Beiträge von sam51

    Es läuft also daraus hinaus, dass ein Systemwechsel der Beamten in die GKV daran scheitert, weil man Angst vor einem Streik hat? Echt jetzt? Wie kleinmütig und offensichtlich doch hier so manche argumentieren, nur damit ein Status Quo beharrlich fest zementiert werden soll. HALLO! Aufwachen, es geht nicht um eure vermeintlichen Pfründe, die Morgen weg sind, sondern schlicht um die Zukunft.

    Edit; Es soll natürlich Streik heißen

    Anstatt hier dauernd zu fordern, dass Beamte in die GKV sollen, fände ich es sinnvoll, wenn du auch mal quantitativ darlegen würdest, was du dir davon erhoffst. Ich hatte ja bereits darauf hingewiesen, dass sich durch eine solche Aktion für die bisherigen GKV-Kunden gar nichts ändern würde. Es kämen zusätzliche Beiträge rein, aber ebenso auch Anspruchsberechtigte. Weder würde die GKV-Beiträge weniger steigen oder gar sinken, noch bekämen die Versicherten eher einen Arzttermin.

    Ich kann hier nur einen Neidfaktor erkennen. Das können auch deine hehren Worte nicht kaschieren: "Es geht um die Zukunft." Die Welt wird nicht untergehen, egal, ob du einen Arzttermin bekommst oder nicht.

    Man stelle sich vor, in einer großen konzertierten Aktion sind sich alle Entscheider einig, das das Grundgesetz an dieser Stelle ab einem Stichtag für alle dann neu in Tätigkeit Gehende geändert wird!

    Und welchen Effekt hätte das? Keinen merkbaren. Dann müsste also der Staat für alle ab diesem Zeitpunkt neu eingestellten Beamten Rentenbeiträge zahlen. Das wären dann also vielleicht einige Tausend Neuzugänge pro Jahr, für die zusätzlich Geld in die Rentenkasse kommt. Für die Neuzugänge würde sich das Netto auf dem Gehaltszettel nicht von dem der Alt-Beamten unterscheiden. Der einzige Unterschied wäre, das sie bei Renteneintritt nur die mickrige GRV-Rente anstatt einer guten Pension bekämen.

    Oder bist du vielleicht der Meinung, dass du dann eine höhere Rente bekämst, wenn immer mehr Menschen in dieses dysfunktionale System gezwungen werden? Das Geld, was der Staat für Rentenbeiträge für Beamte aufwenden müsste, würde aus dem Haushalt bezahlt werden. Genau so wie aktuell der Rentenzuschuss von ca. 120 Mrd. jährlich. Das Ganze wäre ein Nullsummenspiel.

    Man hätte höchstens den Neidkomplex einiger bedient. Wenn mir es schlecht geht, dann soll es dem anderen auch nicht gut gehen.

    Mir ging es mehr darum, was muss im Arbeitsvertrag stehen, damit die 0,03% Versteuerung für die Pendelstrecke ins Büro entfällt und ob die Regelung für mich nachteilig ist weil ich irgendwas nicht bedacht habe.

    Es ist schon einige Jahre her, dass ich in einer ähnlichen Situation war. Damals gab es zwar nicht Home-Office-Regelungen, wie sie heute üblich sind. Ich war nur einige Tage pro Jahr im Büro, ansonsten nur bei Kunden. Da gab es zur Vermeidung der 0,03%-Versteuerung nur eine Methode: Fahrtenbuch.

    Deutschland im Bereich 2027 2028 etwa 2,55 %.
    Bei den Franzosen gibt es etwas mehr

    FR0011317783

    Wunsch und Wirklichkeit können doch sehr unterschiedlich sein:

    Pressenotiz Zuteilung neue 10j Anleihe

    Gestern konnte der Bund eine 6 Mrd.-Anleihe zu 3% nur zu 70% platzieren. Wenn der Bundesfinanzminister dann noch ankündigt, jedes Jahr 200 Mrd. neue Schulden machen zu wollen, dann muss er wohl zinsmäßig noch deutlich was drauflegen, damit ihm der Kapitalmarkt Geld leiht.

    Warum kauft und verkauft jemand im gleichen Monat ca. 3500 BTC? Sieht aus wie eine Zockerbude.

    Man schaue sich mal die Länder an wo Rechtspopulismus besonders auf fruchtbaren Boden trifft, alles Länder mit immer höher werdenden Staatsverschuldung und enormen Leistungskürzungen besonders im Sozialen Bereich.

    Da mag man sich jetzt einmal anschauen, woher diese Staatsverschuldung kommt.

    Margaret Thatcher hatte das seinerzeit schon richtig erkannt:

    "The trouble with socialism is that you eventually run out of other people's money,"

    Man kann es drehen und wenden, wie man will. Die GKV in ihrer jetzigen Form ist nicht mehr zu retten. Die Zahl der Anspruchsberechtigten steigt unaufhörlich, die Zahl der Einzahler geht kontinuierlich zurück. Beides ist politisch gewollt, sowohl die ungeregelte Einwanderung als auch die De-Industrialisierung. Das hat bereits notwendigerweise dazu geführt, dass das System GKV in eine Abwärtsspirale geraten ist, die nicht mehr aufzuhalten ist. Wenn man Kurs auf den Eisberg nimmt, darf man sich nicht wundern, wenn man Schiffbruch erleidet.

    Die GKV steuert auf eine "Mediterranisierung" hin. Es wird nur noch eine staatliche Basisversorgung auf einem Niveau geben, das in etwa dem Leistungsumfang des PKV-Notlagentarifs entspricht. Leistungen auf heutigen Niveau gibt es dann nur noch in Privatpraxen und -kliniken gegen entsprechende Bezahlung. Der zeitliche Horizont für das Eintreten dieses Szenarios dürfte 5-10 Jahre betragen.

    Selbst wenn die Politik es wollte, sie wird den Niedergang nicht vermeiden können. Der Staat kann hier keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung stellen, trotz Rekordsteuereinnahmen wächst die Neuverschuldung und damit auch die Zinslast. Eine Reform kann nur eine Ausgabenkürzung sein. Fällt diese zu drastisch aus, wird sich das im Wahlergebnis der verantwortlichen Parteien sofort negativ bemerkbar machen. Daher wird es eine solche Reform nicht geben, sondern man wird die bewährte Salami-Taktik anwenden, bis man in einigen Jahren das Leistungsniveau weit genug heruntergeschraubt hat.

    Und wer immer noch der Meinung ist, dass der Energieverbrauch von Bitcoin ein „Bug“ sein soll, der hat Bitcoin eben einfach nicht verstanden, sorry. Proof-of-Work wurde ganz bewusst in das Protokoll integriert, es ist die grundlegende Basis, ansonsten wäre Bitcoin schon lange tot.

    Mach doch mal eine Grenzwertbetrachtung. Wenn alle Bitcoin geschürft sind, was passiert dann?

    Das Problem bei diesem Konstrukt ist eben, dass Mining und Transaktionen nicht unabhängig voneinander sind. Transaktionen finden nur statt, weil man als "Belohnung" für einen Block einen Bitcoin erhält. Das Geschäftsmodell ist eben, dass die Kosten für das Mining durch die geschürften Bitcoin wieder hereinkommen müssen. Sind alle Bitcoin entstanden, hat niemand mehr einen Anreiz, für viel Geld irgendwelche Hashes zu berechnen. Bitcoin sieht natürlich auch vor, dass Transaktionsgebühren gezahlt werden können. Man kann sich aber ungefähr vorstellen, wie hoch diese sein müssten. Die dürfen dann wohl irgendwo im 3-4stelligen Dollar-Bereich liegen.

    Rein mathematisch betrachtet, tragen nur wieder in Aktien angelegte Dividenden zum exponentiellen Wachstum, auch Zinseszinseffekt genannt, bei. Kursanstiege können das nicht. Damit wirken nur die 1-2% Dividendenrendite bei thesaurierenden ETF exponentiell.

    Das widerspricht nun der Erfahrung, denn schaut man sich die Wertentwicklung eines großen Index an, sieht das Wachstum deutlich stärker aus, so als ob der Kursanstieg selbst zum exponentiellen Wachstum beiträgt. Allerdings muss man hier unterscheiden zwischen dem lediglich mit 1-2%, jedoch exponentiell wachsenden Anteil der ETF-Anteile und dem Wert, den diese in Euro oder Dollar haben.

    Woher stammt also der beobachtbare exponentielle Kursanstieg, gemessen z.B. in Euro? Er stammt aus der exponentiellen wachsenden Geldmenge. Dieses Geld muss irgendwo hin und fließt zum großen Teil in den Aktienmarkt. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Aktienrückkäufe großer Unternehmen zu Nullzinszeiten. Ein Geschenk für das Management, dessen Vergütung u.a. vom Aktienkurs abhängt. Man kauft mit praktisch kostenfreien Krediten die Aktien des eigenen Unternehmens zurück, was letztlich zu einer Steigerung des Aktienkurses führt.

    In der Öffentlichkeit kommuniziert wird die vereinfachte Sicht, dass der Aktienmarkt ein jährliches Wachstum von 5-7% biete und ein Depot dank des Zinseszinseffekt mit 5-7% wachse. Das hört sich gut an und ETF-Investoren für sich ebenfalls gut. Von dieser Erzählung lebt eine ganze Branche.

    Bei den genannten Daten kommt man auf eine Laufzeit der Finanzierung von ca. 36 Jahren. Nimmt man, dass eine Sondertilgung in voller Höhe von 5% jährlich geleistet wird, kann man die Laufzeit auf 18 Jahre halbieren. Da die Finanzierung aber doch eher am Limit des Leistbaren ist, würde ich Sondertilgungen erst einmal für unwahrscheinlich halten.

    Daher sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Kredit vor Renteneintritt getilgt ist. Besser noch früher, denn schon ab 60 wird es auf dem Arbeitsmarkt schwierig, sofern man nicht im ÖD beschäftigt ist. Sollte das Alter des Paares also die 30 schon überschritten haben, dürfte die Finanzierung bei den gegebenen Daten zu lange dauern. Wenn kein außerordentlicher Mittelzufluss zu erwarten ist, um die Laufzeit zu verkürzen, würde ich vom Kauf der Immobilie absehen.

    Vielleicht ist das Produkt für dich die Lösung. Du kannst dich ja mal einlesen:

    Das 21shares Strategy Yield ETP (STRC) bietet börsengehandelten Zugang zu Stretch, der Variable Rate Series A Perpetual Stretch Preferred Stock, herausgegeben von Strategy Inc. Die ETP-Struktur beseitigt die operative Komplexität des Handels mit Vorzugsaktien und bietet Investoren eine einfache und effiziente Möglichkeit, renditeoptimierte Exposures zu nutzen. Die von Strategy Inc. ausgeschütteten Beträge werden, nach Berücksichtigung weiterer gemäss den Final Terms vorgesehener Abzüge, in die Besicherung des ETP reinvestiert. Dadurch erhöht sich der Nettoinventarwert (NAV) des ETP, was im Zeitverlauf zu einem Zinseszinseffekt führt. Derzeit werden diese Ausschüttungen als Kapitalrückzahlung behandelt und fallen daher nicht unter die US-Quellensteuerpflicht.

    https://www.21shares.com/de/product/strc

    Du musst dich anschließend um nichts mehr kümmern. Vielleicht gibt es den ETP ja bei deiner Bank.

    Klasse Produkt, sogar renditeoptimiert. Wer da nicht investiert, muss ja wirklich dumm sein.

    Bekommst du eigentlich für diese realsatirischen Beiträge hier eine Provision von Strategy?

    Die Regierung ist an der Stelle grds. funktionell (was ich in den letzten Wochen so nicht wahrgenommen hatte).

    Klar, die 12%-Partei namens SPD sagt, was gemacht werden soll, und der Fritz und seine Union nicken das ab, weil der Fritz Kanzler bleiben möchte.

    Die 2 Jahre ALG1 musst Du erst einmal bekommen. Eine einfache Eigenkündigung wegen "Lustlosigkeit" reicht da nicht aus, um Sperrzeiten zu umgehen. Selbgst die neu angedachte Aufweichung des Kündigungsschutzes greift bei Bestandasverträgen wohl nicht.

    Bei einem Auflösungsvertrag mit Abfindung ist das kein wirkliches Problem. Der Arbeitgeber will dich ja loswerden und ist in der Regel bereit, bei der Umgehung von Sperrzeiten behilflich zu sein, insbesondere wenn es ihn nichts zusätzlich kostet.

    Das Verfahren ist simpel. Es gibt keinen Auflösungsvertrag, der zu einer Sperrfrist führen würde, sondern eine betriebsbedingte Kündigung. Gegen die erhebt man sofort Kündigungsschutzklage, es kommt zu einem Vergleich, der zufällig die gleichen Bedingungen wie der Auflösungsvertrag enthält. Das geht schnell und einfach, niemand muss vor dem Arbeitsgericht erscheinen. Kostet höchstens einen überschaubaren Betrag für den Anwalt, den die Rechtsschutzversicherung übernimmt, falls vorhanden. Und schon gibt es keine Sperrfrist.

    Alle kennen dieses Spiel: Arbeitgeber, Richter und auch das Arbeitsamt und jeder macht mit.

    Und ansonsten ruft man seinen Arzt an, schildert die Sache und geht im Zweifel am nächsten Tag dahin um sich seine AU abzuholen.

    Wenn es denn so einfach wäre. Viele haben keinen Hausarzt und finden auch keinen. Hier in der Gegend nehmen Hausarzt-Praxen gar keine Neu-Patienten mehr auf. Wann hast du das letzte Mal versucht, bei einem Arzt anzurufen? Die sind häufig so überlastet, dass da gar keiner ans Telefon geht.

    Jetzt mal persönlich zu mir warum mich das aufregt, man hat ja auch so was wie eine finanzielle Lebensplanung (wird ja auch hier immer mit Recht propagiert) die bei mir jetzt ad Absurdum geführt wird. Ich bin jetzt 58 und habe 2 Ruhende Rentenversicherungen (1xRiester/1 x Direktversicherung), seit langer Zeit bespare ich fürs Alter ETF und Edelmetalle. Ich habe meinen letzten Immokredit genau so getimmt das dieser mit Erreichen meiner 65 reicht und eine Restschuld im mittleren 5-stelligen Bereich da sein wird, diese Summe würde ich mit den beiden Ruhenden Rentenversicherungen ausgleichen. Jetzt kommt der Haken, ich hätte bisher mit 65 abschlagsfrei gehen können und die Versicherungen würden ausgezahlt werden, da die Versicherungen jetzt erst 2 Jahre später fällig werden muss ich entweder für 2 Jahre eine Finanzierung finden, meine ETFs anknabbern (dann evtl. in einem Tief), oder früher in mit Abschlägen gehen. Egal wie, es wird mich eine Stange Geld kosten. Mit diesem Staat ist es leider nicht möglich auch nur mal 15 Jahre im vorraus zu planen, Hauptsache die eigene Versorgung ist gesichert.

    Pläne haben nun einmal die unangenehme Eigenschaft, dass sie dazu neigen, nicht zu funktionieren. Das ist insbesondere der Fall, wenn ein längerer Zeitraum betroffen ist. Deine Planung ging davon aus, dass mehrere Parameter, z.B. die gesetzlichen Bestimmungen zum Renteneintritt, sich über die Zeit nicht verändern. Treten jedoch Änderungen ein, ist eine Kettenreaktion, wie du sie beschrieben hast, die Folge. Oder einfacher ausgedrückt: das Kartenhaus fällt zusammen.

    Dein Plan war eben nicht robust genug, da du alles zu 100% ausgereizt hast. Ich halte es z.B. für sehr gewagt, einen Immobilienkredit mit 65 noch nicht abbezahlt zu haben. Da du bis 65 noch 7 Jahre Zeit hast, wäre es vielleicht eine gute Idee, dafür zu sorgen, dass dann keine Restschuld mehr vorhanden ist. Z.B. durch Umlenken des ETF-Sparplans in Sondertilgung.

    Ich kann verstehen, dass dich diese Situation nervt. Aber es waren deine zu optimistischen Erwartungen, die zum wahrscheinlichen Nicht-Funktionieren deines Plans führen werden.

    Ich kenne durchaus Menschen denen eine deutlich 6-stellige Abfindung gezahlt wurde. Wenn das Geld dann nur für 1-2 Jahre reicht, frage ich mich schon, wie es denn später im Ruhestand mit der Rente reichen soll? :/

    Was heißt "deutlich 6-stellig"? Vielleicht 150.000 EUR? Das sind 2 Jahresgehälter, die auch noch versteuert werden müssen. Wenn man damit 5-6 Jahre überbrücken muss, kann es schon mal eng werden. Insbesondere wenn man noch einen Immobilienkredit bedienen muss und vielleicht auch noch privat krankenversichert ist.

    Als ich vor gut 10 Jahren aufgehört habe zu arbeiten, bewegten sich die Abfindungen bei einem internationalen Konzern zwischen 1 und 2 Jahresgehältern. Ich weiß, dass die bei weitem höchste Abfindungssumme seinerzeit dem damaligen Betriebsratsvorsitzenden mit über 30 Jahren Betriebszugehörigkeit gezahlt wurde: ca. 210.000 EUR. Andere Abfindungen lagen weit darunter und waren meist nur 5-stellig.

    Es mag sein, dass heute insbesondere deutsche Konzerne (Metall, Chemie, Pharma, Finanz) deutlich mehr zahlen. Für Mittelständler mit einigen hundert Mitarbeitern oder gar Kleinunternehmen dürften solche Abfindungen jedoch jenseits des Leistbaren sein.

    In meiner Blase waren die, die mit 60+ aussortiert wurden nicht eben tieftraurig, wenn sich die Möglichkeit gab etwas früher aus dem Arbeitsleben zu scheiden. Oft genug wird so etwas ja auch noch mit einer Abfindung garniert, die den Gehaltsverlust ausgleicht.

    Das Aussortieren findet schon viel früher statt, teilweise schon ab 50. Wenn man dann nicht über gut sechsstellige Rücklagen verfügt, wie z.B. das durchschnittliche Finanztip-Forum-Mitglied, dann ist man in einer schwierigen Situation. Einen neuen Job zu vergleichbaren Konditionen findet man nicht, denn es hat ja seinen Grund, warum man aussortiert wurde. ALG1 gibt es maximal 2 Jahre. Eine Abfindung, falls denn eine gezahlt wird, reicht vielleicht für 1, max. 2 Jahre. Danach Grundsicherung, damit man wenigstens krankenversichert ist.

    Und wie geschrieben. Die Arbeitsagenturen machen das Spiel ja auch mit.

    Was sollen die denn anderes machen? Hast du schon mal mit dieser Behörde zu tun gehabt? Die Jobs, die denen gemeldet werden, sind welche, für die man garantiert niemanden findet, der diese Arbeit für die gebotene Bezahlung macht. Und wenn man tatsächlich aufgefordert wird, sich auf eine solche Stelle zu bewerben, ist es ein Leichtes, dort abgelehnt zu werden. Das wissen auch die Mitarbeiter der Arbeitsagentur.

    Wie stufst du persönlich die folgenden Worte unseres Bundeskanzlers zu den Thema ein? Vom 23.06.2026 am Tag des Industrie in Berlin?

    Investitionen in Aktien kann er damit wohl nicht gemeint haben. Oder haben er und seine Berater nicht verstanden, dass Unternehmen in der Regel kein Geld zufließt, wenn man deren Aktien kauft? War da nicht mal von Investition in ein weltweit gestreutes Aktienportfolio die Rede? Denn nur so wäre doch wohl die in den Beispielrechnungen verwendete durchschnittliche Rendite von 7% erzielbar. Aber vielleicht sollte der ehemalige Frühstücksdirektor von Blackrock mal bei seinem ehemaligen Arbeitgeber erkundigen, wie hoch denn der Anteil deutscher Unternehmen am MSCI World ist. Das sind gerade mal 2,1%.

    Wenn er allerdings tatsächlich gemeint hat, den Unternehmen fließe über den Kapitalmarkt Geld zu, dann geht das nur über Unternehmensanleihen oder Subventionen, die über die Ausgabe von Staatsanleihen finanziert werden. Dan sollte man aber das Ding nicht "Aktienrente" nennen.

    Das stufe ich bei 38° jetzt mal als dümmliche, ungelegte Eier ein.

    Unterschätze niemals die Kreativität der Politik, wenn es darum geht, an das Geld der Bürger zu kommen. Ich habe lediglich ein mögliches Szenario beschrieben und halte für wahrscheinlich, dass es so kommt. Allein diese Vorstellung mag bei einem treuen TAZ-Leser schon einen Anfall kognitiver Dissonanz auslösen.