menschen, die auch rauchen oder gerne mal einen Trinken.

    Daneben dann den nichtrauchenden nur Energydrinks schlürfenden 120 kg Chips-/Gummibärchenpanzer als gesünder hinzustellen halte ich für den falschen Weg.

    Wenn jemand jeden Tag Morgens und Abends Rohkost ist und sich dafür Mittags das BigMc Menü reinzieht, kann das fernab von ungesund sein. Ich kenne sogar so jemanden, allerdings nicht BigMc sondern überwiegend Döner. Da würde keiner gesundheitliche / krankenkassenbeitragsschädliche Feststellungen machen.

    Deinen Ansatz kann ich aber nachvollziehen.

    Mit genug Kontrolle ginge das, aber wie gesagt, eben jene würde in einer unendlichen Bürokratie ausufern.

  • Ich verstehe nicht, warum Du das so negativ darstellst. sam51 hat doch den Großteil des Beitrags sachlich und nachvollziehbar argumentiert. Argumentiere Du doch sachliche dagegen, wenn er Deiner Meinung nach falsch liegt. Das würde mich nämlich interessieren.

    In der Tat gibt es genug solcher (auf den ersten Blick wirkende) Projekt, wo man sich fragt, ob diese Geldern im Land nicht besser angelegt werden.

    Analogie:

    Mit meinem Gehalt (Steuerneinnahmen) bezahle ich meine Miete (Bedienstete, Schulden), Versicherungen (Krankenkasse, Rente etc.), Essen, Trinken, Urlaub, Kleidung etc (letztere genannten, welche teilweise oder ganz Konsum darstellen, da kann ich jederzeit variieren).

    Erst wenn ich weiß, dass ich überlebe, dann kann ich etwas Spenden. Beim Konsum, kann ich auch mal verzichten, um etwas Gutes zu tun (Gemeinnützige Projekte im Ausland z.B.).

    Aber ich kenne keinen Menschen, welcher seine fixen Ausgaben für Kreditrate / Miete / Beiträge absichtlich gefährdet nur um zu Spenden und erst Recht nicht in der Art (wie es fast nur der Bund kann) sich trotz rückständiger Raten/Mieten/Beiträge weitere Schulden produziert. Da gehört doch Peter Zwegat eingeschaltet ^^

    Und wenn diese Person sogar jeden Tag rumjammert auf höchsten Niveau, dass kein Geld für die Miete und Essen da ist, aber gleichzeitig jede verdienten Euro spendet, dann passt das einfach nicht.

    Heißt: Wenn das Thema Altersarmut etc. nicht existieren würde bzw. die Politik nicht jeden Tag darüber disktutieren würde, dass das Land finanzielle Probleme hat (was aber nicht an den Einnahmen liegt), dann würden solche Projekte doch gar nicht (so) negativ aufstoßen, oder?

    Und auch wenn hier und da ein Millönchen, gemessen am Haushalt, nicht viel sind: Kleinvieh macht auch Mist (1h länger Arbeiten sollen wir ja schließlich auch mit großer Wirkung :thumbup:) . Wobei ich so spannende Projekte wie das Gorch Fock Desaster nicht als klein bezeichnen würde.

  • Der direkte Gang zum Facharzt ist nicht möglich, sondern nur über den Hausarzt oder ein lokales Gesundheitszentrum. So werden unnötige und doppelte Untersuchungen vermieden.

    Fail! So werden doppelte Untersuchungen systematisch produziert!

    Wozu soll ich jedesmal zusätzlich einen vollkmmen überforderten Hausarzt konsultieren?

  • Ich verstehe nicht, warum Du das so negativ darstellst.

    Mein Beitrag bezog sich logischerweise auf den Radwegteil des Beitrags. Da habe ich ungenau zitiert was aufm Smartphone finde ich leicht passiert. Der Rest ist natürlich ein Totschlagargument: solange der Staat irgendwo scheinbar oder real seine Ausgaben verschwendet (was immer irgendwo zu einem kleinen Teil der Fall sein wird) darf er keine zusätzliche Abgaben erheben. Super und schwubs reden wir nur noch darüber wo man was wie kürzen könnte^^