In meiner Blase waren die, die mit 60+ aussortiert wurden nicht eben tieftraurig, wenn sich die Möglichkeit gab etwas früher aus dem Arbeitsleben zu scheiden. Oft genug wird so etwas ja auch noch mit einer Abfindung garniert, die den Gehaltsverlust ausgleicht.
Das Aussortieren findet schon viel früher statt, teilweise schon ab 50. Wenn man dann nicht über gut sechsstellige Rücklagen verfügt, wie z.B. das durchschnittliche Finanztip-Forum-Mitglied, dann ist man in einer schwierigen Situation. Einen neuen Job zu vergleichbaren Konditionen findet man nicht, denn es hat ja seinen Grund, warum man aussortiert wurde. ALG1 gibt es maximal 2 Jahre. Eine Abfindung, falls denn eine gezahlt wird, reicht vielleicht für 1, max. 2 Jahre. Danach Grundsicherung, damit man wenigstens krankenversichert ist.
Und wie geschrieben. Die Arbeitsagenturen machen das Spiel ja auch mit.
Was sollen die denn anderes machen? Hast du schon mal mit dieser Behörde zu tun gehabt? Die Jobs, die denen gemeldet werden, sind welche, für die man garantiert niemanden findet, der diese Arbeit für die gebotene Bezahlung macht. Und wenn man tatsächlich aufgefordert wird, sich auf eine solche Stelle zu bewerben, ist es ein Leichtes, dort abgelehnt zu werden. Das wissen auch die Mitarbeiter der Arbeitsagentur.